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Monitorwege doch auch mal POST-Fader schalten?

  • christophh
  • 3. September 2011 um 13:47
  • wora
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    • 5. September 2011 um 09:23
    • #21
    Zitat von "Jens Droessler"

    ...Ansonsten sehe ich es auch so: Der Gitarrist tritt sein "Gaspedal" fürs Solo und gut ist. Das erfordert aber eine vernünftige Abstimmung der Sounds untereinander, nicht nur pegelmäßig, sondern auch klanglich. Es hilft ja nichts, wenn ein Sound dermaßen lossägt, dass man 3kHz aufwärts kräftig rausdrehen muss, und der nächste Sound dann so extrem muffig klingt...

    das gehört nun aber eindeutig zum thema: "shit in = shit out" ;)
    wenn ein musikant seine sounds nicht im griff hat, können wir das auch nicht wirklich ändern. wir müssen zwar unterstützen, aber ersetzen können wir seine arbeit nicht.


    Zitat von "Jens Droessler"


    Wenn ich splitte, dann habe ich die Monitorkanal-Auxe postfader, den KAnal logischerweise nicht auf den Master oder eine Gruppe geroutet, den Fader erstmal auf 0dB. Wenn sich nun aus irgendeinem Grund was am Sound ändert, lässt sich das Ganze für die Monitore auch schnell anpassen, ohne Gain zu verstellen oder alle Monitorkanäle einzeln durchzugehen.


    das halte ich jetzt mal für eine durchaus machbare idee für gesplittete kanäle, um im notfall übergreifenden zugriff zu haben.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jens Droessler
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    • 5. September 2011 um 09:42
    • #22

    Ja natürlich, ein Mischpult ist ja keine Kläranlage. Das sollte nur als Hinweis gelten, dass es mit reinem Lauterdrehen seitens des Gitarristen nicht getan ist, wenn grundlegend schon einiges nicht stimmt. Ich möchte damit verhindern, dass jetzt jeder mitlesende Jungtechniker einer Schülerband zum Gitarristen geht und sagt "Dreh den Solokanal auf, dann ist alles gut".

  • Kracky
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    • 5. September 2011 um 16:25
    • #23

    Bei Bands ist Postfade eher ein Wagnis, es irritiert die Musiker ja schon teilweise wenn du den Gain nochmal anpassen musst wie ist es dann erst wenn der Monitorsound der Bühne schwankt weil du eben doch ab und an aus verschiedensten Gründen eingreifen musst, ich stell es mir grässlich vor, vor allem für Musiker. Post Fade Monitoring habe ich dagegen oft bei DJs und Veranstaltungen wo sehr viele Musiktitel eingespielt werden. Beim DJ gerne weil er sich dann automatisch selbst mit lauter macht so als Keule gegen das überfahren, bei Einspielungen weil es nervig ist wenn der Ton auf den Monitoren weiter läuft während im Saal Ruhe ist.
    Ich denke wenn du bei ner Band Postfade machst wirst du mit Monitorsound nimmer fertig, weil immer irgendwo was zu viel oder zu wenig ist und du permanent am schrauben bist.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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    78598 Königsheim

  • karel noon
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    • 6. September 2011 um 07:31
    • #24

    Fast alle Musiker die ich kenne würden folgendes unterschreiben: lieber ein gleichbleibender monitorsound der nicht perfekt ist, als ein schwankender der nur ab und an perfekt ist.

    Also einmal eingestellt denke ich auch das man den Monitor sich selbst überlassen sollte, Ausnahmen und sondersituationen natürlich ausgenommen.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • simonstpauli
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    • 6. September 2011 um 08:58
    • #25

    Ich habe das vom FOH nie mit Post Fader gelöst, Ausnahme: Zuspieler und Effekte.

    Grund: entweder kenne ich die Band nicht, dann ist der Monitor so wie er ist, je nach Kommunikation von Bandseite mehr oder weniger gut. Meine Glaskugel bringe ich nur gegen Extra-Bezahlung mit.

    Wenn ich für eine Band arbeite und/oder diese gut kenne ist das trotzdem keine Lösung, dann arbeite ich mit den Musikern intensiver an der Bühnendynamik, falls die in Teilen noch nicht stimmt. Also Arbeit an der Quelle.

    Was man noch machen kann sind gesplittete Kanäle, über die man Soli und Gesänge an anderen Plätzen reinzieht. Das nur nach Absprache und mit Soundcheck für diese Situationen. Vom Monitorplatz geht das auch ungeprobt und spontan.

    Ich habe das wieder 4 Tage am Monitorplatz beobachten können, viele Bands, die verschiedene Wünsche an das Monitoring haben, kein einziger Gitarrist, der mich um ein Solo-Feature gebeten hat.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Kracky
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    • 6. September 2011 um 15:50
    • #26

    Auf der anderen Seite wäre es durchaus möglich, mache ich so was ohne Absprache das der Musiker der Meinung ist oh ich bin ja schon richtig laut, dann brauch ich ja gar nicht Gas geben für das Solo und plötzlich habe ich das Problem an mich selber verschoben und einen recht destruktiven Kreislauf geschaffen der mir die Arbeit äußerst unangenehm und schwer macht.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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  • bumblebee
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    • 7. September 2011 um 00:01
    • #27
    Zitat von "simonstpauli"

    ....Ausnahme: Zuspieler und Effekte.

    Hi,
    nur interessehalber: Was ist für Dich der Vorteil wenn man Zuspieler und Effekte über post Fader auf die Monitore gibt?
    Gruß
    B.

  • Jens Droessler
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    • 7. September 2011 um 00:19
    • #28

    Das wurde doch nun schon einige Male beschrieben: Wenn man Zuspieler prefader betreibt und man irgendwann ausblenden muss, bleibt das Signal weiterhin auf dem Monitor oder InEar. Stell dir vor, du hast einen Sänger, der Halbplayback singt. Der findet es sicher nicht lustig, wenn du überblendest und er noch den Rest des vorigen Songs dazuhört.

  • simonstpauli
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    • 7. September 2011 um 08:33
    • #29
    Zitat von "bumblebee"

    Hi,
    nur interessehalber: Was ist für Dich der Vorteil wenn man Zuspieler und Effekte über post Fader auf die Monitore gibt?
    Gruß
    B.


    Erstens:

    Zitat von "Jens Droessler"

    Das wurde doch nun schon einige Male beschrieben: Wenn man Zuspieler prefader betreibt und man irgendwann ausblenden muss, bleibt das Signal weiterhin auf dem Monitor oder InEar. Stell dir vor, du hast einen Sänger, der Halbplayback singt. Der findet es sicher nicht lustig, wenn du überblendest und er noch den Rest des vorigen Songs dazuhört.


    Zweitens:
    Wenn ich Zuspieler nicht auf einem extra Zuspielplatz habe (ideal ist ein Submixer am Monitorplatz) und nicht genau weiß, was da für Pegel kommen, ist es ideal, das Post Fader zu fahren. Dann habe ich jeweils annähernd gleiche Pegel vorne und auf der Bühne, ohne in den Gain greifen zu müssen.

    Drittens:
    Mit Effekten spiele ich. Es wäre suboptimal, wenn auf der Bühne das Delay ständig zu hören ist, welches ich nur im Refrain reinfahre.
    Alternativ kann man auch die Effekte über die Sends fahren.

    Grundsätzlich fahre ich deshalb Zuspieler und Effekte Post-Fader.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Jens Droessler
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    • 7. September 2011 um 09:44
    • #30
    Zitat von "simonstpauli"


    Wenn ich Zuspieler nicht auf einem extra Zuspielplatz habe (ideal ist ein Submixer am Monitorplatz) und nicht genau weiß, was da für Pegel kommen, ist es ideal, das Post Fader zu fahren.


    In diesem Szenario kommt noch dazu, dass man wegen des zu erwartendem Pegels vielleicht vorhören möchte. Auch das wäre auf den Bühnenmonitoren und InEars, wenn die Zuspieler prefader sind.

  • bumblebee
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    • 7. September 2011 um 10:15
    • #31

    Danke Euch,
    wieder etwas dazugelernt.
    Gruß
    B.

  • Loloverde
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    • 7. September 2011 um 10:26
    • #32

    Howdy

    Noch ein Argument gegen Post-Fader:
    Der Backgroundsänger hat leider Schwierigkeiten mit der Tonfindung. Ich bin so gnädig und mische ihn mehr in den Hintergrund. Das würde bei Post-Fader ihn aber auf dem Monitor noch leiser machen, er hat es noch schwerer sich richtig zu hören.

    Gruß
    Rainer

    http://www.thewhitelodge.de

  • der diak
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    • 7. September 2011 um 14:55
    • #33

    Musik und ihre Dynamik wird VOR dem Mikrofon gemacht...

    ...suck my Kick & kiss my Bass !!!

  • tufkaklto
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    • 7. September 2011 um 15:15
    • #34

    Bei Profis ja

    ansonst : +1

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • david kammerer
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    774
    • 7. September 2011 um 19:42
    • #35
    Zitat von "Loloverde"

    Howdy

    Noch ein Argument gegen Post-Fader:
    Der Backgroundsänger hat leider Schwierigkeiten mit der Tonfindung. Ich bin so gnädig und mische ihn mehr in den Hintergrund. Das würde bei Post-Fader ihn aber auf dem Monitor noch leiser machen, er hat es noch schwerer sich richtig zu hören.

    Gruß
    Rainer

    Hallo,
    da könnte man aber auch genau andersherum argumentieren: Die anderen Sänger und Musiker auf der Bühne wollen nicht von einem falsch intonierenden Sänger irritiert werden und sind ganz froh, wenn dieser leiser wird :D

    David

  • tufkaklto
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    • 7. September 2011 um 21:06
    • #36

    In so einem Fall deuten sie bei Pre Fade Monitoring mit dem Daumen genauso nach unten wie Post Fade

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

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  • Jens Droessler
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    • 7. September 2011 um 23:54
    • #37

    In so einem Fall weiß der Rest der Band das im Normalfall und möchte diesen Sänger dann gar nicht erst auf dem jeweiligen Monitorweg haben. Nur bei sich selbst ist er dann drauf.

  • Detlef
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    • 9. September 2011 um 09:59
    • #38
    Zitat von "Jens Droessler"

    In so einem Fall weiß der Rest der Band das im Normalfall und möchte diesen Sänger dann gar nicht erst auf dem jeweiligen Monitorweg haben. Nur bei sich selbst ist er dann drauf.

    Genauso mach ich das auch.

  • TomyN
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    • 10. September 2011 um 12:33
    • #39

    Nur die Frage, ob in dieser 'Liga' dann ein extra Monitorweg für den/die Backgroundsänger vorhanden ist.
    Ansonsten sind Profis, die's im Griff haben, extrem entspannend, sowohl FoH als auch Monitor (Set & Forget).
    Da kann man sich dann auf die Fx konzentrieren.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • wora
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    • 10. September 2011 um 16:04
    • #40

    das ist mit ein grund, warum ich lieber mit profis zusammenarbeite :wink:
    andererseits sind die aber oft auch etwas anspruchsvoller was die durchsetzungsfähigkeit der monitore angeht... dafür liefern sie aber meist sehr saubere signale, womit sich das mit guten boxen problemlos umsetzen lässt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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