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Grafischer Equalizer im Master inserten oder direkt

  • yamaha-user
  • 2. Mai 2011 um 09:19
  • yamaha-user
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    38
    • 2. Mai 2011 um 09:19
    • #1

    Hey,

    letzens habe kamm mir wieder die Frage auf, warum ich eigentlich den Main EQ insterten soll und nicht einfach Pult raus EQ rein und dann direkt auf die Amps?

    Ganz weis ich es nicht mehr aber, ein paar brocken sind noch da.

    Vielen Dank schon mal.

    Gruß
    Yamaha-user

  • bemi
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    • 2. Mai 2011 um 10:00
    • #2

    Hi,


    frueher waren EQs teilweise noch unsymmetrisch, d.h. Pult->EQ->Amp ist dann komplett unsymmetrisch. Beim Insert nur der FOH- Teil. Ausserdem - und das ist heute der Hauptgrund - sitzt der Insert vor dem Masterfader, d.h. der EQ wird im insert mit höherem Pegel "gefahren" was zu besserem Signal-/Rauschverhältnis führt (und Masterfader zu -> EQ Rauschen weg).

    Da aber die Technik heute ziemlich weit ist, weniger rauscht, EQs auch meisst symmetrisch beschaltet sind und die Returns eh mit mehr Pegel gefahren werden (vgl. Empfindlichkeit von Amps), ist es (mir) ziemlich egal ...


    VG bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • hermste
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    • 2. Mai 2011 um 10:04
    • #3

    Hallo!

    Vorteil Insertierung: Wenn der Summen-EQ kaputt geht/Stromkabel wird herausgezogen spielt es entweder automatisch weiter (wenn der EQ Relais besitzt) oder du musst lediglich den Insert Knopf deaktivieren, weiterer Vorteil: Bei den meisten Pulten siehst du den Pegel nach dem Master-Insertpunkt, du siehst also was tatsächlich an dBu an die Amps geht. Weiterer Vorteil: Du hast den EQ auch auf dem Kopfhörerausgang dabei.
    Nachteil: Der Insertpunkt ist je nach Pult möglicherweise unsymmetrisch.

    Ich halte es so: Symmetrische Insertpunkte: Summen EQ in den Insertpunkt.
    Unsymmetrische Insertpunkte: Lieber vom Pultausgang weiter an den EQ Input und dann vom EQ Output in die Verstärkerregion.

    Grüße,
    Hermann

  • djobi
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    • 2. Mai 2011 um 10:06
    • #4

    ah, gute Frage - das gleiche "Problem" hatte ich letztens bei einer Multipin-Verkabelung auch.

    Ich habe mich gegen Insert entschieden, zum einen weil das Pult unsymmetrische Inserts hat und ich dann alles durchweg symmetrisch habe (Pult - EQ - MuCo - Amp), zum anderen bleiben die Inserts so frei.
    Hat den Vorteil, daß ein Fremdtechniker nochmal einen Summenkompressor o.ä. anstecken kann (den Wunsch hatte ich zumindestens schonmal)

    Nachtrag: mein EQ hat ne Pegelanzeige und Bypass bei Stromausfall, von daher tragen hermstes Vorteile bei mir nicht :)

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
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  • tufkaklto
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    • 2. Mai 2011 um 10:14
    • #5

    Anderer Ansatz:

    Wenn man oft mit Fremdtechnikern konfrontiert wird, die eigenen Summenkompressoren etc mitbringen, dann würde ich den EQ nach dem Pult in Reihe stecken, damit hat man immer den Insert für die Fremdtechniker frei.

    Hat man die nicht, dann würde ich insertieren, ist irgendwie die sauberere Lösung, wie bereits erwähnt.

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  • guma
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    • 2. Mai 2011 um 10:22
    • #6

    Ich habe das mal nach PRAXIS verschoben, da es sich hier um eine echte Praxis-Frage handelt.

    Zitat von "hermste"


    Vorteil Insertierung: Wenn der Summen-EQ kaputt geht/Stromkabel wird herausgezogen spielt es entweder automatisch weiter (wenn der EQ Relais besitzt) oder du musst lediglich den Insert Knopf deaktivieren, weiterer Vorteil: Bei den meisten Pulten siehst du den Pegel nach dem Master-Insertpunkt, du siehst also was tatsächlich an dBu an die Amps geht. Weiterer Vorteil: Du hast den EQ auch auf dem Kopfhörerausgang dabei.

    Der wichtigste Vorteil ist ( wenn das im Pult so gemacht ist :wink: ), dass man die Pegeländerung, die man mit EQ erzeugt, tatsächlich im Master-Metering sehen kann.

    Wenn man den EQ, wie früher manchmal nötig als 'line driver' also als Aufholverstärker nutzen muß, ist das natürlich Quatsch. Das "Aufholen" sollte mit heutigen Amps und Controllern allerdings wirklich nicht mehr nötig sein.

    Wenn das Pult keinen Abgriff für recording vor dem Masterinsertpunkt hat, ist das recording postmasterEQ natürlich etwas doof.

    Ich mache es so, dass ich in der Regel den Master-EQ insertiere und ihn nur dann an den Pultausgang hänge, wenn ich sonst ein post-EQ recording produziere.

    Zitat von "klauston"

    Wenn man oft mit Fremdtechnikern konfrontiert wird, die eigenen Summenkompressoren etc mitbringen, dann würde ich den EQ nach dem Pult in Reihe stecken, damit hat man immer den Insert für die Fremdtechniker frei.

    Genau dafür bin ich dankbar, wenn ich als Bandmixer irgendwo hin komme und meinen eigenen Master EQ zusätzlich einschleife, damit ich mir am Analog-FOH keine MasterEQ-Einstellungen aufschreiben muß. :wink:

  • billbo
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    • 2. Mai 2011 um 13:02
    • #7

    1.) Die Ausgangsstufen von hochwertigen Livemischpulten sind/ waren, um problemlos auch die Kabelkapazitäten von mehreren 100m Multicore etc. bewältigen zu können, extrem niederohmig ausgelegt. Bei einem x – beliebigen Insert-/ Peripheriegerät kann/ konnte man davon nicht immer unbedingt ausgehen (bei Billigpulten allerdings leider auch nicht... ).
    2.) Ein FOH – Pult ab einer gewissen Größe bietet nicht nur Eingangskanäle > Subgruppen > Summe, sondern im Anschluss daran auch einen Ausgangsteil, die Matrix. Mit dem ‚Geschmacks – EQ’ im Master möchte ich natürlich alle angeschlossenen Beschallungsanlagenteile gleichermaßen beeinflussen und nicht nur die, die zufällig am L/R – Ausgang hängen.
    3.) Gilt nur für Monitoranwendung: falls ich Abhörwedges benutze und die einzelnen Ausgangskanäle damit abhöre möchte ich möglichst genau das hören, was auch der Musiker da vorne hört. Und das beinhaltet in allererster Linie auch gerade das, was ich mit dem SummenEQ mache. Deshalb sind nicht insertete Eqs am Monitor ein echtes ‚No Go’.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • tufkaklto
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    • 2. Mai 2011 um 21:45
    • #8
    Zitat von "billbo"

    3.) Gilt nur für Monitoranwendung: falls ich Abhörwedges benutze und die einzelnen Ausgangskanäle damit abhöre möchte ich möglichst genau das hören, was auch der Musiker da vorne hört. Und das beinhaltet in allererster Linie auch gerade das, was ich mit dem SummenEQ mache. Deshalb sind nicht insertete Eqs am Monitor ein echtes ‚No Go’.

    100 % Zustimmung.

    Ich muß gestehen, das ich das als so klar erachtet habe, das ich das nicht mal anders in Erwägung gezogen habe.

    Und was den Rest angeht:
    Klar, wenn man über eine Matrix verteilt, dann wird sich die Frage so weniger stellen, als wenn wir von reinem 2 Kanal reden, wo was in L und R gesteckt wird.

    Wobei ich auch hier bevorzuge, Prozessing von PAs ausserhalb des Pultes zu realisieren. ( sofern es geht und auch Sinn macht, muß ja für Kleinjobs nicht Sinn machen )

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  • wora
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    • 5. Mai 2011 um 01:46
    • #9

    ich hatte vor vielen jahren mal einen anderen grund, den master-EQ hinter das FOH-pult zu hängen:
    der ausgang meines Varicurve klang einfach besser als der ausgang des vom club gestellten Spirit-Pultes... und damit hab ich dann 500 jobs gemacht ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jens Droessler
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    • 17. Mai 2011 um 02:04
    • #10
    Zitat von "hermste"

    Vorteil Insertierung: Wenn der Summen-EQ kaputt geht/Stromkabel wird herausgezogen spielt es entweder automatisch weiter (wenn der EQ Relais besitzt) oder du musst lediglich den Insert Knopf deaktivieren,


    Aber das trifft doch genauso zu, wenn der EQ hinterm Pult hängt. Er geht auf Bypass, wenn der Strom weg ist (Relais) oder du drückst Bypass von Hand und schon fließt das Signal an der EQ-Schaltung vorbei.

    Zitat

    Weiterer Vorteil: Du hast den EQ auch auf dem Kopfhörerausgang dabei.


    Ob das wirklich ein Vorteil ist? Ich möchte nicht unbedingt die querchen EQ-Einstellungen, die für manche PA nötig sind, auf meinem linearen Kopfhörer haben. Der EQ soll mir doch die PA entzerren, damit sie sich dem Ideal annähert. Den Kopfhörer, der schon nahe am Ideal ist, kann es doch nur noch davon wegbringen


    Zitat

    Nachteil: Der Insertpunkt ist je nach Pult möglicherweise unsymmetrisch.


    Wo liegt da der Nachteil? Auf den 3m zum Siderack und mit an gleicher Unterverteilung hängenden Geräten passiert da... nichts. Symmetriert wird im Pult erst nach dem Insert.

    Bei billigen EQs würde ich IMMER in den Insert des Pultes gehen, vorausgesetzt er funktioniert. Das Rauschen kann nämlich gewaltig nerven.

    Zitat von "wora"

    ich hatte vor vielen jahren mal einen anderen grund, den master-EQ hinter das FOH-pult zu hängen:
    der ausgang meines Varicurve klang einfach besser als der ausgang des vom club gestellten Spirit-Pultes... und damit hab ich dann 500 jobs gemacht ;)


    Das wird wohl dann ein Line Driver-Problem gewesen sein. Denn der Ausgang des Spirit-Pultes hat ja dann wohl letztlich den Varicurve versorgt.

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