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Selbständigkeit und die Rentabilität

  • yetiszaf
  • 1. Dezember 2008 um 22:02
  • yetiszaf
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    • 1. Dezember 2008 um 22:02
    • #1

    Mahlzeit.

    Nachdem ich gerade darüber nachdenke, mich als Veranstaltungstechniker sebständig zu machen (und im Rahmen des Existenzgründerseminars der HWK auch diverse Berechnungen angestellt habe) würde ich gerne auch eure Meinungen zu meinen Annahmen hören.

    Vorweg: Ob der von mir getätigten Annahmen habe ich das ganze grade eher auf die lange Bank geschoben, was mir auch von den Unternehmensberatern des Seminars empfohlen wurde.

    Ich hab mal angesetzt, dass ich im ersten Jahr eher nur 12 Tage im Monat Arbeit haben werde. Dazu habe ich dann gerechnet, was ich vorher verdient habe, was ich an laufenden Kosten für die Selbständigkeit brauche und was ich an Steuern wohl zahlen werden muß.

    Ich komme dann - wenn ich das alles in Betracht ziehe - auf einen Tagessatz von mindestens 270 Euro für 10 Stunden.
    Ist das realistisch? Ich höre immer wieder die Aussage "Tagessatz pauschal 230 Euro", allerdings ist das für mich eher unrealistisch ...

    Es würde mich freuen wenn ihr dazu das eine oder andere sagen könntet.

    Gruß,

    Hardy

    ... alles alberne

  • Mister.Lange
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    • 1. Dezember 2008 um 22:19
    • #2

    Wie du ja schreibst, denkst Du das es Anfangs 12 Tage sind. Also rechnest Du damit, dass es mehr werden. Somit musst du natürlich Deine Kalkulation auf der Zielgröße aufbauen.
    Ansonsten ist es so, dass Du ja nur selbst einschätzen kannst, ob das mit sich dann im Jahr 150 ergebenden Arbeitstagen realistisch ist. Das ergibt sich sicher bei jedem anders.

  • test
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    • 2. Dezember 2008 um 12:30
    • #3

    was spricht denn gegen eine lösung, das du dich f 400e irgendwo anstellen läßt, um wenigstens erstmal dir krankenkasse billiger zu machen :D
    ferner solltest du dich schon mal damit vertraut machen, das du so ab 35 entweder so gut bist, das die leute dich auf der sänfte tragen oder du hast ein problem. ich kenne wenige die älter als 40 sind und nicht auch mal gerne urlaub hätten oder familie. das wird schwer, wenn du nicht einen festen job hast oder die leute sich um dich reißen 8)

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  • skyper
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    • 2. Dezember 2008 um 18:35
    • #4

    a) pauschal "230 Tagesgage" ist schon mal ein nicht zu schlechter Wert, da wird regional durchaus weniger bezahlt.
    270 als Regelsatz dagegen ist hinter vorgehaltener Hand gesagt eher utopisch. Es mag ein paar wenige geben,
    aber die sind dann auch schon richtig lange im Geschäft, oder sind dann eher in der administrativen denn exekutiven Ebene eingegliedert.
    Oder diese Jobs ergeben sich von Zeit zu Zeit, werden aber eher Ausnahmen bleiben.

    b) wird die Bezahlung nicht unbedingt besser. unsere Gesellschaft züchtet sich gerade eine Armee an arbeitslosen Fachkräften heran,
    die alle irgendwie und notfalls um jeden Preis mitmachen (werden) müssen, um die Brötchen zu verdienen.
    Außerdem gibt es durchaus mal "Sauregurkenzeit", und ferner Firmen, bei denen man sich plötzlich mal mit dem Personaldisponent
    über Kreuz legt, oder es fällt mal eine größere Nummer kurzfristig aus, für die Du eine Menge andere Leute versetzt hast.
    So ganz sicher sind die 12 Tage im Monat zu Deinem Wunschsatz also nicht unbedingt.
    Effektiv dürften es mit Reisetagen, Vorbereitungen, "kleineren Jobs" etc. eher 15-18 Tage monatlich werden die Du unterwegs sein musst(!),
    um den geplanten Umsatz zu erreichen.
    Und das sind oft Tage 24h komplett weg von zu Hause. Das mag dem einen oder anderen zwar gefallen, ist aber ganz anders als abends immer
    auf dem eigenen Sofa vor dem eigenen Fernseher einzupennen.
    Hängt aber sehr von der eigenen Persönlichkeit ab.

    c) schwemmt sich Deutschland gerade mit einer Unzahl "Meistern" zu, die erst mal niemand so explizit in dieser Anzahl braucht,
    und danach auch niemand so explizit für diese Qualifikation bezahlen will. Auch die wollen irgendwie Jobs haben um die Wohnung zu bezahlen.
    Mehr Meister heißt also nicht unbedingt mehr generierte Jobs, sondern mehr Leute mit gehobener (theoretischer) Qualifikation,
    die sich um die verfügbaren Aufträge streiten müssen.
    Macht für einen "Neuensteiger" die Angelegenheit nicht unbedingt einfacher.

    d) wird bei richtiger Herangehensweise das mit den Jobs mehr, und mit dem Privatleben weniger. Im Zweifelsfall beides extrem.
    Ich hadere immer wieder damit, ob ich nicht doch noch die Notbremse ziehen soll, und lieber auf meinen "normalen" Job zurückgreifen,
    bevor ich zu alt bin um da noch was zu reißen. Sonst stehe ich irgendwann zwischen beiden Welten und habe nicht wirklich mehr was zu putzen.
    Ohne zumindest eine abgeschlossene Ausbildung (notfalls im Berreich VA) würde ich momentan niemandem mehr zur kompletten Verselbständigung raten.
    Bei einem "richtigen" Job verdient man mit dem Alter tendenziell immer mehr, in unserer Branche sind die Tagesätze seit rund 10 Jahren etwa gleich geblieben. Die Chancen auf großartige Sprünge sind bei uns erfahrungsgemäß eher bescheiden. (vor allem wenn man schon mit 270 einsteigen möchte...)

    e) ist das am Ende ganz klar eine Bauchentscheidung.
    Der Job macht keinen Sinn aus rein wirtschaftlichen Überlegungen - da ist es effektiver einen McDonalds zu eröffnen.
    Wenn Du Dir aber zu 100,0 % sicher bist das es der Job und die Arbeitsweise, das Umfeld und die persönlichen Erfahrungen genau der Weg zur persönlichen Verwirklichung sind, dann mache es.
    Als Trost: imho ist die Dunkelziffer bei den "Abbrechern" recht hoch, die irgendwann dem Job komplett den Rücken kehren,
    und jetzt was völlig anderes machen - diesen Schritt hätten sie in einem "normalen" Job vielleicht nie getraut.

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
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    • 2. Dezember 2008 um 19:28
    • #5
    Zitat von "Yetiszaf"

    Ich komme dann - wenn ich das alles in Betracht ziehe - auf einen Tagessatz von mindestens 270 Euro für 10 Stunden.
    Ist das realistisch? Ich höre immer wieder die Aussage "Tagessatz pauschal 230 Euro", allerdings ist das für mich eher unrealistisch ...

    Das ist immer eine recht kritische Sache.
    Am Anfang der Karriere wirst Du wenige Firmen finden (je nach Region), die einem Newcomer die 200-250,- EUR bezahlen. Im Norden und Osten in ländlichen Bereichen erfahrungsgemäß sowieso nicht...

    Am Anfang einer Selbständigenkarriere werden es oftmals auch weniger als die 12 Jobs p.m. werden (Urlaubszeit etc.)

    Aber das steigert sich ja üblicherweise mit der Zeit, mit der Qualität der abgelieferten Arbeit, mit dem Netzwerk, das man sich mit der Zeit aufbaut etc.
    Im ersten Jahr wirds sicherlich etwas mau ablaufen, wenn man nicht von vornherein schon den ein oder anderen Auftraggeber hat (z.B. ehemaliger Ausbildungsbetrieb etc.)

    Der Schritt in die Selbständigkeit hab aber nichts mit dem ersten Jahr zu tun, sondern hauptsächlich mit dem Spaß an der Tätigkeit und der Einstellung selbständig zu sein. Gepaart mit Willen, Wissen, Engagement und Sozialkompetenz wird das dann schon...

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    • 2. Dezember 2008 um 19:58
    • #6
    Zitat von "Skyper"

    c) schwemmt sich Deutschland gerade mit einer Unzahl "Meistern" zu, die erst mal niemand so explizit in dieser Anzahl braucht,
    und danach auch niemand so explizit für diese Qualifikation bezahlen will.

    Brauchen würde man die schon. Aber bezahlen will das keiner.

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  • skyper
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    • 2. Dezember 2008 um 22:30
    • #7

    o.k., Punkt nach Berlin...

    ich formuliere mal anders: an der Stelle, an der der Threadstarter die gewünschten Tagessätze abgreifen möchte sind die erwähnten Meister
    imho eher pro Forma notwendig, an den Stellen wo sie tatsächlich gebraucht würden fehlt dann die Kohle.

    (ich vermute mal, Micha spielt hier auf ungezählte Volksfeste, Bierzelte, Top40-Bands, Discoparties, Low-Budget-Istallationen und
    Kamikaze-Messestände etc. an, denen eine fachgerechte Abnahme oftmals gut zu Gesicht stehen würde...)

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  • Carm
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    • 2. Dezember 2008 um 23:00
    • #8

    @ skyper: punkt an den golf :wink: schön formuliert oben, kann mich da nur anschließen und sagen: es gehört schon eine ordentliche portion idealismus dazu...

    darüber hinaus wird nach und nach in der branche nun auch eine nicht zu verachtenden akademikerschwemme an mitte-20-jährigen bachelor/mastern produziert deren qualifikation sehr differenziert zu sehen ist... sorry, wenn sich jetzt der eine oder andere auf den schlips getreten fühlt. aber nach guten 3 jahren studium und ein paar monaten praxis ist man in der branche einfach noch nicht sehr weit...

    (aber das ist jetzt hier OT und gehört eher nach "ausbildung")

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    • 3. Dezember 2008 um 09:01
    • #9
    Zitat von "Skyper"

    (ich vermute mal, Micha spielt hier auf ungezählte Volksfeste, Bierzelte, Top40-Bands, Discoparties, Low-Budget-Istallationen und Kamikaze-Messestände etc. an, denen eine fachgerechte Abnahme oftmals gut zu Gesicht stehen würde...)

    Eher auf BGI 810-0 und dort auf Tabelle 2. Wenn man das 1:1 umsetzt, dann fallen mindestens 80% aller Veranstaltungen aus, weil es nicht so viele Meister gibt.

    Und bei der VStättVo haben wir auch noch ein heftiges Umsetzungsdefizit.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • yetiszaf
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    • 7. Dezember 2008 um 18:13
    • #10

    Um da mal ein wenig weiter einzusteigen: Ich hab natürlich eine Berufsausbildung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik und hab auch ein Jahr in meinem Ausbildungsbetrieb gearbeitet, allerdings als Lagerleiter für Licht und Ton.

    Ich würde auch viel lieber eine Festanstellung annehmen, allerdings interessiert man sich - zumindestens in den Firmen die hier in der Gegend angesiedelt sind - nicht für Bewerbungen auf Stellenangebote, ich schreibe seit letzten August auf jede beworbene Stelle Bewerbungen und habe bis heute von drei Firmen überhaupt Antworten bekommen - die zum Teil aber auch erst nachdem ich mehrfach vorstellig geworden bin ob man schon eine Entscheidung gefällt hat. Ich höre aber von *jedem*, dass man sich selbstverständlich vorstellen könne, mich als selbständigen Veranstaltungstechniker zu buchen.

    Besonders eilig hab ich es mit der Selbständigkeit eigentlich nicht, ich mag aber halt auch nichts anfangen bei dem nicht absehbar ist ob es funktioniert oder nicht.

    Das Ende vom Lied ist halt - zumindestens sagt das mein Finanzplan - dass ich entweder mehr als 250 Euro pro Tag nehmen muß, oder einen vernünftigen Job annehmen muß und die Veranstaltungstechnik als Hobby betreiben sollte.

    ... alles alberne

  • mooni
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    • 7. Dezember 2008 um 18:56
    • #11

    Grüse,

    mich würde echt mal interessieren was Du da kalkuliert hast, das scheint mir eher das deine ansprüche zu hoch liegen...
    ...habe mich selbst erst vor kurzer Zeit Selbstständig gemacht und brauche "nur" 10 Tagessätze von dem was in Berlin von Regionalen Anbietern im Schnitt gezahlt wird (das is weit unter 250€) um mein Leben + Meine Firma zu Finazieren... alles was mehr is, is schon für Anschaffung oder für die Hohekante...

    Gruss Uwe

    Service4Solutions

  • tufkaklto
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    • 7. Dezember 2008 um 19:05
    • #12

    Nur mal als Anmerkung:

    gagen von 250 und 270 sind schon realistisch.

    ABER:

    Ich kann mir kaum vorstellen, das Du das als Fachkraft für VT, die gerade ein Jahr nach Ausbildung Praxis hat, das auch bekommst.

    Für die Kohle muß man im Regelfall schon was bieten, und dazu gehört meist durchaus eine gute Portion Erfahrung und Praxis.
    Und dafür braucht es im Regelfall ein paar Jährchen. :D

    Aber ev. findet sich ja jemand, der das auch bezahlt.

    Es gibt noch einen Weg:
    Den, den auch die meisten hier beschreiten, die es zu etwas gebracht haben.
    Nämlich sich nach oben zu arbeiten.
    Je besser man wird, um so höher steigen die Gagen.

    Wie geht der coole Spruch von Mick Hughes: " do your work, keep your hhead down, and your time will come "

    8)8)8)

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  • yetiszaf
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    • 7. Dezember 2008 um 19:23
    • #13

    Das kann ich gerne kurz umreißen.

    Ich hab den Lohn den ich vorher in einer Festanstellung als Fachkraft für Veranstaltungstechnik bekommen habe und der hier in der Gegend etabliert ist genommen, die Krankenversicherung drauf gerechnet, Unfallversicherung, Betriebshaftpflicht und Elektroversicherung drauf gerechnet, Beiträge für BG und ähnliches addiert und dann gekuckt wo ich hinkomme.
    Dann hab ich geschaut, was ich übers Jahr noch an Anschaffungen tätigen muß - Da denke ich bin ich mit 2000 Euro noch recht niedrig dabei, Werkzeug kostet genauso Geld wie Arbeitsbekleidung und PSA.

    Dazu kommt noch mein Ziel, in 3 Jahren eigentlich den Meister machen zu wollen für den ich grob kalkuliert 10000 Euro an die Seite schaffen sollte um Verdienstausfall und Fahrtkosten zu decken.

    Unfug wie steigende Energiekosten und Liquiditätsprobleme wegen Zahlungsverschleppungen oder Insolvenzen sind da noch nicht wirklich abgedeckt.

    Zuletzt: Ich bin Fachkraft für Veranstaltungstechnik und Elektrofachkraft, hab die Befähigung zum Laserschutzbeauftragten und den Sachkundenachweis für das Anschlagen im Veranstaltungsrigging, fahre 7.5to mit Hänger und Gabelstapler und habe auch schon auf diversen Produktionen als Rigger gearbeitet. Wenn man einem Elektriker oder Klempner einen Stundenlohn von 35-50 Euro zahlt sollte ich den eigentlich auch wert sein.

    ... alles alberne

  • Mister.Lange
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    • 7. Dezember 2008 um 21:01
    • #14

    Brauchst Du denn eine Elektroversicherung? Brauchst Du eine Unfallversicherung wenn Du bei der BG bist, oder umgekehrt? Eine Rentenversicherung konnte ich in Deiner Aufstellung nicht entdecken?

  • yetiszaf
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    • 7. Dezember 2008 um 21:05
    • #15

    Rentenversicherung brauch ich sicher auch, ob ich eine UV über die BG hab oder noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung brauche gibt sich vom Geld auch nichts.
    Für Reparaturen an Elektrogeräten oder Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten empfiehlt sich die Elektro-Versicherung schon, wenn ein Moving-Head wegen mir stirbt mag ich das nicht selbst zahlen.

    ... alles alberne

  • Mister.Lange
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    • 7. Dezember 2008 um 21:16
    • #16

    Speziell soetwas hätte ich jetzt von einer Betriebshaftpflicht erwartet.

    Prinzipiell muss man schon sagen, man muss auch ein Typ für die Selbstständigkeit sein. Ich kenne z.B. einen Kollegen, der kam damit nicht wirklich klar. Ich für meinen Teil kann mir z.Z. gar nichts Besseres vorstellen. Wenn man also ein Typ für dieses Leben ist und dass so mag, dann kann man sich auch darin einrichten, sich arangieren und mit den Möglichkeiten,Notwendigkeiten aber eben auch Chancen leben.

    Ich für meinen Teil finde z.B. auch nicht jedes Versicherungsprodukt notwendig.

  • mringhoff
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    • 7. Dezember 2008 um 21:36
    • #17
    Zitat von "Yetiszaf"

    dass ich entweder mehr als 250 Euro pro Tag nehmen muß, oder einen vernünftigen Job annehmen muß und die Veranstaltungstechnik als Hobby betreiben sollte.

    Vielleicht sags mal anders:
    Du solltest pro Monat 3000,- EUR Umsatz machen (= Tagessatz 250,- mal die 12 Jobs). Nicht immer alle an einem Tagessatz festmachen, dazu ist die Branche einfach zu unterschiedlich.

    Grundsätzlich finde ich Deine Kalkulation voll in Ordnung. Die ein oder anderen Versicherungsprodukte solltest Du Dir noch mal überlegen, oder vielleicht zu einem späteren Zeitpunkt erwerben, wenn der Bedarf / das Risiko entsprechend ist.

    Man darf nur nicht davon ausgehen, daß das Geschäft von Anfang an so gut läuft. Aber spätestens nach einem Jahr solltest Du auf alle Fälle die 3.000er Grenze erreicht haben.
    Da es während des Jahres aber auch unterschiedliche Saisonarten gibt, liegt es näher, das ganze vielleicht noch aufs Jahr hochzurechnen: Hier sind wir auf 36.000,- EUR Jahresumsatz.
    Manche machen während der Sommermonate rund 50% ihres Jahresumsatzes. Selbständig sein bedeutet auch ein unregelmässiges Einkommen zu haben. Wer hier verantwortlich handelt, also in den ertragreichen Monaten etwas für die schwächeren Tage (und vor allem für das Finanzamt) auf die Seite tut, für dem sollte das aber auch nicht so das Problem sein.

    Im Laufe der Zeit wirst Du erkennen, daß es zwar nicht immer 250,- EUR gibt, dafür aber vielleicht angenehme/leichte Jobs für 200,- und dafür dann einfach ein paar mehr. Oder hier mal 200,- da mal 300,- EUR - je nach Auftraggeber, je nach Dauer der Arbeit.
    Wer eine Arbeit für 10 Tage am Stück ergattert, für dem mag es auch o.k. sein, wenns mal 200,- gibt.

    Also nicht alles von einem unverrückbaren Tagessatz abhängig machen. Sei am Anfang einfach mal flexibel, zeig was Du kannst, loyal, engagiert und sozialkompetent.
    Dann steigt das Interesse an Deiner Leistung und irgendwann kann es sein, daß Du Dir Jobs aussuchen kannst ...

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  • smitty
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    • 9. Dezember 2008 um 11:51
    • #18
    Zitat von "Yetiszaf"

    Wenn ein Moving-Head wegen mir stirbt mag ich das nicht selbst zahlen.

    Da springt dann die Haftpflicht ein, wenn du für eine andere Firma arbeitest. Ausser es ist dein Moving Head, oder er ist von dir gemietet.

    Simon@fye-service.de

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  • test
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    • 9. Dezember 2008 um 13:24
    • #19

    das gemietete mat kann mit versichert werden, wenn man die jungs ein wenig knebelt :)
    ist aber ein wichtiger punkt bei der haftpflicht!!

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  • simonstpauli
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    • 9. Dezember 2008 um 14:27
    • #20
    Zitat von "test"

    das gemietete mat kann mit versichert werden, wenn man die jungs ein wenig knebelt :)
    ist aber ein wichtiger punkt bei der haftpflicht!!


    +1

    Das ist DER wichtige Punkt, dieses (unser Haupt-)Risiko ist grundsätzlich erstmal NICHT gedeckt. Tolle Erfindung, so Versicherungen ;)

    Also absolut Augen auf bei der Betriebshaftpflicht, damit die im Ernstfall auch zahlt und für die Prämie einen Aufschlag einrechnen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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