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Knackgeräusche beim Berühren des Kabelmikrofons...

  • bastelbasti1
  • 24. August 2010 um 08:53
  • bastelbasti1
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    46
    • 24. August 2010 um 08:53
    • #1

    Hallo zusammen!

    Eigendlich wollte ich diese Frage bei Party-Pa stellen, da mein Account aber nach drei Tagen immer noch nicht vom Admin freigeschaltet wurde weiche ich nun doch hierher aus...
    Ich stehe gerade vor einem kleinen Rätsel, das vielleicht auch schnell gelöst werden kann:

    Nach dem Aufbau einer Musikanlage kommt es vor, dass Knackgeräusche entstehen, wenn man das angeschlossene Kabelmikrofon berührt.
    Dies kann ich mir nicht erklären, da ich alles ordnungsgemäß geerdet habe.
    Unter "ordnungsgemäß" verstehe ich:
    Pin 1 und 3 gebrückt, mit MINUS und SCHIRM belegt,
    Pin 2 mit PLUS belegt.

    Kann mir jemand dieses Phänomen erklären??? Wie kann ich Abhilfe schaffen???

    Vielen Dank für eure Antworten! :D

    ...Stell dir vor du gehst in dich und keiner ist da...

  • simonstpauli
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    • 24. August 2010 um 09:29
    • #2

    Kannst Du mal genau beschreiben, welche Geräte in der Signalkette sind?

    - Mikrofon
    - Kabel mit Belegung
    - Mischpult

    Sonst stochern wir nur im Dunkeln und wundern uns, warum Pin 1 und 3 gebrückt sind.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Jueof
    Verifiziert
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    529
    • 24. August 2010 um 10:31
    • #3
    Zitat

    Pin 1 und 3 gebrückt, mit MINUS und SCHIRM belegt,
    Pin 2 mit PLUS belegt.

    Damit verlierst du die symetrie und ist nur nötig falls der input unsymetrisch (2-pol) klinker ist. Tausche mal das kabel.

  • simonstpauli
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    • 24. August 2010 um 11:00
    • #4
    Zitat von "Jueof"

    Damit verlierst du die symetrie und ist nur nötig falls der input unsymetrisch (2-pol) klinker ist. Tausche mal das kabel.


    Deshalb fragte ich nach den Geräten. ;)

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • bastelbasti1
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    46
    • 24. August 2010 um 12:36
    • #5

    Sooo, also bei dem Mikrofon handelt es sich um ein dynamisches Handmikrofon von Bouyer.

    Daran angeschlossen habe ich ein XLR Kabel mit zuvor beschriebener Belgung.
    Die Belegung habe ich aus Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/XLR#Beleg…sf.C3.BChrungen

    Das Mischpult ist ein (ok, ich weißm schon was ihr sagen werdet ;) )
    Omnitronik Entertainment- Mixer EM 260B.
    Ich habe verschiedene Tests gemacht, an dem Mischpult scheint es nicht zu liegen.
    Ein anderes Kabel habe ich auch schon verwendet, der Erfolg war eher mäßig...
    :?::?::?:

    ...Stell dir vor du gehst in dich und keiner ist da...

  • simonstpauli
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    • 24. August 2010 um 12:43
    • #6

    OK.

    Das Pult hat symmetrische Eingänge, also ist es ratsam, auch das XLR-Kabel symmetrisch auszuführen, also 1:1 durchbelegt. Das Steckergehäuse mikrofonseitig sollte nicht mit der Masse des Kabels (Pin1) verbunden sein. Die Phantomspeisung am Mixer sollte ausgeschaltet sein.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • skyworker
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    • 24. August 2010 um 13:15
    • #7

    Morgen Basti -

    Zitat

    Ich habe verschiedene Tests gemacht

    - welche denn?

    Nimm mal ein symmetrisch beschaltetes Mikrofonkabel (Also Schirm auf 1, Inphase auf 2 und Outphase auf 3, keine Brücken) und versuch damit dein Glück. Und vergewissere dich, dass du die Pahntomspeisung nicht aktiviert hast (es sei denn, du benötigst sie für das Mikro, was ich aber nicht annehme). Bitte auch mal checken, ob beidem Kabel eine Brücke von der 1 aufs Gehäuse des XLR ist - wenn ja: weg damit!

    Und lass mal hören, ob sich was ändert.

    Best

    SKY

    Edit: kann man hier nicht mal eine Tasse Kaffee trinken, ohne dass der hohe Norden einem wieder die Worte aus dem Mund nimmt??? ^^

    Kein Applaus für Scheiße!

    Einmal editiert, zuletzt von skyworker (24. August 2010 um 13:53)

  • guma
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    • 24. August 2010 um 13:50
    • #8
    Zitat von "bastelbasti1"

    Sooo, also bei dem Mikrofon handelt es sich um ein dynamisches Handmikrofon von Bouyer.

    Vielleicht liegt das Problem auch hier: Paul Bouyer war ein französischer Mikrofonhersteller, Firmengründung 1931 , von dem noch verschiedene Modelle musealen Charakters in Umlauf sind. Wie die anschlußmäßig belegt sind und welche Impedanz die haben, wird sich so per Ferndiagnose nicht klären lassen.

    Ferner gibt es in der Gegenwart eine Ela-Installationsfirma gleichen Namens in Frankreich. Wie da die Verbindung mit besagtem Paul ist und ob die heute noch Mikrofone bauen, entzieht sich meiner Kenntnis.

  • matthias falke
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    • 24. August 2010 um 14:38
    • #9
    Zitat von "guma"

    Vielleicht liegt das Problem auch hier

    Um das zu klären müsste man wissen ob das Mic. mit den genannten Gerätschaften schon mal zufriedenstellend funktioniert hat.

  • wora
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    • 25. August 2010 um 13:41
    • #10

    ich würde hier auf jeden fall ein symmetrisch beschaltetes kabel empfehlen.
    sowas kann NIE schaden!

    falls es trotzdem noch knackt würde ich das mikro testweise gegen ein anderes austauschen (z.b. SM58)

    falls es trotzdem noch knackt könnte man noch den mischer tauschen

    und falls es dann immer noch knackt, bist du über einen kunststoffteppich gelaufen und hast dich statisch aufgeladen... ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • guma
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    • 25. August 2010 um 14:45
    • #11

    Ok, wir sind alle gewohnt, dass das Problem zu 98% im Kabel zu suchen ist. Aus dem genannten Grund

    Zitat von "guma"

    ...Modelle musealen Charakters......

    könnte es jetzt auch anders sein.

    Schick uns doch mal ein schönes Übersichts-Foto von dem Mikro und ein weiteres mit Großaufnahme vom Kabelanschluß.

  • bastelbasti1
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    • 25. August 2010 um 15:09
    • #12

    Sooo, leider werde ich erst heute Abend dazu kommen, eure Tipps auszuprobieren.

    Nun habe ich aber genaueres zum Mikrofon erfahren können.
    Es handelt sich um ein GM822 von Bouyer,
    ein Datenblatt erhält man hier:
    http://www.telecomsystems.nl/Home/Producten/Bouyer/gm822.pdf

    Das Kabel zu fotografieren ist mir ehrlich gesagt etwas zu aufwendig, eigendlich müsste doch die Belegung des Kabels reichen?! oder?

    Pin 1 und 3 gebrückt, mit MINUS und SCHIRM belegt,
    Pin 2 mit PLUS belegt.

    Ein weiteres Kabel das ich noch gefunden habe, welches aber auch nicht gerade bessere Ergebnisse liefert hat folgende Belegung:

    Pin 1 = Schirm
    Pin 2 = Plus
    Pin 3 = Minus

    ...Stell dir vor du gehst in dich und keiner ist da...

  • Maddin_east-music.de
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    • 25. August 2010 um 15:39
    • #13

    Ist den die Pinbelegung bei dem anderen Kabel an beiden Enden gleich?
    Im Endeffekt müssen, für eine symmetrische Signalführung Pin1 mit Pin 1, Pin 2 mit Pin 2 und Pin 3 mit Pin 3 verbunden sein und keine Brücke, egal auf welcher Seite.

    Viele Grüße aus Leipzig

  • simonstpauli
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    • 25. August 2010 um 16:01
    • #14
    Zitat von "skyworker"

    Morgen Basti -

    - welche denn?

    Nimm mal ein symmetrisch beschaltetes Mikrofonkabel (Also Schirm auf 1, Inphase auf 2 und Outphase auf 3, keine Brücken) und versuch damit dein Glück. Und vergewissere dich, dass du die Pahntomspeisung nicht aktiviert hast (es sei denn, du benötigst sie für das Mikro, was ich aber nicht annehme). Bitte auch mal checken, ob beidem Kabel eine Brücke von der 1 aufs Gehäuse des XLR ist - wenn ja: weg damit!

    Und lass mal hören, ob sich was ändert.

    Best

    SKY

    Edit: kann man hier nicht mal eine Tasse Kaffee trinken, ohne dass der hohe Norden einem wieder die Worte aus dem Mund nimmt??? ^^

    Alles anzeigen


    Tschuldigung. ;)

    Nach der Lektüre:

    Zitat von "bastelbasti1"


    http://www.telecomsystems.nl/Home/Producten/Bouyer/gm822.pdf

    bleibe ich dabei:

    Ein symmetrisches Kabel, XLR-XLR, ohne Brücken zwischen 1 und 3 und ohne Brücken zwischen 1 und Gehäuse, keine Phantomspeisung am Mischer.

    Auch gerne mal verschiedene XLR-female-Stecker ausprobieren, evtl. ist es ein Paßform-Problem.
    Auch darauf achten, daß der Gummiring bei Neutrik-Steckern vorhanden und intakt ist.

    Gerne auch mal Pin 1 am Kabel gegen Erde messen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • guma
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    • 25. August 2010 um 16:41
    • #15
    Zitat von "simonstpauli"

    .....bleibe ich dabei:

    Ein symmetrisches Kabel, XLR-XLR, ohne Brücken zwischen 1 und 3 und ohne Brücken zwischen 1 und Gehäuse, keine Phantomspeisung am Mischer.

    Auch gerne mal verschiedene XLR-female-Stecker ausprobieren, evtl. ist es ein Paßform-Problem.
    Auch darauf achten, daß der Gummiring bei Neutrik-Steckern vorhanden und intakt ist.

    Gerne auch mal Pin 1 am Kabel gegen Erde messen.

    Jawoll.

    NB:

    " nouvelle generation" ......... hihihihi, ob das noch "produit en France" ist ????

  • treibsand
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    • 25. August 2010 um 23:36
    • #16
    Zitat von "simonstpauli"

    Tschuldigung. ;)


    Hörst du wohl uf, dich bei unseren Prealpinen Mitbewerbern zu entschuldigen - vor allem, wenn dich keinerlei Schuld trifft... ...soll der von der anderen Seite des Weiswurstäquators doch mal schneller posten...

    @ Bastelbasti:
    Fehler und Probleme sind der natürliche Feind eines jeden Technikers. Ohne sie wären wir nix. Ohne uns wären sie. :wink:
    Alleroberste Prämisse muss die logische Fehlereingrenzung sein.
    Hierzu würde ich als erstes 2-3 andere Kabel, dann 2-3 andere Mikros ausprobieren. Natürlich haben die Kollegen recht, wenn sie auf "richtig" belegte 1:1 Kabel ohne Masseverbindung hinweisen - aber in der Praxis wirst du irgendwann keine Zeit mehr haben, um auch das Kabel auf Spezifikation und richtige Belegung zu prüfen - da geht es primär um Prüfung auf Funktion!
    Das Teil, welches man nicht weglassen kann, ohne den Fehler reprodizieren zu können, ist dein "Problembär".

    Die Teile, die im Funktionstest durchfallen, werden
    a) zur Reparatur gekennzeichnet und in die Werkstatt überstellt
    b) aus dem nächstliegenden Fenster geschmissen (nach Laune geöffnet oder geschlossen)
    c) mit extrem vorwurfsvollen Blick dem zuständigen Kollegen vor die Füsse geworfen mit dem Hinweis, er solle doch seinen Müll besser instandhalten.

    Versteh mich bitte nicht falsch, aber in diesem Metier musst du dir Referenzen schaffen. Referenzen für Funktion, Klang, Design, Ideen. Irgendwann später Referenzen für Jobs...
    Nur mit Hilfe dieser Referenzen kannst du schnell Fehler erkennen.
    In deinem Fall heisst das, ggf. auch mit Mikro und Kabel bei einem Kollegen am Pult zu testen, ob der Fehler mitwandert - wenn du ausschliessen konntest, dass Kabel & Mic. defekt sind.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • wora
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    • 26. August 2010 um 10:39
    • #17
    Zitat von "treibsand"

    ...
    Fehler und Probleme sind der natürliche Feind eines jeden Technikers. Ohne sie wären wir nix. Ohne uns wären sie. :wink:
    ...

    das ist eine ausgesprochen gute formulierung ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bastelbasti1
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    • 26. August 2010 um 13:46
    • #18

    Soooo, Test war erfolgreich :)

    Ich habe ein Symetrisches Kabel verwendet, Phantomspeisung ausgeschaltet (war schon aus) und habe verschiedene Mikrofone getestet. Für den Fehler mache ich nun zwei Dinge verantwortlich:
    Zum einen war bzw. ist die Steckverbindung am Mikrofon nicht mehr die neueste, beim Bewegen des Kabels kam es hin und wieder zu knackgeräuschen.
    Zum Anderen muss ich "Wora" Recht geben, es hatte wohl auch etwas mit statischer Aufladung zu tun, obohl ich mir dies nicht erklären kann, wo doch alles geerdet war.... Der erste Test erfolge in einem Raum mit Teppichboden. Der zweite Test erfolgte nun auf einem Holzboden, zusätzlich nutzte ich ein außen gummierten Mikrofon von Beyerdynamik.
    Alles schon seeehr viel Besser. Jetzt müsste nur noch das Mischpult durch ein hochwertige erstetzt werden und alles wäre perfekt ;)

    Ich danke euch sehr für eure Hilfe!
    Kennt ihr ein gutes Nierenmikrofon das ihr empfehlen könnt? Dann könnte ich eine Neuanschaffung "anregen"...
    Es sollte ein bühnentaugliches allroundgerät sein.

    Es grüßt

    Bastelbasti1

    ...Stell dir vor du gehst in dich und keiner ist da...

  • wora
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    • 26. August 2010 um 14:42
    • #19

    SM58 wäre der klassiker.
    es gibt aber auch noch andere.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • treibsand
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    • 26. August 2010 um 16:21
    • #20

    Im Party-PA würden SM58 Kopien als "Einsteiger-allroundmikro" empfohlen; weit vorne das Beyerdynamic TG-X58.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

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