Hi!
Auch auf die Gefahr hin als Amateur dargestellt zu werden (was ich auch bin), wie berechnet Ihr das Delay für eine Delay Line?
Und würdet Ihr auch Bässe in die DL stellen? (Beispiel Zelt mit ca. 1000 Zuhörer?)
Danke
Albin
Hi!
Auch auf die Gefahr hin als Amateur dargestellt zu werden (was ich auch bin), wie berechnet Ihr das Delay für eine Delay Line?
Und würdet Ihr auch Bässe in die DL stellen? (Beispiel Zelt mit ca. 1000 Zuhörer?)
Danke
Albin
Vereinfacht:
t = d / c
wobei d die Distanz in m
und c die Schallgeschwindigkeit (342 m/s bei 20°) ist.
Bei solch kleinen Geschichten würde ich keine Bässe stellen
Danke...
Auch keine Bässe, wenn die PA vorne nicht gerade der Hammer ist?
Danke nochmal
Albin
man kann auch näherungsweise mit 3ms pro Meter rechnen, dazu noch paar ms für den Haaseffekt (irgendwas zw. 0 und 30ms) dann sollte das passen
Also z.B. wenn ich jetzt z.B. 50m habe wo die DL steht, dann rechne ich: 50/342 oder wie?
Danke
Albin
genau das. Musst dann (je nach Controler) noch in ms umformen.
Zu den Bässen:
Zitat von "Tobias"man kann auch näherungsweise mit 3ms pro Meter rechnen, dazu noch paar ms für den Haaseffekt (irgendwas zw. 0 und 30ms) dann sollte das passen
Hallo Tobias,
Dein Hinweis ist recht wichtig - leider stellen viele Techniker einfach nur die Zeit ein, die der Schall von der Front-PA zur delayten Kiste braucht.
Das Gehör interpretiert Richtungen nämlich auch aufgrund des früheren Eintreffens.
Beispiel: Gebt mal auf eine (Stereo-) PA ein Monosignal und verzögert - z.B. - das linke Signal um 20 ... 30 ms. Der Zuhörer hat den Eindruck, daß der Schall jetzt fast nur aus der rechten Seite kommt. Diesen als Haas-Effekt bekannten Psychoakustischen Einfluß auf unser Hörempfinden kann dazu genutzt werden, daß die Zuhörer den Schall immer aus der Haupt-PA "orten" und die delayten Boxen nicht wahrnehmen (es klingt nur "direkter" ...). Manche glauben sogar, "die sind gar nicht angeschlossen ...".
Viele Grüsse sendet
das faszinierende daran ist auch, das das 2. Signal (also das Delay) bis zu 10dB lauter sein darf, die akustische Ortung bleibt beim zuerst eintreffenden Signal.
Sollte eigentlich jedem bekannt sein, aber man kann das gar nicht oft genug erwähnen ![]()
Also:
c= 331,4+(0,6*T)
c ist die Schallgeschwindigkeit in Metern pro Sekunde
T ist die Temperatur
331,4 ist die Schallgeschwindigkeit bei 0°C
Falls Gegenwind oder Rückenwind vorhanden ist "muss" der Wert der Windgeschwindigkeit entweder von der 331,4 abgezogen oder dazugerechnet werden.
S=c*t
S ist die Strecke
c ist die Schallgeschwindigkeit in Metern pro Sekunde
t ist die Zeit
Faktoren die die Schallgeschwindigkeit beeinflussen können sind: Regen, Wind, Luftdruck, Temperatur etc.
... gibt es eigentlich schon Delays mit eingebautem Windgeschwindgkeitsmesser, Thermometer und Hygrometer - damit die Veranstaltung auch bei Witterungsänderungen ein voller Erfolg wird ?
Viele (humorige ...) Grüsse sendet
Den Tip musst du mal an den Ulli B. senden. Bei allen anderen Controllern sollte man davon ausgehen können, dass der Techniker weiß, was er macht.
Warum habe ich nur das Gefühl, dass das nicht so ist... ![]()
Naajaa, ![]()
wollte halt mal genau sein. Hatte das Thema erst vor kurzem in der Berufsschule. Aber so weiss er es nu genau.
:wink:
Penible Grüße ![]()
Oliver
Zitat von "Sound-Klinik"... gibt es eigentlich schon Delays mit eingebautem Windgeschwindgkeitsmesser, Thermometer und Hygrometer - damit die Veranstaltung auch bei Witterungsänderungen ein voller Erfolg wird ?
Nun ja, einbauen hilft ja wohl wenig, wer möchte denn schon den Wind im Siderack messen... und Luftfeuchtigkeit ist wohl eher etwas für die Höhendämpfung als für die Delay-Zeit.
Den BSS TCS 804 gibt (gab?) es mit Temperatur-Sensor, um die Delay-Zeit automatisch anpassen zu können.
Zitat von "ADMIN"Nun ja, einbauen hilft ja wohl wenig, wer möchte denn schon den Wind im Siderack messen... und Luftfeuchtigkeit ist wohl eher etwas für die Höhendämpfung als für die Delay-Zeit.
Den BSS TCS 804 gibt (gab?) es mit Temperatur-Sensor, um die Delay-Zeit automatisch anpassen zu können.
... stellt Euch mal vor - bei einer Veranstaltung draußen - wenn überm Mischer ein kleines Windrädchen wäre - Ich fänd das total witzig (wenigstens "nur so tun als ob" - und wenn dann jemand fragt, wozu: "Mann, das machen doch alle amtlichen Veranstaltungsfirmen heute ..." - und die Musikalienhändler rufen dann genervt bei den Herstellern an, was sowas denn kostet ...
Zum TCS-804: War der Temperatur-Sensor im Gehäuse drin (falls ja, frage ich gar nicht erst weiter ...) ?
Viele Grüsse sendet
Zitat von "Sound-Klinik"Zum TCS-804: War der Temperatur-Sensor im Gehäuse drin (falls ja, frage ich gar nicht erst weiter ...) ?
Nein, der wurde extern angeschlossen.
Hallo,
meine Erfahrung ist einfach die, dass man die Delayline am besten nach misst, denn jeder Digitalcontroller hat noch ne Laufzeit, und auch viel Speaker verzögern noch mal deutlich. Ich habe da schon oft Unterschiede im Bereich von 15ms gehabt, und viel Kollegen verblüft.
Gerade die Messung von Delaylines geht mit den modernen Laptop/PC Programmen (z.B. SATlive oder Smaart) sehr schnell.
Tomy
Zitat von "Sound-Klinik"... stellt Euch mal vor - bei einer Veranstaltung draußen - wenn überm Mischer ein kleines Windrädchen wäre - Ich fänd das total witzig (wenigstens "nur so tun als ob" - und wenn dann jemand fragt, wozu: "Mann, das machen doch alle amtlichen Veranstaltungsfirmen heute ..." - und die Musikalienhändler rufen dann genervt bei den Herstellern an, was sowas denn kostet ...
Windrädchen habe ich schon gesehen, aber auf'm Rigg bei 'ner Projektionsgeschichte. Das Rigg war nur auf mittlere Windstärken ausgelegt, und mit dem Windgeschwindigkeitsmesser konnte dann rechtzeitig der Screen runtergefahren werden.
Zitat von "TomyN"Hallo,
meine Erfahrung ist einfach die, dass man die Delayline am besten nach misst, denn jeder Digitalcontroller hat noch ne Laufzeit, und auch viel Speaker verzögern noch mal deutlich. Ich habe da schon oft Unterschiede im Bereich von 15ms gehabt, und viel Kollegen verblüft.
Gerade die Messung von Delaylines geht mit den modernen Laptop/PC Programmen (z.B. SATlive oder Smaart) sehr schnell.
Tomy
... es gibt einen einfachen Trick (hab ich schon gemacht ...) ohne zu messen:
Man stellt sich so hin, daß man die Haupt-PA und das Delay-System hört (einige Meter dahinter ...).
Dann ein Mikro nehmen und "schnalzen" (mit der Zunge - oder so ein Geräusch machen, als wenn man einen Gaul antreiben will ...).
Verzögerung dann so einstellen, daß man das "Schnalzen" nur einmal hört - dann etwa 20 ... 30 ms "zugeben".
Es funktioniert !!
Viele Grüsse sendet
Nur nicht in halligen Hallen :wink:
übrigens: die option mit dem temperatursensor bei BSS gibt es meines wissens auch für den omnidrive... und natürlich nicht intern. so doof sind sie ja nun wirklich nicht. :wink:
natürlich klappt das mit dem einmessen der delaytime immer am besten.
hab damit auch sehr gute erfahrungen gemacht. ( tomy: dein satlive ist einfach klasse)
wenn man aber kein meßsystem dabei hat, funktioniert die formel vom admin (t=d/c) als anhaltspunkt supergut.
man sollte danach sowieso nochmal "mit dem ohr drüber"... ob man den haaseffekt nutzen will oder nicht. ich hatte schon anwendungen, da hat es mir ohne diesen einfach besser gefallen.
Oliver:
man sollte die schallgeschwindigkeit schon mit etwa 342m/s annehmen, denn die 331m/s bei 0 grad sind dann doch ein bisschen praxisfremd...*frier* :o
und warum sollte man denn die windgeschwindigkeit abziehen oder dazurechnen?
ist denn an der haupt PA nicht die selbe windgeschwindigeit wie am delay?
oder mach ich jetzt einen denkfehler...? :roll: