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Raumkorrektursystem / Digitaler Equalizer

  • j.o.
  • 10. Februar 2009 um 18:16
  • j.o.
    Beiträge
    12
    • 10. Februar 2009 um 18:16
    • #1

    Hallo Profis,

    kennt ihr ein hochwertiges Raumkorrektursystem, also z.B. einen dig. Equalizer inkl. 'Raumkomponsationsprogramm' ? D.h. ein Micro sollte den Frequenzverlauf ausmessen, dem Equ. mitteilen und der paßt das Signal an.

    Am besten das ganze im Digitalbereich.

    Warum ? Um ehrlich zu sein, suche ich für den Hifi-Bereich nach einer Lösung, dort finde ich bis jetzt aber nur schweineteure 'high-end' Lösungen.

    Um ein Beispiel aufzuführen: Lyngdorf DPA-1

    Kennt ihr eine Lösung, die ähnliches kann, evtl. aus dem PA-Bereich, und in eine Hifi-Kette reinzuhängen ist ?

    gespannte Grüße,
    J.O.

  • Jonnytrance
    Gast
    • 10. Februar 2009 um 18:59
    • #2
    Zitat von "j.o."

    kennt ihr ein hochwertiges Raumkorrektursystem, also z.B. einen dig. Equalizer inkl. 'Raumkomponsationsprogramm' ? D.h. ein Micro sollte den Frequenzverlauf ausmessen, dem Equ. mitteilen und der paßt das Signal an.


    Ammm... dbx DriveRack 260 könnte ähnlich fuktionieren.

  • tufkaklto
    Profi
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    7.116
    • 10. Februar 2009 um 19:02
    • #3

    Es gibt was, das wurde ursprünglich für den HIFI Bereich entwickelt und kam dann auch zur Anwendung im PA Bereich.

    Nachteil, es hat eine Latenz von 20 ms.
    Was im Hifi ja wurst ist.

    http://www.trinnov-audio.com/

    Es macht auch selbstständig Dinge, üpasst den Phasenverlauf an usw.

    Sowas muß man halt mögen.

    Kostet meines Wissens ca 6 K für die 2 kanal version und 12 K für die 8 kanal version

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  • nojunk
    Profi
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    5
    • 10. Februar 2009 um 22:35
    • #4
    Zitat von "klauston"

    Es gibt was, das wurde ursprünglich für den HIFI Bereich entwickelt und kam dann auch zur Anwendung im PA Bereich.

    Nachteil, es hat eine Latenz von 20 ms.
    Was im Hifi ja wurst ist.

    http://www.trinnov-audio.com/

    Es macht auch selbstständig Dinge, üpasst den Phasenverlauf an usw.

    Sowas muß man halt mögen.

    Kostet meines Wissens ca 6 K für die 2 kanal version und 12 K für die 8 kanal version

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    Klaus, war des der typ beim grazer tomy seminar? :lol:

    No, it's not too loud. You're just too old!
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  • wora
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    • 10. Februar 2009 um 23:39
    • #5

    nun ja, für einen hörplatz den man nicht verlassen darf mag so eine automatik vielleicht noch gehen. sowas gab es ja auch schon vor fast 20 jahren bei analogen equalizern, z.b. beim BSS Varicurve.

    wenn es aber "etwas mehr sein darf" oder eine ungünstige akustik vorhanden ist, gibt es keine wirklich gut funktionierende automatik.
    wenn es das wirklich in "funktionierend" gäbe, wären die systemtechs schon lange ihren job los :D;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ukw
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    1.566
    • 11. Februar 2009 um 01:02
    • #6
    Zitat von "j.o."

    Hallo Profis,

    kennt ihr ein hochwertiges Raumkorrektursystem, also z.B. einen dig. Equalizer inkl. 'Raumkomponsationsprogramm' ? D.h. ein Micro sollte den Frequenzverlauf ausmessen, dem Equ. mitteilen und der paßt das Signal an.

    Am besten das ganze im Digitalbereich.

    ...

    Kennt ihr eine Lösung, die ähnliches kann, evtl. aus dem PA-Bereich, und in eine Hifi-Kette reinzuhängen ist ?

    gespannte Grüße,
    J.O.

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    Der Behringer Ultracurve 2496 kann das - kostet wenig Geld / ist günstig.

    Mit ein bißchen Gehirnschmaltz vom Bediener und einer "vernünftigen" Position => Mikro / Box
    kriegst Du gute Ergebnisse. Die kannst auch abspeichern und direkt vergleichen oder weiter modifizieren/ anpassen.

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 11. Februar 2009 um 06:52
    • #7

    http://drc-fir.sourceforge.net/
    http://www.anselmgoertz.de/Page10383/Aktuell_dt/Tmt2002.pdf

  • tufkaklto
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    • 11. Februar 2009 um 08:45
    • #8

    nojunk:
    yessssss :D:D:D:D:D

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  • j.o.
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    12
    • 10. März 2009 um 18:20
    • #9

    Hallo zusammen,

    auch hier möchte ich noch kurz meine Entscheidung bekanntgeben, ich habe mich für den audiovolver von definiteAudio entschieden.

    Ich hab ihn nicht im Vergleich gehört, aber natürlich im Vergleich zum nicht-raumkorrigierten Signal, der Unterschied ist wirklich enorm. So eine Verbesserung habe ich trotz teurer Investitionen in den letzten Jahren nicht im Ansatz gehört.

    Der Audiovolver ist evtl. etwas umständlich in der Einstellung, die Messergebnisse müssen eingeschickt werden. Aber die berechnete Korrektur kam am selben Tag per mail zurück, USB stick rein und das wars.

    Rein technisch kann er wesentlich mehr Frequenzbereiche berechnen als andere Lösungen und vor allem, und das können nur ganz wenige, auch eine Phasenkorrektur. D.h. das Signal beider LS kommt exakt zum selben Zeitpunkt am Hörplatz an, damit wird die 3D-Darstellung viel besser.

    Für ein Gerät, das im Digitalweg betrieben werden kann (natürlich kann der auch Analog in und Analog out), ist der Preis verglichen mit dem Lyngdorf DPA-1 oder Linnov sogar günstig.

    viele Grüße,
    Jo

  • Kai Pirinja
    Beiträge
    348
    • 11. März 2009 um 00:12
    • #10
    Zitat von "j.o."

    D.h. das Signal beider LS kommt exakt zum selben Zeitpunkt am Hörplatz an


    Schöööön stillhalten ... nicht bewegen!

    Ich denke, also bin ich hier falsch. 

  • sabbelbacke
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    5.171
    • 17. Juli 2009 um 09:55
    • #11

    Audiovolver ist ein feines Ding, stimmt. Hat mein Kollege sich auch zu Hause hingestellt und ist begeistert. Besonders nett ist, dass die Grundbausteine dafür allesamt open source oder freeware sind, d.h. mit ein wenig Hirnschmalz kann man da einiges selber basteln (Super Spielwiese: USB-Stick bootbar auf alten lüfterlosen Celeron 700 mit M-Audio 2496 PCI loslassen.....).
    Der einzige Knackpunkt bleibt dann die Software, die aber mit rund 250 Euro wirklich erschwinglich ist. Alternativ kann man sich im DRC-Prjojekt (s.o. Link von Fabian) auch umschauen nach Vorgehensweisen mit Alternativsoft...

    Ist natürlich extremes Gefummel und wirklich nur was für Leute mit viel Zeit und dem Willen, sich in so was einzuarbeiten... Neu und fertig kaufen is billiger, wenn man die Zeit reinrechnet und professionell unterwegs ist.

    Wen es interessiert: Das Ding ist nix anderes als ein FIR-Filter mit seeehr vielen Filter Taps (Audiovolver setzt so weit ich weiß 2 hoch 16 davon ein), ergänzt durch eine (nicht für den Profi Bereich konzipierte) Software zur Analyse von Raumimpulsantworten und Frequenzgangmessungen (im Bassbereich ist Hirnschmalz besonders gefragt), einem guten Service seitens des Herstellers (die setzen sich 4 Stunden ans Fone, sagen Dir genau, wie Du messen musst, leihen Dir dafür für faires Geld ein Erathworks ein paar Tage und fummeln Dir dann das Korrekturfile zusammen) für "zu Hause" und der Möglichkeit, sich die (PC)-Kiste mit einer SSD, IR-Sensor und FB selber aufzubauen oder eben komplett zu kaufen.. Aber auch hier gilt: Aus Scheiße kann kein Gold gemacht werden - je besser der Lautsprecher schon war, desto mehr "geht"....

    Ich persönlich finde das Ding eigentlich am interessantesten um kleine Fehler im Frequenzgang des Lautsprechers auszumerzen und leichte Laufzeitunterschiede zu kompensieren (bei Hifi ja wurschd)... Die Raumentzerrung wird im Hifi.Bereich fast schon voodoo-artig vergöttert - jeder, der von der Thematik ein bisschen was mitbekommen hat weiß, dass das mit Vorsicht zu genießen ist. Raummoden Filtern im Bassbereich ohne nennenswerte Zeitebenenkorrektur bekommt das Ding aber - wenn (!!!) richtig eingestellt - dank schmalbandiger Filter und subjektiv gut klingenden Algorythms gut hin.

    Zumindest aus rein subjetiver Betrachtungsweise sitzen wir immer extrem gern beim Kollegen vor den Boxen und erfreuen uns, was aus den schicken Visaton Standboxen kommen kann, wenn der Audiovolver dran ist... Wir haben uns bewusst nicht einer ojektivierung hingegeben - das ist Hobby und soll es auch bleiben...

    Ich kam aber nicht umhin und hab das mal für den PA-Bereich angefangen zusammen zu wurschdeln (obiger Celeron)... Als ich auf der Suche nach einer bezahlbaren 19" Behausung nicht in Form eines PCs war (OEM DSP von..... keine Ahnung, nix gefunden was keine 5000 Euro kostet), hab ichs gelassen. Am ehesten kann ich mir das für Instalaltionen vorstellen, wo Breitbänder zum Einsatz kommen und SPrachevrständlichkeit wichtig ist - da lässt sich viel rausholen..

    hornresp

  • terrine
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    541
    • 17. Juli 2009 um 11:19
    • #12

    Der Raum macht die Musik.
    Ohne akustische maßnahmen, werden die Probleme im Bass mit sonen Geräten nur verlagert...nicht behoben. Es kann nur als Unterstützung angesehen werden. Nicht als Allzweckwaffe. Wer eine Bassauslöschung mit einem Anheben der entsprechenden Frequenz bekämpft, gehört öffentlich Gefedert :) ...die NHZ kann von so etwas sowieso nicht verbessert werden.

    Das Problem einer externen Bearbeitung der Messdaten ist auch, dass die Leute den Raum nicht kennen. Schön, wenn es besser klingt...aber wie lange? 8) ...interessanter find ich eine unabhängige Messung PRE und POST FIR-Filtern...und dann vergleichen.

  • sabbelbacke
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    5.171
    • 17. Juli 2009 um 12:01
    • #13

    Exakt. Deswegen ja auch die genannten Einschränkungen oben. In einem Wohnraum ist es aber schlicht nicht möglich, jeglichen Raumeinfluss - besonders im Bass - zu eliminieren (übrigens auch in anderen Umgebungen nicht - sonst hätte jede popelige LS_Firma einen "perfekten" Messraum im Klo untergebracht...) . Und zu Hause auch nicht gewünscht (völlig überbedämpfte Räume machen - zumindest mir - keinen Spass beim privaten Musikhören).
    Daher sehe ich den Hauptzweck des Audiovolvers (so wie er vermarktet wird) als pfiffigen LS-EQ, der in Grenzen auch als Bass-EQ dienen kann. Die Stärke gegenüber einem "klassischen" liegt ganz klar darin, dass er auch auf der Zeitebene was leisten kann. Jeder, der sich mit Raumakustik nur ein bisschen beschäftigt, weiß aber dass das natürlich ein Kompromiss ist. Die Audiovolver Leute kennen den Raum nicht - exakt... Deswegen ist Hirnschmalz beim Anwender gefragt, welche Raummoden auftauchen und welche nicht, sonst wird eine Raummode im Messschrieb falsch interpretiert. Wie immer gilt: Wer misst, misst Mist :)

    Ich sehe kein Problem darin, statt z.B. eine Bassfalle (Helmholtzabsoprber) zu installieren (die in einem Wohnraum evtl. nicht mehr toleriert wird von der besseren Hälfte) einen genau rechnenden EQ in den Signalweg zu setzen, der die stärksten Raummoden im Bass dämpft... Die Diskussion, ob das die beste Lösung ist, welche Nachteile man sich einhandelt und warum es nur ein Kompromiss ist, wurde schon an vielen anderen Stellen ausführlichst geführt.
    Von Anhebung war nie die Rede :)

    Daher sei auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Anwendung keine professionelle ist und meine Schilderung rein subjektiv. Und Subjektiv macht das Ding Spaß im Wohnraum - selber mal anhören ist hier gefragt.

    Als Spielwiese sind selbst programmierbare FIR Filter ne feine Sache. Und so mancher Hochpreisige Controller, oder die Kisten die Anselm zusammenstöpselt oder die FIR-controller zur Impulsentzerrung (Beispiel die Berichterstattung in der Prosound) haben Ihre Daseinsberechtigung - und statt tausende Euro hinzulegen, habe ich die Beschäftigung mit Projekten wie DRC, bruteFIR usw.. als lehrreich empfunden. Aber auch hier: Es geht um Erkenntnisgewinn, subjektive Warnehmung und Forschergeist - nicht um eine professionelle Herangehensweise an das Problem einer schwiereigen Beschallungssituation und akustisch komplizierten Räumen - denn die Audiovolver Leute bewerben das mehr oder weniger als plug&lpay und behaupten, dass mit dem Gerät "alle Probleme der Vegrangenheit angehören", was offensichtlich in den Bereich des Wunschdenkens und Marketings gehört und wohl in der Form nur von der Hifi-Gemeinde akzeptiert wird.
    Das Grundprinzip einer FIR-Filterung, auch auf Zeitebene plus Raummodendämpfung kann natürlich in eine Systemlösung im Profi-Sektor mit eingebaut werden (Schließlich ist es auch seit jeher Alltagsgebaren mittels EQ die Anlage auf den Raum ein zumessen - und nicht vor der VA die Halle umzubauen)

    hornresp

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