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LDPA 1000 defekt

  • andreas schierkes
  • 18. Oktober 2012 um 11:57
  • andreas schierkes
    Beiträge
    7
    • 18. Oktober 2012 um 11:57
    • #1

    Schönen guten Tag,

    ich betreibe seit etwa einem Jahr eine gebrauchte LDPA1000. Gestern ist sie mitten im Betrieb mit einem sehr lauten "plopp" aus den Tops ausgegangen. Der Betrieb war harmlos; haben nur einen Film geschaut mit normaler Lautstärke. Wenn ich die Endstufe jetzt anschalte gibt es wieder das sehr laute Ploppen, wobei die Tieftöner richting ans Limit getrieben werden (habe nach dem ersten Versuch sofort die Lautsprecher abgeklemmt) und danach macht die Endstufe nichtsmehr. Alle LEDs blinken am Anfang kurz auf und gehen sofort aus.

    Ich betreibe die ENdstufe absolut nicht an der Leistungsgrenze, nie im clipping Bereich und auch sonst ganz brav. In dem Raum kann die Temperatur manchmal sehr gering sein (ausgebaute Scheune) aber ansonsten ist die Umgebung denke ich gut.

    Ist das ein alltägliches Problem wofür es alltägliche Lösungen gibt? :D
    Ich werde ansonsten auch gerne mal aufschrauben und nachschauen ob etwas offensichtliches defekt ist. Wenn aber jemand eine Idee hat wäre das super!

    Gruß
    Andy

  • bockbier4711
    Beiträge
    109
    • 18. Oktober 2012 um 14:33
    • #2

    Hi,
    ...meine sind auch immer bei geringer Teillast kaputt gegangen - wobei das wichtigste gesagt ist: Sie ist hin!
    Der Amp hat eine über Triac gesteuerte Schutzschaltung. Diese schlägt zu-daher geht er kurz an und dann sofort aus. Damit meine ich: kein Lämpchen brennt mehr...nichts.

    Ein Endstufenblock hat bei AH mal 140EUR gekostet. Weis nicht ob es diesen noch gibt. Sonst: verkloppen, ausrangieren oder defekte Seite abklemmen.


    Greets
    Uwe

  • andreas schierkes
    Beiträge
    7
    • 18. Oktober 2012 um 16:47
    • #3

    Wirklich nichts mehr zu machen? Ich kenne eigentlich viele technisch versierte Leute und könnte auch an der Uni was regeln(löten etc.). Allein aus interesse werde ich die ENdstufe mal aufschrauben und nachsehen. Was wird denn am wahrscheinlichsten kaputt sein?

  • bockbier4711
    Beiträge
    109
    • 18. Oktober 2012 um 17:27
    • #4

    Hatte dir schon ne pn geschickt. Schau mal in deine Inbox.

    Was ist kaputt? Ich vermute mal: Grundsätzlich hast du dc am Ausgang, sonst würde der triac nicht kommen. Warum du allerdings dc hast muss man nachmessen. Dafür musst du natürlich den triac abklemmen sonst bleibt der Amp stumm. Vorher machst du aber das was alle machen: nacheinander die 2 Amp Blöcke abklemmen und so prüfen welcher Block defekt ist (amp bleibt dann am leben). Aber bitte ohne angeschlossenen speaker :D
    Danach suchst du den Fehler in der defekten Seite...mit der ok-Seite als Referenz

  • andreas schierkes
    Beiträge
    7
    • 20. Oktober 2012 um 19:08
    • #5

    So ich hab mal aufgemacht. Auf den ersten Blick nichts Auffälliges.

    Nachdem ich den linken Kanal abgenommen habe, funktionierte der andere Kanal ohne Probleme. Also zumindest bleibt die Endstufe an. Habe noch nicht getestet, ob auch normal verstärkt wird.

    Nachfolgend ein paar Detailbilder.







    Sieht wer doch irgendwas Auffälliges?
    Gemessen habe ich bisher noch nichts. Da fehlen mir hier zu Hause die Mittel. Als Mechatronik Student im 7. Semester müsste ich es zwar eigentlich wissen aber ich finde nicht einmal den Schutz Triac :D. Ich teste die Tage mal noch ein wenig herum, werde aber im Endeffekt wohl auf Hilfe angewiesen sein.

  • Jürgen Klingel
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    4.857
    • 20. Oktober 2012 um 19:52
    • #6
    Zitat von "Andy Schierkes"


    Gemessen habe ich bisher noch nichts. Da fehlen mir hier zu Hause die Mittel. Als Mechatronik Student im 7. Semester müsste ich es zwar eigentlich wissen aber ich finde nicht einmal den Schutz Triac :D. Ich teste die Tage mal noch ein wenig herum, werde aber im Endeffekt wohl auf Hilfe angewiesen sein.

    Schäm dich was :grin: Ein Mechatronik-Student, ohne Lötkolben und Messgerätschaften in der heimischen Werkstatt meint es nicht wirklich ernst mit seinem angestrebten Beruf - soviel zur Sache (ist nicht wirklich bierernst gemeint, aber denk mal drüber nach :wink: )

    Auf dem obigen Foto meine ich kalte/gerissene Lötstellen am Leistungstransistor links neben dem mittleren Steckverbinder zu sehen, allerdings ist das Foto auch nicht so pralle.

    Also: Nimm das Ding mit in´s Labor, schnapp Dir Lötkolben, Oszi, Multimeter und Sinusgenerator (Schaltplan geistert ja im Netz rum, soviel ich weiß) und wende an, was Du über Elektronik gelernt hast - oder bestelle Dir einen Ersatzblock, alles andere ist wenig zielführend und kostet Beteiligte (uns) wahrscheinlich viel Nerven und Zeit.

    Wenn Du konkrete Fragen hast, kannst gerne noch mal posten.

    Gruß, Jürgen :wink:

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • Dosenfutter
    Verifiziert
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    1.387
    • 21. Oktober 2012 um 00:50
    • #7

    Wenn es laut 'Plop' macht, dann ist klar, daß Gleichspannung am Ausgang anliegt. Typisch dafür ist, daß eine der Vor- oder Endstufenversorgungsspannungen ausgefallen ist oder eine der Vor- oder Endstufenhälfte den Geist aufgegeben hat. Nach kalten oder unterbrochenen Lötstellen zu fahanden ist sicher nicht verkehrt, ansonsten geh systematisch vor und verfolge zuerst die Spannungen des Netzteils und danach die Vor- und Endstufen der Reihe nach.

    You probably have the right hammer, you've just got to stop hitting your thumb.

  • d.j.sylvio
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    223
    • 22. Oktober 2012 um 18:35
    • #8

    Habe das selbe problem mit einer 800er . Da hatte von einem Kanal immer die Protect anzeige flakerte. Das hatte ich durch eine Kalte Lötstelle behoben. Sie lief ca.3Stunden und ging komplett aus . Macht aber kein Plopp . Jetzt bin ich wieder am suchen . Das seltsamme ist das beim Einschalten das Relais von der Einschaltstrombegrenzung angezogen bleibt , die Endstufe aber stromlos bleibt. Habe das relais gewechselt und muss noch den BTA 16 und 26 wechseln(sind bestellt) . Da bleibt nur noch die Hoffnung da ich an den Enstufenblöcken absolut kein Fehler gefunden habe und das Teil beim abstecken auch nicht ging .

    Schaltplan kann ich Dir schicken . Ist noch frisch von A.....H..... .

  • d.j.sylvio
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    223
    • 24. Oktober 2012 um 14:24
    • #9

    So ich habe es hinbekommen die bilder hochzuladen.
    Vieleicht hat jemand anhand der Pläne eine Idee wo mann suchen kann.
    Endstufe geht wenn sie lustig ist einfach aus . Meistens geht sie nach erneutem einschalten auch wieder an .

  • Mechwerkandi
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    • 24. Oktober 2012 um 15:46
    • #10
    Zitat von "d.j.sylvio"


    Endstufe geht wenn sie lustig ist einfach aus


    Schon mal 'nen Bongo-Test gemacht?

  • mike j.
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    • 24. Oktober 2012 um 15:46
    • #11
    Zitat

    Endstufe geht wenn sie lustig ist einfach aus . Meistens geht sie nach erneutem einschalten auch wieder an .

    Ist beim Sleeptimer meiner Stereoanlage auch so, komisches Ding...


    Das BLOBB bedeutet, dass die Spannung sich am Ausgang schnell ändert - das auch sein, wenn die Endstufe gerade ein Signal spielt und durch das auslösen der Schutzschaltung (einer davon, die greifen ja dann eh alle auf den gleichen Mute Zweig) die Ausgangsspannung schnell auf 0 geht.

    Ohne selbstinitiative wirst da aber nicht dahinterkommen, was es ist. Ich denke dass eine Schutzeinrichtung greift. Entweder wegen einem DC am Ausgang (das kann auch nur ganz wenig Gleichspannung sein), HF oder zu hoher Ruhestrom,...
    (muss gestehen, ich hab mir jetzt nicht die ganzen Schematics durchgeschaut).
    Eventuell hat auch Jürgen recht, dass durch defekte Lötstellen an den Endtransen einer nicht mehr "spielt" und dadurch sich eine Asymmetrie in der ganzen Schaltung ergiebt.

  • Jürgen Klingel
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    • 24. Oktober 2012 um 23:58
    • #12

    Genau, ich betrachte einwandfreie Lötstellen als Grundvoraussetzung für ordnungsgemäßen Betrieb einer Schaltung. Wenn am Auto der 4-Zylinder nur auf 3 Töpfen läuft, fährt man ja auch nicht rum, obwohl es "gehn" würde...wer zahlt schon gerne Geld für einen durchgebrannten Kat :grin:
    Außerdem kostet es "nichts" außer ein paar Dezimeter Lötzinn und etwas Geduld...

    Gruß, Jürgen

    Lieber mit Röhre geampt, als in Selbige geschaut!

  • andreas schierkes
    Beiträge
    7
    • 25. Oktober 2012 um 12:53
    • #13

    So. Lötstellen kontrolliert....geht leider trotzdem noch nicht. Ich versuche mich gerade durch die Schaltpläne zu ackern. (Wir sollten hier echt mehr Elektrotechnik Untericht kriegen :cry: )
    Kann es sein, dass die Schaltpläne entweder etwas älter sind oder die LDPA 800 anders aufgebaut ist?
    Also den Schaltplan PA-CA verstehe ich so einigermaßen. Dann gibt es aber PA-IN und PA-PA. Auf dem Schaltplan IN gibt es dann zum Beispiel die Connectors 1 und 9. Bei der PA 1000 gibt es die nicht. Oder sind das nur "virtuelle" Verbindungen, um auf den anderen Schaltplan zuzugreifen?

  • andreas schierkes
    Beiträge
    7
    • 25. Oktober 2012 um 13:53
    • #14

    Expertenmeinung Elektrotechnik Dozent.

    Ich versuche es so gut wie möglich wiederzugeben :)
    Er dachte zuerst, dass der Triac, sobald Gleichspannung am Ausgang vorkommt, einen Kurzschluss verursacht. Dabei würde zwar die Endstufe einen Schaden kriegen aber immerhin der Lautsprecher nicht. Nachdem er den Schaltplan gesehen hat meinte er, dass in der Endstufe es aber anders geregelt wurde (besser). Der Tric schaltet über den "Latch" Kanal ein Signal an ein Relais und schaltet die gesamte Endstufe aus. Also sollten Triac und Co in Ordnung sein.

    Werde jetzt die Leistungstransistoren herausnehmen und mit Multimeter diodisch durchmessen. Da werden vermutlich welche defekt sein.

  • d.j.sylvio
    Beiträge
    223
    • 25. Oktober 2012 um 15:03
    • #15

    Die Schaltpläne habe ich so bekommen wie sie sind . Con 1 und 9 giebt es bei mir auch nicht.
    Das komische bei mir ist ja , das Relais JK002 bleibt aber angezogen und die Endstufe ist komplett aus . Was schaltet da ab ? Und was macht Relais JK001 ?

  • andreas schierkes
    Beiträge
    7
    • 25. Oktober 2012 um 15:54
    • #16

    Also alle großen Toshiba Transistoren sind anscheinend ganz. Zumindest kein Kurzschluss. Genug geteste für heute.

    Zu den Relais:
    Also auf dem Schaltplan versteh ich es nicht ganz aber auf der Platine seh ich(denke ich), dass das hintere Relais für die Einschaltverzögerung da ist und das vordere fürs Abschalten.

  • d.j.sylvio
    Beiträge
    223
    • 25. Oktober 2012 um 17:13
    • #17

    Auf dem SP das linke (hintere) schaltet zu und das rechte (vordere) ist auch ein schließer und ist nicht angezogen auch wenn Endstufe aus geht.
    Verdammte Microelektronik :twisted:

  • rockline
    Profi
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    4.440
    • 25. Oktober 2012 um 21:13
    • #18

    Eigentlich beteilige ich mich ja nicht mehr an Endstufenreparaturdiskussionen. Zum einen weil mir diese LD PA Schaltungen in der zurückliegenden Zeit mehrfach in solchen Runden aufgefallen sind, zum anderen aus eigenen, (schade um die Zeit) leidtragenden Reparaturstunden.
    Grundsätzlich passen bei solchen Kisten die Beschaffungskosten nicht zu den Ersatzteilpreisen, und erst recht nicht zum Zeitaufwand.
    Um dennoch vielleicht ein wenig Hilfe leisten zu können eine Empfehlung vorweg: "plötzlich plopp" und dann geht's mal wieder....bedeutet nie defekte Endtransistoren!
    Sollte der Ausgang immer auf DC (plus oder minus) stehen ist natürlich mindestens ein Endtransistor defekt. Oft auch mehrere, grundsätzlich macht man ab 2 oder 3 defekte alle neu rein!! Bei solchen Katastrophen ist die Treiberschaltung, die Widerstände zur Emiterstromüberwachung, und überhaupt der ganze Klimbim rund um Bias, Stromspiegel etc. platt. Lasst euch auch nie von "der sieht aber noch gut aus" Widerständen täuschen...
    Was bei "ab und zu geht's mal wieder" passiert ist folgendes: die DC gekoppelte Schaltung driftet plötzlich von 0V auf negativen oder positiven Offset - und der Triac schaltet den Netztrafo aus. Warum das so ist kann 136 Ursachen haben, und fängt beim Differenzverstärker im Eingang an. Sehr oft sind bei den Chinaamps Z-Dioden (und überhaupt Dioden wie 1N4148) Quell von Ärger, weil die Produktionsstätten es schaffen sich elend schlechte Halbleiter zu besorgen. Fehlt nun eine der benötigten Z-Dioden Spannung in der symmetrischen Schaltung, oder läuft spannungsmäßig aus dem Ruder, dann hängt ruckzuck der Ausgang auf Ub Pegel!
    Kurzum - ohne genaue Beobachtung, Betrieb am separaten Labornetzteil, genau überlegte Auftrennung der Schaltungsgruppen etc. wird eine Reparatur noch zeitraubender. Und am Ende einfach nur nervig. Wenn ich beispielsweise nach 30 Minuten nicht genau weiß warum das nicht spielt - dann packe ich das echt weg, und gehe lieber mit der Frau zum Italiener. Natürlich kann ich auch anders, und habe auch schon mal 2 Stunden über einer Yorkville 6040 gegrübelt - da steht dann aber auch tatsächlich ein wesentlich höheres Produkt im Hintergrund.
    Ob Du / Ihr euch mit den offensichtlich eher grundlegenderen Elektronikkenntnissen einen Gefallen mit der Reparatur der LD PA800 tut müsst ihr letztlich selber abwägen. Aber ferndiagnosetechnisch kommen wir hier nicht zurecht.
    Als dann und beste Grüße
    Stefan

  • d.j.sylvio
    Beiträge
    223
    • 26. Oktober 2012 um 14:10
    • #19

    Danke Rockline. Habe soeben die Endstufe zusammengeschraubt und mit Deinem Text zum Kollegen zurückgeschaft.

    Danke

  • andreas schierkes
    Beiträge
    7
    • 2. November 2012 um 15:16
    • #20

    Ich habe es zwar nicht mehr gedacht aber die Endstufe funktioniert wieder. Dank einiger guter Tipps!

    Hier die Erklärung von A...H.. selbst:

    "...dieser Fehler tritt ab und zu auf. Das Problem ist, dass die Platine als "Kühlkörper" für die beiden
    Transistoren MJE340/MJE350 missbraucht wird. Mit der Zeit entstehen "Feinschlüsse", das heißt, zwischen C-E und C-B der Transistoren kann man einen Widerstand von 1-10 kOhm messen.
    Die Lösung ist, die Transistoren auszulöten und mit Isolierplättchen auf dem Hauptkühlkörper zu befestigen. Wichtig dabei ist, jeweils zwei Leiterbahnen auf der Löt-sowie auf der Bestückungsseite durch zu trennen. Diese Modifikation lässt sich durchführen ohne die Platine vom Kühlkörper zu trennen. Die angehängten Fotos machen die Prozedur mit Sicherheit deutlicher."

    Bei mir war der gemessene Widerstand des rechten Transistors nur 2 kOhm. Jetzt funktioniert die Endstufe erstmal wieder :)





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