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Hexenkessel - Trockeneis oder Nebel kühlen?

  • highq
  • 11. Oktober 2008 um 19:20
  • highq
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    • 11. Oktober 2008 um 19:20
    • #1

    Hallo,

    wir sind angefragt worden, wie man einen dampfenden Kessel auf einer Bühne hinbekommt. Mein erster Gedanke war Trockeneis.

    Der Topf ist ca 50xd60 cm groß. Es soll ca. 20 Minuten "herauswabern". Was würdet ihr sagen, wieviel Trockeneis und vorallem wie viel Wasser benötigt wird und muss es nachbeheizt werden?

    Oder ist es besser gekühlten Nebel in den Topf zu blasen?

    danke für eure Hilfe

  • tufkaleho
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    • 11. Oktober 2008 um 19:40
    • #2

    Erste Gegenfrage .. Wie lange soll der Topf "kochen" ?
    Ich würde es ggf. ausprobieren und testen, denn je nach dem wie die Umstände sind, kann das Ergebniss anders aussehen.

    Füll den Topf (ich gehe mal von ca. 15l Volumen aus) zu 3/4 heissem Wasser und gib ca. 2-3l Trockeneis dazu. Das sollte schon recht ordentlich "Qualmen", dann je nach Wunsch die Trockeneismenge reduzieren oder erhöhen.

  • Schrumpeln
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    • 11. Oktober 2008 um 19:59
    • #3

    Eigendlich werden alle deine Fragen ja schon in der obigen Frage beantwortet.

    Kochzeit: 20 Minuten

    Kessel ist auch um einiges größer als von Dir angenommen 60cm Durchmesser mit einer höhe von 50cm ist doch beachtlich mehr als die 15 l Volumen

  • highq
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    • 12. Oktober 2008 um 12:49
    • #4

    Hallo,

    ausprobieren würde ich es gerne, wenn es dabei um kleine Mengen geht. Allerdings müssten in den Topf, wenn ich mich jetzt nicht total verrechnet habe um die 140 Liter reinpassen.

    Was glaubt ihr?

  • buzz
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    • 12. Oktober 2008 um 12:58
    • #5

    Man muss den Topf ja nicht komplett vollmachen, oder..? Dafür hat man in so einem "Monstrum" an Kessel schön Platz, um die komplette Nebelerzeugung sauber unterzubringen.

    Ich persönlich würde das Trockeneis auf eine Art Rost legen und aus dem darunterliegenden Sammelbehälter erwärmtes Wasser über den Trockeneisblock drüberpumpen. Mit der Pumpenförermenge kann man schön den Nebelausstoss einstellen. Zum Erwärmen des Wassers im Samelbecken ggf. einen kleinen Tauchsieder und gut is...

    Gruß aus Nürnberg,

    buzz

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  • highq
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    108
    • 12. Oktober 2008 um 13:17
    • #6

    Ich denke schon das der Topf voll werden muss, da es ja auch herrauswabern sollte.

    In diesem Video sieht man ganz gut was gemeint ist und zufälliger weiße hat der behälter auch ähnliche Abmaße.

    http://www.youtube.com/watch?v=8hYT8d43k20

    Es stellt sich nur noch die frage, wie viel Eis und wie viel Wasser benötige ich.

    Greifen wir die Idee mit der Pumpe auf, auf was muss ich bei der Pumpe achten, das sie die 80°C des Wassers aushält?

    grüße

  • michael quatmann
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    • 12. Oktober 2008 um 14:05
    • #7

    Des Topf muss aber trotzdem nicht voll sein mit Trockeneis. Wenn du das Wasser drüber kippst und sich der Nebe bildet kann der ja nirgends hin, also wird sich der Topf langsam füllen und es kommt trotzdem oben wieder raus.

    Gebt mir Steine! Ich besitze kein Behringer-Gerät mehr :D

  • buzz
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    • 12. Oktober 2008 um 14:26
    • #8

    Richtig, der Topf muss voll werden, aber doch nicht mit Eis oder Wasser, sondern mit Nebel. Sofern der Topf alsoüberall dicht ist, wird sich der Topf mit der Zeit mit Nebel füllen und dann wird der Nebel gemütlich über den Rand wabern. Wie stark es wabert, kannst Du über die Wassermenge und -Temperatur recht feinfühlig justieren...

    Gruß aus Nürnberg,

    buzz

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  • hell&dunkel
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    • 12. Oktober 2008 um 15:08
    • #9

    Eine Laugenpumpe aus einer Waschmaschine - robust und heißwasserbeständig. Die Regelung des Wasserstromes lässt sich mittels Schieber und Bypass bewerkstelligen, damit die Pumpe nicht gegen ein fast geschlossenens Ventil arbeiten muß.
    Aufheizen würde ich immer bis zur Siedetemperatur, um genug Wärmeenergie im Wasser zu speichern.
    Wichtig ist auch die Oberfläche des Trockeneises.
    10kg fein zerkleinert in 50l Wasser kippen hat einen explosiv-überkochenden Erfolg! :D

    Erfahrungswert: 70l Wasser mit 90°C und ein Block Trockeneis ergeben ~5min Nebel auf einer Fläche von ~20m². Danach ist das Wasser trotz Nachheizen mit 6kW kalt (~25°C). Das ganze mit "Regelkreis" - "Bediener, der weiß was er tut, bedient Pumpe".

    Versuch macht kluch....

    Wichtig: Elektrik und Pumpe in entsprechende Gehäuse packen. Trockeneisnebel kann eine überkochende, elektrikflutende und fingerverbrühende Angelegenheit sein. Strom und Wasser sowie 90°C/-70° und die menschlich Haut vertragen sich nicht. Zudem sollest du die Elektrogötter des Forums in Sachen elektrische Sicherheit befragen
    Schönes Basteln. Ich würde eine dauernebeltaugliche Fluidmaschine kaufen und LEDs in den Kessel basteln.

    Anwendungszweck Theater oder Fasnet? :wink:

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  • highq
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    • 12. Oktober 2008 um 15:37
    • #10

    Anwendung ist eine einmalige "Magig Night" eines hießigen Akkordeon-Vereins.
    Mir stellt sich natürlich sehr stark die Frage ob sich das Basteln (inkl. das Risiko das es so nicht funktionieren könnte) lohnt. Ausserdem muss ich mir eine Pumpe besorgen, die das heiße Wasser transportieren und elektrisch per Relais gesteuert werden kann. Denn steht der Kessel auf der Bühne muss das alles ja fernsteuerbatr sein.


    Neue Vorgaben machen die Sache erst richtig Interessant:
    Gewünscht ist das der Kessel auf der Bühne zwischen den Spielern steht. Muss ein Sicherheitsabstand eingehalten werden? Ist das Risiko kalkulierbar?

  • hell&dunkel
    Moderator
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    • 12. Oktober 2008 um 20:34
    • #11

    Einmalig? Dann würde ich keine derartige Bastelaktion starten.
    Miete dir eine regelbare Nebelmaschine, packe sie in den Kessel und gut ist.

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • highq
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    • 12. Oktober 2008 um 21:52
    • #12

    Eine Antari z1200 (!?) steht zur verfügung, nur wie bekomme ich den Nebel kühl genug, sodass er nicht aufsteigt, sondern auf dem Boden bleibt?

    In den Kessel werde ich diese nicht bekommen, mittels eines Schlauchs nach oben legen? Schadet das der Maschine nicht?

  • mringhoff
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    • 12. Oktober 2008 um 22:33
    • #13

    Es gibt auch richtige Trockeneisnebelmaschinen. Das sind im Prinzip nichts anderes, als große Wasserkocher mit einem Sieb, wie man ihn auch in einer Friteuse verwendet.
    So eine Maschine kann man ja praktisch als Topf "verkleiden". (Metall, Pappmache etc.) Ich glaube das ist einfacher als eine Maschine in einem Topf einzubauen.

    Ich weiß zwar im Gegensatz zu hell&dunkel keine genauen Temperatur- und Volumenwerte, aber ich hab schon das ein oder andere Mal für div. Shows damit gearbeitet. (Maschine für ca. 15-20l Wasser)
    Der klassische Brodeleffekt kommt immer nur dann zum Tragen, wenn das Wasser sehr heiß ist (um die Kochtempratur) und auch nicht zu wenig Trockeneis (2-3 Platten) hineinkommt.
    Füllt man weniger Trockeneis ein, quillt es einfach nicht so stark auf.
    Der Effekt an sich dauert leider nicht allzulange (ein paar Minuten vielleicht), dann muss man nachfüllen. 20min am Stück brodelnd stelle ich mir schwierig vor. Hier muss man laufend nachlegen.
    Wer aber permanent nachfüllt, der kühlt auch mit geringeren Mengen das Wasser wieder ab, so daß irgendwann auch der Nebeleffekt nachlässt. Eine sehr starke Heizleistung für das Wasser ist wichtig.
    Wenn man aber auch mit den leicht fliessenden dünnen Nebelschwaden zufrieden ist, dann sollte das schon klappen. Ein laufendes Brodeln wird vermutlich ohne vernünftige Heizleistung ein Problem...

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • buzz
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    • 13. Oktober 2008 um 09:00
    • #14

    Vielleicht sollte man zunächst mal definieren, wie viel Nebel denn aus dem Pott 'rauskommen soll.
    Soll es nur leise wabern und eben beim "Umrühren" dampfen, wie in den typischen Hexenkessel-Anwendungen, oder soll der Nebel so stark über den Kesselrand "spritzen" oder "blubbern", dass die Bühne auch noch vollflächig eingenebelt wird..?

    Gruß aus Nürnberg,

    buzz

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  • highq
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    • 13. Oktober 2008 um 14:24
    • #15

    Ersteres! Es reicht wenn aus dem Topf etwas Nebel aufsteigt, als würde er kochen. Der Trockeneisnebel macht hier meiner Meinung nach den schönsten effekt, da er nicht sofort aufsteigt und verdunstet. Daher meine ursprüngliche Idee.

  • mringhoff
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    • 13. Oktober 2008 um 16:22
    • #16

    Ich würde auch auf alle Fälle Trockeneis nehmen. Eine normale Nebelmaschine raucht einfach nur raus und verteilt sich im Raum.
    Der Trockeneisnebel löst sich hingegen in kurzer Zeit auf.

    Vielleicht besteht ja einfach mal die Möglichkeit, bei einem Verleiher mal so eine Maschine zu testen?
    Wenn man nach Absprache mit einer Ladung Trockeneis und mit der Absicht vorbeikommt, diese eventuell mieten zu wollen, wird kein Betrieb nein sagen, wenn man mal in deren Lager (oder evtl. auch daheim) das ganze mal ohne Mietpreis testet.

    Dann kannst Du selber entscheiden, ob das der richtige Effekt ist, wie oft man nachlegen muss, bzw. ob es nach 20min Dauernebel immer noch denselben Effekt macht wie zu Beginn etc.

    Im Zuge dessen muss man nur noch überlegen, wie man dann diese Maschine als Kessel verkleidet und wie unauffällig die jemand bedienen kann...

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  • marshallarts
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    36
    • 13. Oktober 2008 um 18:09
    • #17

    Einer der sich damit auskennt, leider weit weg in Berlin:

    http://www.tropppyrotechnik.de/

    Soll keine werbung sein, aber der Mann hats echt drauf!

    MfG

    Marcel

  • jannis schliesser
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    • 13. Oktober 2008 um 19:13
    • #18

    Ich hab bei nem Theater einfach die gewünschte Größe von Topf genommen und dann in den Topf noch einen kleineren Topf auf Backsteinziegel gestellt. Aussen rum soviel Wasser, dass der innere Topf nicht schwimmt(Wasser mit normaler Zimmertemperatur). Trockeneis rein und dann hat das für gute 10min richtig schön aus dem Hexenkessel geblubbert. Das einig gefähliche ist nur das Trockeneis in den Topf zu bringen, ohne dass man sich verbrennt. Die Schauspielerin hat dann ihre Sachen in den innentopf fallen lassen und mit nem großen Kochlöffel im Wasser gerührt und somit noch mehr Nebel hochgehohlt.


    (war nur ne kleine geschichte und muss/sollte nicht unbedingt als Vorschlag gelten)


    Gruß
    Jannis

  • highq
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    • 13. Oktober 2008 um 19:49
    • #19

    Hallo Jannis,

    das hört sich aber doch sehr interessant an. Es wird wohl bei uns niemand im Topf rühren. Er soll wohl nur da stehen.

    Wenn ich jetzt also siedentes Wasser in den Topf gebe und erst kurz vorher das Eis reingleiten lasse.
    Würde das eine Weile funktionieren?

  • rené m bieler
    Verifiziert
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    347
    • 14. Oktober 2008 um 02:37
    • #20

    ich hab sowas noch nicht gemacht, aber ich denke es gibt 2 varianten die ganz gut sind:

    1. man nimmt eine bodennebelmaschine, die mit normalem eis läuft und positioniert sie in den kessel.. zu der maschine würde ich nen paar kühlakkus in den kessel legen (die großen beutel aus der metro zum beispiel, wo man nur pfand bezahlt und sie zurückgeben kann..), so bleibt der nebel schön kalt im topf und darüberhinaus veringert es das raumvolumen, damit sich der topf nicht so lang füllt.. vorteil ist halt, das es sicher im gebrauch wäre.. nachteil: der rauch könnte aufsteigen, wenn er warm wird..

    oder 2.: wie erwähnt das volumen mit backsteinen oder so verringern und in der mitte nen kleinen topf mit trockeis und heißem wasser.. auf alle fälle halt das volumen des topfes verkleinern..

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