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Party-PA: DSP Benutzung pro und contra

  • Marco Maribello
  • 2. Oktober 2012 um 16:16
  • Marco Maribello
    Verifiziert
    Beiträge
    849
    • 2. Oktober 2012 um 16:16
    • #1

    Jonnytrance hat in einem Thread ein spannendes Thema angestoßen, welches vielleicht hier weiter geführt werden könnte.

    Lohnt sich Eurer Meinung nach der Einsatz von DSP in Klein-PA-Anlagen (2.1 oder kleine 2.2 Systeme). Beschäftigt Ihr euch in diesem Bereich mit raumspezifischer Einmessung und Raum-EQing sowie Laufzeitkorrekturen?

    Freue mich auf einen regen Erfahrungsaustausch. Aber haut euch nicht die Köppe ein, sollte schon sachlich sein.

    vg, Marco

  • Jonnytrance
    Gast
    • 2. Oktober 2012 um 16:42
    • #2

    Servus,

    also ganz sachlich:
    an DSP bei "Kleinanlagen" braucht man nicht unbediengt drehen zu müssen. Hersteller macht schon das optimalste daraus. X-Over, Delay, EQing und Limiter sind im DSP Preset (Herstellerseitig erstellt) deutlich besser als es analog möglich wäre.
    Hat man nur wenig Zeit oder Ahnung/Erfahrung, einfach sein lassen und geniessen (als geschlossenes System behandeln). Hat man aber die Vorraussetzungen und Lust... werden noch bessere Ergebnisse erziehlt. :wink:

  • waldschrad99
    Verifiziert
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    • 2. Oktober 2012 um 18:08
    • #3

    Einsatz von DSP in Klein-PA-Anlagen (2.1 oder kleine 2.2 Systeme)

    DSP-Einstellungen bei so Kleinschei? wie 18/12/1 Sub-Sat-Systemen ?
    Normal kauft man unkomplizierte Boxen, die ab Werk und ohne elektronisches SchnickSchnack gut klingen.
    Viele Hersteller beweißen das.
    Desweiteren erarbeitet man sich im Laufe der Jahre und ständig wechselnden Locations genügend Raum-akkustische Erfahrung.
    Damit kann man schon bei 1. Besichtigung + "Abklatschen" des Saales dem Veranstalter gute Aufstell-Positionen für Lautsprecher empfehlen und schlechte Aufstell-Varianten ausreden.
    Delay/Laufzeit-Unterschiede zwischen Sub und Top (falls der Abstand nur wenige Meter ist) kann sogar ne analoge Weiche mit stufenlos regelbarer Phasenregelung (getrennt für Sub u. Top) und mit Sub-Delay ausgleichen.
    Mit SAMSON S3 geht das ganz unkompliziert.
    Den Rest macht mal mit nem einfachen EQ während der Party - sobald das Publikum sich endlich bewegt. :grin:

    Thema war ja nur Party-PA und NICHT mittlere Konzerte mit Tausenden Leuten in der Halle und Hunderten auf Emporen ...
    Egal was man am DSP nach dem Aufbau einstellt, nachher kommt Publikum in der Saal und die mühsam mit MessMikro an verschiedenen Positionen ermittelten Werte und Anlagen-Kalibrierungen sind für'n A... :P

    Zitat von "Jonnytrance"

    Servus, also ganz sachlich:
    an DSP bei "Kleinanlagen" braucht man nicht unbediengt drehen zu müssen. Hersteller macht schon das optimalste daraus. X-Over, Delay, EQing und Limiter sind im DSP Preset deutlich besser als es analog möglich wäre.
    Hat man nur wenig Zeit oder Ahnung/Erfahrung, einfach sein lassen und geniessen. Hat man aber die Vorraussetzungen und Lust... werden noch bessere Ergebnisse erziehlt. :wink:

    + 1 , Damit ist (auch) alles gesagt.

  • skyworker
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    • 2. Oktober 2012 um 20:23
    • #4

    Delay lässt sich nur mit Delay beeinflussen, nicht mit der Phase. Aber das nur am Rand. Die Frage ist doch viel grundlegender: Was will ich erreichen? Und: Brauche ich dazu die Möglichkeit, die mir ein DSP bietet? An einem Satellitensystem mit drei Böxchen und Preset an Bord muss ich nicht drehen. Für zwei Subs und zwei Tops in einem kruden Raum kann es hingegen schon wieder hilfreich sein, wenn ich das Optimum rausholen will. Ob ich den Weg dahin mit messen, klatschen oder durch intensives sinnieren findet, ist wiederum jedem selbst überlassen. Aber ganz grundsätzlich wird zu viel am EQ gedreht... Auch wenns nix hilft, weil das Problem in der Phase liegt. Und da nutzt kein Delay.

    Kein Applaus für Scheiße!

  • Kracky
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    • 3. Oktober 2012 um 05:17
    • #5

    90 Prozent machen Lautsprecher die machen was sie sollen und die fachgerechte Aufstellung, das ist einfach der Räumlichkeit geschuldet. Und die restlichen 10 Prozent, das sind Probleme die System intern nicht anders zu regeln sind. Ist das alles nicht wichtig, ist DSP wurscht, wenn ich aber nur schon auf Grund von Gain before Feedback jedes dB nötig habe dann ist es wieder schön wenn ich mein System in sich schon sehr linear abgestimmt habe und somit wenig am EQ ändern muss weil dieser meist weit grober in den Prozess eingreift.
    Somit ergibt sich für mich die Aussage die ich immer tätige, wenn man weiß was man tut ist DSP bei einem schon sehr guten System ein Zugewinn, Contra ist einfach nur das eigene geistige Vermögen und natürlich immer die zwangsweise höhere Investition.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • treibsand
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    • 3. Oktober 2012 um 12:50
    • #6

    Ich schließe mich meinen Vorrednern an: natürlich nutze ich einen Controller bei kleinen Anlagen!
    Weil inch nämlich auch die vorhandenen Boxen gerne so kombinieren möchte,mwie es mir sinnvoll erscheint. Und da gibt es nicht immer Herstellerpresets...
    Aber mehr als Weichen und minimaleqen mach ich auch nicht, da gehe ich mit den anderen d'accord. Und eine Herstellerkombi würde ich auch nicht dsp-verhunzen.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Wulfson
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    • 3. Oktober 2012 um 18:19
    • #7

    ich habe einmal eine kleine anlage ohne dsp für nen scate und bike contest raus gegeben...um es kurz zu machen-NIE WIEDER! analoge frequenzweichen bieten imho keinen schutz vor subsonic. das hat mir einen bass gekillt...limitieren können die wenigsten analogen weichen...das hat die frequenzweiche in einem top gegrillt. von daher sind meine letzten beiden verbliebenen analogen weichen im regal des vergessens gelandet und erweitern nun mein museum.
    da in heutigen zeiten dsp nix kostet....

  • Online
    Jürgen Klingel
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    • 3. Oktober 2012 um 18:41
    • #8

    Das Analog-Weichen und EQ-Zeugs steht mittlerweile an der Wohnzimmer-HiFi, da hab ich die Sachen im Auge und es passieren keine "Grill-Unfälle" :lol:
    Ansonsten wird auch das kleinste PA-Setup mit einfachem Controller genutzt, es ist so stressfreier zu limitieren und vor Idioten zu schützen...

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Thomas
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    • 4. Oktober 2012 um 14:58
    • #9

    Ich verwende für besagte 1-2 Bass + 2 Tops Aktivgeschichten ein Audio Zenit Neolite System aus:
    Tops NL8 oder NL208
    Bass NDW212A und NDW212

    Für eine 0815 Veranstaltung ohne vernünftige Aufbauzeit usw mache ich mir nicht die Arbeit die DSP Einstellungen anzufassen. Aber gerade bei akustisch etwas anspruchsvolleren VAs finde ich es sehr hilfreich, wenn ich einen frei einstellbaren DSP habe.
    In der heutigen Zeit kostet sowas doch nichts mehr und gehört einfach dazu.
    Mal eben den Lowcut hochgesetzt wenn die Location / Gäste oder wer auch immer anfällig sind.
    Trennfrequenz hoch oder runtergeschoben, wenn Tops und Subs weit auseinander/geflogen sind.
    Bisschen Eqing in den Mitten wenn ganz dezentes hintergrundgedudel gefragt ist.
    Dafür macht man sich 4-5 Setups und speichert sie.
    Und wenn es mal ganz nötig ist kann man trotzdem noch während der VA an den Bass.
    Schön wäre nun noch eine Android APP 8)

  • 2Fanatic
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    • 8. Oktober 2012 um 17:40
    • #10

    Nur mal so Marco Maribello kamm ja zu der Frage hier, weil er in seinem tread über das PL Gorilla System sich nicht alle so ganz einig waren sollte man so ein Aktives System mit eingebauter analoger Weiche oder mit eingebautem DSP nehmen.

    Das man wenn man eh ein passives System mit Amps hat heute lieber auf die DSP Weiche zurückgreift als auf die Analoge ist glaube ich nicht so sehr das Thema.

    Meine persönliche Meinung dazu: kostet die DSP variante eines Systems nur 100- 200€ mehr würde ich ehr die nehmen. Ist das ganze aber erheblich teurer lohnt es sich für die kleine 100 Pax. Anlage für den Mobilen DJ dann wohl ehr nicht mehr.

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  • sebastian
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    • 9. Oktober 2012 um 13:56
    • #11

    Ich finde es hilfreich, wenn die Anlage in sich (z.B. vom Hersteller) schon abgestimmt ist. Kleinere kosmetische Eingriffe, die den persönlichen Geschmack unterstützen, gehen dann ggf. mit einem einfachen 3 Band EQ am Mischpult.

    Was ich allerdings schon öfters hatte in verschiedenen Lokalitäten:

    Man bekommt einen Platz zugewiesen.
    Es gibt unschöne Raumresonazen im Bassbereich mit dem Resultat 1. entweder Bass rausdrehen oder 2. einen parametrischen EQ bemühen (durch Wobbeln + Hören die Resonanzfrequenz erahnen und schmallbandig stark absenken.)

    Ich werde mich immer für 2. entscheiden und daher finde ich einen DSP- Controller/ parametrischen EQ für wichtig.

    ciao
    sebastian

  • Wulfson
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    • 9. Oktober 2012 um 21:11
    • #12

    tja...aber es bleibt nicht immer bei kleineren kosmetischen eingriffen. imho sollta man als tonkutscher im weitesten sinne wissen, wozu ein dsp gut ist. der kunde weiß es eher sehr selten...und der dj eher gar nicht. also nicht sparsam sein mit den bits und das ding gut nutzen-dann hat man i.d.r. länger was von seinem equipement.

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