Hallo,
sicherlich weiß jemand über Abstrahlverhalten von PA Boxen bescheid. Wir spielen auf einer KS T11 (15"/2") mit T12 Bässen, mit je 1 Stack pro Seite. Die Tops haben aufgesetzte 90x40° Hörner, die Anlage insgesamt gut Power. Es stellt sich bei uns aber die Frage, da wir keine ganz großen Lautstärken fahren, ob ein Abstrahlwinkel von 60x40° geeigneter wäre, um v.a. größere Zelte oder Hallen zu beschallen (Livemusik!). Zur Verfügung stehen noch die KS CPA2 (12"/1") als zusätzliche Front oder Delay mit ebenfalls 90x60°. Wir möchten sie als Delay einsetzen.
Die T11 läßt sich auf 60x40° umrüsten, daher die Frage, ob dies ohne Delayboxen auch ausreichend wäre bzw. umwieviel weiter kommt maneigentlich mit enger abstrahlenden Boxen?
Mir hat außerdem mal jemand gesagt, dass man zu den 90x40° keine weiteren Topps dazustellen kann. Tritt da im Vergleich zur 60x40° stärkere Frequenzauslöschung auf? Dann müßten sie sich aber übereinander stellen lassen, da hier dann wohl die 40° relevant sind, oder verhält es sich anders?
Beste Grüße und Danke für Euere Antworten
Phill
Abstrahlverhalten
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also wenn ihr viel zelte spielt ist die 60° variante die bessere, 8auser ihr spielt oft quer.
die reichweite erhöht sich minimal.
Und ne delayline macht IMMER Sinn, auser vielleicht bei Linearrays.Und ja 90° lassen sich nur bedingt erweitern kommt aber immer auf die box an (wie gleichmassig über den frequenzgang der abstrahlwinkel ist).
Aufeinander fnktioniert da viel besser
wenn mann HORN Auf Horn stellt hat auch im HF noch ne Kopplung,
funkioniert aber auh nicht mit allen Boxen !
Leider weicht hier die Theorie oft deutlich von der Praxis ab.Bytheway
hat im Forum jemand Bock auf nen SYS-Tec austausch? -
Wenn das Horn auf 60° geändert wird, müsste auch die Abstimmung der Frequenzweiche geändert werden, da ein 60° Horn mehr "SPL pro Fläche" bringt. Es bündelt ja die gleiche Menge an Schallenergie auf einen kleineren Bereich.
Ob und wieviel man mit 60° Hörnern weiterkommt, hängt auch von den Räumlichkeiten ab. Mit nur einem Top pro Seite würde es Open Air keinen Unterschied machen, es sei denn das 90° Horn wäre im Vergleich zum 60° Horn deutlich kürzer in der Bauweise. In Räumen macht es einen Unterschied, aber weniger vom Pegel (wenn der ordnungsgemäß angeglichen wurde. Der Pegel fällt, egal mit welchem Winkel abgestarhlt, immer um 6dB pro Entfernungsverdopplung von Ursprung) sondern mehr von der Klangqualität. Denn ein 90° Horn strahlt offensichtlich stärker zur Seite hin ab, sodass der Schall früher auf die Wände trifft und somit Reflektionen verursacht, die den Klang diffus machen und z.B. die Sprachverständlichkeit senken. Man spricht hier vom Direktschall, welcher direkt aus der Box den Zuhörer erreicht und vom Diffusschall, welcher vorher reflektiert wurde.
Mit engeren Hörnern kann man also hauptsächlich den Schall davon abhalten, Wände zu treffen, um das Verhältnis zwischen Direkt- und Diffusschall zu verbessern.Euer Reichweiteproblem lässt sich aber wahrscheinlich mit direktabstarhlenden Woofern im Top gar nicht lösen, da der Woofer immer recht breit abstrahlt (zumindest, wenn die Box sauber designt wurde) und somit auch keine hohe Reichweitenwirkung hat. Da bräuchte man schon ein komplett horngeladenes Top oder Mehrfachanordnungen.
Bei Boxen dieser Bauart hat die Entscheidungsmöglichkeit zwischen 60 und 90° eher den Grund, dass bei Array-Bildung, also dem Einsatz mehrerer Tops pro Seite möglichst keine Überlappungen auftreten sollen. Zwei Tops mit je 90° müssten entweder sehr sehr weit auseinander gedreht werden, was fast zu 180° Gesamtwinkel führt (was wieder die Reflektionen verstärkt aufs Programm ruft) oder zu Überlappungen im Abstrahlbereich. Letzteres führt zu Interferenzen und Kammfiltereffekten. Der Klang wäre nicht über den ganzen "bestrahlten" Bereich gleich. Deshalb nimmt man engere Hörner, um trotz mehrerer Tops pro Seite keine Überlappungen und dennoch nicht zu großen Winkel zu haben.
Übereinanderstacken wäre eine geeignete Maßnahme, um trotzdem mit mehreren 90° Tops pro Seite zu fahren, denn:
1. ist der Winkel vertikal geringer, das heißt weniger Überlappung und
2. ist das menschliche Gehör in der Vertikalen nicht so empfindlich (Wir haben ja nur zwei Ohren, eins links und eins rechts. Keins obendrauf.... uns drohte in Urzeiten keine Gefahr von oben....
)Verschiedene Tops pro Seite zu mischen ist grundsätzlich keine gute Idee. Die anderen Tops würde ich nur als Delay einsetzen.
Wenn ihr eine Lösung wollt, die ohne Delayline weit wirft, dann solltet ihr euch Tops kaufen, die auch im Mitteltonbereich horngeladen sind und trotzdem 70-90° horizontal liefern.
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@ jens die T11 ist ein angehorntes 15" LS design.
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@ tthorsten: Ja, aber doch kein wirkliches Horn mit längerem Hornpfad und ernstzunehmender Directivity-Wirkung....
@ phill: Nehmt doch nochmal ein Paar gleiche Tops dazu. Das alte lasst ihr auf 90°, das neue nehmt ihr mit 60°. Die stapelt ihr übereinander. Das 90° Top unten, möglicherweise noch nach unten angewinkelt, und das 60° obendrauf und wieder gerade (Bekommt man mit passend gefertigten "Keilen" und Gurten stabil hin.) Damit habt ihr dann im Nahbereich breites Abstrahlverhalten, sodass alle nahe sitzenden "ihre Portion Direktschall" abbekommen und für weiter hinten dann die 60° Abstrahlung.
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Danke erstmal für die Einträge. Ich denke jetzt, wir stehen mit den 90x40° Tops und den CPA2 gar nicht so schlecht da. Da wir öfters auch in die Breite spielen müssen, können die CPA2 außer als Delay Boxen auch Front zur Seite abgestrahlt werden. Ich werde trotzdem auch mal versuchen, die CPA2 (12"/1")auf die T11 (15"/2") zu stellen um zu hören, ob es zusammenpaßt bzw. ob die CPA2 die Sprachverständlichkeit und Brillianz erhöhen. Leider geht die Saison erst in 4 Wochen los, daher kann ich jetzt noch keine Erfahrungsberichte abgeben.
Besten Dank,
Phill -
Hallo,
hab vergessen, Jens noch mitzuteilen, dass die Tops 6000 Euro!!! (Aktivbox!) pro Stück kosten und wir als arme Band darauf angewiesen sind, dass gebraucht günstig was zu haben ist. Wenn es ich ergibt, ist es natürlich die Möglichkeit der Wahl, mit 60x40° zu erweitern.
GRuß, Phill -
@ Der M:
Wie stellst du Dir den Sys-Tech Austausch vor?
audiobuddy
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@ phill: Bist du sicher, dass diese Box 6000 Euro wert ist? Dafür kriegt man doch ganz andere Sachen inkl. Amping.....
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Hi Jens,
ja, bin mir sicher. Von welchen ganz anderen Sachen redest Du?
Ich muss gestehen, dass in unserer Szene, und zwar Oberkrainer Musik (ohjee?? - ne, ist sehr anspruchsvoll zum abmischen!), die KS momentan sich als Standard durchgesetzt haben, da sie ein sehr ausgeglichenes Klangbild haben. Viele sind z.B. auch von Turbosound weggegangen. Es müssen sämtliche Blasinstrumente und Akkordeon als Soloinstrumente rüberkommen, und natürlich auch E-Instrumente, wie sie jede Band hat. Ich denk, ein Grund ist der, dass in dieser Szene hauptsächlich von der Bühne abgemischt wird und daher pflegeleichte Boxen eingesetzt werden. Das Büdget dieser Semiprofessionellen Bands erlaubt nichts anderes, aber es hört sich oft verdammt gut an, was die guten dieser Szene rüberbringen. Der Vorteil ist, dass man so die eigene Klangvorstellung rüberbringen kann, was man einem fremden Mischer gar nicht so mitteilen kann - und wer weiß schon, wie Oberkrainer klingen muß. Da habe ich schon die tollsten Sachen gehört, aber ok, ich will nicht ins Detail gehen.
Naja, ok, wir bleiben jedenfalls bei diesen Boxen.
Danke und Gruß, Philipp -
Nunja, da ich keine Angaben mehr finden kann, wieviel Schalldruck so eine Box liefert, kann ich nicht genau sagen, welche Tops da vergleichbar wären. Aber ich bin mir sicher, dass z.B. eine Coda TT375 (Vergleich bar mit dem KS T10F) nicht schlechter klingt, lauter und mit Amping ca. 1500 pro Stück billiger ist.....
Ich will ja nichts gegen diese Boxen, die ihr habt, sagen, aber 6000 Euro pro Stück, dafür bekommt man schon fast CA Evolution Tops inkl. Amping.....