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Instrumente per Filter begrenzen ?

  • sheepsound
  • 28. September 2011 um 07:30
  • sheepsound
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    • 28. September 2011 um 07:30
    • #1

    Morgen zusammen,

    war gestern bei einer Bandprobe (1x Drums, 1 x Bass, 3 x EGit., 1 x Voc.) anwesend.

    Stil: Rock(ig).

    Nun kam irgendwie das Gespräch darauf die einzelnen Instrumente in ihrem Frequenzbereich per z.B. EQ zu begrenzen.
    Also Bass nur bis x Hz dann abschneiden.
    EGitarren von x bis y Hz quasi als Bandpass bzw. Glockenfilter ausgeführt.

    Sinn der Aktion soll sein ein „vermatschen/überschneiden“ der Instrumente zu vermeiden und damit einen klareren Sound zu bekommen.

    Des Weiteren soll der Sänger dadurch mehr „betont“ werden, welcher es gegen die Gitarren schon recht schwer hat!

    Ich kann dem ganzen so nicht ganz folgen daher frage ich mal hier nach ob das eine übliche Sache ist den Übertragungsbereich der Instrumente einzugrenzen?

    Vielen Dank

    http://www.SheepSound.de

  • SebastianJaeger
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    • 28. September 2011 um 07:54
    • #2

    Ich würde sagen nein. Ein Instrument lebt ja von all seinen Instrumenten und wenn sich der Sänger nicht gegen die Gitarren durchsetzt sollten die Jungs mal ihre Arrangements überarbeiten. Ich nutzte den Lowcut eigentlich nur dazu um einzelne Kanäle vom tieffrequenten Schmutz zu befreien, z.B. Übersprechen der Bassdrum auf Snare, HiHat etc.. Alles andere mache ich eigentlich mit Glocken Filtern, natürlich nimmt man da ggf. einem Instrument schonmal etwas raus um einem anderen mehr Platz zu schaffen, aber ich würde einen Bass jetzt nicht oberhalb von 1kHz komplett kappen und sagen, dass ist der Bereich von Git, Key und Gesang.

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • tufkaklto
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    • 28. September 2011 um 08:42
    • #3

    Wo hast Du Dir den gedacht, die Instrumente zu begrenzen?

    Bass und Gitarre?

    Locut ja, prinzipiell gibt es auch die Möglichkeit mit Hi Cuts zu arbeiten, doch ich gehe davon aus, das die nicht so Sinn machen, wie Du Dir das vorstellst.
    Von daher die Frage, Wo DU obenrum begrenzen möchtest?

    Wenn Du auf die Art eine Stimme mehr rausbringen willst, dann müßtest Du soweit runtercutten, das die Musikrichtung von Rockig in Experimental wechseln würde.

    Das von Dir beschriebene Problem muß in erster Linie die Band lösen.
    Arrangieren ist das Zauberwort.
    Und beim Sänger, na da müßte man mal hören, was hat er für ein Micro, bringt er genug Pegel beim Singen?
    Wart Ihr auch schon ausserhalb des Proberaums mal auf einer Bühne?

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  • yamaha4711
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    • 28. September 2011 um 09:14
    • #4

    Tacho!

    Vermatschter Sound ist meist eine Frage der Disziplin. Miteinander spielen heißt die Devise und nicht gegeneinander, d.h. der Gitarrero sollte nicht auf den Mördersound mit brachial Rechtsanschlaglötung bestehen. Ebenso ist der Basser besser bedient, wenn er nicht gerade volle Pulle spielt. Fundament ja, dröhn nein.

    Was du meinst nennt sich "auf Lücke mischen". Dabei werden gewisse Frequenzbereiche der Instrumente per parametrischem Filter abgedämpft, um z.B . dem Sänger "luft" zu verschaffen. Ebenso kann man über eine gewisse Anhebung des Präsenzbereiches beim Sänger nachdenken.

    Das sind allerdings sekundäre Maßnahmen. Primär sollte mal der Grundsound der Band stimmig sein und das ist eben nur mit einer gewissen Disziplin zu erreichen und dass man eben miteinander spielt. Auch das Arragement ist wichtig, denn es bringt nix, wenn der Sänger durch ein Gitarrensolo weggefegt wird bzw. die Bratgitarre ständig brät.

    Die Band sollte versuchen erstmal ohne Verstärkung zu spielen. Nur die Vocals sollten verstärkt werden. Dann langsam die gesamte Band mit einbinden. Ihr werdet sehr schnell feststellen, welche Instrumente gepuscht werden müssen und welche nicht, bis sich ein stimmiger Gesamtsound ergibt.
    Ebenso sollte der Sänger auf eine klare und deutliche Artukulation achten.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • gert
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    • 28. September 2011 um 09:45
    • #5

    Hallo Sheepsound,
    Das funktioniert so leider nicht! Jede gespielte Note besteht aus mehr als nur der Mittelfrequenz. Was den Ton eines Basses z.b ausmacht ist die Ansammlung vieler Frequenzen über das gesamte Spektrum. Der Klang eines Instruments setzt sich aus der harmonischen und unharmonischen Komposition dieser Frequenzen zusammen.
    Sonst wuerde ja zb das drehen am HF Filter bei der Bassdrum garnichts bringen.
    Das Geheimnis hier ist die Harmonielehre.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Harmonielehre
    Nur die vernünftige Staffelung der gespielten Instrumente bringt hier das gewünschte Ergebnis. Das Filtern der Signale ist eigentlich nur dazu da um Überbetonungen zum einen Im Instrument ( z.b. Saitenlage) und der Beschallung (z.b. Reflexionen und Frequenzgang ) auszugleichen.

    Practice, Practice, Practice

  • dechnikusch
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    • 28. September 2011 um 10:54
    • #6

    ausserdem würde ich dem schlagzeuger auf die sticks schauen.
    meine erfahrung :
    weil immer wieder mal an den unpassendsten stellen in die crahs und china-becken gedroschen wird.
    das deckt natürlich fast alles zu…
    :roll:

    stecker - drucker - schrauber - horcher - schieber - ...

  • Jens Droessler
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    • 29. September 2011 um 04:28
    • #7

    Meine Meinung: Ja, man sollte mit Hochpass und Tiefpass am Kanal arbeiten! Aber nicht, um das Nutzsignal zu beschneiden, sondern um Artefakte und unerwünschte Signale aus dem Kanal fernzuhalten. Ansonsten würde ich den Sound der einzelnen Instrumente auch mal im Auge bzw. Ohr behalten. Es hilft ja nichts, den Sound des Gitarristen 1:1 wiedergeben zu wollen, wenn bei der gewünschten Ziellautstärke die Gitarre um 3kHz dermaßen sägt, dass die Ohren "zugehen". Da kann man den Pegel auf dem Gesangskanal so hoch schieben, wie man möchte, es wird nicht mehr besser zu hören. Da setzt man dann doch mit etwas mit "Soundshaping" an, der Gesamtsound und die Zuschauerohren werdens danken, auch wenns nicht die "reine Lehre" ist.

  • tufkaklto
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    • 29. September 2011 um 07:54
    • #8

    Soll heißen, Du würdest bei der Gitarre dann unter 3 khz cutten?

    Die meisten Instrumente, selbst der Bass spielen verdammt hoch hinauf.
    Soweit kann man gar nicht sinnvoll runtercutten, wenn es darum gehen soll die Stimme mehr nach vorne zu bekommen.
    Auf diese Art wird das nix.

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  • SebastianJaeger
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    • 29. September 2011 um 08:37
    • #9

    Also LowCut benutze ich auf jeden Fall, vor allem um da nicht unnötig Energie zu verbraten.
    Aber einen HiCut nutze ich eigentlich nie, wüsste auch nicht wofür. Die Frequenzen die ein Instrument wiedergibt gehören doch alle dazu.
    Wenn die Gitarre um 3kHz sägt dann nimmt man bei 3KHz halt mit nem breitbandigen Filten ein bisschen was raus, oder bittet den Gitarristen etwas die Höhen aus seinem Amp zu nehmen, oder bewegt das Mikro weiter Richtung Sicke des Lautsprechers.
    Ich bin auch immer bemüht, den LowCut so einzusetzten, dass ich das Instrument als solches nicht in seinem Frequenzgang beschneide, sondern wirklich nur dadrunter wegnehme was nicht dazu gehört.

    Gruß

    Sebastian

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  • Wurst Werner
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    • 29. September 2011 um 11:03
    • #10

    Hi Cut is ein völlig unterschätztes Feature...ist in meinen Mixen immer drin.
    Toms, Bass, GTR, FX returns...

    LG
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  • tufkaklto
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    • 29. September 2011 um 11:37
    • #11

    Klar, aber sicher nicht bei 2 oder 3 k =???

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  • Wurst Werner
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    • 29. September 2011 um 11:46
    • #12
    Zitat von "klauston"

    Klar, aber sicher nicht bei 2 oder 3 k =???

    Das nicht, aber das hat der Threadstarter aber auch nicht vorgeschlagen.
    In dichten Arrangements und/oder bei vielen Inputs ist massiver Einsatz von Hi und Low Cut eine gute Sache,
    um "parking space" zu schaffen.

    LG
    WW

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  • tufkaklto
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    • 29. September 2011 um 13:02
    • #13

    Das ist schon klar, drum gibt es das ja auch bei guten Pulten.

    Er wollte die Stimmen besser rausholen.
    Das kann man schon mit dem EQ, aber da muß man halt auch mit normalen Filtern freier machen

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  • rockline
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    • 29. September 2011 um 13:32
    • #14
    Zitat von "klauston"


    Er wollte die Stimmen besser rausholen.

    Aha...dann würde ich es zuerst mal mit einem ordentlichen Mixaufbau probieren.
    Wenn die Anlage nämlich schon Probleme mit dem Sänger hat ohne das auch nur eine einzige Klampfe ins PA gemixt ist - dann hat es eh alles keinen Sinn.
    In aller Regel erübrigt sich diese Diskussion komplett, denn einen Sänger/Sängerin klar und verständlich (sowie mit Hall und Delay) nach vorne zu bringen ist Grundsatz Nummer 1!
    Klappt das nicht ist entweder der Mix voll für'n Sack, oder die verwendete Anlage völlig unterdurchschnittlich.

    Ganz nebenbei bemerkt: Highcut ist mindestens so nützlich wie Lowcut. Nutze ich immer!

  • sheepsound
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    • 30. September 2011 um 06:27
    • #15

    Guten Morgen

    und vielen Dank für eure bisherigen Infos.

    Also,

    gesungen wird wohl über ein Shure PG58 Funkmikro.

    Der Sänger gibt schon ordentlich Gas hat aber jetzt nicht die schmutzige Rockröhre, die Stimmlage ist eher "mittig".


    Ich persönlich mische die Band nicht und bin auch an derartigen Pulten nicht der Virtuose.

    Als Überlegung stand z.B. im Raum die EGit. bei ca. 100Hz zu kappen damit diese nicht in den Bereich der BassGit. laufen.

    Mir scheint aber das der Einsatz einer solchen Filtertechnik nicht unkritisch ist.

    Gruß

    Sheep

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  • SebastianJaeger
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    • 30. September 2011 um 07:41
    • #16

    Hi,

    es sprichts meiner Meinung nach nichts dagegen die E-Git bei 100 Hz zu kappen, ich kappe auch schonmal gerne bei 150 Hz.


    Gruß

    Sebastian

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  • peter2802
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    • 30. September 2011 um 08:10
    • #17

    Moin,
    3 x E-Git. ist auf der Bühne schon heftig, im Proberaum erfordert das meiner Meinung
    noch viel mehr Disziplin. Wobei das Filtern über ein Mischpult im Proberaum kaum Erfolg
    haben wird, oder ist bei Euch im Proberaum alles mikrofoniert und läuft dann noch über
    Monitore/PA-System???

    mfg.
    Peter

  • tufkaklto
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    • 30. September 2011 um 09:26
    • #18

    Ich sehe beim Cutten untenrum auch nicht das Problem, der Bass spielt ja nicht nur bei 100 hZ :D

    Am Monitor bin ich mit Lo cuts noch viel brutaler 8)

    Ich glaube nur nicht, das das Cutten obenrum Dein Problem löst, das man die Stimme besser rausbekommt.
    Das wollt ich immer argumentieren.

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  • wora
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    • 2. Oktober 2011 um 22:59
    • #19

    ich bin auch ein grosser freund von lo- und hicuts. auch ich arbeite sehr viel mit diesen filtern.
    aber dadurch mehr raum für die stimme zu bekommen ist illusorisch, denn im frequenzbreich der stimme arbeiten auch die meisten anderen instrumente. hier wird also weder ein lo- noch ein hicut auf den instrumenten viel bringen.
    hier muss man sich also eine andere vorgehensweise einfallen lassen.
    der ansatz, über das arrangement mehr platz für die stimme zu schaffen, ist natürlich der vielversprechendste!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Jens Droessler
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    • 5. Oktober 2011 um 13:04
    • #20

    Hmm, aus irgendeinem Grund habe ich gar keine Benachrichtigung über neue Posts zu diesem Thema bekommen...

    Zitat von "klauston"

    Soll heißen, Du würdest bei der Gitarre dann unter 3 khz cutten?

    Die meisten Instrumente, selbst der Bass spielen verdammt hoch hinauf.
    Soweit kann man gar nicht sinnvoll runtercutten, wenn es darum gehen soll die Stimme mehr nach vorne zu bekommen.
    Auf diese Art wird das nix.


    Falls du damit auf mein Posting abzielst, da hast du mich falsch verstanden. Der "Nutzbereich" des Instruments soll nicht beschnitten werden, darunter und darüber liegende Frequenzen können aber ausgefiltert werden, wenn dort auf diesen Kanal bezogen "Störungen" auftreten, wie Übersprechen anderer Instrumente.
    Der Nutzbereich kann aber befiltert oder beschnitten werden, falls der Originalsound "ungeeignet" ist. Diese Entscheidung muss allerdings mit Fachverstand und geeignetem Ohr getroffen werden.

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