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Bis zu welcher Kabellänge funktioniert ADAT?

  • janos buttgereit
  • 23. Mai 2010 um 19:00
  • janos buttgereit
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    412
    • 23. Mai 2010 um 19:00
    • #1

    Ja, das ist meine Frage. Bis zu wie viel m Kabellänge funktioniert ADAT problemlos. Ich habe bisher im Internet Kabel mit 20m Länge gefunden, gehen mit einem Verbinder auch 40m sicher? Oder kennt ihr eine Quelle für 40-50m lange ADAT Kabel?

    Einsatz wäre das Anschließen eines ADA 8000 an ein LS9, wobei aus Platzgründen der Wandler aber am besten direkt neben der Quelle stehen sollte.

    Gruß
    Janos

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • oton
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    • 23. Mai 2010 um 21:56
    • #2

    Ich hatte in einem Studio einmal ca. 50m verbaut, das ging ohne Probleme. ADAT/Lichtleiterkabel kann man sich übrigens auch selber konfektionieren, habe ich damals auch so gemacht.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • janos buttgereit
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    • 23. Mai 2010 um 23:38
    • #3
    Zitat von "oton"

    ADAT/Lichtleiterkabel kann man sich übrigens auch selber konfektionieren, habe ich damals auch so gemacht.

    Ok, wo gibt es denn das Rohmaterial und was für ein Werkzeug braucht man dafür? Ich stelle mir vor dass es bei unsauberem arbeiten da schell zu schlechten Verbindungen kommen kann...
    Und ist das deutlich günstiger als Kauf?

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • oton
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    • 24. Mai 2010 um 00:00
    • #4

    Es war wirklich simpel, 1cm schwarzen Schutzmantel vorsichtig abisolieren, Stecker drauf, festklemmen, Rest sauber abschneiden, fertig. Hat immer funktioniert, und ich habe hunderte Kabel so gebaut. Ich hatte erst auch Bedenken, aber hatte dann nie Stress damit. Werkzeug Abisolierzange & Cutter.

    Ich habe damals die Einzelteile über den Rockshop in Karlsruhe gekauft, ich nehme an man bekommt das über jeden größeren Musikladen, habe es aber schon ein paar Jahre nicht mehr gemacht. Einfach mal fragen.

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  • christopher hafer
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    • 24. Mai 2010 um 11:41
    • #5

    Auch wenn irgendwo 40m problemlos funktionieren:
    Nach Spezifikation hat ein Toslink Kabel eine max. Länge von 10m.
    Darauf sind Sender + Empfänger ausgelegt. Länger geht meist störungsfrei, muss aber nicht.
    Wenn längere Verbindungen erwünscht, unbedingt auf Kompatibilität des jeweiligen Setups überprüfen (das ist im Studio wahrscheinlich einfacher als in einem mobilem Gerätepark, aber hier hat Toslink eh nichts zu suchen...).
    und auf Verlängerungsadapter verzichten, dann lieber wie oton selbst Konfektionieren.
    Das Hauptproblem sind auf jeden Fall die Stecker.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • oton
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    • 24. Mai 2010 um 21:16
    • #6

    Das größte Problem an solchen Geschichten Live ist imho nicht die Länge, sondern dieses fürchterlich empfindliche Kabel ... ich hätte bei Verlegung auch nur in Publikumsnähe immer arge Kopfschmerzen. Im Studio war das eher nebensächlich.

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  • janos buttgereit
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    • 26. Mai 2010 um 15:56
    • #7
    Zitat von "oton"

    Das größte Problem an solchen Geschichten Live ist imho nicht die Länge, sondern dieses fürchterlich empfindliche Kabel ... ich hätte bei Verlegung auch nur in Publikumsnähe immer arge Kopfschmerzen. Im Studio war das eher nebensächlich.

    Also das Kabel wird fast den ganzen Weg unter Bühnenpodesten liegen und das restliche Stück bündig in einer Treppenstufe, da sollte es eigentlich nicht so sehr gefährdet sein. Aber ich habe bisher noch kein wirklich bezahlbares Rohmaterial in irgendwelchen Onlineshops gefunden, außer man will 250€ für die paar m Kabel und Stecker ausgeben.
    Bei Conrad gabs halbwegs bezahlbares Material aber ich konnte keine Stecker finden.

    A propos Conrad: Kann dieses Gerät und sein Pendant wohl auch ADAT? Wär dann vielleicht auch ne Option, an so ein paar Meter Chinch Kabel sollte man ja dran kommen können.

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    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • christopher hafer
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    • 26. Mai 2010 um 17:05
    • #8
    Zitat

    A propos Conrad: Kann dieses Gerät und sein Pendant wohl auch ADAT? Wär dann vielleicht auch ne Option, an so ein paar Meter Chinch Kabel sollte man ja dran kommen können.


    Nein. Es gibt keine solche Norm. Das ist ein reiner S/Pdif-Wandler, die kennt nur 2-Kanal-Format (wie auch AES/EBU).
    Davon abgesehen: Die S/Pdif-Norm ist ebenso wenig für lange Kabelwege ausgelegt (anders als AES/EBU). Nach 5-10m ist auch hier Schluss...
    Warum eigentlich nicht den ganzen Murks vergessen und den "ADA" einfach ans FOH - wo er hingehört? :)

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • Online
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    • 27. Mai 2010 um 12:39
    • #9

    weil hier jemand das digitalcore nicht kaufen möchte :)

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • janos buttgereit
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    • 27. Mai 2010 um 16:11
    • #10
    Zitat von "test"

    weil hier jemand das digitalcore nicht kaufen möchte :)

    Also wenn mir einer das Geld gäbe um für 3 Tage Einsatz ein Digitalcore zu kaufen was dann lächerliche 8 Kanäle zu übertragen hat würde ich liebend gerne dafür ein Digitalcore kaufen!
    Aber leider will mir keiner dieses Geld geben, und da schien der Kauf von einigen Metern ADAT Kabel für diese einmalige Aktion sinnvoller.

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  • robert müller
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    • 28. Mai 2010 um 12:46
    • #11
    Zitat von "janos buttgereit"

    d.de/ce/de/product/325125/SPEAKA-WANDLER-OPTISCH-ZU-KOAXIAL/1310121]dieses Gerät[/url] und sein Pendant wohl auch ADAT? Wär dann vielleicht auch ne Option, an so ein paar Meter Chinch Kabel sollte man ja dran kommen können.

    Ich hab hier ein CO2 von M-Audio (Bidirektionaler Wandler optisch <-> coax), der mir auch problemlos ADAT nach COAX und zurück übersetzt. Hat wohl damit zu tun, daß das Gerät nicht wirklich das SPDIF-Signal dekodiert und auf der jeweils anderen Schnittstelle neu ausgibt, sondern da wohl wirklich nur das analoge Trägersignal von der einen auf die andere Schnittstelle gewandelt wird. Ich würde mal vermuten, daß die meisten günstigen Opto-Coax-Umsetzer das so machen.
    Ich hab auch schon SPDIF selbst mal über größere Strecken gejagt, dazu haben wir Video-Kabel benutzt. Ich glaub bis 30m hatte ich probiert und auch produktiv im Einsatz, das ging. Ob allerdings derart umgeformtes ADAT damit funktioniert, weiß ich nicht. Immerhin ist die Datenrate bei ADAT ca. 4 mal so hoch wie bei SPDIF, insofern dürfte das nicht so tolerant sein, was die Kabellänge angeht.

    Ansonsten gibts von Hear Technologies ADAT Extender, die ADAT auf CAT5 umsetzen. Kostenpunkt ca. 120EUR für ein Paar (In- und Out-Box)

  • Jinroh
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    • 28. Mai 2010 um 14:33
    • #12

    Hallo
    ADAT hat wie ein Vorredner schon sagte eine Maximale Länge von 10m , wenn man es sicher haben will.
    Selbst im Studio haben wir Maximal 6m verlegt.
    Dazu kommt noch das es sich beim ADAT nicht um eine Laser Verbindung handelt sondern
    um eine normale LED.
    Auch sind die ADAT I/Os nicht unbedingt die Selben; unterschiedliche Jitter-akzeptanz oder sogar reclock ,Yamaha zb akzeptiert nur ganz geringen Jitter,während Behringer und einige andere Geräte mehr Fehler zulassen.
    So ist es mit Yamaha gemischt mit anderem ADAT zeugs meist nicht mögl. 48K zu realisieren, 10% weniger Triggerrate und es passt= 44,1khz.
    Das Adat "ON the road" nichts verloren hat sehe ich nicht so.
    Fast alle meine Racks haben intern ADAT verbindungen, Wandler,DME,Pulte um dann auf einem Cat 5 System (ADX-Pro System)die Racks zu verlassen bzw anzukommen.
    So wenig Kabel hatte ich noch nie in Racks verbaut.
    Wenn man nicht sofort eine Cat5Core Lösung kaufen will, es git auch 1xAdat auf CAT 5 ,also eine Single Verbindung mit 8Ch bis 100m meine ich.

    ......hölle ist kein ort - hölle ist ein zustand..........

  • sebastian
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    • 31. Mai 2010 um 07:38
    • #13

    Ich schließe mich den Ausführungen von christopher hafer und Jinroh an.
    Adat/ TOSLink ist kostengünstiges Kunstoff und kein Glasfaser. Bei 10 m ohne Repeater würde ich aus Sicherheitsgründen Schluß machen.

    Ansonsten wichtige Stichworte in dem Zusammenhang:
    Dämpfung
    Einkoppelwinkel
    (Lufteinschlüsse/ Verunreinigung)

    Ciao
    Sebastian

  • Markus Verza
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    • 5. Juni 2010 um 01:04
    • #14

    Schau mal hier:

    http://www.wagnertools.com/

    TOX 108

    das ist eine gute Lösung, an der LWL sind XLR Stecker, in dem Stecker sitzt die Laser Diode.
    So hat man keine Optische Steckverbindung mehr. Max 1,5km solten reichen.

  • janos buttgereit
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    • 5. Juni 2010 um 14:30
    • #15

    Also wird dann im XLR Stecker das Signal von elektrisch nach optisch gewandelt und dann in ein LWL Kabel geschickt?

    Scheint ja eine interessante und vor allem wirklich roadtaugliche Variante zu sein... aber wo liegt die preislich? Ich denke das ist mit Kabeln nicht all zu günstig, oder irre ich mich da?

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • appsys
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    • 13. August 2010 um 11:09
    • #16

    Nach den Spezifikationen von Toshiba (Hersteller von optischen Sende- und Empfangsmodulen) gehen 5m mit allen, 10m mit manchen dieser Module. Hängt m.E. auch vom Kabel und Stecker ab. Länger würde ich nicht machen, da Aussetzer sehr unangenehm sind - das kratzt fürchterlich. Als günstige (€ 69.- für alles) Alternative zu den Hear Produkten kann ich aber meine eigene Entwicklung anpreisen:
    http://appsys.ch/de/products/digitalaudio/toslinkextender

  • toadie
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    • 13. August 2010 um 11:59
    • #17

    Lichtwellenleiter funktionieren in fast unbegrenzter länge.
    Der einzige Punkt ist das Kabel und der Biegeradius.
    Könnte man das Kabel absolut gerade verlegen wäre der einzige Verlustpunkt die Lichtbrechung des Kabelmaterials, die zur Streuung und Reflektion von der außenhülle, und somit zur Signalverschlechterung führt.
    Das Problem sind die Kurven im Kabel, diese sollten so groß wie möglich sein, je kleiner der Biegeradius, desto mehr Lichtbrechung und Streuung im Kabel.

    Ich habe selber im Hifi Bereich von meinem PC ein selber konfektioniertes Toslink-kabel von ca. 25m verlegt und das funktioniert seit mehreren Jahren ohne Aussetzer und Fehler. Allerdings war das Kabel damals exorbitant teuer. *g
    Dieses habe ich von der Telekom bekommen, dieses Kabel wird bei denen zu Telekommunikationszwecken im Bereich Erdverlegung benutzt und gibt es sogar auf 5000 Meter Trommel.

    Gruß
    toadie

    Physik kann man nicht überlisten

  • appsys
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    • 13. August 2010 um 20:21
    • #18
    Zitat von &quot;toadie&quot;

    Lichtwellenleiter funktionieren in fast unbegrenzter länge.
    Der einzige Punkt ist das Kabel und der Biegeradius.


    Das gilt für "richtige" Lichtwellenleiter, also solche die für die Telekommunikation (Glasfaster etc.) oder in optischen Netzwerken eingesetzt werden. TOSLINK und damit ADAT ist aber eine Billigvariante (das Kabel nennt sich POF = "Plastic Optical Fiber") mit nominal 1mm Durchmesser, also viel zu dick für grössere Entfernungen, da zu viele Reflexionen auftreten und damit einfach zu wenig Licht am Ausgang ankommt. Ausserdem ist der Sender keine Laserdiode mit entsprechender Fokussierung und Leistung, sondern eine lächerliche rote LED... anders wäre ein Preis für das Sendemodul von < 0.50 US$ auch nicht machbar,Consumer-low-cost halt. Wenn man doch >10m hinbekommt, dann noch am ehesten mit einem S/PDIF-Datenstrom. Die ADAT-Codierung ist noch anspruchsvoller bzw. empfindlicher was Timing und dessen Toleranz angeht.

  • toadie
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    • 13. August 2010 um 20:44
    • #19

    Das ist so richtig, mein Kabel ist ein mehradriges Glasfaserkabel.
    Sind ADAT Kabel auch aus dem billigen Kunststoff ?

    Gruß
    toadie

    Physik kann man nicht überlisten

  • appsys
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    • 14. August 2010 um 20:26
    • #20
    Zitat von &quot;toadie&quot;

    Sind ADAT Kabel auch aus dem billigen Kunststoff ?


    Ja praktisch immer. ADAT (eigentlich "ADAT Optical", meistens "ADAT Lightpipe" genannt) heisst nur das Codierungsverfahren; andere Codierungsverfahren sind S/PDIF, Dolby Digital (=AC3), DTS, oder AES/EBU (=S/PDIF Professional). Die Übertragung auf Bitebene, d.h. Steckverbinder, Wellenlänge, Lichtleiter, Sender/Empfängermodule sind bei für alle diese Codierungsverfahren gleich und laufen meistens unter "TOSLINK" (von "Toshiba Link"), es gibt auch einen JEITA-Standard der dieses beschreibt.
    D.h. Kabel etc. sind bei Consumer (S/PDIF)und Profi (ADAT) immer gleich bzw. gleich schlecht. Wenn jemand explizit ADAT-Kabel anbietet, dann ist das nur ein Marktetingtrick bzw. soll deutlich machen, dass das Produkt für den professionellen Einsatz taugt. Meiner Erfahrung nach ist es aber von der Übertragungsqualität *völlig wurst* welches Kabel man nimmt (Ausnahme: Billigstkabel, die sich nicht an die Masstoleranzen halten, und Luxuslösungen wie dein Glasfaserkabel). Lediglich die Mechanik kann besser oder schlechter ausgeführt sein - dickere Kabel lassen sich z.B. besser (!) biegen, don't ask why...

    Gruss,
    Rolf

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