Du hast es immer noch nicht verstanden, Bernd, denn die Simukurve in deinem letzten Beitrag ist so nicht korrekt, wie weiter oben bereits dargelegt wurde. Deine Schaltung ist ein Spannungsteiler, und bei gegebener Spannung kann es mit Schaltung nirgends lauter sein als ohne. Wenn du es schaffst, bei unveränderter Endstufe das gleiche Chassis mit Widerstand irgendwo lauter werden zu lassen als ohne, kannst du dich für Oslo anmelden. :wink:
Dass du an der Endstufenleistung manipulierst, um die 3dB vermeintlichen Pegelgewinn untenrum darzustellen, ändert nichts daran. Wenn dein beschaltetes Chassis an einer Stelle 3 dB mehr Pegel bringt, verbrät es auch die doppelte Leistung und hat eine höhere Spulentemperatur. Mit, oder ohne Vorwiderstand.
Zum Thema Endstufe: wie ich oben gezeigt hatte, brauchst du im Frequenz-Bereich nahezu konstanter Impedanz eine Endstufe, die an 16 Ohm doppelt so viel Leistung bringt wie bei unbeschaltetem Chassis an 8 Ohm für den gleichen Pegel. Ich kenne keine Endstufe, die billiger wird, wenn sie an höherer Impedanz mehr Power liefern muss. Ja, du bist etwas "netter" zur Endstufe aufgrund der höheren Impedanz außerhalb der Einbaureso. Aber du forderst ihr auch die doppelte Leistung ab - nicht "nett", und nicht billig. :wink:
Bei der Einbaureso ist es völlig wurscht, denn da sieht die Endstufe mit oder ohne Schaltung (nahezu) die gleiche Last - was machen 5 Ohm Vorwiderstand in einem Spannungsteiler aus, wenn der Peak bei 50 oder 100 Ohm liegt - richtig, nahezu nichts? Da ist die Serienstreuung doch höher als der Vorwiderstand. Schaltung oder nicht ist der Endstufe bei der Einbaureso also belegbar egal!
Du wirst in der Summe keine Kombination aus einer von dir frei wählbaren Anzahl "Spezialschaltungs"-Subs und Endstufen finden, die im Vergleich mit der gleichen Anzahl unbeschalteter Subs an Endstufen gleicher Bauart den selben Pegel bringt, ohne dafür etwa das doppelte an Leistung zu ziehen...
Zum Clipping: meines Wissens ist das von der Eingangsspannung und der eingestellten Verstärkung abhängig, und steht damit in erster Linie mit den abverlangten Spannungen in Zusammenhang, nicht mit der Leistung. Das eine Endstufe unabhängig von der Last bei X Watt anfängt zu clippen, wäre mir neu. Mit Sicherheit ist aber das Clipping-Risiko höher, wenn du bei doppelter Impedanz auch noch die doppelte Leistung und doppelte Spannung abverlangen musst.
Da wie oben bereits beschrieben, der Pegel bei der Einbaureso für beide Subs gleich ist (die 0,Hühnermist dB, die dir an der Reso durch deinen Widerstand verloren gehen, schenke ich dir :wink: ), der unbeschaltete Sub darüber aber 6dB lauter ist, weisst du auch, was passiert, wenn man dies aktiv wegfiltert: die Endstufe muss nur noch die halbe Spannung und 1/4 der Leistung liefern. Clipping ist Fehlanzeige, der Amp wird deutlich entlastst. Das ist bei deiner Schaltung nicht der Fall, hier werden die 6dB im Widerstand verheizt.
Was du gezeigt hast, ist, dass auch Chassis mit sehr starkem Antrieb mit geeigneten Maßnahmen in CB gut funktionieren.
Was du nicht mMn belegen kannst, ist, dass dies nur sinnvoll mit der von dir gewählten Ausführung mit Vorwiderstand geht. Im Gegenteil, es wurde mehrfach schlüssig gezeigt, dass es die Vorteile, die du bei deiner Schaltung siehst, teilweise auf falschen Annahmen beruhen (siehe vermeintliche 3dB Pegelgewinn, den es nicht gibt) und es keinen Unterschied macht, wie dem Chassis die gewünschte Filterung auferlegt wird, mit Widerstand oder aktiv - im Endeffekt liegen an der Schwingspule doch die gleichen Spannungen an.
Hast du eigentlich jemals die Temperaturen am Chassis gemessen, also Vergleich Normalsub mit Spezialsub? Bringe beide Subs mit Sinussignalen an verschiedenen Frequenzen jeweils auf den gleichen Pegel und lasse sie ein Weilchen laufen - die Spulen-/Magnettemperaturen werden beide exakt gleich sein.
Grüße nach Mannem aus Karlsruhe,
FF