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Frage an die älteren Semester - Star Club Hamburg

  • sw474
  • 29. Oktober 2011 um 13:16
  • sw474
    Gast
    • 29. Oktober 2011 um 13:16
    • #1

    Hallo,

    ich habe einen Kunden, der eine Veranstaltung für ca. 180 Personen im Stil des "Star-Club" Hamburg machen möchte. Gibt es hier Kollegen, die dort in den sechzigern mal waren und erzählen können wie dort technisch gearbeitet wurde?
    Soweit ich auf den wenigen "ergoogleten" Bildern der Original-Bühne erkennen kann, gabs da nur Mikrofone für Vocals, keine Abnahme von Schlagzeug oder Gitarrenverstärkern. Sehe ich das richtig? Weiß jemand, welche Mikrofone und Lautsprecher zum Einsatz kamen? Wie viele Leute gingen da rein?

    Vielen Dank für jede Anregung! Der Star-Club war leider vor meiner Zeit...

    Gruß, Stefan

  • madmax
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    • 30. Oktober 2011 um 14:27
    • #2

    Ich meinte, da standen Sachen wie Dynacord S 100.
    Sogenannte GesangsSchallStrahler.
    Genau weiß ich's aber auchnicht.

    Gitarrenverstärker abzunehmen war seinerzeit nicht üblich, da ja dieser selbst für die Beschallung da war.
    Und die Abnahme vom Schlagzeug hatte auch wenig Sinn, da es noch garkeine Anlagen gab, welche dieses sinnvoll wiedergeben konnten. (Höchstens vielleicht Sachen wie Voice-of-Theater hinterm großen Teich) Geeignete Mikrofone vermutlich auchnicht.
    Da alles war auch garnicht nötig.
    Zumindest in der alten Welt nicht.
    Das änderte sich erst grundlegend durch die Beatles; deren Musik im Geschrei des Weibsvolkes total unterging.

    Worauf sich dann junge Männer wie Dave Martin in ihre Garagen zurückzogen....

    Never stop a running System

  • Mechwerkandi
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    • 30. Oktober 2011 um 15:16
    • #3

    Das Problem wird sein, das es kaum noch Informationen aus erster Hand gibt.
    Nach dem, was mir im Laufe der Jahre so zugetragen wurde, hatte der Club (wie eigendlich alle derartigen "Saalbetriebe") zumindest in der ersten Zeit überhaupt keine eigene Anlage, die wurde von den jeweiligen Band mitgebracht, bzw. vor Ort zugemietet.
    Und was das Fassungsvermögen anging, na ja, da ging rein, was eben reinging. :wink:
    Und wenn voll war, war zu.

    Über tatsächliche Gästezahlen zog man schon damals den Schleier der Verschwiegenheit. Und nicht nur da...

  • rockline
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    • 30. Oktober 2011 um 20:33
    • #4

    Mikrofone ist recht eindeutig Sennheiser MD421. Manchmall auch frühe Shure UnidyneIII (Vorläufer vom SM57).
    PA in dem Sinne gab es nicht. Man nutzte die Gitarrenverstärker und den Schlagzeugsound pur. Für den Gesang kamen oft WEM 2x12 zum Einsatz, oder die in den 60er beliebten Seeburg Discotheque DDS1 Lautsprecher. Verstärker waren meist Dynacord oder Philips Mischverstärker mit 100W. Wie das jetzt speziell in diesem Starclub gehandhabt wurde weiß ich natürlich nicht. Als kleiner Osel hatte ich über einen Bekannten meiner Eltern manchmal die Möglichkeit in damalige Jazzclubs mitgenommen zu werden. Obwohl ich noch ein Piccolo war kann ich mich bis heute an diese goldenen Altec Tröten und Sennheiser Rasierer erinnern. Später, so als 12 Jähriger, recherchierte ich dann was das für Zeugs war, und baute aus Sperrmülllautsprechern und Pappkartons optisch ähnlichen Rummel. War ne gute Zeit, mehr nicht.

  • Teddytaste
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    • 31. Oktober 2011 um 07:53
    • #5

    Frag doch mal den Billbo, der hat da zu der Zeit schon dem Nachwuchs das mischen
    beigebracht :)

    Ich denke der Billbo hat genug Infos und evtl Bilder für dich parat.

    lg pb

    peter birkholz

    pb-showtechnik.de

  • sebastian
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    • 1. November 2011 um 08:28
    • #6

    Hallo,

    will jetzt kein Störfeuer bewirken. Allerdings sind meine Erfahrungen mit Kundenwünschen a' la "Party im Stile von ..." eher so, dass zunächst Primär- Reize bedient werden wollen und als Technik der "Stand der Technik" optisch (und ggf. akustisch) getuned gemeint ist. Andersrum (--> akustisch) wird es schwieriger.

    ciao
    sebastian

  • gert
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    • 1. November 2011 um 09:49
    • #7

    Dieser thread erinnert mich an eine Sightseeing Tour die ich in Bethel NJ gemacht habe. Das alte Woodstock Gelände. Der Hippie der die Tour machte konnte sich an zu viele Details erinnern. Das machte uns stutzig. Wer sich an das alles erinnert war wahrscheinlich garnicht da oder hat eine Allergie gegen Deppertkraut! :D.

    Practice, Practice, Practice

  • test
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    • 1. November 2011 um 12:49
    • #8

    ich denke auch, das du da am besten mit moderner beschalllung im alten gewand bedient bist. licht ist eben ein led ball und ansonsten ein paar par kannen. wirklich das alte will ja keiner. das soll ja nur so aussehen

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
    Trussing, Line Arrays

  • sw474
    Gast
    • 1. November 2011 um 13:41
    • #9

    Hallo,

    Danke erstmal an alle. Für Licht bin ich nicht zuständig, nur für Ton. Und der Wunsch war auch dem Sound nahezukommen. Ich werde natürlich keine alte pa dafür beschaffen, aber ich denke wir werden es mal ohne Abnahme von Gitarrenverstärkern und Schlagzeug probieren, nur mit Gesang auf der pa. Ein paar md 421 kann ich auch noch auftreiben :) Das wird auch keine Party, sondern ne bestuhlte Kulturveranstaltung. Ich bin schonmal gespannt...

    Gruß, Stefan

    Edit sagt: ich nehme weiter Tipps entgegen, ist noch ein bischen hin... :)

  • tufkaklto
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    • 1. November 2011 um 13:57
    • #10

    Ich würde mal sagen, nur weil was "alt" oder "vintage" ist, muß es nicht gut sein.

    Bei vielen Konzerten früher hat man gar nicht gehört, was da wirklich passiert ist.
    Bzw wird viel überschätzt, wie es damals war.

    ich kann mich an meine Ersten Konzerte Ende der 70er erinnern, die waren auch oft schlecht vom Sound, nur die Erinnerung an die Konzerte ist gut.

    Auf Alt machen kann auch nach hinten losgehen, man ist ja schon gewohnt, das man heute auch gut hören kann.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • 4Art
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    • 1. November 2011 um 14:21
    • #11
    Zitat von "rockline"

    oder die in den 60er beliebten Seeburg Discotheque DDS1 Lautsprecher.

    Ich wusste gar nicht, dass der Winnie schon so alt ist :shock: :shock: :shock: :wink: :D

  • Mechwerkandi
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    • 1. November 2011 um 15:34
    • #12

    IMHO hat der damit auch nichts zu tun... :wink:
    Seeburg war ein amerikanischer Hersteller von Juke-Boxes, ansässig Chicago, Illinois.

  • Lamia
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    • 1. November 2011 um 16:02
    • #13

    Na jetzt aber mal im Ernst -
    da will garantiert niemand den Sound der Sechziger hören.
    Wenn Du dir was gutes tun willst nimm eine aktuelle PA, passendes Mischequipement und ev. ein paar 421er oder 604er statt der SM57 mit (obwohl der Look des SM57 und SM58 im Kopf eines jeden Menschen der schoneinmal Populärmusik gesehen hat seit praktisch immer schon fest verankert ist), und mach alles so als fände es heute statt.
    Wichtig für eine solche Veranstaltung ist vielmehr, daß die die spielen so aussehen wie John, Paul, George und Ringo.

    - Alex -

  • madmax
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    • 1. November 2011 um 16:23
    • #14

    Ich denke; das mit dem Sound mußt du ausprobieren.
    Würde das Schlagzeug schon abnehmen; wieviel du zumischst, kannste ja dann sehn, wenns voll is.
    Glaube nicht, das das Publikum wirklich den Sound dieser Zeit will.
    Zur 80er Party nimmt man ja auch keine verrauschten Tapes.
    Oder hör' dir mal originale; nicht remasterte 60er/70er Titel an. Da tun eim' selbst auf 'ner guten Anlage die Ohren weh.
    Und live werden die Bands nicht viel anders geklungen haben.
    Selbst in Woodstock hat man trotz der größten damals beschaffbaren Anlage (Altec / Lansing war's wohl) nich wirklich viel gehört.
    Aber die Leute hatten sicher auch so Spaß mit Sex & Drugs und viele sind vielleicht garnicht wegen der Musik dahingefahren. :D
    Aber heutzutage is das bissel anders...
    Wenn du der Sache optisch etwas nachkommen willst; hier hat vielleicht Einer nochwas im Keller.
    Eventuell Martin Modular; obwohl die erst später kam.

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