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Denkbare Alternativen für UHF gesucht

  • wora
  • 26. März 2009 um 20:26
  • wora
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    • 26. März 2009 um 20:26
    • #1

    die diskussionen drehen sich in letzter zeit ein bisschen im kreis.
    es zeichnet sich seit monaten ab, das wir die frequenzbereiche bald nicht mehr sinnvoll oder zuverlässig nutzen können. das ist ne richtig unschöne angelegenheit für unsere investitionen, aber geld ist macht und davon haben andere gewerke einfach viel mehr als wir!
    hmmm, also doch den falschen job gewählt...?

    aber hier soll jetzt schluss mit dem geheule sein!
    wir müssen ja auch mal nach vorne schauen!

    wie sieht es denn mit alternativen aus?

    z.b. infrarot?
    licht hätte den vorteil, das es ganz einfach lokal zu begrenzen wäre und möglicherweise eine grosse datenbandbreite zur verfügung steht. natürlich wird man probleme mit optischen aussetzern verhindern müssen, das kann man vielleicht mit einem dutzend infrarotaugen hinbekommen, die rund um die bühne verteilt werden.
    und die lichtleistung der LED-Emitter dürfte auch bald kein problem mehr darstellen.

    oder doch wieder funkwellen, in ganz anderen frequenzbereichen?
    könnte man einen betriebssicheren funk über WLAN hinbekommen? (meine hoffnung ist gering)

    oder ganz andere ideen??

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkaklto
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    • 26. März 2009 um 20:37
    • #2

    Hmmm, wenn ich Funk im Wlan Bereich hätte, bekomm ich Bauchweh.

    Und mit Infrarot, sobald man eine Tür aufmacht, ist man weg.
    Kennt man von den Dolmetschern.

    Aber meines Wissens bleiben ja schon ein paar Bereiche über, wo man weiterhin funken kann.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • Audiowerk
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    • 26. März 2009 um 21:19
    • #3

    Ich denke, Licht wird nicht die Lösung sein. Zu aufwendig, um einen betriebssicheren Status zu erreichen.

  • mringhoff
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    • 26. März 2009 um 22:18
    • #4

    ich wünsche mir den Digitalfunk.
    Sogar die bayerische Polizei hat es inzwischen geschafft, ihr Funksystem auf digital umzustellen, jetzt könnte doch auch die VT-Branche mal dran sein....
    Mein Traum:
    Eine einzige zentrale Empfangsanlage für max.. 1024 Funkstrecken
    Man muss dann nur noch in Sender investieren
    jede Strecke ist natürlich abhörsicher und kann ganz einfach per PC-Klick eingerichtet werden
    Es gibt sogar digitale Stageboxen (für die verbliebenen Kabelmikros),
    und viele Adapterkästchen, wo sich auch sonstige Daten umwandeln und über das Funkystem geschickt werden können (DMX, VGA, Kamerabild...)
    ...

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  • wora
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    • 26. März 2009 um 22:28
    • #5

    der knackpunkt bei digitaler datenübertragung per funk ist die hohe erforderliche bandbreite.
    und wenn alle bereiche bereits belegt sind, bleibt dafür wohl nix übrig. das ist das problem.
    die idee ist ansonsten wirklich gut!

    nächste frage von mir:
    wie sieht es mit induktionsschleifen aus?
    es funktioniert natürlich viel einfacher in die umgekehrte richtung, also das die schleife der sender ist.
    aber so eine schleife könnte ja auch als antenne dienen, man müsste nur die sender stark genug machen... na ja, ob das wohl funktioniert?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • mringhoff
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    • 26. März 2009 um 22:43
    • #6
    Zitat von "wora"

    der knackpunkt bei digitaler datenübertragung per funk ist die hohe erforderliche bandbreite.


    macht doch nichts.
    Wo jetzt sich innerhalb einer Bandbreite von 30Mhz ein paar duzend Sendestrecken tummeln, gibts halt jetzt ein breitbandiges System - das überträgt dafür halt dann alle 1024 Strecken auf einmal...
    Und wo sich mehrere Veranstaltungen überschneiden (z.B. auf einer Messe), da sinkt halt die Bandbreite auf ein paar Hundert Strecken...

    Was der Mobilfunk oder UMTS kann, sollte doch im kleinen auch machbar sein...
    Der Bündelfunk der Polizei braucht grad mal 20Mhz
    http://www.izmf.de/html/de/715.html
    (ich gehe mal davon aus, daß es bei einem Funkmikro nach wie vor um eine einseitige Senderichtung bleibt...)

    aber wenns so einfach wäre, hätten es sicherlich schon Sennheiser, Shure und Co entwickelt...

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  • schallereignissortierer
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    • 26. März 2009 um 22:47
    • #7
    Zitat

    a ja, ob das wohl funktioniert?


    Nee... ;) hab´ hier so meinen Spaß damit. Induktionsschleife für Schwerhörige, sobald die Empfänger auch nur in die Nähe von Dimmern, Fernsehern, Racks kommen BRUMMM.

    Geh, doch mal spaßeshalber mit einer Single Coil Gitarre in den Backstage Bereich zu Dimmer City oder zu Side Racks.

    WLAN und 2,4 GHz Frequenzbereiche sind auch nicht ideal:
    Ich habe bei uns einen Video Sender + Empfänger, der mit immerhin genehmigten ;) 160mW auf ~2.400 MHz sendet, da gibt es unter ungünstigen Bedingungen schon Aussetzer, wenn sich Gegenstände (vornehmlich lebende) zwischen Sender und Empfänger befinden.

    2,4GHz ist nämlich eine Frequenz, die eigentlich für Funkübertragungen denkbar ungeeignet ist:
    http://www.netzwelt.de/news/75532-rat…hweite-von.html

    Je höher die Frequenzen liegen, desto schlechter durchdringen sie Wände und Gegenstände, da oben wirds also eher ungünstig.

    Ob eine AD DA Wandlung eines digitalen Funkmikros gänzlich ohne Latenz jemals funktionieren wird, möchte ich eigentlich nicht so recht glauben.

    Das wird also alles noch interessant werden, wenn auf einmal die Zeit wegläuft und man feststellt, das justament jetzt gar nichts mehr geht.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • mringhoff
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    • 26. März 2009 um 23:01
    • #8
    Zitat von "schallereignissortierer"


    Ob eine AD DA Wandlung eines digitalen Funkmikros gänzlich ohne Latenz jemals funktionieren wird, möchte ich eigentlich nicht so recht glauben.


    die Frage wird eher lauten, wie groß die Latenz sein wird...
    Die logische Konsequenz wäre natürlich, daß wir hier dann gleich ins Digitalpult reingehen, dann sparen wir uns die AD-Wandlung im Pult (oder in der Stagebox wie beim i-Live).
    Zumindest gibt es dann keine größeren Latenzzeiten wie jetzt auch schon.

    Und wenns doch was kleines werden soll, also ein analoges Pult, dann wandelt ja dann auch keiner mehr ein zweites Mal, also sollten sich die Latenzzeiten auch innerhalb einer tolerablen Grenze halten...

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  • mringhoff
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    • 26. März 2009 um 23:13
    • #9

    Wenn ich Frequenzen wählen dürfte (und unsere Sendestrecken nach wie vor analog bleiben), dann im Bereich unter 790 Mhz.
    Hier ist die Chance ja noch sehr groß, altes Equipment teilweise weiterverwenden zu können (Antennen, Splitter etc.) bzw. durch div. Herstellerservice eine günstige Umstellung zu bewerkstelligen.

    Die große Frage ist ja, welche Geräte kaufe ich jetzt in den nächsten 5 Jahren, wenn ich welche brauche?
    Die kommende Gerätegeneration muss dann einfach beide Frequenzbänder können, den jetzigen und den zukünftigen. Und das klappt halt nicht, wenn die Bereiche weit auseinander liegen...

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  • wora
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    • 26. März 2009 um 23:37
    • #10

    nun ja, da es im moment immer noch keinen ersatzbereich für die wegfallenden frequenzen gibt, kann man da viel mutmaßen. ich dachte ja eher an alternativen zur funktechnik. aber das dann wird wohl nix werden...

    das die höheren frequenzbereiche eher kritischer sind, ist klar. man denke nur mal an die wellenlängen, die so kurz werden das irgendwann sogar das mikro selber zum nennenswerten strahlungswiderstand wird. geschweige denn ein davor stehender mensch.
    es müssten also eher langwelligere bereiche sein, aber die sind ja alle vergeben.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • djvomght
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    • 27. März 2009 um 00:23
    • #11

    Listigerweise haben wir hier in Zimudistan unsere 10 genehmigten VHF- Frequenzen noch nicht abgemeldet, ich denke, die Euros dafür waren gut angelegt :)

    Gruß Jörg

  • audiobo
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    • 27. März 2009 um 01:00
    • #12

    Mal unabhängig von der technischen Realisierbarkeit könnte ich mich gut mit diesem Netzwerkgedanken anfreunden. Nur mal so als denkbares (Wunsch-)Szenario:

    - Ein Funk-Empfangs-/Sendegerät (AccessPoint), welches direkt per CAT5 am Digitalpult angeschlossen wird
    - die Möglichkeit, so etwas wie Repeater oder mehrere AccessPoints einzusetzen
    - die Audiokanäle können sowohl hin wie auch zurück verwendet und einfach direkt im Pult gepatcht werden, der Kanal-Gain regelt die Empfindlichkeit der Kapsel im Sender - Fehlanpassungen aufgrund von Zeitknappheit und Stress lassen sich so leicht beheben
    - per zusätzlich angeschlossenem Rechner lassen sich bei grösseren Veranstaltungen Sender und Empfänger zentral konfigurieren, IDs verteilen, Akku-Ladezustände überwachen, Verschlüsselungen einstellen (evtl. für den ein oder anderen Industrie-/Politik-Kunden interessant), durch Systembenennung (Stage 1, Stage 2, EB-Team 1,2,3,.......) einen "Konflikt-Funker" erkennen und womöglich direkt per Messenger informieren (das setzt natürlich kommunikationsfreudige Funkkollegen vorraus ;) )
    - kombinierte Empfangs-/Sendeteile, welche Headset und InEar gleichzeitig verarbeiten können
    - kein Kompanding mehr und herstellerübergreifende Protokolle - einfach das Mikro nehmen welches einem am besten passt

    Eine gesunde Hard-/Softwarekombination sowie Echtzeitfähigkeit (Latenz) vorrausgesetzt, wäre das in Sachen Handhabung schon fast so etwas wie meine Traumvorstellung, nach dem Motto: "Wir haben keine Zeit mehr, ich verteil´ die Sender jetzt schon mal und stell´ die dann ein. Ach ich hab´ ja noch `n Preset für die Nummer." :D

  • wora
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    • 27. März 2009 um 12:37
    • #13

    wenn man diese funktionalität wirklich in einem vielleicht 30MHz breiten band unterbringen könnte, dann wäre das natürlich traumhaft.

    dafür müsste man doch irgendwo noch ne lücke finden.
    perfekt wäre ja, wenn man dem amt viellicht den bereich von 790-810MHz abgewinnen könnte?
    dann könnte man wenigstens einen teil der altanlagen örtlich noch nutzen (so lange kein digitalfunk genutzt wird)

    aber ganz ehrlich:
    daran glaube ich nicht so recht.
    und auch an eine herstellerübrgreifende schnittstelle glaube ich nicht...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • ww
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    • 27. März 2009 um 16:45
    • #14

    Hallo wora,

    sorry, aber leider werden "die" uns keine Lücke lassen. Habe mich zufällig auf der CeBIT mit einem der Entwickler von Alcatel-Lucent unterhalten und ein "Laborsystem" sehen dürfen. Die Intension zur Nutzung der "Digitalen Dividente" liegt eindeutig darin, die Vorgabe der Breitbandversorgung des ländlichen Raumes mit min. 50MBit/s zu erreichen....dafür ist die Nutzung des "eigentlich" vorgesehen 2,6GHz-Bandes nicht ausreichend..dieses eignet sich bestenfalls für Kleinzellen in Ballungsgebieten. Fürs flache Land sind (wie früher im Mobilfunk) Versorgungsbereiche mit ca. 15Km Reichweite vorgesehen...dies geht eben nur im Bereich <1GHz...und auch nur mit einer sektoralen Versorgung mittels MIMO-Antennen.
    D.h. aber auch, relativ hohe Feldstärken, leider aber auch nicht konstant sondern "anforderungsabhängig" und somit auch nicht als Störer für "unsere Anwendung" kalkulierbar. Mit dem Ziel, sogar 100MBit/s zu realisieren......wird keiner auch nur ein MHz verschenken!

    Gruß Wolfgang

  • audiobo
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    • 27. März 2009 um 17:15
    • #15
    Zitat von &quot;wora&quot;

    und auch an eine herstellerübrgreifende schnittstelle glaube ich nicht...


    Ja, ich weiss... :cry: Siehe das Thema Digitalmulticore. Aber träumen wird doch noch erlaubt sein ;)

  • mringhoff
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    • 27. März 2009 um 17:30
    • #16

    Hab grad bei AKG was interessantes entdeckt:
    http://www.akg.com/site//products…country,DE.html

    man beachte den Frequenzbereich, hier sollte sich - falls wir den Bereich unterhalb 790 MHz erhalten, doch auch nach 2015 etwas finden lassen...

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  • Kracky
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    • 27. März 2009 um 18:32
    • #17

    Ist ja wirklich interessant, aber nicht wirklich günstig. Aber ich denke sowas geht in die richtige Richtung.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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  • sk-event
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    • 27. März 2009 um 18:52
    • #18

    Interessant(er) wäre ja auch, wohin mit dem Bestandsmaterial??

    Mag jemand Shure U Serie kaufen? So in 3 Jahren? :lol:

    SK-Event
    65321 Heidenrod

  • simonstpauli
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    • 27. März 2009 um 19:06
    • #19
    Zitat von &quot;sk-event&quot;

    Interessant(er) wäre ja auch, wohin mit dem Bestandsmaterial??

    Mag jemand Shure U Serie kaufen? So in 3 Jahren? :lol:


    Möglicherweise zahlt Shure etwas Geld dafür, wenn man in neue Strecken investiert. So läuft es ja zur Zeit in den USvonA.

    Ansonsten vielleicht in Afrika mal anfragen... ;) Mit den Autos funktioniert es ja auch ganz gut.

    Im Ernst. Es wird kaum Märkte geben, in denen Alt-Strecken legal betreibbar sind. Ergo wird es auch keinen Gebrauchtmarkt geben.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Kracky
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    • 27. März 2009 um 19:23
    • #20

    Aber über dieses thema weinen wir doch schon im anderen Beitrag, hier soll es ja um mögliche lösungen der Zukunft gehen.

    Übrigens wer sich mal mit der Vergabe der Frequenzen genauer beschäftigt wird merken das 2015/2016 irgendwie fast alle Allgemeinzuteilungen, also auch die von der Politik so als Zukunft verheißenen Frequenzen auslaufen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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