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Unfall mit Saalfeuerwerk - vermeidbar, wenn ja, wie?

  • gylo
  • 13. Januar 2009 um 21:18
  • gylo
    Beiträge
    440
    • 13. Januar 2009 um 21:18
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich möchte als komplett Unbeteiligter mal folgenden Unfall zur Diskussion stellen:

    Presseberichte
    http://www.newsxl.com/index.php?option=com_content&view=article&id=19971913&catid=366&Itemid=11
    http://www.koeln.de/koeln/nachrich…tzt_116636.html

    Ich habe noch einen anderen Bericht gelesen, finde ihn aber nicht mehr.

    Ausgangsituation
    Von einer Empore zur Bühne waren parallele Drahtseile gespannt, an denen "Line-Rockets" (im erwähnten nicht auffindbaren Bericht wurden die Dinger so genannt) zur Bühnen "fliegen" sollten.

    Unfall
    Die Drahtseile (beide!) sind bei der Zündung gerissen (Wärmeeinwirkung?), sodass bereits gezündete Raketen in Teilen auf die Zuschauer herabfielen.

    Folgen
    Vebrennungen bei mindestens 3 Besuchern, mehr werden nicht erwähnt.

    So viel zu den Tatsachen.
    Nun meine Frage: Hätte das verhindert werden können?

    Das erste, was mir beim lesen einfiel, war das Standard-Zitat aus der BGV C1, §7 "Schutz gegen herabfallende Gegenstände", das da lautet:

    Zitat

    (1) Gegen das Herabfallen von Gegenständen auf Arbeitsplätze Verkehrs- und Szenenflächen müssen Schutzmaßnahmen getroffen sein
    [...]
    (6) Ortveränderliche Beleuchtungs, Bild- und Beschallungsgeräte müssen durch zwei unabhängig voneinander wirkende Einrichtungen gegen Herbfallen gesichert werden [...]

    Jetzt kann man natürlich streiten, ob Pyro-Effekte zu "Beleuchtungs, Bild- und Beschallungsgeräten" gehören. Fakt ist, es sind Gegenstände die über Personen hängen, und ich habe gelernt, dass alles, was wir über Personen hängen, gesichert werden muss/sollte. Aber wie gesagt, das war mein erster Gedanke.
    Mein erster Einfall um eine Sekundärsicherung zu realisieren war folgendes:
    Parallel zu dem Seil spannt man in sagen wir mal 20cm Entfernung ein zweites Seil. Daran kommt ein Metalring und eine Verbindung (Draht, dünnes Drahtseil o. ä.) zum Raketenkörper am anderen Seil.
    Reisst nun das eigentliche "Tragseil", brennt die Rakete zwar ab, bleibt aber am anderen Seil hängen.
    Einziges Problem an der Sache könnte nur sein, dass meine Zweitsicherung nicht schnell genug mitläuft.

    Zweiter Lösungsansatz: dickeres Seil verwenden (ist einfacher ;) )

    Abgesehen davon: Ich kenne die Effekte leider nicht, aber die werden sicherlich nicht einfach so durch die Gegend sausen sondern schon irgendwie Funken sprühen, oder?
    Das heisst auch, dass Funken auf Besucher fallen könn(t)en.


    Nun, was meint ihr dazu?

    gruß
    gylo

    ... kann man da nich was löten ? ;)

  • Online
    julian-k
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    14
    • 13. Januar 2009 um 22:40
    • #2

    Habe diese "schnurraketen" auch schon eingesetzt.
    Sie bestanden aus dem Treibsatz mit Effekt,( Funkensprühend)
    in einem Kunststoffrohr an dem ein zweites Rohr paralel befestigt war
    ,aus Pappe, durch welches das Stahlseil gezogen wird.
    Hatte dazu ein 5mm Stahlseil mit einer Länge von 15 Metern zwischen FOH und Bühne.
    Daran hingen 6 dieser Raketen welche im abstand von ca, 10 sec. gezündet wurden.
    Es ist soweit ich mich erinnere kein Funken näher als 2-3 m an das Publikum herangekommen.
    Höhe Stahlseil war ca.7m.

    War folgendes Produkt:
    Le Maitre Schnurrakete
    An einem Stahlseil gehängt rast die Seilrakete für 2 Sekunden durch die Luft.

    Geschwindigkeit ca. 15m/s.


    Technische Daten:

    Zulassung: BAM PT1- 1321
    Brenndauer: 2s

    Klasse: T1


    Gruß von mir an alle

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

    http://www.unicque.de - Unicque Lighting Augsburg

  • djwservice
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    51
    • 13. Januar 2009 um 22:41
    • #3

    Die Sicherung läuft nicht schnell genug mit - ich habe in dem Bereich schon ein paar Tests gemacht.

    Die einzige Möglichkeit die wir mit unserer Fachkraft für Arbeitssicherheit erarbeitet haben:
    Dickes Seil nehmen (lieber sieht man es)
    Mehrfach am Ende sichern
    Seil regelmäßig überprüfen

    Das einzige was dann noch mit dem Seil passieren kann:
    es reisst
    es reisst etwas um (Zugkraft)
    dies muss eben gemessen werden

    http://www.eventspezialeinheit.info
    Warum soll denn alles Standard sein.

  • simonstpauli
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    • 13. Januar 2009 um 23:04
    • #4

    Ich stelle mal die Benutzung von "aircraft cable" zur Diskussion, das sollte bauartbedingt den Anforderungen einer line rocket besser genügen als schnödes Drahtseil.

    http://wapedia.mobi/en/Arrestor_wires

    Die Belastung des Seils bei der Zündung ist durchaus kritisch, unter Anderem weil das Seil stark gespannt sein muß.

    Des Weiteren ist eine akribische Kontrolle und Wartung / Austausch der Seile erforderlich.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • fabio hermann
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    • 13. Januar 2009 um 23:07
    • #5

    ich sag einfach mal der unfall hätte verhindert werden können, einfach weils bei fast allen unfällen so ist.
    ohne jetzt genaue hintergründe zu kennen oder vor ort gewesen zu sein, kann man dazu net viel sagen

    http://www.sound-light-bonn.net/

  • Eisbaer24
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    • 13. Januar 2009 um 23:35
    • #6

    Ohne genaueres zu wissen sind Spekulationen nicht sinnvoll. Ich arbeite des öfteren mit Schnurraketen und kann nur dazu raten vernünftiges Stahlseil zu verwenden dazu kommt auch das Stahlseil ein Verbrauchsartikel ist der nicht X-mal verwendet werden sollte - wir berechnen das Stahlseil als Verbrauchsmaterial und verwenden immer wieder neues. Dann muss gewährleistet sein das man zwei unbewegliche Anschlagpunkte hat (eine in Steel oder Kettenzügen hängende Fronttruss ist keine unbewegliche Befestigung - gerade von sowas kommt dann auch die Überbelastung und das Seil reisst). Dann ist es wichtig auch mal mit dem Eigengewicht des Stahlseiles auf der Gesamtstrecke zu rechnen. Letzendlich ist eine vernüftige fixierung des Stahlseils die wichtigste Sache, natürlich kostet Anschlagmaterial Geld aber wenn ich manchmal diese Konstruktion Stahlseil als Schlinge um die Truss oder ein Geländer und dann einen "Frosch" dran wundert mich gar nichts mehr.

    Abschließend will ich nochmal darauf hinweisen das keine Aussage meines Beitrages sich auf den obigen Vorfall bezieht - es handelt sich nur um eigene Erfahrungen.

    Wie schauts eigentlich mit der Verantwortlichkeit des z.b. Bühnenmeisters aus:

    Pyro = Pyrotechniker / Feuerwehr / Ordnungsamt
    Bühnenmeister = angeschlagenes Stahlseil

    Oder ist dieser als Verantwortlicher aussen vor? Das der Pyro in der Verantwortung hängt ist klar. Ich würde gerne mehr Infos und vorallendingen ein Ergebnis zu Ohren bekommen - vielleicht kann man ja nochwas lernen, wer weis was letztenendlich der Grund für dies Situation war.

    Einmal editiert, zuletzt von Eisbaer24 (14. Januar 2009 um 04:21)

  • simonstpauli
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    • 13. Januar 2009 um 23:51
    • #7

    Zu den Verantwortlichkeiten:

    In einigen Versammlungsstättenverordnungen ist der Punkt Pyrotechnik ganz klar unklar.

    Zu Drahtseil als Verbrauchsartikel:

    Das ist ein hervorragender Ansatz, eine Sichtprüfung reicht bei solchen kurzzeitigen Streßbelastungen für das Seil bei Weitem nicht aus.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • falcocgn
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    • 14. Januar 2009 um 08:09
    • #8

    In dem Artikel ist die Rede von einer "Fachfirma" die das installiert hat. Also sollte man meinen, dass zunächst alles in Ordnung war. In dem Zusammenhang ist es sicher interessant zu wissen, dass der grösste Teil der Hotels mit entsprechenden Sälen sich der VStättVO und der Anwsenheitspflicht von VfVT komplett verweigert. Hoffentlich ändert sich das in Zukunft.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • ADMIN
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    • 14. Januar 2009 um 09:27
    • #9

    Mal auch ein paar Gedanken von mir:

    1.) Ich gebe nichts darauf, wenn die Presse etwas von "Fachfirma" schreibt.

    Und dass man dann meinen sollte, dass dann zunächst alles in Ordnung ist... da mache ich auch mal ein Fragezeichen dahinter.

    2.) Das Problem bei Seilraketen: Die Seile sollen dünn sein (damit man sie nicht oder kaum sieht) und sie sollen sich nicht allzusehr durchbiegen - und um das auch nur halbwegs zu erreichen, muss man das Seil sehr stark spannen. Da wird schon mal was über die Dehngrenze hinaus beansprucht. Und gerade dann, wenn man das Zeugs wiederverwendet, ist ein Versagen nur eine Frage der Zeit.

    3.) Zum Thema "Meister und Pyrotechnik": Der Verantwortliche für Veranstaltungstechnik nach VStättVo ist für das verantwortlich, was in seiner Hütte so passiert. Wenn ihm das nicht sicher genug erscheint, dann muss er das wieder abbauen lassen.

    Dazu ist auch überhaupt nicht erforderlich, dass da in der VStättVo ein Satz dazu steht.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Tobias Zw.
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    • 14. Januar 2009 um 11:05
    • #10
    Zitat von "ADMIN"

    (...) 3.) Zum Thema "Meister und Pyrotechnik": Der Verantwortliche für Veranstaltungstechnik nach VStättVo ist für das verantwortlich, was in seiner Hütte so passiert. Wenn ihm das nicht sicher genug erscheint, dann muss er das wieder abbauen lassen. (...)

    Tjaha, schön gesagt...

    Aber wie soll denn der Bühnenmeister eine sachgerechte Einschätzung der Lage vornehmen, wenn eine (das setzen wir mal so voraus) Fachfirma den Aufbau vorgenommen hat und steif und fest behauptet, dass das alles so gut ist?

    Stellen wir uns mal so eine arme Bühnenmeisterhaut vor - Mitte dreißig, untersetzt, Brillenträger -, der den Aufbau in seinem Haus sieht und mit dem Pyrotechniker spricht: Da kann man die Sachkunde des Pyrotechnikers überprüfen (-> Schein), da kann man die Zulassung des pyrotechnischen Materials überprüfen (-> BAM-Zulassung und Gebrauchsanweisung), ja sogar offenkundige Knackpunkte erkennt man (-> der zum Abspannen genommene Groundsupport neigt sich um 20° der Rakete entgegen). Klar, da greift man als Meister ein.

    Aber wie soll durch einfache Inaugenscheinnahme beurteilen können, ob z. B. das Drahtseil bereits durch wiederholte Hitzeeinwirkung an einer Stelle geschwächt ist?

    Es gibt ja einige Meister, die alles verbieten und abbauen lassen, was sie nicht verstehen (-> Cordhut-Syndrom). Dass das nicht zielführend ist - vor allem arbeitsmarktpolitisch - dürfte auch jedem einleuchten.

    Wäre es nicht viel schöner, wenn jeder seinen Job so sorgfältig macht, dass der Verantwortliche für VT die Verantwortung mit einem guten Gefühl übernehmen kann?

    Ich will nicht ohne Detailkenntnisse zum o. a. Fall spekulieren, aber: Wenn ich einen sachkundigen Pyrotechniker im Haus habe, muss ich erst Mal darauf vertrauen können, dass er sicher handelt.

    Und wenn mir einmal in meiner Butze so ein Unfall passiert wäre, hätten es alle folgenden Generationen von Brandstiftern unter meiner Aufsicht unangemessen viel schwerer...

    Nur mal so als Gedanke dazu, dass der Meister zwar durchaus die Verantwortung trägt, aber jeder dafür verantwortlich ist, dass das auch weiterhin gut geht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • falcocgn
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    • 14. Januar 2009 um 13:49
    • #11
    Zitat von "ADMIN"

    1.) Ich gebe nichts darauf, wenn die Presse etwas von "Fachfirma" schreibt.

    Und dass man dann meinen sollte, dass dann zunächst alles in Ordnung ist... da mache ich auch mal ein Fragezeichen dahinter.

    ...

    3.) Zum Thema "Meister und Pyrotechnik": Der Verantwortliche für Veranstaltungstechnik nach VStättVo ist für das verantwortlich, was in seiner Hütte so passiert. Wenn ihm das nicht sicher genug erscheint, dann muss er das wieder abbauen lassen.

    Dazu ist auch überhaupt nicht erforderlich, dass da in der VStättVo ein Satz dazu steht.

    Richtig ADMIN, da gehen wir komplett konform. Ich kann mich auch "Fachfirma GmbH" nennen ohne Ahnung zu haben. Zur Beaufsichtigung der ganzen Gewerke auf so einer Veranstaltung hat lt. VStättVO eben der VfVT da zu sein, in diesem Fall sollte das ein Meister sein.

    Mein Satz bezog sich darauf, dass bei vielen Hotels mit genügend großen Sälen auf die VO gesch... wird. Das sogar anscheinend mit Unterstützung des entsprechenden Verbandes.

    Gestern ist ja schon wieder so ein Ding passiert (siehe meinen aktuellen Beitrag in diesem Forum). Ich hoffe nur, dass es keine weiteren Unfälle mehr gibt und wenn, dann nur ohne Personenschaden.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • ADMIN
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    • 14. Januar 2009 um 19:27
    • #12
    Zitat von "Tobias Zw."

    Aber wie soll denn der Bühnenmeister eine sachgerechte Einschätzung der Lage vornehmen, wenn eine (das setzen wir mal so voraus) Fachfirma den Aufbau vorgenommen hat und steif und fest behauptet, dass das alles so gut ist?

    In der Veranstaltungstechnik hat sich zumindest in der unteren und mittleren Liga die Arbeitsweise eingebürgert, dass man morgens mit dem Aufbau anfängt, nachmittags mag dann ein Meister (so es überhaupt einen gibt) damit anfangen, sich die Sachen genauer anzuschauen und Probleme zu erkennen - und die müssen dann in einem Zeitraum von wenigen Stunden (Wunschvorsellung) bis wenigen Minuten (eher die Realität) behoben werden.

    Eine solche Vorgehensweise mag bei einem 08/15-Standardaufbau noch gehen, aber bei etwas anspruchsvolleren Vorhaben lässt sich das einfach nicht mehr legal realisieren.

    Bleiben wir beim Beispiel der Seilraketen. So etwa ist kein Standardaufbau mehr, er muss nach § 35 MVStättVo auch mit der Feuerwehr abgestimmt sein. Das heisst im Regelfall: Feuerwehr, Pyrotechniker und Meister machen zwei Wochen vorher eine Ortsbegehung und klären die Details des Vorhabens (im Regelfall gibt es da ja auch einiges mehr als nur ein paar Seilraketen). Der Pyrotechniker ist vorbereitet und hat auch eine Gefährdungsanalyse ausgearbeitet. Wenn diese mangelhaft erscheint, dann hat man noch ausreichend Zeit, die nacharbeiten zu lassen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Tobias Zw.
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    • 15. Januar 2009 um 09:55
    • #13
    Zitat von "ADMIN"

    In der Veranstaltungstechnik hat sich zumindest in der unteren und mittleren Liga die Arbeitsweise eingebürgert, dass man morgens mit dem Aufbau anfängt, nachmittags mag dann ein Meister (so es überhaupt einen gibt) damit anfangen, sich die Sachen genauer anzuschauen und Probleme zu erkennen - und die müssen dann in einem Zeitraum von wenigen Stunden (Wunschvorsellung) bis wenigen Minuten (eher die Realität) behoben werden.

    Um's mal klarzustellen: Ich finde es ja auch nicht gut, wie ich's oben beschrieben habe, aber so ist's im Moment in der Realität halt leider - und das ganze System (Abstimmung der Gewerke und Planung sicherheitstechnischer Massnahmen) krankt halt meistens an mangelhaftem Informationsfluss, mangelhafter Planung (wie viele Technikfirmen nehmen mal auf Verdacht mit und bauen auf wie's passt, statt sich vorher Gedanken zu machen) und dem nicht vorhandenen Verständnis der kaufmännischen Beteiligten für Sicherheitsbelange - "Das müssen wir den Kunden machen lassen, sonst geht er in eine andere Halle, die ihm freie Hand lassen!".

    Und wenn man als Verantwortlicher (sei es Ingenieur, Meister und wirklich der Betreiber selber) klare Regeln schafft bzgl. Anmeldung und Abnahme von Aufbauten oder gefährlichen Handlungen, ist man ruck-zuck als Bürokrat oder schwierig verschrien. Das kann man sich nur als sehr große Halle leisten, oder wenn man eine regionale Monopolstellung einnimmt - ein bißchen funktioniert's im Wettbewerb dann wie Dumping: "Wie, die Halle XY verlangt von Ihnen, dass Sie geprüfte Motoren für die Traversen verwenden? Kommen Sie zu uns, bei uns dürfen Sie's mit Seilzügen aus dem Baumarkt! Ich sag das dann unserem Meister, dass das mit mir abgesprochen ist."

    Überspitzt, aber in dieser Art und Weise oft im wirklichen Leben beobachtet.

    Leider.

    MfG Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • falcocgn
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    • 19. Januar 2009 um 15:55
    • #14

    Hallo zusammen,

    nach einigen Gesprächen habe ich ein paar mehr Infos zu dem speziellen Fall. In Köln ist Feuerwerk über Kopf generell verboten. Die zuständigen Stellen waren anscheinend nicht informiert. Daher konnte es von dort natürlich auch nicht untersagt werden.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

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