Genau meine Idee :wink:
Zurück zu analogen Pulten?
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ein kollege von mir hat mal erzählt, das ihm eine endstufe mit eingebautem DSP während einer industrie-VA ausgestiegen ist - und zwar mit vollgas rauschen auf den ausgängen!!
das muten des pultes hat da natürlich überhaupt nix gebracht.
der amp liess sich nur noch durch herausziehen des netzsteckers zur ruhe zwingen.aber ich will jetzt keine horrorszenarien prophezeihen
die sache mit dem not-aus finde ich gar nicht mal so abwegig. -
Aber dieses Szenarion kann doch mit so ziemlich vielen Geräten passieren. Ich hatte es zum Beispiel mal mit einem Rane DEQ60. Zum Glück hatte der sich überlegt, dass in der Pause des Klassischen Konzertes mit Fernsehaufzeichnung zu machen, auf der er im Einsatz war...
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ja eben. es müssen nicht zwingend die pulte sein, die ärger machen. wir werden die zunehmende digitalisierung nicht verhindern können (und wollen), aber man darf die entstehenden risiken durch selbständig gewordene gerätschaften nicht unterschätzen. mir ist es in dem zusammenhang übrigens viel lieber, wenn ein gerät einfach gar keinen ton mehr von sich gibt...
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Weiter obern wurde angesprochen, dass sich bei den digitalen die Fehlerwahrscheinlichkeit reduziert, den sie hätten weniger Bedienelemente die versagen könnten. Da will ich mal einen anderen Aspekt mit ins Spiel bringen. Schalter, Potis und ich denke auch Encoder gehen ja nicht vom rumstehen kaputt. Naja vielleicht durhc dreck und Staub, aber im Normalfall nutzen sie sich ja durhc die Benutzung ab. Da die digitalen Eingabe-Instrumente ja aber für jeden Kanal verwendet werden und dann auch teilweise noch mit mehreren Funktionen belegt sind werden diese nicht länger halten sondern eher die Segel streichen und dann steht halt der wichtige Encoder für die Frequenz des Hi-Mid-EQs nicht mehr zur Verfügung. Nagut es gibt zwar einen Rechner als Notlösung, aber dann macht das mischen ja auch keinen Spass mehr.
Mal sehen wie sich das in der Zukunft entwickelt.
Ein weiterer Aspekt ist das Havarienetzteil das bei den Analogen Standard ist gehört auch zu einem Digitalen! Und noch dazu eine USV, denn das Analoge ist sofort wieder da, wenn dre Strom zurückkommt, das Digitale muss zum Teil noch recht lange booten. Und ob dann alle Einstellungen noch so sind wie vor dem Blackout?
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Zitat von "wora"
die sache mit dem not-aus finde ich gar nicht mal so abwegig.
Wenn die Verantwortlichen für Veranstaltungstechnik nach MVStättV sich ein wenig mehr mit Ton auskennen würden, hätten wir das schon längst: In etlichen Versammlungsstätten gehört eine Notfalldurchsageanlage zum Sicherheitskonzept, und diese ist reichlich unwirksam, wenn man da gegen eine PA anbrüllen möchte.
Es gibt da zwar keine konkrete Vorschrift, aber im Zeitalter der Deregulierung machen wir natürlich eine Gefährdungsanalyse und leiten daraus die nötigen Maßnahmen ab, und das kann nur heissen: Notausschalter für die komplette Beschallungsanlage (PA, Monitor, Instrumentenverstärker)
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Sicherung aus.
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Zitat
Sicherung aus.
Wir reden hier von größeren Strömen, die unter Last geschalten werden sollen. Viel Spaß.
Zitat„thermisch beanspruchtes Bauteil“
Wozu bei Digitalpulten auch die Prozessoren zählen, der Gedanke einer havarie CPU liegt also nahe.n -
Zitat
Schalter, Potis und ich denke auch Encoder gehen ja nicht vom rumstehen kaputt. Naja vielleicht durhc dreck und Staub, aber im Normalfall nutzen sie sich ja durhc die Benutzung ab.
Nein – die typischen und ärgerlichen Fehler in (älteren) Analogpulten entstehen am ehesten durch Nichtbenutzen. Klingt doof, ist aber so. Der Insertschalter von Kanal 43, den seit Jahr und Tag niemand mehr angefasst hat, streikt genau dann, wenn ihn jemand tatsächlich doch ausnahmsweise einmal braucht. Es kracht und knackt und knirscht, und der Kanal ist im Prinzip unbenutzbar; nur weil die nachlassende Federspannung des kleinen Reiters, der in jedem der zu tausenden verbauten Drucktastenschalter abwechselnd den Mittelabgang mit einem der beiden Eingangspinne verbinden soll nicht mehr ausreicht, die langsam, aber unerbittlich gewachsene Oxydschicht zuverlässig weg zu kratzen. Und das gilt früher oder später für jeden Schalter im Audiopfad. Überschlag mal grob, wie viele das bei einem PM4000, Series Five oder XL4 so sind.
Beim ersten schaltet man noch zwanzig mal hin und her, dann geht‘s erst mal wieder für eine Weile. Bei zehnten auch noch. Wenn Du aber mal eine komplexere Geschichte mit einem Pult bedienen musst, bei dem in jedem Kanal gleich mehrere Problemkandidaten auf Dich lauern, macht das dann überhaupt gar keinen Spaß mehr.
Dieses im Prinzip lächerliche Problem ist auf Dauer der Tod jeder großen Analogkonsole. Die, die in dampfenden Tropfsteinhöhlen arbeiten mussten erwischt es früher, die aus der vollklimatisierten Theaterregie später – aber es erwischt sie alle. Und selbst für den ethusiastischsten Freizeitrestaurator ist so ein Teil eine echte Herausforderung: bis der in abendlicher Heimarbeit endlich auch den letzten Schalter im Talkbackmodul ausgetauscht hat, kann er bei Kanal 1 gleich wieder anfangen.Die meisten der älteren, ehemals sündteuren Renommierschlachtschiffe, die bei den einschlägigen Pro Audio Brokern für verlockend kleines Geld in den Listen zu finden sind, sind daher streng genommen Leichen. Das steht dort bloß nicht so explizit. Dort steht „Zustand: ausreichend/ dem Alter angemessen :shock:
/ mit kleinen Fehlern“.
Also tot.Mit freundlichem Gruß
BillBo -
Wenn ihr die Haltbarkeit von Digitalpulten diskutiert müsst ihr grundsätzlich denken: SMD bestückte Platinen halten nicht ewig. Ich repariere den ganzen Tag professionelle Industrieelektronik, und mir kommt immer öfter poröse SMD Grütze auf den Tisch. Will heißen, dass die klassische "kalte Lötstelle" auch davor nicht halt macht - nur viel übler zu finden. Wenn ihr euch jetzt die digitalen Boards in den Null und Eins Mixern anschaut......ich prophezeie jetzt schon Berge von Elektronikschrott in 10 Jahren. Hinzu kommen anfällige Inverter bei TFT Bildschirmen, defekte Encoder und Taster, und eine ebenfalls nicht zu unterschätzende Anzahl an Mehrkabelverbindungen.
Für Spaß habe ich euch mal zwei Bilder einer geöffneten Digitalmixkiste angehängt. Wenn da etwas im Sack ist dürfen wir entsorgen.wora: mit "laut machen" und dem 01V meine ich natürlich nicht nur Krach - das war eher ironisch gemeint. Aber ich bekomme auch mit dem Ding einen absolut ausreichenden Sound hin. Meistens ist das Pult besser als die Bands. Und wenn es drauf ankommt wähle ich natürlich auch ein analoges Mischpult aus. Mit dem Miniyamaha ist man wirtschaftlich aber dennoch sehr weit vorne.
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Der Billbo hat auch Recht mit dem was er beschreibt. Bei analogen Pulten sind Fehler im Vergleich zu Digitalpulten aber sehr einfach zu beheben. Die Praxis zeigt aber auch, dass selbst uralte Schalter nicht immer defekt sein müssen. Ich habe zb noch zwei über 15 Jahre alte Mitec Mixer herumstehen - ein EX aus der Gründerzeit, und ein Event aus den glorreichen 80ern! Beide Pulte funktionieren ohne wenn und aber - das EX wird inzwischen sogar bei der Band von meinem Sohn im Proberaum einem neuen Leben zugeführt. Bisher nicht ein Serviceeinsatz für die Firma Rockline

Da ich in meinem Berufsleben schon tausende Stunden in analogen und digitalen Schaltungen zugebracht habe, maße ich mir schon an einen Vergleich gut ziehen zu können: Analogpult = reparierbar und langlebig (> 15 Jahre), Digitalpult = schlecht reparierbar (aufwändig und teuer) und maximal 10 Jahre brauchbar.
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Zitat
Für Spaß habe ich euch mal zwei Bilder einer geöffneten Digitalmixkiste angehängt. Wenn da etwas im Sack ist dürfen wir entsorgen.
Klar ist das eine geringfügig andere Welt als der Pertinax – Kanalzug eines SC 400 :D.
Daher: gänzlich andere Technik. Gänzlich andere Probleme. Gänzlich neue Flatliner – Erfahrungen voraus.Dein Resümmee Analog – Digital passt schon sehr gut. Wobei mir ‚reparierbar‘ ohne Erwähnung des Faktors ‚Zeit‘ ein wenig zu schlaks daher kommt (sagt ein Gelegenheits(Verlegenheits?)restaurator und Besitzer diverser Altertümer aus glorreichen Tagen).
Mit freundlichem Gruß
BillBo -
... wobei die meisten Analogpulte doch über 10 Jahre aktuell und ridertauglich blieben, während ich das bei den aktuellen Digitalpulten bezweifle. Will sagen, dass die Pulte vielleicht erst dann anfangen Probleme zu machen, wenn sie gar keiner mehr benutzen will.
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Nun, 5 Jahre habe ja nun schon einige digitale geschafft. Laut einigen Theorien hier wird es also schon in wenigen Jahren spannend.
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Zitat
Sicherung aus.
Wie lang brauchst Du im Ernstfall, um die entsprechenden Sicherungen zu finden?
(Die Norm für Notfalldurchsageanlagen fordert, dass nach spätestens 3 Sekunden ein Aufmerksamkeitssignal gesendet werden kann - das ist etwa die Größenordnung, in der wir unsbewegen sollten)
Zitat von "hias.h"Wir reden hier von größeren Strömen, die unter Last geschalten werden sollen. Viel Spaß.
Sicherungen sind dafür gebaut, noch viel größere Ströme "unter Last" zu schalten. Zumal solche technischen Feinheiten dann zu den völlig untergeordneten Aspekten gehören.
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Naja, dass war so mein Gedankengang an welcher Stelle der TL einer Halle vielleicht zu erst eingreifen kann. Eh der am FOH/Bühne wäre um einen dort positionierten Not Aus zu betätigen...
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Im "Strom-Signal-Weg" einfach ne Steckdose mit Schalter zwischenpatschen


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BIs es dann mal was hinter einer schraubkappe mit fensterchen ist.
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So, zurück von einem Wochenendtrip zu einem anständigen H2000 – Festivalfrontplatz. Ein paar hakelige Fader, ein bis zwei VCA – Problemchen (‚minus unendlich‘ zwar deutlich leiser als null dB, aber von ‚aus‘ doch noch ein ganzes Stück entfernt), ein paar grenzwertige Schalter, die man bei laufendem Programm besser nicht mehr betätigt, ein abgeklebter Kanalzug (mit einem großen Fragezeichen auf signal – orangenem Gewebetape :D). Mit anderen Worten: völlig normaler Arbeitsplatz für ein Stromgitarrenfestival mittlerer (+/- 10.000er) Größenordnung. Beileibe kein Anlass zum Rummaulen. Wer ‚analog‘ will muss mit ‚analog‘ leben.
Beobachtung am Rande: offenbar entsteht in diesem Jahr gerade ein Trend zum Mehrfachfrontplatz. Redundanz pur; wer fragt da noch nach einer Reserve – PSU? Statt Einheitsgericht bietet man dem reisegestressten Bandtonpersonal vorsichtshalber lieber gleich eine kleine Auswahl für unterschiedliche Geschmäcker. PM5 für den Profi, M7 für den Laptop – Zauberlehrling, Heritage für den Ignoranten und Catering – Dauerbewohner: da findet sich mit Sicherheit für jedes Temperament ein passendes Setup. Und nebenbei wird auf diesem Wege auch die ganz große Glaubensfrage elegant umgangen (bzw. an den Rider verfassenden User zurück gereicht).
Trotzdem sei aber natürlich eine andere Frage erlaubt: gibt’s da vielleicht bereits ein paar viel zu viele (Analog – UND Digital -) Pulte im Markt? Für viel zu wenig Markt?
Mit freundlichem Gruß
BillBo -
naja, besonders sinnig hatte ichs einmal dieses Jahr:
im Vorfeld abgesprochen: es gibt 2 Pulte, an einem kannst du vorbereiten, wird dann immer gewechselt (OK, super, dann kann ich ja mein eigenen effektkrimskrams etc mitbringen, ist ja dann alles entspannt, da geht der Soundcheck am schnellsten)....
Vor Ort: denkste, zwar 2 Pulte da, aber nur eines Konnte benutzt werden (keine 2. Peitsche, ken Split oder ähnliches am FOH, das zweite Pult (etwa 40 Kanäle) war dann nur Submixer, also Verwalter für den CD-Player und zwei Moderatoren...... :roll: (und das obwohl es auf dem anderen Pult auch noch genug kanäle gegeben hätte)...... -