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Mikrofonauswahl, mal anders

  • guma
  • 10. Januar 2009 um 19:37
  • guma
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    • 10. Januar 2009 um 19:37
    • #1

    Ich habe folgendes Mikrofon:

    Nierencharakteristik, problemlos für hohe SPLs verwendbar, Gehäuse relativ groß und schwer ( fast 400 g ) und handgehaltene Anwendung zwar möglich aber nicht ideal.
    On axis Frequenzgang im Fernfeld bis 1Khz linear, dann stetiger Anstieg einer Präsenzanhebung mit einem deutlichen breiten Buckel, Maximum 5Khz, oberhalb dieses Buckels lineares Plateau bis 15 Khz, danach rascher Abfall.
    Im Polardiagramm ordentliche Niere von 500Hz bis 5Khz, darüber ist die Einschnürung zur Superniere mäßig ausgeprägt, kein lobing. Unter 500 Hz deutliche Aufweitung Richtung Kugel: 250 Hz noch -12dB Rückwärtsdämfung, bei 125 Hz noch -6dB. Naheffekt geringer als bei einem SM58. Schalter zur Kompensation des Naheffekts zusätzlich vorhanden.

    Die Beschreibung weist bewußt einige Lücken auf, die ich zunächst nicht füllen möchte, denn eigentlich steht alles in der Beschreibung drin, um zu überlegen, wofür ein solches Mikro, wohlgemerkt bei Beschallung, geeignet sein könnte und wofür eher weniger. ... und ja, mir ist bekannt, dass man zur Not nahezu jedes Mikro für jede Anwendung benutzen kann, wenn es nicht schön sondern nur laut sein muß und man einen ordentlichen Kanal-Eq hat. :D:D

    Vorschläge, was ich damit machen könnte oder was ich damit eher nicht machen sollte ?

  • audiobo
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    • 10. Januar 2009 um 20:10
    • #2

    alles mögliche :D

    manche nehmens für die Kick, andere fürs Sax, E-Gitarre geht auch gut. Sehr beliebt an Toms, wenn auch gross und schwer

  • audiobo
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    • 10. Januar 2009 um 20:12
    • #3

    sorry, war zu einfach... :D

  • Telly
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    • 10. Januar 2009 um 20:14
    • #4

    Hehe. Also anhand dieser Beschreibung sollte es auch ein Blinder erkennen.

  • audiobo
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    • 10. Januar 2009 um 20:27
    • #5

    Ach ja, auf Stativ geht´s auch hervorragend für Gesang und Sprache. Durch den geringeren Nahbesprechungseffekt vor allem auch mit gleichmässigerem Klang bei sich bewegenden Interpreten.

  • Online
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    • 10. Januar 2009 um 21:00
    • #6
    Zitat von "AudioBo"

    alles mögliche :D

    manche nehmens für die Kick, andere fürs Sax, E-Gitarre geht auch gut. Sehr beliebt an Toms, wenn auch gross und schwer


    kick hatte ich bis jetzt noch net... alles ander +1
    gibt's noch in anderen farben ausser hellgrau und anthrazit? :lol:

    No, it's not too loud. You're just too old!
    winners have parties - and loosers have meetings
    Technik haben viele - WIR können sie auch bedienen :)

    vu.gif

  • audiobo
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    • 10. Januar 2009 um 21:08
    • #7

    wird dann auch eher jazzich - wie wär´s übrigens mit schweinchenrosa? :D

    Aber bevor wir jetzt alle hier herziehen, ich finde die Idee von Guma ganz gut - vllt. mit etwas weniger offensichtlichen Beschreibungen bzw. Mikrofonen die nicht ganz so landläufig bekannt sind (oder ist es womöglich doch ein anderes Mikro...).

  • Telly
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    • 10. Januar 2009 um 21:36
    • #8
    Zitat von "nojunk"

    gibt's noch in anderen farben ausser hellgrau und anthrazit? :lol:

    Ja. Schwarz mit goldenem Korb 8)

  • niggles
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    • 10. Januar 2009 um 21:39
    • #9

    Sax, tiefe Blechbläser, Posaune, BD (Jazz); Wofür würdest du ein RE20 außerhalb eines Privatrundfunkstudios sonst einsetzen wollen... :D

    Im Ernst: Wußte gar nicht, daß das MD421 eine so heftige Präsenzanhebung hat. Mein erster Gedanke war "ganz klar: Elefantenpenis! Oben und unten Brett, um die 500Hz eher mau, keine wirklich klaren Höhen." Dann stolperte ich über die 15 kHz...

    Ansonsten deckt es ohnehin fast den gleichen Einsatzbereich ab - wenn nur die bescheuerte Halterung nicht wäre, die den Einsatz an der BD und am Sax kompliziert bis gefährlich macht.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • guma
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    • 10. Januar 2009 um 22:03
    • #10

    Schade, es war kein Mikrofonratespiel :roll: :( :roll: Stand da irgendwo Ratespiel ???

    Schön wäre es, wenn sich einer auf das Spiel wirklich einlassen würde. :wink:

    Die Frage war nicht: "Welches Mikrofon ist das ?" ( Antwort: "Irgend ein Mikrofon" ) sondern: "Wofür würden wir ein Mikrofon mit solchen Eigenschaften gerne verwenden oder nicht verwenden ?"

  • Telly
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    • 10. Januar 2009 um 22:22
    • #11

    Nun ja. Die Beschreibung war wirklich etwas zu eindeutig.

    Grundsätzlich ist es einen gute Idee, Mikrofone einmal an Hand ihrer technischen Daten bzw. des Klanges neutral zu beurteilen.

    Viele Leute haben offensichtlich bei der Mikrofonierung nur Augen und keine Ohren.

    Ich würde die Beschreibungen allerdings wirklich auf Frequenzgang und Richtcharakeristik beschränken.
    Wird das Mikrofon zu schnell erkannt, sind die Leute automatisch wieder bei den alten Kochrezepten.

  • karel noon
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    • 10. Januar 2009 um 23:19
    • #12

    So, ich versuche mal Gumas wunsch zu entsprechen und das ding auf einen möglichen verwendungszweck zu untersuchen.

    zuerst mal: es darf aufgrund der in tiefen frequenzen zur kugel tendierenden charakteristik auf einer live bühne eher ein instrumenht sein, welches unterum nicht zu viel zu bieten hat.

    Also wo ich im kanal den lowcut gerne mal bei 120Hz oder sogar bis hinauf zu 180Hz setzen kann.

    durch den starken höhenabfall bei 15 Khz würde ich es erstmal für solche dinge nutzen, wo ich keine "luft" brauche. also keine instrumente die stark obertonhaltig sind, bzw. wo das dringend von nöten ist im klangbild.

    durch die starke präsenzanhebung würde ich sehen ob ich das nutzen möchte um in einem bestimmten fall schwächen eines instrumentes zu verstärken, oder bei fehlender präsenz auszugleichen.

    beispiele wären jetzt mal:

    honky-tonk piano im band verbund, wo es eher um durchsetzungfähigfkeit und die rechte hand ankommt

    dumpfe männerstimme

    an einem akkordeon die Hohe seite

    so, jetzt dürfen andere, mein akku am lappi ist alle :cry:

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Volker Holtmeyer
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    • 11. Januar 2009 um 00:49
    • #13
    Zitat von "guma"

    Vorschläge, was ich damit machen könnte


    Nägel in die Wand schlagen, Eiskratzen, Kartoffeln schälen ...

    Zitat von "guma"

    oder was ich damit eher nicht machen sollte ?


    Nägel in die Wand schlagen, Eiskratzen, Kartoffeln schälen ...


    Mikrofone (fast) nur nach dem Frequenzgang zu beurteilen halte ich für sehr problematisch. Im Grunde ist es genau so wie bei Lautsprechern. Hier kann ich auch zwei unterschiedliche Lautsprecher mittels EQ auf den gleichen Frequenzgang trimmen, und denndoch werden sie anders klingen.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Online
    nojunk
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    • 11. Januar 2009 um 10:10
    • #14
    Zitat von "Telly"

    Ja. Schwarz mit goldenem Korb 8)


    die jubiläumsausgabe - ja hab ich auch... :D

    Zitat von "AudioBo"

    wie wär´s übrigens mit schweinchenrosa? :D

    (na)ja :D

    No, it's not too loud. You're just too old!
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  • tufkaklto
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    • 11. Januar 2009 um 10:36
    • #15
    Zitat von "Volker Holtmeyer"


    Nägel in die Wand schlagen, Eiskratzen, Kartoffeln schälen ...


    Nägel in die Wand schlagen, Eiskratzen, Kartoffeln schälen ...


    Mikrofone (fast) nur nach dem Frequenzgang zu beurteilen halte ich für sehr problematisch. Im Grunde ist es genau so wie bei Lautsprechern. Hier kann ich auch zwei unterschiedliche Lautsprecher mittels EQ auf den gleichen Frequenzgang trimmen, und denndoch werden sie anders klingen.

    Da geb ich Volker Recht.

    Das Micro kann an einem Instrument mit einem Musiker perfekt sein, beim gleichen Instrument mit einbem Anderem Musiker schon nicht mehr.

    Drum bin ich auch immer für experimentieren.
    Wobei ich schon verstehe, was uns Guma damit sagen will. :D

    Aber auch, wenn man sich noch nicht so auskennt, mit diesen Dingen, kann ich jedem nur Raten, doch auch mal experimentierfreudig zu sein, und Neues auszuprobieren.
    Kann manchmal ganz interessant sein.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • Arno
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    • 11. Januar 2009 um 11:51
    • #16

    Ich finde die Idee von Guma super und befürworte ausdrücklich eine Fortführung. Es ist schon interessant, wenn man vor dem Lesen der bisherigen Antworten sich bewusst seine eigenen Gedanken macht und diese dann vergleicht. Schön ist es, wenn die eigene "Meinung" auch von anderen bestätigt wird (Kugelproblematik bei tiefen F.; Einsatzzwecke), noch besser ist es, wenn man neue Impulse bekommt, an die man zuerst gar nicht dachte (Honky-Tonk Piano).

    Bis dann... Arno!

  • guma
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    • 11. Januar 2009 um 11:52
    • #17

    @ Volker

    Jetzt bin ich aber von Dir entäuscht.

    1. steht in der Beschreibung bei genauem Hinsehen sehr viel mehr drin, als ...( fast ) nur der Frequenzgang.
    2. Schließt Du bei Lautsprechern ebenfalls aus Daten auf Ihre mögliche Verwendbarkeit für verschiedene Applikationen.
    3. Ging es nicht darum, ein Mikrofon zu beurteilen
    4. Solange Kriterien wie "Mikrofon für Jazz" existieren und 40 Jahre lang Anwendungen für ein Mikrofon immer wieder völlig unreflektiert aus einer Zeit übernommen werden, in der Bühnenmikrofonie für rock n'roll eine Notgeburt aus den wenigen, in dieser Zeit überhaupt in Frage kommenden Typen war und das genauso unreflektiert tausendfach immer wieder abgeschrieben wird, finde ich den oben angedeuteten Denkansatz geradezu revolutionär.
    5. Eigentlich war das als Gedankenspiel gedacht, für Leute, die Spaß daran haben, Dinge in Frage zu stellen. Da hätte ich erwartet, daß Du Dir ein paar mehr Gedanken dazu machst, als irgend eine Binsenweisheit darüber auszukippen.

    @ klauston

    Ja genau, Danke. :D

  • wora
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    • 11. Januar 2009 um 12:25
    • #18

    gute idee, die sich wohl aus einer anderen diskussion ergeben hat ;)

    ich würde für so ein mikrofon die verwendung bassstarker signalquellen übrigens nicht ausschliessen. eher im gegenteil, denn dadurch wird ein offensichtlicher nachteil des mikrofons ja sogar eher ausgeglichen.
    ich habe selbst noch nie damit gearbeitet, aber nach der beschreibung müsste das mikro sehr gut für toms geeignet sein, und in der tat sah man die früher auch oft an ebensolchen... wenn nur die maße nicht wären... 8)

    ich möchte den von volker geäusserten einwand nicht vernachlässigen. in der tat stellt sich erst in der praxis heraus, wie gut ein mikro für den angestrebten zweck wirklich tut, also wie es klingt.
    aber das kann man erst im einsatz feststellen, für die vorauswahl ist gumas ansatz dagegen sehr gut geeinet.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 11. Januar 2009 um 14:11
    • #19
    Zitat von "wora"

    ... idee, die sich wohl aus einer anderen diskussion ergeben hat ;)


    jawoll :D

    Zitat von "wora"

    .....für die vorauswahl ist gumas ansatz dagegen sehr gut geeinet.

    Genau so ists gedacht. Man kann nicht sinnvoll praktisch experimentieren, wenn man keine Denkansätze dazu hat. Ich bin ein unbedingter Verfechter davon, Mikrofone aus ihren Eigenschaften heraus zu wählen.

    Schön, dass wenigstens einer den Versuch gemacht hat. Danke 'Mediennutte'.

    Nehmen wir also einmal an, mir hat jemand o.g. Mikrofon als 'Erlkönig' geschickt und mir die o.g. Angaben dazu gemacht.

    Ich würde denken: Hm, ein Sprecher-Mikrofon. Das sollte sehr gut funktionieren. Danach würde mir einfallen: Tauglich für hohe SPLs, Beule bei 5 Khz ? das könnte schönen Kick in der Bassdrum geben. Im Bass Aufweitung zur Kugel ? dann muß ich das Mikro weit in die Bassdrum hinein schieben, dann ist mir wegen der Abschirmung des Kessels die nicht mehr vorhandene Richtwirkung egal. Bassanhebung mache ich am Kanal-EQ. Das Mikro könnte ein schönes Bassdrummikro abgeben, mit einem durch die inhomogene Richtwirkung, sagen wir mal, 'eigenen' Charakter.

    Wofür ich es absolut nicht haben wollte, sind Bläser !!! Warum dafür ein Mikro mit einem 5 Khz peak, den ich häufig schon bei dort linearen Mikros rausdrehe, damit es nicht so schrill wird ? Warum ein Mikro, das ein zunehmendes Übersprechen und eine erhöhte Rückkopplungsgefahr im Bass- und low mid Bereich erwarten lässt sowie einen unterdrückten Naheffekt hat für eine Instrumentengattung, der ich gerne mit ein bisschen low mid Anhebung etwas mehr Wärme spendiere ? .......u.s.w. kein Anspruch auf Vollständigkeit.

    Für die, die das Mikro erahnt haben:
    Man kann erkennen, daß man hier die legendären Anwendungen nur zum Teil bestätigen kann und manche der auf den 'Listen' wahrscheinlich aus der Not geborenen oder aus den Studios, wo das ja alles funktionieren mag, ins live-Geschäft kritiklos 'herübertransponierten' Empfehlungen bei der Flut guter Mikros, die es heute gibt, getrost als obsolet betrachtet und gestrichen werden können.

    ( P.S. Für einen unten dicken, oben seidigen Gebläseton auch auf den Monitoren war aus den gleichen Überlegungen auch vor 30 Jahren ein M88 oder ein RE20 schon die bessere Wahl. :wink: )

    Falls jemand an weiteren solcher Gedankenspielchen Interesse hat, würde ich darum bitten, gerne auch andere 'Erlkönige' in diesem Thread zu platzieren. Vielleicht kann man daraus zumindest lernen, bei manchen Anwendungsfragen einfach mal den Hersteller nicht zu nennen ? Dann wäre gegen das Listen-Schubladen-Denken schon viel gewonnen.

  • audiobo
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    • 11. Januar 2009 um 18:54
    • #20

    Mensch, ich fühle mich gerade richtig schuldig, es so rausgeplatzt zu haben - aber wenn man einmal das Bild im Kopf hat, fällt es einem echt schwer ganz nüchtern nur auf die Daten zu schauen.


    Zitat von "guma"

    Wofür ich es absolut nicht haben wollte, sind Bläser !!! Warum dafür ein Mikro mit einem 5 Khz peak, den ich häufig schon bei dort linearen Mikros rausdrehe, damit es nicht so schrill wird ? Warum ein Mikro, das ein zunehmendes Übersprechen und eine erhöhte Rückkopplungsgefahr im Bass- und low mid Bereich erwarten lässt sowie einen unterdrückten Naheffekt hat für eine Instrumentengattung, der ich gerne mit ein bisschen low mid Anhebung etwas mehr Wärme spendiere ? .......u.s.w. kein Anspruch auf Vollständigkeit.

    Andererseits könnte man wieder auf Durchsetzungsfähigkeit innerhalb des Bandkontextes setzen, da die Erhöhung über dem 2,5-3,5kHz-Peak einer Gitarrenbox liegt.

    Was die mögliche Basswiedergabe angeht, so sehe ich in der breiter werdenden Niere kein sooo grosses Problem in der Nahfeldanwendung, da Bassrückkopplungen (zumind. bei meinen bisherigen Jobs) eher selten aus den Monitoren kommen, eher von stehenden Wellen und schwingenden Bühnenböden, d.h. der Richtungsbezug ist sowieso nicht unbedingt gegeben. Vielleicht ist sie bei grösseren Instrumenten (z.B. Pauken) sogar eher ein Vorteil, da mehr vom Klangkörper aufgenommen werden kann. Evtl. könnte es noch so im 200-300Hz-Bereich bei leiseren Quellen und lautem Monitoring eng werden, also scheint das Mikro wohl wirklich für laute Schallquellen prädestiniert.

    Bei dem Nahbesprechungseffekt liegt der Unterschied laut vielen Datenblättern weniger im Pegelunterschied nah/fern als bei der einsetzenden Frequenz.
    z.B. sind es sowohl beim Beta58 (beim SM58 ist leider nichts verzeichnet) ca. 15dB und, wenn der Schalter am MD421 wirklich ein reiner Korrekturschalter ist, sind es dort ebenfalls 15dB - allerdings ist der NBE beim ersteren schon bei 200Hz voll präsent, beim MD erst bei 100Hz. Somit eher relevant für laute Monitoring-Tiefmitten vs. Klangverfärbungen bei bewegten Schallquellen, wie zB. Sax oder Sänger vor einem Stativmikro.

    Tendenziell würde ich also sagen handelt es sich um ein Mikro für laute Schallquellen, welches auf Durchsetzungsfähigkeit im oberen Mitteltonbereich setzt, ohne allzu starke Verfärbungen riskieren zu wollen.


    Ich hätte da auch eins:

    - NBE ähnlich dem MD421, Unterschied auf 1m so 15dB@100Hz
    - soweit recht saubere Hyperniere, aus 90° +2-3dB unter 250Hz, so +4dB über 1,5kHz
    - linear auf +-2dB von 100Hz bis 20kHz, darunter recht sanfter Abfall, sehr breiter aber schwacher Peak +4dB knapp über 10kHz
    - dynamisch, geringere Empfindlichkeit als ein SM58, verträgt recht ordentliche Pegel
    - robust, wiegt etwas über 200g

    Viel Spass

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