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Wieviele verschiedene Mikrofone braucht die Livesoundpraxis

  • guma
  • 20. Februar 2009 um 15:16
  • simonstpauli
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    • 25. Februar 2009 um 21:50
    • #101
    Zitat von "klauston"

    1+ 8)


    +2

    Wenn ich beispielsweise kein SM57 an der Gitarre mag oder beim Flügel noch Alternativen haben möchte muß ich meistens eigene Mikrofone mitbringen... .

    Klirr ist übrigens ein guter Ansatz für eine weitere technische Erörterung imho.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • oton
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    • 25. Februar 2009 um 22:13
    • #102
    Zitat von "wora"


    im studio ist das ja auch keine ausnahme, GM für die bassdrum herzunehmen. im livebetrieb dagegen schon. aber warum eigentlich?

    ist doch immer so ätzend, ein U87 durch das Loch zu fummeln (jetzt wird es hier schon wieder pervers ...). Deswegen stellt man es auch im Studio doch eher DAVOR. Aber manche Ami OldSchool Ingenieure lieben ihr U47 in der Bassdrum ... wie einer mal in einem Forum geschrieben hat "in his full teutonic glory" ... :D

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

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    http://www.event-akademie.de

  • christopher hafer
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    • 26. Februar 2009 um 00:12
    • #103

    Tatsächlich ist das U47fet (also die modernisierte Version ohne Röhre) ein beliebtes FOK (=Front Of Kick) -Mikro.

    Zitat

    Ja, Christopher, es wäre halt schön wenn Du mal aus Deiner Praxis erzählen könntest.
    Polarisieren reicht nicht immer als Erklärung. Und schon gar nicht für den beidseitigen Lerneffekt.

    Die wichtigsten Punkte meiner Praxis habe ich ja bereits geschildert.
    Irgendwie trifft alles zu: Ich nehme was da ist, ich experimentiere gerne mit "exotischen" Mikrofonierungen, z.T. habe ich auch eigene Mikros mit.
    Nicht primär wegen des Klanges sondern eher aus praktischen Gesichtspunkten.
    Da, wo ich "High Fidelity" möchte pack ich meine eigenen KMs ein, manchmal auch ein gutes Kondensator-Gesangsmikro.

    Und natürlich habe ich auch meine Lieblingsmikrofone: Universelle, sehr "saubere" Mikros - primär fürs Studio (z.B. MKH30, KM184, C460); praktische Mikrofonlösungen die schnell und ohne Aufwand funktionieren - zu jeder Gelegenheit (z.B. e901, diverse Clip-Ons).

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • wora
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    • 26. Februar 2009 um 00:33
    • #104
    Zitat

    ...ein beliebtes FOK (=Front Of Kick) -Mikro...


    bisher habe ich mich an den zweideutigen wortschöpfungen der vergangenen beiträge ja nicht weiter beteiligt.
    aber nun fällt mir sofort der hier angrenzende, südpfälzische dialekt ein, in dem oft ein"o" zu einem "u" umfunktioniert wird...
    die abkürzung wäre dann zwar ohne ein c an vorletzter position zu schreiben, aber rein sprachlich ausgedrückt durchaus mit einer nicht jugendfreien handlung zu verwechseln... 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Insomnia
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    • 26. Februar 2009 um 08:28
    • #105

    Da bin ich ja froh daß ich mit meinem "anstößigen" Einwand daß ganze ein bißchen aufgelockert habe.

    Wie Guma schreibt: ein bißchen grinsen schadet nie. Ist auch "on the job" oft der Schlüssel zum entspannten miteinander.
    Wegen Deiner 4 RE20 kann ich Dir nur raten, ganz dringend fachliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
    Ich schicke Dir gerne meine Adresse, dann kannst Du mir zwei Stück schicken und Dir gehts schon wieder doppelt so gut :lol: :lol: :lol:

    Wora, Klauston und Simonstpauli liegen genau auf meiner Linie. Ich werde gebucht weil die Musiker auf meinen Sound vertrauen und wenn es dazu nötig ist benutze ich eigene Mikros.
    Alleine die Sicherheit auf der Baustelle mich auf mein Material verlassen zu können ist mir das Wert. Das schätzen übrigens auch die Musiker, die wissen, wenn sie mich mitnehmen wirds entspannt.

    Auch das sogenannte "Standartbesteck" hab ich gerne was in der Tasche. Hat von Euch noch keiner ein total zugerotzes SM58 gehabt bei dem die "oberen Töne" (ich vermeide bewußt das Wort "höhen") nicht mal mehr Ansatzweise zu erahnen waren???

    Wie gesagt Guma, ich bin gerne bereit Dir bei "Deinem Problem" zu helfen :lol: :oops: :lol: :oops:

  • Beffel
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    • 26. Februar 2009 um 09:26
    • #106

    Nur nochmal zur besseren Erläuterung.
    Ich werde zu 98% von Veranstaltern gebucht und nicht von Bands. So mache ich z.B. eine Live-Geschichte die sich "Live-Jam" nennt. Hier spielen Anfänger und Newcomer aus der Region. Das Frontholz steht fest in der Location. Ich muss "nur" Mischer und Mikros stellen. Aber dafür bekomme ich auch "nur" meine Arbeitszeit bezahlt. Unten im Publikum sitzen zumeist einige andere Veranstalter und Kunden von mir, die zum Einen technisch einiges drauf haben und zum Anderen normalerweise auch die technische Dienstleistung richtig bezahlen. Wenn ich dann mein bestes Mikromaterial aufstelle, widerlege ich meine eigene Argumentation, warum es bei denen mehr kostet!
    Zudem ist es auch die reine Angst vor Schäden und Verlust vorhanden. Wenn da am abend 5 Bands spielen, von denen manche gerade mal die Sticks oder Ihre Klampfe halten können, dann stelle ich bestimmt kein C414 vor die Bassdrum. Ich hatte da mal ein Erlebnis:
    Live-Jam. Der Gitarerro der zweiten Band hat aufgebaut und schraubt seelenruhig mein Rode ab, steckt es in eine Mikrotsche und wirt es von der Bühne in ein offenes Case, nimmt ein Samson vom T...-Sechserpack und ruft: "Ich hab extra was gescheites gekauft und da will ich nicht so ein komischen Teil hier nehmen!" Glaubt mir so schnell bin ich vorher noch nie über 20m gelaufen!
    Dann muss ich mir beim Mischen halt mehr Mühe geben, aber das habe ich dann in der Hand.
    Bei anderem "Künstlermaterial" ist das wieder ein ganz andere Sache!

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
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  • Freakpedda
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    • 26. Februar 2009 um 09:33
    • #107
    Zitat von "Beffel"


    Ich hatte da mal ein Erlebnis:
    Live-Jam. Der Gitarerro der zweiten Band hat aufgebaut und schraubt seelenruhig mein Rode ab, steckt es in eine Mikrotsche und wirt es von der Bühne in ein offenes Case,

    Den hätte ich auch von der Bühne in ein offenes Case geworfen...das wär dann sein Erlebnis geworden... :D

    Über eigene Fehler zu lachen, kann das Leben verlängern. Über die Fehler anderer zu lachen, kann es verkürzen.

    Cullen Hightower

  • tufkaklto
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    • 26. Februar 2009 um 10:07
    • #108

    Es gibt immer Argumente, warum man Standardbesteck verwendet.

    Bei Schulbands würd ich das auch tun, weil da die Micros die Welt nicht retten.

    Wenn jemand mit Mics so umgeht, dann ziehe ich den an den Ohren von der Bühne runter, ist auch schon vorgekommen.

    Und was bis jetzt auch noch niemand erwähnt hat, sind Schalldrücke, die verschiedene Mics abkönnen müßen.

    Es gibt Instrumente, ( ZB Kick, div. Percussion usw ) da eignen sich viele Micros nicht mehr, weil sie die produzierten Schalldrücke nicht mehr verarbeiten können.

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  • bemi
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    • 26. Februar 2009 um 10:21
    • #109

    Klaus: hast du schon mal ein (intaktes) Mikrofon (unangenehm) zerren gehoert? Ich live noch nie. Ich kann mich nur einmal an eine Situation im Studio erinnern: GM vor Trompete (hammerlaut!), wo ich den Eindruck hatte, dass irgendwas in der Signalkette an seine Grenzen kommt - vermutlich der Preamp des Mikrofons.


    ciao
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  • Campfire
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    • 26. Februar 2009 um 10:32
    • #110

    Wegen der Diskussion ob man sich als Mischer erlauben kann/soll Soundformungen vorzunehmen: ich werde in erster Linie von Bands gebucht denen "mein" Sound den ich bei ihnen (und anderen Bands) Mische gefällt, oder von Veranstaltern denen ebenfalls mein Sound gefällt und die wissen dass die Bands zufrieden sind, da erlaube ich mir dann auch, gewisse Standartmikrofone nicht zu haben (z.B. SM 58), und stattdessen mit den Mikros zu arbeiten die mir persöhnlich gefallen vom Sound her, die dann bei gewissen Instrumenten durchaus vorgeformt sein dürfen....

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  • Mister.Lange
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    • 26. Februar 2009 um 10:39
    • #111

    Ich hatte schon mal ein bei sehr hohen Pegeln zerrendes AudioTechnica Gesangsmikro. Das war ein AE5400. Allerdings sollte das theoretisch schon hohe Schalldrücke abkönnen. Aber das hatte dieses Zerren auch nur bei extremen Pegeln. Laut Vetrieb ist es aber auch nicht für diese Eigenschaft bekannt.
    Ich könnte mir vorstellen, dass vielleicht die Phantomspannung auf solche Eigenschafte Einfluß hat?

    Ansonsten kann man warscheinlich hier in zwei grobe Gruppen unterteilen. Techniker wird von Band gebucht und Techniker wird von Veranstalter gebucht...
    In beiden Varianten ergebn sich möglicherweise leicht unterschiedliche Herangehensweisen. Wobei wie immer die Außnahmen eine eventuell vorhandene Regel bestätigen ;)

  • guma
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    • 26. Februar 2009 um 10:53
    • #112

    Frage an die Studioexperten:

    Wie gut sind Softwaremikrofonemulationen ( die uns live in der Regel ( noch ) nicht zur Verfügung stehen ) und welche Parameter werden emuliert ? ( eine bloße EQ-Einstellung brauchen wir wohl eher nicht und den Anteil, der durch die Richtcharakteristik bestimmt wird, naturgemäß auch nicht ). Wie wird der "Raumanteil" herausgerechnet und wie wird auf die Überlagerungseffekte 'tatsächliches Mikro + virtuelles Mikro' eingegangen oder macht das möglicherweise nur Sinn, wenn das Originalsignal eine line-Quelle ist ?

    Bitte keine Mutmaßungen, sondern nur Leute, die wirklich was davon verstehen !

  • schallereignissortierer
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    • 26. Februar 2009 um 11:46
    • #113

    Ich kenne nur den Antares Mic Modeler.

    Der simulierte per "spectral shaping" -ähnlich wie die Impulsantwort Reverbs heutzutage- das Verhalten des Mikrofons an einem gegebenen Signal.
    Also Frequenzgang, Ein- und Ausschwingverhalten, Nahbesprechung usw.
    Die Parameter ließen sich auch in Grenzen einstellen wie auch das zu verändernde "Quell"mikrofon.

    Der generelle Schwachpunkt ist natürlich, das der Modeler nur Signale verändern kann, die bereits vorhanden sind.
    Also eine per SM57 aufgenommene Akustik Gitarre bleibt letztendlich eine mit den Nachteilen eines dynamischen Mikros -schwere Membran, mangelnde Feinzeichnung- aufgenommene Akustik.
    Der Modeler lässt ja leider nur die Aufnahme so klingen, als sei sie mit einem AKG C12 aufgenommen worden und eben nicht die Akustik selber.

    Bei "Sample" Gitarren ists ähnlich, auch diese wurden von irgendwem mit irgendeinem Mikrofon und einem gegebenem Abstand aufgenommen, um dann in der Software abspielbar zu sein. Ach hier könnte der Modeler nur das bereits vorhandene Mikrofon verändern.

    Letztendlich funktionierte der Modeler schon, eine Akustik oder eine Stimme klang "entschlackter" aber natürlich nie so wie es mit einem Original geklungen hätte.

    Eine Testversion des nicht mehr weiter entwickelten Modelers gibt es hier:
    http://www.antarestech.com/products/amm.shtml

    Ebenso weitere "gemodelte" Mikrofone zum Download:
    http://www.antarestech.com/download/mics.shtml

    Einen Testbericht hierzu gabs im Produktion Partner 9/2001
    http://www.proaudio.de/reports/produkte/micmod/

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • tufkaklto
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    • 26. Februar 2009 um 11:49
    • #114
    Zitat von "bemi"

    Klaus: hast du schon mal ein (intaktes) Mikrofon (unangenehm) zerren gehoert? Ich live noch nie. Ich kann mich nur einmal an eine Situation im Studio erinnern: GM vor Trompete (hammerlaut!), wo ich den Eindruck hatte, dass irgendwas in der Signalkette an seine Grenzen kommt - vermutlich der Preamp des Mikrofons.


    ciao
    bemi
    ... der seine Schaetze auch nicht mit auf alle Buehnen dieser Welt nimmt


    ja, ich hab Gesangsmicros zerren gehört !!!!!!
    Und sogar 58er, aber das waren wohl eher Ausnahmen. ( Schwerer Gangster Rap und einmal ein Klassischer Sänger !! )

    Ich hab Bassdrummics zerren gehört, und auch Drummics.

    Und wenn man sich die Datenblätter vieler Microtypen anschaut, speziell das, was zb an T-Bone und LD usw für Drums verkauft wird, dann sind da einige dabei, die bei der Fraktion SCHLAGzeuger zerren.

    Und wir reden da nicht von schlechten Schlagzeugern, nur um das vorneweg klarzustellen .( Ich kann auch auf Aussagen verzichten, die so gehen wie " warum müßen die Jungs auch reindreschen, die sollen mal leise spielen lernen " )

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  • Beffel
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    • 26. Februar 2009 um 12:18
    • #115

    Irgendwann zerrt jedes Mikro und ich kenne das auch vom Livebetrieb. Vor Allem aus den Bereichen Sänger, Drummer und Bläser.
    Ich kenne da ein paar Jazzer, die können ganz schön Schalldruck erzeugen!

    @ Klauston:

    Wie definierst Du guter Drummer?
    Hier spielt ja die Technik eine nicht unerhebliche Rolle und beeinflusst dadurch bei mir das Miking

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  • tufkaklto
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    • 26. Februar 2009 um 12:53
    • #116

    Technisch guter zeugler .

    Ich hab da ein paar kandidaten im metal Bereich, da geht nicht mehr jedes Micro.
    Witzigerweise sind das oft gar nicht die Henker Figurmäßig sondern eher die Kleineren.

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  • Beffel
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    • 26. Februar 2009 um 13:13
    • #117

    Jetzt kommen wir langsam zu einem Punkt, den noch gar keiner so richtig angesprochen hat! Die eigentlich Schallerzeugung und die damit notwendige Abnahmetechnik!
    Schlagwerk ist da ein schönes Beispiel. Landläufig denken ja viele dynamik ist da gleichbedeutend mit laut. Weit gefehlt! Eine ordentliche Mischung aus Rebouncetechnik und Fingercontrol kann da Pegelunterschiede erzeugen, da stehen einem die Haare zu Berge.

    Die eigentliche Schallerzeugung und die damit zwingend erforderlichen Kritierien für ein Mikro spielt für mich eine nicht unwesentliche Rolle.

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  • schallereignissortierer
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    • 26. Februar 2009 um 14:00
    • #118

    In Sachen modeling sollte es denn auch theoretisch umgekehrt gehen, also eine Impuls Antwort der besten Anlage der Welt aufgenommen in der Halle mit der besten Akustik der Welt.

    Das würde dann trotz alledem die eigene Anlage -jetzt mal von der Unmöglichkeit, dies wirklich live einsetzen zu können- nicht besser klingen lassen, sondern die Anlage würde auch nur wieder "die beste Anlage der Welt" mit der eigenen Klangqualität wiedergeben.

    Eigentlich schade, das es nicht funktioniert und auch nie funktionieren wird.

    Ein Extrembeispiel, wie so ein Modeling klingt, erstellt mit Audioease Altiverb 6:

    King Crimson "Live", die ersten ~13 Sekunden original und ab da im Sportstadium Antwerpen, über eine fette PA ganz hinten in der leeren Halle.
    http://www.megaupload.com/?d=V8KEBF07

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    Einmal editiert, zuletzt von schallereignissortierer (26. Februar 2009 um 19:12)

  • oton
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    • 26. Februar 2009 um 14:17
    • #119
    Zitat von "guma"


    Wie gut sind Softwaremikrofonemulationen ( die uns live in der Regel ( noch ) nicht zur Verfügung stehen ) und welche Parameter werden emuliert ? ( eine bloße EQ-Einstellung brauchen wir wohl eher nicht und den Anteil, der durch die Richtcharakteristik bestimmt wird, naturgemäß auch nicht ). Wie wird der "Raumanteil" herausgerechnet und wie wird auf die Überlagerungseffekte 'tatsächliches Mikro + virtuelles Mikro' eingegangen oder macht das möglicherweise nur Sinn, wenn das Originalsignal eine line-Quelle ist ?

    schwieriges Thema ... was das Emulieren von Gesangsmikrofonen angeht gab es ja ein paar Versuche, z.B: von Roland in ihren HD Recordern (COSM) oder als Plug-IN´s z.B. von der Firma Antares (Mikrophone Modeler). Einstellen lässt sich bei den luxuriöseren Varianten jeweils pro Mikro (Ausgangs & simuliertes Mikro) Abstand, Low Cut, Richtcharakteristik und Input Gain, und natürlich Typ. Allerdings habe ich noch keine wirklich überzeugende Simulation gehört, auch wenn die Programmierer/Hersteller angeben, über komplexes Modelling perfekte Ergebnisse zu erreichen ... daran liegt es wahrscheinlich auch, das diese Plugins alle im Augenblick wieder etwas ausgestorben sind.

    WO es allerdings teilweise schon sehr gut funktioniert ist beim Gitarren Modeling, hier werden ja u.A nicht nur Amps simuliert, sondern auch Mikrofone. Ich habe vor kurzem das neue Digidesign Eleven Plug-In getestet, und GERADE das Mikrofonmodeling hat mir sehr gut gefallen, wir haben gegen einen echten VOX AC30 getestet, abgenommen mit SM57, 421, U87 und 414, alles Mikros die auch die Simulation bietet, und es war doch erstaunlich wie nahe die Simulation an den "echten" Gitarrensound und auch an den "echten" Mikrofonklang herankam.

    http://www.digidesign.com/index.cfm?langid=4&navid=115&itemid=5422

    Ich denke, wenn das bei Gitarrensounds schon funktioniert, dann wird es bei komplexeren Signalen wie Stimme etc. wohl in ein paar Jahren auch möglich sein, hier bessere Ergebnisse zu bekommen, ist wohl wie immer eine Frage der Programmierung/Rechenleistung. Da kommt noch so einiges auf uns zu ...

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  • bemi
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    • 26. Februar 2009 um 14:26
    • #120

    HI,


    dass Mikros zerren koennen, kann ich mir ja vorstellen. Aber der Uebergang zum Zerren ist ja nicht so hart wie wenn man einen Transistorpreamp ueberfaehrt (und das ist ja schon "weich"). Dass ein dynamisches Mikro hoerbar zerrt ist fuer mich unvorstellbar :shock: :shock:

    Dieser Thread ist sehr interessant, ich muss mich wohl mal wieder einen Tag in mein stilles Kaemmerlein zurueckziehen und mit Mikrofonen, Preamps, Simulationen usw. rumprobieren.


    VG bemi

    PS: soll ich Aufnahmen vom stillen Kaemmerlein machen?

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