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EQ Einstellungen

  • tufkaklto
  • 15. Mai 2011 um 14:12
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    • 31. Mai 2011 um 12:01
    • #161

    Oh dann bin da falsch informiert. Vor 20 Jahren habe ich mal dafür interessiert und es war meines Wissens nach damals noch ein Studiengang in Nürnberg. Aber das ist echt schon lange her.

    Practice, Practice, Practice

  • tobias kammerer
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    • 31. Mai 2011 um 19:30
    • #162
    Zitat von "guma"

    Komplett OT aber bitteschön:

    @ Gert

    Düsseldorf oder Detmold kann man nicht mit Nürnberg gleichsetzen !!! Allgemein wurde das Studium an der Robert-Schumann Schule oder am Erich-Thienhaus-Institut als deutlich hochkarätiger angesehen als die SRT-Ausbildung. ( Habe mich vor Jahrzehnten selbst mal dafür interessiert ) Also "Nürnberger" sind Abgänger einer Art rundfunkinterner Berufsschule aber mE keine Tonmeister. Der Laden heißt jetzt 'ARD.ZDF Medienakademie'.
    1975 dazu gekommen ist der Laden, an dem Meister Sengpiel wirkt: Das Tonmeisterinstitut der UDK Berlin, das ebenfalls als sehr ordentlich gilt.
    Alle diese Menschen haben aber nach ihrem Studium nur eine sehr begrenzte Vorstellung von Mischen unter Bedingungen der Beschallungstechnik, können sich aber durchaus in unser Gebiet einfinden. Einen Eindruck davon kann man jährlich in Leipzig bekommen wenn man die Diskussionen in den entsprechenden Vorträgen verfolgt. :wink:

    Das alles hat allerdings wiederum nichts mit diesen SAE Lehrgängen zu tun. Das ist in meinen Augen nur Beutelschneiderei.

    Hallo nochmal,

    also ich war in der SAE 1,5 Jahre pro Woche ca. 3 bis 4x und mußte auch zuhause lernen, damit ich die Prüfungen schaffe, obwohl ich da extrem vorbelastet reinging. Ein Maschinenbaustudium erfordert etwa den genau gleichen Zeiteinsatz, dafür habe ich mich mal interessiert. Das also mit einem Lehrgang gleichzusetzen, ist schon ein bischen arg krass, unabhängig davon, wie gut man das zum Schluss findet. Im Grunde zeigt mir das nur, dass Die meißten hier über die SAE diskutieren obwohl sie nicht im Ansatz eine Ahnung von der Schule haben. Das klingt mir alles sehr nach Hörensagen. ich kenne auch denkbar schlecht ausgebildete Universitätsabgänger. Deswegen gleich das ganze Studium durch den Dreck zu ziehen ist sicher falsch.

    In einem Punkt stimme ich sofort zu: Die SAE ist an Tiefe bei weitem nicht mit dem Tonmeisterstudium zu vergleichen. Das dauert erheblich länger, geht mehr in die Tiefe und erfordert meißtens schon vorab ein Musikstudium (da man sonst die Aufnahmeprüfung in der Regel nicht schafft).

    Ganz nebenbei: Ich habe auch schon 22 Jahre Liveerfahrung. Diese Erfahrung schließt ja die Ausbildung nicht aus. Bis heute habe ich keine Minute in der SAE bereut.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Wurst Werner
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    • 31. Mai 2011 um 20:09
    • #163

    Im Grunde genommen ist es sehr schade, dass es einfach keine praxisrelevanten Studiogänge für Tonleute (Studio oder Live gibt) gibt. Die SAE freut sich, kann sie doch durch diese Lücke wunderbar in Kurse verkaufen. Ich würde mir einen Studiengang wünschen, der sowohl die notwendigen technischen Aspekte des "Sound-machens" berücksichtigt, aber vor allem auch anerkennt, dass "Mischen" eine künstlerische Tätigkeit darstellt.

    LG
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • guma
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    • 31. Mai 2011 um 20:34
    • #164
    Zitat von "tobias kammerer"

    ........... Ein Maschinenbaustudium erfordert etwa den genau gleichen Zeiteinsatz, dafür habe ich mich mal interessiert..........

    Da bist Du jetzt aber ganz schlecht informiert :wink:

    Ich denke nicht, dass die SAE hier " durch den Dreck " gezogen wird. Es wird lediglich der Stellenwert ein wenig zurechtgerückt. Schließlich gilt für SAE keine allgemeine Hochschulzugangsberechtigung und es gibt keine ernstzunehmende Aufnahmenprüfung, d.h. es kann jeder dort hin, der es sich leisten kann also zum Beispiel alle die, die in Düsseldorf, Detmold oder Berlin nicht genommen wurden.

    Mein Respekt gilt der Geschäftsidee der Betreiber in Deutschland mit Start genau zu dem Zeitpunkt, als die BRD Senderechte an private Rundfunksender vergab und plötzlich ein großer Bedarf an technischem Personal bestand, den die etablierten Ausbildungsstätten nicht zu befriedigen im Stande waren. Dieser Bedarf ist aber inzwischen gedeckt.

    Meine persönliche Meinung:

    Die meisten Tonstudios leben nicht vorrangig davon, dass Dinge produziert werden, die der Markt tatsächlich braucht b.z.w. die wirklich in gewinnbringenden Stückzahlen verkauft werden. Statt dessen wird die Illusion verkauft, dass das jeweilige Produkt möglicherweise erfolgreich sein könnte. Bezahlt wird das in der Regel nicht von dem, was wir uns gemeinhin als "Musikindustrie" vorstellen und schon gar nicht von Musikkonsumenten sondern entweder von den Musikern selbst oder von Sponsoren wie z.B. Eltern. Naheliegend ist, dass Menschen aus diesem Genre auf die Idee kommen, eine ähnliche Illusion für den Traumberuf "Toningenieur" zu vermarkten. Für mich persönlich hat die Führung der Bezeichnung 'Dipl Audio Engineer' ein Gschmäckle auch wenn die Firma SAE das bestimmt als juristisch einwandfrei hat prüfen lassen.

  • tobias kammerer
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    • 31. Mai 2011 um 21:02
    • #165

    6 Semester sind beim Maschinenbau ausreichend oder waren es zumindest damals, das sind 6x 3 Monate= 1,5 Jahre. Die Kurszeit ist ähnlich. Die Aufnahmeprüfung der SAE hat in meinem Jahrgang etwa 1/ 3 nicht bestanden. Von den Kursbeginnern hat nur etwa 25% das Ziel mit Abschluß erreicht. Ich kann hier nicht sehen, dass da einfach was verkauft wird. Die Geschäftsidee ist übrigens deutlich älter, da es die SAE international mit einheitlichen Standards gibt. An der SAE kann man als "Titelgeiler" noch einen Kurs dranhängen und bekommt dann einen offiziel anerkannten Bachelor
    Wer´s braucht!
    Die SAE war übrigens die Ursache dafür, dass die Rundfunkschulen geschlossen wurden, weil die Qualifikation sich als besser herausstellte und somit die Rundfunkschulen überflüssig wurden.

    Ich wiederhole mich gerne: Vieles, was hier geschrieben wird, ist nicht mehr wert als Gerüchteverbreitung am Stammtischabend. Komischerweise wird über die SAE immer von denen hergezogen, die garkeine Ausbildung in die Richtung Ton- oder Veranstaltungstechnik haben. Sehr seltsam? Im öffentlich rechtlichen Bereich zählt die SAE durchaus was. Da lernen die Leute Ihr Handwerk selbst aber auch recht gut.

    Demnächst können wir gerne auch diskutieren, das man Häuser besser aus Erfahrung baut, bevor man Maurer lernt oder am Ende gar Architekt.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • tufkaklto
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    • 31. Mai 2011 um 22:39
    • #166
    Zitat von "tobias kammerer"

    Ich wiederhole mich gerne: Vieles, was hier geschrieben wird, ist nicht mehr wert als Gerüchteverbreitung am Stammtischabend. Komischerweise wird über die SAE immer von denen hergezogen, die garkeine Ausbildung in die Richtung Ton- oder Veranstaltungstechnik haben. Sehr seltsam? Im öffentlich rechtlichen Bereich zählt die SAE durchaus was. Da lernen die Leute Ihr Handwerk selbst aber auch recht gut.

    :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

    Ohne Worte. :D

    Es ist sinnlos, das ( wie viele andere Dinge ) mit Dir zu diskutieren.
    Du hast eine sehr festgefahrene Meinung, von der Du nicht abrückst.

    Ist ja auch egal, wenn Du damit glücklich wirst ist alles gut.

    Aber andererseits die Frage:
    Wie weit bist Du mit Deiner SAE Ausbildung gekommen, und wo sind Tontechniker hingekommen, die keine solche Ausbildung haben?
    Sind das in Deinen Augen alles überbezahlte Idioten????

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  • guma
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    • 31. Mai 2011 um 23:12
    • #167
    Zitat von "tobias kammerer"

    Die SAE war übrigens die Ursache dafür, dass die Rundfunkschulen geschlossen wurden, weil die Qualifikation sich als besser herausstellte und somit die Rundfunkschulen überflüssig wurden.

    :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

    ebenfalls ohne Worte !

  • wora
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    • 31. Mai 2011 um 23:16
    • #168
    Zitat von "Wurst Werner"

    ...Ich würde mir einen Studiengang wünschen, der sowohl die notwendigen technischen Aspekte des "Sound-machens" berücksichtigt, aber vor allem auch anerkennt, dass "Mischen" eine künstlerische Tätigkeit darstellt...

    dazu kann ich nur folgendes loswerden:
    +1!!!


    zum thema SAE möchte ich sagen, das es da in der tat gute leute gibt!
    aber ich habe durchaus auch andere kennengelernt!
    eine garantie für gute mischerleute scheint diese ausbildung also nicht unbedingt zu sein.
    ich kenne übrigens auch sehr gute leute, die sich alles selbst beigebracht haben...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (31. Mai 2011 um 23:34)

  • Jens Droessler
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    • 31. Mai 2011 um 23:33
    • #169

    Ich denke, hier liegt auch ein Missverständnis vor. Ich glaube nicht, dass hier irgendwer der Meinung ist, dass die Ausbildung bei der SAE Zeitverschwendung oder sinnlos ist. Worum es hier meines Erachtens geht: Die SAE macht niemandem nur durch den Abschluss zum guten Tontechniker, genauso wie Leute ohne SAE-Abschluss nicht gleich schlechte Tontechniker sind.

    Ob du, Tobias, ein guter Tontechniker bist, weiß ich nicht, ich hab noch keine von dir gemischte Band gehört. Wenn du es bist, war es sicher nicht die SAE, die dich dazu gemacht hat, sondern dein eigener Wille, einer guter zu werden. Die SAE hat dich dabei unterstützt, aber nicht dazu gemacht. Ich denke, du überschätzt ihren Anteil an deiner Kompetenz.

  • karel noon
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    • 1. Juni 2011 um 08:21
    • #170

    +1 für Jens
    +1 für Wurst Werner

    Ich war ja wie vorher geschrieben auch bei der SAE, war Toll, hat spaß gemacht, und ich hab auch das ein oder Andere gelernt, aber ich ich gehe aus gutem Grund nicht damit hausieren, bzw. eher umgekehrt, ich verschweige es sogar meistens, weil die verbreitetste meinung über SAE abgänger wird von leuten wie Tobias geprägt, die so tun als wäre es die beste Ausbildung der welt.
    Kann ich auch nachvollziehen, wer gibt schon gerne zu, das er für etwas grundlagenwissen, ein paar spaßige Tage in einem tollen Regieraum und evtl. einem sowieso Nutzlosen "Zertifikat" 17.000 Mark bezahlt hat? macht keiner gerne oder? :wink:

    Ich finde aber nach wie vor fehlt es tatsächlich an einer guten Tonman/Frau ausbildung, evtl. mit einer ausbildung die wie beim Dachdecker (ist das immer noch so?) mit einer verpflichtung zum reisen endet und einem dann auf der straße das wahre Technikerleben lernen läßt.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • chris216
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    • 1. Juni 2011 um 08:23
    • #171
    Zitat von "tobias kammerer"

    6 Semester sind beim Maschinenbau ausreichend oder waren es zumindest damals, das sind 6x 3 Monate= 1,5 Jahre.


    Süß...

    Gruß,
    Christoph Holdinghausen

  • gert
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    • 1. Juni 2011 um 08:47
    • #172
    Zitat von "tobias kammerer"

    6 Semester sind beim Maschinenbau ausreichend oder waren es zumindest damals, das sind 6x 3 Monate= 1,5 Jahre.

    Hierzu bitte folgenden Link verfolgen.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Academic_term

    Das mit dem dazugehörigen Numerus Clausus und einer Dipl. Arbeit macht schon deutlich mehr als 1.5 Jahre. So in etwa das dreifache!
    Das war also ein schwaches Argument fuer Deine Diskussion.
    Der Rest ist ja schon gesagt. Wobei ich dazu sagen muss das ich schon mit vielen gute Kollegen gearbeitet habe die auf der SAE waren. Die waren allerdings so gut das sie es auch ohne SAE gut geworden wären. Talent kann man halt nicht kaufen.

    Practice, Practice, Practice

  • tufkaklto
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    • 1. Juni 2011 um 09:15
    • #173
    Zitat von "Jens Droessler"

    Ich denke, hier liegt auch ein Missverständnis vor. Ich glaube nicht, dass hier irgendwer der Meinung ist, dass die Ausbildung bei der SAE Zeitverschwendung oder sinnlos ist. Worum es hier meines Erachtens geht: Die SAE macht niemandem nur durch den Abschluss zum guten Tontechniker, genauso wie Leute ohne SAE-Abschluss nicht gleich schlechte Tontechniker sind.

    Ob du, Tobias, ein guter Tontechniker bist, weiß ich nicht, ich hab noch keine von dir gemischte Band gehört. Wenn du es bist, war es sicher nicht die SAE, die dich dazu gemacht hat, sondern dein eigener Wille, einer guter zu werden. Die SAE hat dich dabei unterstützt, aber nicht dazu gemacht. Ich denke, du überschätzt ihren Anteil an deiner Kompetenz.


    +1

    Mich regt dabei etwas auf, das Tobias meint, wenn man keine SAE hat, dann hat man keine Fachausbildung .
    Und ohne SAE kann man weniger bzw mit SAE mehr.

    Und das ist völliger Blödsinn

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  • wora
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    • 1. Juni 2011 um 11:36
    • #174

    ich denke die folgende meinung zur SAE ist allgemein verbreitet:
    ein studium an der SAE hilft, sein wissen zu vergrössern. es ist ja immerhin eine schule.
    SAE abgänger bringen ein gutes grundwissen mit und sind vertraut mit der aktuellen tonstudiotechnik.
    was man an der SAE aber definitiv nicht lernen kann:
    talent!!

    es gibt in der tat SAE-leute, die denken sie wären wegen dieser ausbildung etwas besonderes. solche habe ich auch schon kennengelernt, einen davon habe ich sogar mal von der bühne geschickt - wegen einer völlig unnützen diskussion über die mikrofonposition an der snare!
    ich weiss nicht, ob die SAE da etwas dafür kann - oder ob dieses verhalten aus der erkenntnis kommt, das man da sehr viel geld investiert hat - und es trotzdem andere techniker ohne SAE gibt, die das gleiche können.
    wegen dieses verhaltens einiger SAE-ler kommt meines erachtens der ganze ruf dieser institution in gefahr. denn wenn man "SAE" hört, denkt man ja sofort an diese jungs!

    wer von vornherein dankt, das er wegen dieser ausbildung etwas besseres wäre, täuscht sich leider gewaltig.
    aber zum glück gibt es auch noch die wirklich guten SAE abgänger, die zumindest die vermutung nahe legen, daß diese schule nicht ganz umsonst sein kann ;)


    gibt es an der SAE eigentlich eine aufnahmeprüfung wie an der SRT? dort musste man z.b. auch ein instrument beherrschen, um überhaupt aufgenommen zu werden.


    ähem:
    wie war die ausgangsfrage nochmal?? :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • sebastian
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    • 1. Juni 2011 um 20:11
    • #175
    Zitat von "wora"

    dazu kann ich nur folgendes loswerden:
    +1!!!


    zum thema SAE möchte ich sagen, das es da in der tat gute leute gibt!
    aber ich habe durchaus auch andere kennengelernt!
    eine garantie für gute mischerleute scheint diese ausbildung also nicht unbedingt zu sein.
    ich kenne übrigens auch sehr gute leute, die sich alles selbst beigebracht haben...

    Vor Jahren wollte ich mal Tonmeister in Detmold studieren. Zur Vorbereitung auf die Aufnahmeprüfung hatte ich durchaus den Eindruck, dass man dringend eine künstlerische Ader haben muss. Das war sicherlich das kleinste Problem der Teilnehmer. SAE kam seiner Zeit nicht in Frage.

    Ciao
    Sebastian

  • david kammerer
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    • 1. Juni 2011 um 21:52
    • #176

    Hallo miteinander!
    Mir fällt bei diesen Diskussionen (nicht nur hier im Forum) immer wieder auf, wie vehement manche die Notwendigkeit und Vorteile einer soliden theoretischen Ausbildung abstreiten oder leugnen. In jedem mir bekannten Lehrberuf in Deutschland ist es selbstverständlich, daß zur praktischen Ausbildung im Betrieb auch theoretisches Fachwissen in der Berufsschule gelehrt wird. Nur in unserer Branche kommen Meldungen wie "Talent kann man nicht lernen", "die Praxis machts", "man Muß die Musik fühlen"...
    Sicher sind all diese Sachen auch wichtig, aber ich bin weiterhin felsenfest davon überzeugt, daß eine gute theoretische Basis imens wichitg für eine gute praktische Arbeit ist. Mit einem fundierten Wissen über die Materie werde ich immer anders an Probleme herangehen, als wenn ich nur auf Erfahrung zurückgreifen kann. Es ist wichtig zu wissen, warum etwas funktioniert und nicht nur, daß es funktioniert, wenn ich es so oder so mache. Spätestens dann wenn es nicht mehr funktioniert, werde ich mit Theoriewissen zielstrebiger an einer Problemlösung arbeiten und muß nicht erst wieder "erfahren". Selbst beim Veranstaltungstechniker hat man mitlerweile verstanden, daß man einige Dinge besser vorher in der Theorie durchgeht ("Das Wesen der Elektrizität wird einem schalgartig bewußt, wenn man mit ihr in Berührung kommt")
    Die SAE ist eine Möglichkeit von mehreren viel über die theoretischen Grundlagen der Tontechnik zu lernen. Natürlich gibt es auch andere. Vor rund 20 Jahren, als wir uns für die SAE entschieden haben, waren die Möglichkeiten recht dünn gesäht, vor allem wenn man nicht Tonmeister oder Ingenieur studieren wollte. Nach meinen damaligen Informationen sah ich keinen gravierenden Unterschied ziwchen der Ausbildung dort und an der SRT. Schon allein aus regionalen Gründen entschied ich mich daher für München. Daß man nach Besuch dieser Schule kein fertiger und automatisch guter Tontechniker ist, ist und war uns durchaus bewußt. Man ist aber auch kein fertiger / guter Arzt, wenn man mit dem Medizinstudium fertig ist, kein Lehrer nach dem Fachstudium usw.
    Was ich auch überhaupt nicht verstehe, daß man dafür, daß man sich Wissen angeeignet hat, schief angeschaut und belächelt wird oder sich sogar schämen muß und es verleugnet. Hey, ich habe eine Ausbildung / einen Kurs / einen Lehrgang efrolgreich absolviert, den rund 60% derjenigen, die ihn begonnen haben nicht geschafft haben!! Ich habe rund 6 Semester gelernt, geübt, eine Aschluß- (Diplom)Arbeit geschrieben, usw. (@ gert: wir hatten "nur" 2 Wochen Weihnachts- und 2 Wochen Sommerferien; bei einem Studium sind 3 Monate Unterricht mit 3 Monaten lehrfrei in Abwechslung--JA! Ich weis, das nutzt der Studierende für Praktika, Vorbereitung auf Prüfungen usw) und dafür soll ich mich schämen??? Nur weil ein paar scheinbar auch schlechte Abgänger der SAE kennengelernt haben?? Ich kenn auch schlechte Lehrer, schlechte Ärzte, schlechte Anwälte----diese Studiengänge also alles Quatsch???
    Haufenweise Handwerker besuchen ein paar Kurse und nennen sich dann "Energieberater", unzählige Finanzberater sind im Land, es gibt genügend Handwerker, die ihren Meister in einem halben Jahr machen, aber ich soll mich schämen und ja nicht erwähnen, daß ich auf der SAE war?? Unter anderem, weil die Schule Geld für die Ausbildung wollte? Junge, da wird es ganz schön dünn für einige Private Schulen (Wirtschaftsschulen) oder Meistertitel. ( Meine Schwester hat sich z.B. den Meister im Friseurhandwerk an einer Schule erkauft!)
    Beim besten Willen, das kann ich nicht nachvolziehen. Ich bin stolz darauf, daß ich das damals gemacht habe und geschafft habe. Und ich habe auch sehr viel Wissenswertes für mich mitnhemen können. Wenn also einzelne dort nicht viel gelernt haben, sollte man evtl. mal beim einzelnen schauen und nicht den Fehler im System suchen, denn offenbar gibt es ja auch positive Beispiele :wink:
    Zum eigentlichen Thema:
    klauston hat uns einige Beispiele von EQ- Einstellungen gezeigt, wo wir uns alle recht schnell einig sind: Das ist schlecht! --Warum? --und was kann man tun?
    Auch hier bin ich (und einige Andere) der Meinung, daß dies auch in einem unzureichenden Wissen über die Materie begündet ist. Daher stimme ich wora und den anderen zu, daß hier mal eine vernünftige Komplett Ausbildung hergehört. Ich finde es gehört ein (Lehr-)Beruf "Tontechiker" geschaffen, ähnlich wie vor einigen Jahren der Veranstaltungstechniker. Und die Bezeichnung "Tontechniker" auch gleich insoweit geschützt, daß sich nur diejenigen so nennen dürfen, die diesen Beruf erlernt haben, oder eine gleichwertige / höherwertige Ausbildung vorweisen können (z.B Tonmeister mit Berufserfahrung) und nicht jeder, der zu schlecht war, um in der Band mitzuspielen.... Zur Zeit ist es leider so, daß da wirklich jeder hinters Pult stehen und sich Tontechniker nennen darf, der bei drei nicht im Catering war. Und mit Verlaub, auch ein Veranstaltungstechniker ist kein Tontechniker, egal wie oft er in seiner Lehre Boxen aufgebaut hat. Wenn man sich die Ausbildungsvorgaben und Ziele anschaut, kann das einfich nicht sein. Ist aber trotzdem ein schöner und ehrbarer Beruf. Erst wenn man ermöglicht, daß viele gut ausgebildete Tontechniker unterwegs sind, werden solche EQ-Kurven mehr und mehr verschwinden.

    @karel: Ich bin erstaunt, daß der schlechte Ruf der SAE deiner Meinung nach von Leuten wie Tobi geprägt ist. Ich glaube kaum einer hier hat Tobi schon mal mischen gehört und kann somit seine Fähigkeiten beurteilen. Ich weiß nur, daß eingie Hersteller, Entwickler und Vertriebler immer wieder das Gespräch mit ihm suchen und seine Meinung sehr schätzen. Auch ist er in den Bereichen die er mischt eher dafür bekannt, daß es immer überdurchschnittlich gut klingt und keine nennenswerten Probleme gibt. Aber da sind wir jetzt wieder bei dem halbjährlichen Kompetenzgerangel, was er kann oder nicht...

    guma: der SAE Beutelschneiderei vorzuwerfen finde ich vor dem Hintergrund, daß auch du kostenpflichtige Seminare anbietest, sagen wir mal, "interessant". Das läßt bei mir den fahlen Beigeschmack aufkommen, daß man hier einen Mitbewerber schlecht reden will. Also ich hatte für umgerechnet weniger Geld mehr Tage "Seminar" bei diesen Beutelschneidern :wink:

    So jetzt solls genug sein und ich wünsche allen einen angenehmen Abend und denen, die es sich verdient haben, morgen einen schönen Vatertag!!

    Viele Grüße

    David Kammerer

  • guma
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    • 1. Juni 2011 um 22:47
    • #177
    Zitat von "david kammerer"

    Hallo miteinander!
    Mir fällt bei diesen Diskussionen (nicht nur hier im Forum) immer wieder auf, wie vehement manche die Notwendigkeit und Vorteile einer soliden theoretischen Ausbildung abstreiten oder leugnen.

    An dieser Stelle sollte der Beitrag eigentlich enden, denn er geht von einer völlig unsinnigen, verdrehten, falschen und in den Beiträgen so nicht wiederzufindenden Voraussetzung aus.

    Ich persönlich bin im Gegenteil ein besonderer Freund von solider theoretischer Ausbildung allerdings sollte die dann, wenn man sich danach 'Engineer' nennen darf, auch auf Ingenieurs-Level stattfinden.

    Zitat von "david kammerer"

    guma: der SAE Beutelschneiderei vorzuwerfen finde ich vor dem Hintergrund, daß auch du kostenpflichtige Seminare anbietest, sagen wir mal, "interessant". Das läßt bei mir den fahlen Beigeschmack aufkommen, daß man hier einen Mitbewerber schlecht reden will. Also ich hatte für umgerechnet weniger Geld mehr Tage "Seminar" bei diesen Beutelschneidern :wink:

    Das ist eine Frage des Anpruchs. Ich erhebe nicht den Anspruch in Qualität und Charakter eine Berufsausbildung zu bieten. Meine Wochenendseminare sind für das Angebot bekanntlich und vielfach bestätigt extrem preiswert. Die Milchmädchenrechnung ist ähnlich absurd wie der Vergleich zwischen SAE Lehrgang und Maschinenbaustudium.

    Da die Standpunkte von David und Tobias bekanntermaßen kaum differieren, bitte ich dringend von der "doppelte Lottchen Taktik" Abstand zu nehmen.

  • hell&dunkel
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    • 1. Juni 2011 um 23:13
    • #178

    Sorry, wenn ich mich hier einmische: Natürlich ist theoretisches Wissen wichtig. Euer beider Texte triefen allerdings vor Arroganz.
    Wenn die Schwester ihren Meistertitel erkauft hat, sollte man der zuständigen Handwerkskammer massiv in den Hintern treten und die Schwester... wie war das mit Herrn von und zu G. und anderen copy, paste & Fußnotenvergess- Doktoren?
    Es gibt Kammern, die wollen nur eines: Zahlende Mitglieder.
    Der "Energieberater im Handwerk" ist eine Zusatzqualifikation für Menschen, die vorn Berufs wegen schon wissen, um was es geht.

    Zum Thema des Startbeitrags/Sprachbeschallung: Mein EQ ist im Regelfall bis auf 2 oder 3 Bänder flat. Was machen wir jetzt? So ganz ohne SAE?

    Ich sollte wohl eine "School of Overflowengeneering" gründen und die Absolventen mit dem wohlklingenden Titel
    "Diplom Eventoverflow Engeneer" garnieren. :lol:


    Danke fürs Lesen
    Armin

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • david kammerer
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    • 1. Juni 2011 um 23:31
    • #179

    Hallo guma,

    schön, daß du feststellst, welcher beitrag es wert ist geschrieben zu werden, und welcher wann zu ende sein sollte. So sieht freier Meinungsaustausch aus. :roll:

    Da ich den Engineer eher als Techniker, bzw. Mechaniker verstehe, bin ich nicht der Meinung, daß die Ausbildung, die zum Erlangen dieses Titles führt auf Ingenieurs-Level sein muß. Ich seh mich nicht als Ingenieur.

    Was ich auch nicht ganz nachvilziehen kann: Nur weil ich häufig ähnlicher Meinung bin, wie mein Bruder, soll ich sie nicht kundtun dürfen? Viele sind hier in ihrer Meinung ähnlich, darf dann immer nur der erste seine schreiben?

    @Armin: Daß mein Teext arrogant rüber kommt tut mir leid. Ich fühl mich nicht als etwas Besseres, weil ich die SAE besuchte. Ich will mich nur nicht dauernd dafür rechtfertigen müssen, bzw. "schämen".
    Und natürlcih hat sich meine Schwester den Titel nicht erkauft - ich hoffte eigentlich, daß die Ironie zwischen den Zeilen zu sehen sei- ich wollte damit aufzeigen, daß es durchaus anerkannte Titel gibt, die die entsprechenden Personen zu Recht mit Stolz tragen ( und z.B auf Visitenkarten schreiben), und die in kürzerer Zeit und ebenfalls kostenpflichtig zu erlangen sind. Nur bei der SAE wird das permanent als "böse" dargestellt.
    Und nochmal: Ich behaupte nicht, die SAE ist das einizig wahre Institut für Aus- / Fortbildung im tontechnischen Bereich--- aber eine gute Möglichkeit!

    Schönen Abend!

    David Kammerer

  • Jens Droessler
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    9.074
    • 1. Juni 2011 um 23:41
    • #180
    Zitat von "david kammerer"

    Hallo miteinander!
    Mir fällt bei diesen Diskussionen (nicht nur hier im Forum) immer wieder auf, wie vehement manche die Notwendigkeit und Vorteile einer soliden theoretischen Ausbildung abstreiten oder leugnen. In jedem mir bekannten Lehrberuf in Deutschland ist es selbstverständlich, daß zur praktischen Ausbildung im Betrieb auch theoretisches Fachwissen in der Berufsschule gelehrt wird. Nur in unserer Branche kommen Meldungen wie "Talent kann man nicht lernen", "die Praxis machts", "man Muß die Musik fühlen"...


    Dass das nur in unserer Branche so ist, ist völliger Unsinn! GERADE in den Ausbildungsberufen (in so gut wie ALLEN) sagt jeder ältere Meister oder Geselle zum frischen Gesellen folgenden Satz: "JETZT fängt deine Ausbildung an!" Und dieser trifft eben nicht bei allen Azubis zu. Einige haben sich schon während der Ausbildung den Arsch aufgerissen und haben dann sofort einiges drauf, andere können nach der abgeschlossenen Ausbildung zum Industrieelektroniker nichtmal nen Lichtschalter anklemmen. Und genau darum geht es hier, ich wiederhole: Nicht die Ausbildung macht einen zum guten Techniker, sondern der Wille, einer zu sein!

    Zitat

    Ich kenn auch schlechte Lehrer, schlechte Ärzte, schlechte Anwälte----diese Studiengänge also alles Quatsch??


    Nein, sagt hier auch keiner. Aber gut dass du es sagst, denn das ist gerade wieder der Punkt, ich wiederhole es gleich nochmal: Der Studiengang/die Ausbildung macht nicht den Arzt/Anwalt/Lehrer zum guten Arzt/Anwalt/Lehrer, der Mensch selbst macht es!

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