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Erklärung gesucht - Midsize LA's

  • 4Art
  • 17. Juni 2010 um 12:04
  • 4Art
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    • 17. Juni 2010 um 12:04
    • #1

    Ich hätte da mal eine Frage an die Boxenbauer/Physiker-Fraktion

    Mir fällt auf, dass bei vielen bis allen Mid und Bigsize-LA-Systemen neben den beispielsweise zwei 12ern (J-Serie) oder zwei 10ern (KF730) noch horngeladene 10er (J) oder 2 x 7er (KF730) verbaut werden. Wieso wird das bei LA's deutlich häufiger so gemacht als beispielsweise bei Horn-Systemen (beispielsweise Director)?

    Danke, dass ihr einen Unwissenden belehrt :D

    4Art

  • bemi
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    • 17. Juni 2010 um 12:40
    • #2

    Eine WST Regel besagt, dass die akustischen Zentren zweier Treiber einen maximlen Abstand nicht größer als die halbe Wellenlänge der obersten abgestrahlten Frequenz haben dürfen, dass sich noch eine Kopplung (konstruktive Interferenz) ergibt. Kann man auch schön simulieren.

    Das heisst, dass 12er in LAs laut Theorie nur bis ca. 500Hz betrieben werden können ... Jedoch kann man ab 500Hz noch keinen HT betreiben. Abhilfe schaffen konstruktive Massnahmen oder der 3. Weg (7" ...).


    VG bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • 4Art
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    • 17. Juni 2010 um 13:50
    • #3

    Siehste - wieder was gelernt. Danke!

  • tufkamar
    Gast
    • 17. Juni 2010 um 15:14
    • #4

    dazu mal 'ne doofe Frage: Wenn ich zwei 12"-LS direkt übereinander betreibe - habe ich dann einen Abstand des akustischen Zentrums von 12" + 2x Einbaurand oder von 2x Einbaurand + 2xSicke? Weil - die Membran bewegt sich ja überall und nicht nur im Zentrum...

  • Volker Holtmeyer
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    • 17. Juni 2010 um 15:25
    • #5

    Der Abstand bezieht sich immer auf die akustischen Zentren der Quellen - hier also von Mitte Pappe zu Mitte Pappe.

    (Auch wichtig, wenn man bei einem Subwoofer-Array den maximalen Abstand der Kisten bestimmen möchte.)

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • bemi
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    • 17. Juni 2010 um 15:30
    • #6

    dazu ist noch zu sagen: decken alle zu koppelnden Treiber 80% der Gesamtfläche von Treibern und "Holz drumrum" ab, braucht og. WST Regel nicht eingehalten zu werden (was dazu fuehrt, dass die HT Kopplung in ordentlichen LAs funktioniert)

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • deep-house
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    • 17. Juni 2010 um 19:36
    • #7

    wenn der Abstand der Zentren etwas größer als die halbe Wellenlänge ist, reißt die Summenbildung ja nicht schlagartig ab, mit etwas größerem Abstand kann man das auch kaum noch wahrnehmen. das lamda/2 Kriterium ist eben eine praktikable Konstruktiosregel, wenn man bei lambda liegt ist es eben nix mehr.

    Die Hochtonsektion (1 kHz / lambda=0,34m) koppelt beim gecurvten Array i.d.R. nicht mehr, vielleicht noch etwas am unteren Übertragungsbereich. Daher sollte je nach Winkel und Anzahl die tonale Balance mittels EQ hergestellt werden. Manch ein Hersteller hat dafür Pegelsteller je Element eingebaut oder DSP Settings vorgegeben.

    Gruß UweS.

  • Volker Holtmeyer
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    • 18. Juni 2010 um 12:58
    • #8

    Doch, wenn Lambda/2 überschritten wird, setzen "schlagartig" Nebenkeulen ein.

    Bei einem Abstand von genau Lambda wäre der Pegel zur Seite genau so groß wie on axis. Da die einzelnen Quellen in der Praxis aber eine gewisse Richtwirkung haben, ist der Pegel der Nebenkeulen wesentlich kleiner als on axis.

    Zitat von "deep-house"

    wenn der Abstand der Zentren etwas größer als die halbe Wellenlänge ist, reißt die Summenbildung ja nicht schlagartig ab, mit etwas größerem Abstand kann man das auch kaum noch wahrnehmen. das lamda/2 Kriterium ist eben eine praktikable Konstruktiosregel, wenn man bei lambda liegt ist es eben nix mehr.

    Den letzten Satz verstehe ich nicht. Die Kopplung on axis beleibt ja bei Überschreiten von Lambda/2 unverändert.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • rockline
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    • 18. Juni 2010 um 14:19
    • #9
    Zitat von "bemi"


    Das heisst, dass 12er in LAs laut Theorie nur bis ca. 500Hz betrieben werden können ... Jedoch kann man ab 500Hz noch keinen HT betreiben. Abhilfe schaffen konstruktive Massnahmen oder der 3. Weg (7" ...).
    VG bemi

    In letzter Zeit hatte ich häufiger mit dem neuen AD-Systems Touring Line zu tun, dass vom Aufbau her einen 12" plus 1,4" im Inneren beherbergt. Die Crossoverfrequenz zwischen 12er und HF Horn ist betimmt höher als 500Hz, und es gibt in der Praxis nicht das geringste zu bemängeln. Meine bisherigen Erfahrungen im Vergleich zu Arrays mit 2 x 10" (zb. d&b Q oder GAE Waveline) fallen keineswegs positiver aus. Trotz vermeintlich besserer Mittelhochtoneigenschaften der 10er kann ich die Vorteile gegenüber dem AD-Systems Touring Array nicht wirklich spüren. Im Gegenteil neige ich zur These das die 12"/1,4" AD Geschichte etwas filigraner spielt.
    Das ein einfach eingebauter 12" (ohne Waveguides und sonstigen Zirkus) klasse als LA Treiber funktioniert hatte ich auch schon beim Peavey Versaarray 112 festgestellt.
    Aber ob 6", 8", 10" oder 12" - letztlich hängt die Wahl doch mehr von der maximal möglichen unteren Cutoff Frequenz ab. Da ist mir eine Box wie zb die AD-System mit einem 12er der gut Leistung verpackt schon sehr symphatisch. Alles was mehr als einen Tiefmitteltontreiber hat ist mir persönlich auch schon zu schwer und unhandlich. Ich habe inzwischen begriffen das so eine Box nicht mehr als 25kg wiegen muss, und auch nicht besonders groß sein braucht um wirklich klasse zu funktionieren. Doppeltreiberkonstruktionen sind unnötig teuer, und bringen in der Nahkampfklasse keinerlei hörbare Vorteile.

  • Online
    FF
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    • 18. Juni 2010 um 16:04
    • #10
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Doch, wenn Lambda/2 überschritten wird, setzen "schlagartig" Nebenkeulen ein.


    Aber die Membranfläche bzw. Chassisgröße spielt doch sicherlich auch eine Rolle - es sind ja keine Punktquellen?

    Um beim Beispiel 500Hz zu bleiben: die Kopplung zwischen zwei 12"-ern, die mit Lambda/2-Abstand der Zentren von 34,4cm montiert sind, muss doch besser sein, als bei z.B. zwei 8"-ern, die mit 34,4cm Abstand montiert werden. Das das niemand machen würde, weil es Schwachsinn wäre, mal dahingestellt...

    Mal angenommen, die Chassis könnten immer weiter zusammenrücken, weil Sicke und Korbrand gegen Null gingen und dann auch noch die Membranform quadratisch würde, dann wäre der Abstand der Zentren irgendwann irrelevant, oder? Je mehr Membranfläche innerhalb der Lambda/2-Abmessung untergebracht wird, desto besser müsste daher die Kopplung sein und desto weniger Nebenkeulen sollten sich ausbilden.

    Wenn das Thema schon X-fach da war, bitte entschuldigt...

    Gruß FF

  • Jonnytrance
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    • 18. Juni 2010 um 17:15
    • #11
    Zitat von "FF"


    Aber die Membranfläche bzw. Chassisgröße spielt doch sicherlich auch eine Rolle - es sind ja keine Punktquellen?


    Ein Chassis erzeugt Wellen die auch bestimmte Längen haben, z.B. ein 10" Chassis erzeugt 100cm lange Welle die ist genauso lang wie auch 15" Chassis selbe erzeugt, von der Mitte aus 50cm in "alle" Richtungen.

  • Online
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    • 18. Juni 2010 um 18:04
    • #12

    Aber der Schall entsteht ja nicht nur in der Chassismitte, sondern über die gesamte Fläche. Beim Bündelungsverhalten spielt die Größe ja auch die entscheidende Rolle, warum sollte es beim Koppeln nicht der Fall sein?

  • bemi
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    • 18. Juni 2010 um 21:08
    • #13

    entweder WST1 oder WST2: Fläche der schallabstrahlenden Flächen >80% der Gesamtfläche oder Abstand der Einzelstrahler unter der halben Wellenlänge der oberen Grenzfrequenz. Theoretisch wuerden also Quadratchassis funktionieren ;)

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
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  • Volker Holtmeyer
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    • 19. Juni 2010 um 14:33
    • #14
    Zitat von "FF"

    Aber die Membranfläche bzw. Chassisgröße spielt doch sicherlich auch eine Rolle - es sind ja keine Punktquellen?

    Um beim Beispiel 500Hz zu bleiben: die Kopplung zwischen zwei 12"-ern, die mit Lambda/2-Abstand der Zentren von 34,4cm montiert sind, muss doch besser sein, als bei z.B. zwei 8"-ern, die mit 34,4cm Abstand montiert werden. Das das niemand machen würde, weil es Schwachsinn wäre, mal dahingestellt...

    Natürlich schneiden die 12" hier besser ab. Das liegt aber an der besseren Bündelung. Dadurch sind die Nebenkeulen (deren Position einzig und allein von den Abständen der akustischen Zentren abhängt) kleiner.

    Ich würde sogar so weit gehen und vorsichtig behaupten, dass die 80% AFR eine "Fehlinterpretation" sind, und eigentlich nur beschreiben, dass die einzelnen Quellen eine möglichst Große Bündelung haben sollen (was letztendlich bedeutet, dass die einzelnen Quellen eine gewisse Ausdehnung haben müssen, was sich dann eben mit den 80% deckt).

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Volker Holtmeyer
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    • 19. Juni 2010 um 14:40
    • #15
    Zitat von "Jonnytrance"

    Ein Chassis erzeugt Wellen die auch bestimmte Längen haben, z.B. ein 10" Chassis erzeugt 100cm lange Welle die ist genauso lang wie auch 15" Chassis selbe erzeugt, von der Mitte aus 50cm in "alle" Richtungen.

    Sorry, den Satz versehe ich nicht. Kannst du das nochmal anders ausdrücken?

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • unknown_artist
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    • 19. Juni 2010 um 15:24
    • #16
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Ich würde sogar so weit gehen und vorsichtig behaupten, dass die 80% AFR eine "Fehlinterpretation" sind, und eigentlich nur beschreiben, dass die einzelnen Quellen eine möglichst Große Bündelung haben sollen (was letztendlich bedeutet, dass die einzelnen Quellen eine gewisse Ausdehnung haben müssen, was sich dann eben mit den 80% deckt).


    Blasphemie :lol:
    Die WST Kriterien kann man so oder so nur als grobe Abschätzhilfe sehen. Oder anders gesagt, sie gelten nur unter bestimmten Nebenbedingungen.

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • Jonnytrance
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    • 20. Juni 2010 um 16:29
    • #17
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Sorry, den Satz versehe ich nicht. Kannst du das nochmal anders ausdrücken?


    Nach welche Kommastelle wird es denn unverständlich?
    Also, ich betrachte ein Chassis als Wellenerzeuger. Ne bestimmte Frequenz hat auch bestimmte Wellenlänge. Dem Wellenlänge ist es egal wie gross ein Chassis ist der diese erzeugt.

  • deep-house
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    • 20. Juni 2010 um 18:15
    • #18
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Doch, wenn Lambda/2 überschritten wird, setzen "schlagartig" Nebenkeulen ein.

    Bei einem Abstand von genau Lambda wäre der Pegel zur Seite genau so groß wie on axis. Da die einzelnen Quellen in der Praxis aber eine gewisse Richtwirkung haben, ist der Pegel der Nebenkeulen wesentlich kleiner als on axis.

    Den letzten Satz verstehe ich nicht. Die Kopplung on axis beleibt ja bei Überschreiten von Lambda/2 unverändert.

    Das ist on axis sicher richtig, und das sollte bei ausreichendem Abstand auch noch zutreffen, bei einem Midsize LA würde ich vermeiden über lambda halbe auszulegen, da dort auch immer gecurvt wird und dann die Löcher leicht hörbar werden.
    Und genau das passiert durch die Richtwirkung der Konusse am oberen Einsatzbereich der Trennung. Und genau deswegen legt die charakteristik und Leistungsfähigkeit der Hochtonsektion mit der untersten möglichen Transitfrequenz den Durchmesser der darunter übernehmenden Konussysteme fest. Mit zunehmende Frequenz strahlt die Membran nicht mehr als Kolben ab sondern die Abstrahlung konzentriert sich mehr und mehr zur Schwingspule. Wenn es anders wäre, würde das aus der Praxis entstandene Lambda/2 Kriterium so nicht existieren.

    Gruß UweS.

  • Jueof
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    • 20. Juni 2010 um 22:12
    • #19
    Zitat von "rockline"

    In letzter Zeit hatte ich häufiger mit dem neuen AD-Systems Touring Line zu tun, dass vom Aufbau her einen 12" plus 1,4" im Inneren beherbergt. Die Crossoverfrequenz zwischen 12er und HF Horn ist betimmt höher als 500Hz, und es gibt in der Praxis nicht das geringste zu bemängeln. Meine bisherigen Erfahrungen im Vergleich zu Arrays mit 2 x 10" (zb. d&b Q oder GAE Waveline) fallen keineswegs positiver aus. Trotz vermeintlich besserer Mittelhochtoneigenschaften der 10er kann ich die Vorteile gegenüber dem AD-Systems Touring Array nicht wirklich spüren. Im Gegenteil neige ich zur These das die 12"/1,4" AD Geschichte etwas filigraner spielt.
    Das ein einfach eingebauter 12" (ohne Waveguides und sonstigen Zirkus) klasse als LA Treiber funktioniert hatte ich auch schon beim Peavey Versaarray 112 festgestellt.
    Aber ob 6", 8", 10" oder 12" - letztlich hängt die Wahl doch mehr von der maximal möglichen unteren Cutoff Frequenz ab. Da ist mir eine Box wie zb die AD-System mit einem 12er der gut Leistung verpackt schon sehr symphatisch. Alles was mehr als einen Tiefmitteltontreiber hat ist mir persönlich auch schon zu schwer und unhandlich. Ich habe inzwischen begriffen das so eine Box nicht mehr als 25kg wiegen muss, und auch nicht besonders groß sein braucht um wirklich klasse zu funktionieren. Doppeltreiberkonstruktionen sind unnötig teuer, und bringen in der Nahkampfklasse keinerlei hörbare Vorteile.

    Hi.
    Vorab, ich kenne das ad nicht aber das q und andere quer d'appolito. Machen ja viele so und behaupten dadurch mehr richtwirkung zu erzielen. Tatsächlich ist i. b. das q erstaunlich gerichtet für seine größe (kleine :wink:) Auch wenn der sound vor der bühne nicht immer optimal daher kam war es auf der bühne fast schon zu leise bis auf den bass selbst bei kleinen anordnungen von 3 elementen pro seite. Lg

  • Volker Holtmeyer
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    • 21. Juni 2010 um 10:14
    • #20
    Zitat von "Jonnytrance"


    Nach welche Kommastelle wird es denn unverständlich?

    Gleich nach die erste Kommastelle wo fehlt.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

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