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Geräte-Lebensdauer/Verschleiss

  • Mechwerkandi
  • 25. März 2010 um 15:28
  • Mechwerkandi
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    • 25. März 2010 um 15:28
    • #1

    Aus gegebenem anlass eine interessante Betrachtung zum Thema "Lebensdauer von elektronischen Geräten":
    Ich habe aus einer Gastronomie-Festinstallation einen alten Pioneer-Reciever SX-757 gerettet. Üblicher 80er Jahre HiFi Stuff, Bj. 1990.
    Das Ding lief nachvollziehbar ohne Wartung fast 20 Jahre lang in einer Kneipe im Gang zwischen Küche und Schankraum, sechs Tage die Woche, jeden Tag ~ sechs Stunden, 48 Wochen im Jahr, entspricht in Summa über 30.000 Betriebsstunden.

    Das Teil lief da bis zuletzt, und war derartig mit Staub und Küchenwrasen verranzt, das man einzelne kleinere Bauteile schon nicht mehr erkennen konnte.

    Jetzt ist das Ding vom Service zurück, Potis gereinigt und versiegelt, Gerät komplett gereinigt, ein paar Lötstellen nachgearbeitet. Sonst nix. Funktioniert wie am ersten Tag.
    Sicherlich ist das nie, oder nur selten, mit Vollast betrieben worden. Aber dafür, das der Reciever wohl eigendlich eher der Ecke "home-entertainment" zuzurechnen ist, bleibt der Zusammenhang sicherlich bemerkenswert.

  • FF
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    • 25. März 2010 um 15:48
    • #2
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Jetzt ist das Ding vom Service zurück, Potis gereinigt und versiegelt, Gerät komplett gereinigt, ein paar Lötstellen nachgearbeitet.


    Und jetzt nach der schönen Reinigung geht die Kste bestimmt kaputt. Einfach so, aus Bosheit :D

    Scherz beiseite, das finde ich bemerkenswert! Brennt eigentlich in den USA die Edison-Glühbirne noch, da soll doch noch in irgendeiner Feuerwache eine in Betrieb sein?

    Gruß FF

  • albedo
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    • 25. März 2010 um 16:04
    • #3

    Ja die brennt noch wie man unter Photos bei der Webcam sehen kann

    :)


    http://www.centennialbulb.org/

    Wenn man den Ofen auf die doppelte Temperatur stellt, wird der Bisquit ja auch nicht in der halben Zeit fertig.
    hell&dunkel am 08.09.2004 im party-pa-forum

  • Mechwerkandi
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    • 25. März 2010 um 16:49
    • #4
    Zitat von "FF"


    Und jetzt nach der schönen Reinigung geht die Kste bestimmt kaputt. Einfach so, aus Bosheit :D


    :D
    Mal kucken...
    Im Moment dudelt das Teil in der Werkstatt, zur Probe, mit der CD auf "full replay".
    Angegeben war das Teil, so ich richtig gelesen habe, mit 2x100W, für den Partykeller reicht das allemal.

  • madmax
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    • 25. März 2010 um 19:37
    • #5

    Was soll groß kaputtgehen, außer den Potis is nix mechanisches dran.
    Der tägliche Gebrauch hälts am Leben.
    Tödlich ist eher längerer Nichtgebrauch. Da trocknen z.B. Elkos ein, und die machen dann dem Rest u.a. den garaus beim wiederinbetriebnehmen.
    Meinem' Opa sein DDR-Küchenradio läuft auch seit 40 Jahren jeden Tag....

    Wobei ich sagen muß, das viele Geräte hier im Osten viel langlebiger waren. Es war nicht so auf "Wegwerf" und am technischen Limit konstruiert.
    Einerseits konnte man nicht einfach mal nen Farbfernseher, Waschmaschine, Kühlschrank, Anbauwand, Auto... kaufen.
    Andererseits konnte es sich ein normaler Arbeiter einfach nicht leisten, sowas aller 5-10 Jahre neu zu kaufen.

    Never stop a running System

  • andy006
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    • 25. März 2010 um 21:52
    • #6

    Hallo,
    und deshalb sollen wir jetzt alle ein Regie oder Vermona Mischpult erwerbe, mann früher hatten wir allen den Kaiser......

    Grüße der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • Online
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    • 26. März 2010 um 07:22
    • #7

    mein home-hifi-receiver geht auf die 15 zu: Sony STR-GX 315. das war nichts super teures, aber konnte alles, was ich zum musikhören brauchte. und was soll ich sagen: läuft seit Juni 1995 ca. 4 bis 5 stunden täglich, am wochenende mehr, zur urlaubszeit natürlich nicht.
    da hatte ich vor kurzem schon mal mit jemandem drüber geredet und hatte da ca. 25.000 betriebsstunden überschlagen.
    natürlich nicht in einer kneipe, sondern im wohnzimmer.
    gleich alt übrigens mein CD-Player, Sony CDP-415.

  • guma
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    • 26. März 2010 um 08:00
    • #8

    Meine Endstufe zu Hause ist eine aus dem Verleih abgezweigte BGW 250 D Baujahr ~78'. Schätze, ich gehe vor Ihr in die Kiste. :D

  • DJheini
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    • 26. März 2010 um 08:19
    • #9

    Meine JVC Super Class A Endstufe A-X2 läuft jetzt schon seit 27 Jahren störungsfrei
    zu Hause. Allein der Balance Regler kratzt etwas, da er nie genutzt wird. :wink:

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Eliminator
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    • 26. März 2010 um 12:42
    • #10

    Mein Dynacord DCX24.2 ist auch locker 20 Jahre alt.

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • nitrox
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    • 26. März 2010 um 13:38
    • #11

    Hab zuhause noch einen Marantz Receiver von 1977 laufen. Das Poti kratzt ein wenig, aber sonst läuft der wie am ersten Tag..

  • hias.h
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    • 26. März 2010 um 13:42
    • #12

    Wollte einer alten hifi-Endstufe (~15 Jahre) was gutes tun und sie mal reinigen.(konvektionsgekühlt, viele Lüftungslöcher) Hab mich gewundert, wieso bei einem der beiden Kanäle (dual mono bauweise) neben einem keramikondensator noch ein tantal-elko sitzt. Hat sich dann als Erdnuss herausgestellt, als ich die dicke Staubschicht entfernt hatte (natürlich erstmal ein Schock, als sich der "kondensator" mitbewegt hat). Unter der Hülsenfrucht war es überraschend sauber&staubfrei. Die lag da wohl schon länger...

  • mringhoff
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    • 28. März 2010 um 22:33
    • #13
    Zitat von "madmax"


    Wobei ich sagen muß, das viele Geräte hier im Osten viel langlebiger waren. Es war nicht so auf "Wegwerf" und am technischen Limit konstruiert.


    Zu den Zeiten, als es die DDR noch gab, waren die Produkte aus dem Westen auch noch nicht so zum Wegwerfen konstruiert. Da war Made in (West-)Germany noch ganz was normales...

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • madmax
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    • 29. März 2010 um 19:25
    • #14

    ...ja und dann kam der Geiz-ist-Geil-Zug ins rollen.

    Vermutlich ist daran sogar der Zusammenbruch im Osten mit dran Schuld.
    Viele preiswerte Sachen bei Quelle, Otto, Neckermann oder auch Conrad stammten nämlich dazumal aus der Zone.
    Das meiste von der Quelle-Marke Privileg, wie z.B Waschmaschinen. Auch Rundfunktechnik, vor allem aber Klamotten. Meine Mutter hat in 'ner Textilbude gearbeitet. 1.Wahl ging gen Westen, da wurde ein Neckermann-Schildchen eingenäht. 2.Wahl kam in die heimischen Läden.
    Darum gabs ja hier nix. Weil man versuchte, das Maximale der an sich schon bescheidenen Produktionkapazitäten für Devisenerwirtschaftung zu nutzen.

    Und nach dem Fall der Mauer brauchte es neue, verlängerte Werkbänke...

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  • waldschrad99
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    • 8. April 2011 um 00:23
    • #15

    Thema ausgrab, weil ich grad was gefunden hab:
    Geplante Obsulenzenz :idea:
    ARTE Dokufilm zum Thema Lebensdauer v. Geräten, "Soll-Bruchstellen" und welche Industrie-Kartelle darin verwickelt sind!
    Da werden auch Osram, Philips, GE, ... genannt!

    http://www.youtube.com/watch?v=tI798T2tRrQ&feature=player_embedded#at=760
    Es gibt Patente für Glühbirnen, die 100.000 Stunden (!!!) brennen, wurden aber nie in Serie gefertigt.

  • DJheini
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    • 8. April 2011 um 08:43
    • #16

    @ Waldschrad99
    Danke für den Link. Die Glühlampe kenne ich, wurde hier im Nachbarort Soest produziert von der Firma Merkur.
    Ich kann mich noch an die Sensationsmeldung in unserer Tageszeitung erinnern. War kaum teurer als eine
    "normale". Wurde aber nicht wirklich gut verkauft. Warum auch immer.
    Mittlerweile produzieren die seit Jahren keine Leuchtmittel mehr.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • waldschrad99
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    • 8. April 2011 um 14:14
    • #17

    Vielleicht könnte jemand dem betroffenem Händler [Stichwort Headball , Klage des Kölner Landgerichts oder wo das war] die Info mit den 100.000 h Lampen und die Sache mit diesem Industrie-Kartell [absichtlich begrenzte Lebensdauer] zuspielen ??

    Gibs noch Hersteller/Händler, die solche Lampen haben?

    Ah, jetzt weiß ich wieder warum in DDR gern NARVA-Lampen für Show-Zwecke auf Fernseh-Bühnen verbaut wurden. :idea: :wink:

  • tufkadib
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    • 8. April 2011 um 17:17
    • #18

    Hallo,

    Zitat von "andy006"

    und deshalb sollen wir jetzt alle ein Regie oder Vermona Mischpult erwerbe, mann früher hatten wir allen den Kaiser......

    vielleicht nicht unbedingt ein Vermona 1222. Ein 1642 war aber eigentlich nicht schlecht.
    Man könnte aber auch gern ein Disco 72 einsetzen, in der größeren Ausführung auch als Kleinstudiogerät KSG625 bekannt.
    Das war richtig gutes Zeug.

    MfG
    DirkB

  • madmax
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    • 8. April 2011 um 18:39
    • #19

    Das auf ARTE hab ich auch gesehn.
    Alles noch schlimmer, als man vermutet.
    Die Härte war das mit dem Drucker. Ein Blattzähler einprogrammiert, der dem angeschlossenen Rechner nach Erreichen einer bestimmten Zahl anzeigen läßt "Drucker defekt" und dieser natürlich auch nichmehr druckt....

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  • julian-k
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    • 10. April 2011 um 12:29
    • #20

    Osram hatte vor langer Zeit tatsächlich eine "Ultralonglife" Glühlampe entwickelt.
    Da sind versehentlich einige Exemplare in den Handel gekommen - Ein Exemplar hat bis heute in einem Wohnzimmer überlebt.

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

    http://www.unicque.de - Unicque Lighting Augsburg

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