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Wo ist die Schwachstelle in meiner PA (Signalkette)?

  • sebass
  • 12. Januar 2011 um 15:35
  • sebass
    Verifiziert
    Beiträge
    11
    • 12. Januar 2011 um 15:35
    • #1

    Hallo,

    ich bin neu hier im Forum. Ich hoff ich habe das Thema etwa an die richtige Stelle geschrieben.

    Also es geht darum ich betreibe seit ca 2 Jahren hobbymäßig eine kleine PA- Anlage (Licht auch ein bisschen). Nebenher bin ich auch noch Elektrotechnik Student. Jetzt habe ich vor ein Kleinunternehme zu gründen, damit ich auf der sicheren Seite bin wenn ich mal etwas Geld beim Verleih bekomme.

    Mich würde jetzt interessieren welche Komponente/n sich am negativsten auf den Klang ausüben, die ich evtl. mit geringem Kostenaufwand ersetzen könnte. Oder was fehlt noch wichtiges?
    Für wie viele Personen ist die Anlage geeignet?
    Welcher Verleihpreis wäre angemessen? (für Partyanlage, also 2xTop 4xBass Endstufen,... ich weiß abhängig vom Wohnraum aber vilt eine grobe abschätzung)
    Ich möchte die Anlage für Live, Konserve, Indoor sowie Outdoor benutzen.

    Ich würde mich sehr über Komentare oder Beiträge freuen.
    Hier mal eine grobe Übersicht meines Materials:

    Tops:
    EAW MK53.. (800W/8ohm) und MK51 ...(500W/8ohm) (eine Box ist ein Selbstbau mit "ähnlicher" Bestückung, insgesamt sind es 4 tops)
    je Paar: 1x LAB 2000c (2x1000W/8ohm) (für MK51.. mit MLS)
    Bass:
    4 Stück Oberton 18xb700 (700W/8ohm) in TSE-SUB Selbstbaugehäuse
    je Paar: 1x PSE SM 1400 in Brücke (2100W/4ohm)
    Controller:
    Dynacord DSP 224 (18bit A/D Wandler) ausreichend??

    Lautsprecherkabel sind Titanx: 2x2,5 für Tops und 4x2,5 (2 parallel für Bass)
    Für Konserve: American Audio: Doppel CD-Player, Q-Spand DJ Mixer
    Für Live: Yamaha 01V Mischpult
    Mackie SR24.4VLZ (wenns mal mehr Kanäle braucht)
    Siderack: Behringer und DBX
    Mikros: Gesang und Sprache: Samson Q7
    Intrumental und Drums: relativ günstige 5er und 7er Drum-Mikro-Set
    Monitore: 4x KME FM1122AE
    relativ günstige XLR Kabel
    2 selbstbau Multicore 16/6 mit gesamtmasse (bis jetzt 2 mal genutzt und keine probleme mit rauschen) wird auch eher selten genutzt.

    Ich bin mit dem Anlage echt zufrieden, aber sie kann ja nie gut genug sein...

  • janos buttgereit
    Beiträge
    412
    • 12. Januar 2011 um 16:31
    • #2

    Die Frage ist was du damit vor hast.

    Grundsätzlich würde ich an 2 Punkten spontan aufstocken:

    Zitat von "bibabuzzelfrau"

    relativ günstige XLR Kabel


    Wenn du gute Arbeit abliefern willst sind gute Kabel meiner Meinung nach elementar. Gute Kabel bedeutet für mich Qualitätsware von Sommer, Cordial oder ähnlichen Herstellern und Neutrik Stecker. Günstige Kabel gehen schnell Kaputt, gerade deren Stecker, und können unschöne Geräusche erzeugen, also immer eine Fehlerquelle. Und Störgeräusche bekommt auch jeder technische Laie mit und das schlägt sich auf den Eindruck nieder, den man von dir hat.

    Zitat von "bibabuzzelfrau"

    Mikros: Gesang und Sprache: Samson Q7
    Intrumental und Drums: relativ günstige 5er und 7er Drum-Mikro-Set


    Bei den Mikros würde ich auch zu hochwertigem raten. Damit kann man oft einfach einen besseren Sound machen, auch wenn vielleicht zuerst ein günstiges Mikro solo nicht so gravierend anders klingen mag, kann man gerade in Lautstärkemäßigen Grenzbereichen da einiges rauskitzeln. Und auch irgendwie einen besseren Gesamtsound formen.
    Jetzt kann man natürlich die Standard-Kandidaten anschaffen, man kann aber auch mal aufmerksam hier im Forum lesen was es da so für oft bessere Alternativen gibt. Denn Riderforderungen scheinst du bei der Anlage ja eher nicht erfüllen zu müssen. Und dann entsprechende Mikros mal versuchen zu bekommen, auszuprobieren und wenn du gut mit klar kommst kaufen.

    Zum Rest kann ich nur sagen, dass ich die Speaker so nicht kenne. EAW ist jetzt aber auch nicht low Budget, darum gehe ich davon aus, dass man damit bestimmt was ordentliches machen kann. Dynacord ist auch ok, über den 18bit Wandler würde ich mir jetzt nicht so viel Gedanken machen, CD's haben auch nur 16Bit.
    Yamaha 01V ist für den Anfang ok, auch für Veranstaltungen im kleinen Rahmen bestimmt nicht schlecht.
    Mit Mackie hab ich auch in meinen Anfangstagen gemischt, da kann man was gescheites mit hinbekommen, je nachdem auch was man auch an Outboard Zeugs hat. Behringer und DBX ist da eine etwas schwammige Aussage, grundsätzlich sind Behringer Produkte nicht wirklich High End, aber zum mischen lernen auch tauglich. DBX kann schon ganz gut sein.

    Um eine Aussage über die Anzahl der Personen für die die Anlage geeignet ist, kann man nicht so aus dem Stehgreif fällen. Kommt halt ganz drauf an, was du vorhast, Party ist was anderes als Rock'n Roll, das hingegen ist wieder etwas anderes als Sprachbeschallung, Indoor/Outdoor entscheidet... ich würde sagen dass kannst du selbst am besten nach einigen Einsätzen abschätzen.

    Ansonsten gilt: Praxiserfahrung sammeln und gleichzeitig theoretisches Hintergrundwissen aufstocken. Dann kannst du auch irgendwann so etwas selbst beurteilen.

    Könnt ihr bitte leiser Spielen? Die Leute wollen sich doch während des Konzerts noch unterhalten können!
    (Zitat eines Musikschullehrers...)

  • mathias81
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    • 22. Januar 2011 um 04:42
    • #3

    Also ich würde mir über den DSP 224 schon Gedanken machen. Das war seiner Zeit ein riesen Schritt und ein auf Anhieb hörbarer Unterschied als der DSP 244 die Nachfolge antrat. Unter Livebedingungen wird der DSP evtl. auch nicht immer richtig ausgesteuert, das heist also von den verfügbaren 18 Bit nutzt du je nach dem auch nur vielleicht 11-12. Den Unterschied wirst du da garantiert sofort zu hören bekommen. Also uns ging es damals jedenfalls so. Und einen gebrauchten DSP 244 mit RS 485 Schnittstelle gibts ja haufenweise für günstiges Geld zu ergattern dann könntest du auch via IRIS Net oder Crossmax einen Remotebetrieb realisieren.

  • TomyN
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    • 24. Januar 2011 um 08:09
    • #4

    Hi,

    bevor ich mir über den Controller per se Gedanken machen würde, würde ich erstmal nach den verwendeten Presets fragen. Macht der Controller mehr als eine reine Frequenzweichenfunktion? Wurde ein sinnvolles Preset für die Anlage erstellt (Timealignment, Frequenzgang, Limiter)?

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • sebass
    Verifiziert
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    • 24. Januar 2011 um 14:50
    • #5

    Danke schonmal für die Antworten.

    TomyN
    Der Controller wird hauptsächlich als Frequenzweiche und Limiter eingesetzt (minmal zur anpssung des Frequenzgangs, hatte dafür bissher noch nicht wirklich zeit) noch kein Timealignment (bringt das viel?)
    Zum Preset:
    LowCut: 45Hz (18db Butterworth)
    Trennfrequenz 80Hz (18db Butterworth) (die MK53 bzw MK51 sind 15" 1.4" deshalb so Tief)
    Hat sich beim Ausprobieren als gute Kombi erwiesen :)


    Bin für alle Anmerkungen sehr dankbar.

  • simonstpauli
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    • 24. Januar 2011 um 15:24
    • #6

    Tomy hat einen guten Ansatz gebracht, das Time-Alignment der PA ist zunächst mal wichtiger als tonale Anpassung. Die baut am Ende darauf auf.

    In der Reihenfolge würde ich verbessern:

    - Preset für die PA (mehrere Presets für mehrere Aufbauvarianten)
    - Mikrofone

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • sebass
    Verifiziert
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    • 5. Februar 2011 um 22:20
    • #7

    Hallo nochmal,
    so hab mir ein gebrauchtes TGX60 ergattert...
    im vergleich zu meine Samson Q7 hat es aber deutlich früher zu koppeln angefangen (es soll ja sehr koppelfest sein)
    Außerdem hab ich beim schnellen Hörvergleich zu den Q7 nur geringfügig bessere auflösung der höhen feststellen können (war zwar keine referenzbox( KME FM1122AE) aber müsste man einen preisunterschied von weit über 100 Euro nicht deutlich hören?)

    kann es eine defekt/teildefekt beim tgx60 geben, was ein frühes koppeln zur folge hätte? oder sind die Q7 gar nich so schlecht?

  • hias.h
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    1.192
    • 6. Februar 2011 um 02:44
    • #8

    Bei welcher Frequenz koppelt es denn?
    Auf den Datenblättern sind sich die beiden recht ähnlich, die Präsenzanhebung ist ein Stück anders.
    Das tgx60 geht ein bisschen weiter rauf, aber nicht wirklich viel.

    Kann schon sein, dass das Q7 ordentlich ist. Wie sieht es denn mit Handhabungsgeräuschen aus?
    Rein theorethisch könnte auch was am TGX defekt sein. Liegt sein Ausgangssignal in einem normalen Rahmen?

    Vielleicht hohle ich mir mal ein paar von den samson teilen.

  • 4Art
    Profi
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    371
    Beiträge
    6.137
    • 6. Februar 2011 um 11:29
    • #9
    Zitat von "hias.h"

    Bei welcher Frequenz koppelt es denn?
    Auf den Datenblättern sind sich die beiden recht ähnlich, die Präsenzanhebung ist ein Stück anders.
    Das tgx60 geht ein bisschen weiter rauf, aber nicht wirklich viel.

    Kann schon sein, dass das Q7 ordentlich ist. Wie sieht es denn mit Handhabungsgeräuschen aus?
    Rein theorethisch könnte auch was am TGX defekt sein. Liegt sein Ausgangssignal in einem normalen Rahmen?

    Vielleicht hohle ich mir mal ein paar von den samson teilen.

    Ich kenne mindestens eine Situation, bei welcher sich jemand nach einem Shootout für das Q7 und gegen das Beta87 entschieden hat... Nicht, weil das Q7 besser klang, sondern weil es bei einem fünftel des Preises ähnlich wie das Q7 - aber deutlich wärmer - klang... Das nur am Rande... Also kann der Vergleich zum TGX60 so schon stimmen.

  • sebass
    Verifiziert
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    11
    • 7. Februar 2011 um 17:40
    • #10
    Zitat von "hias.h"

    Bei welcher Frequenz koppelt es denn?
    Auf den Datenblättern sind sich die beiden recht ähnlich, die Präsenzanhebung ist ein Stück anders.
    Das tgx60 geht ein bisschen weiter rauf, aber nicht wirklich viel.


    Die genaue Frequenz kann ich nicht sagen, nur hört sich das koppel bei beiden ziehmlich gleich an

    Zitat von "hias.h"

    Kann schon sein, dass das Q7 ordentlich ist. Wie sieht es denn mit Handhabungsgeräuschen aus?
    Rein theorethisch könnte auch was am TGX defekt sein. Liegt sein Ausgangssignal in einem normalen Rahmen?


    Das Ausganssignal vom TGX ist etwas kleiner als das vom Q7, aber nicht so dass ich auf einen defekt schließen würde.

    .

    Zitat von "4Art"

    Ich kenne mindestens eine Situation, bei welcher sich jemand nach einem Shootout für das Q7 und gegen das Beta87 entschieden hat


    Was meisnst du mit "Shootout"?

  • hias.h
    Beiträge
    1.192
    • 7. Februar 2011 um 17:54
    • #11
    Zitat von "bibabuzzelfrau"


    Die genaue Frequenz kann ich nicht sagen, nur hört sich das koppel bei beiden ziehmlich gleich an

    Genaue Frequenz muss ja nicht sein, ist es eher hochfrequent oder dröhnender Bass? Wenn es sich bei beiden gleich anhört kann auch der Monitor eine Teilschuld haben.

  • sebass
    Verifiziert
    Beiträge
    11
    • 7. Februar 2011 um 21:42
    • #12
    Zitat von "hias.h"

    Genaue Frequenz muss ja nicht sein, ist es eher hochfrequent oder dröhnender Bass? Wenn es sich bei beiden gleich anhört kann auch der Monitor eine Teilschuld haben.


    Auf jeden Fall hochfrequent, ein typisches hohes "pieeeep"

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