Geht mir nicht anders :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
Aktuelles Lichtdesign vs. "Altes Rock n Roll Licht"
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Ist nomaal, heißt selektive Wahrnehmung und funktioniert nach dem Prinzip der gegenseitigen Hemmung :wink:
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ja, und deshalb darf sich jeder lichtmann, dem ich mal zwischendurch den erhobenen daumen zeige, oder zum schluss ein :"danke für das tolle licht" hinüberbrülle, sehr geehrt fühlen!

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im Theater ist der schönste Moment der, wenn der Vorhang aufgeht und vor dem eigentlichem Spiellicht noch eine Lichtszene gespeichert ist bei der die Leute erst mal "aaah" sagen...
Auch schön: Bei Bands vor der Show bei vollem Saal ein kurzes PAR-Lauflicht von links nach rechts und die Stimmung geht schlagartig für einen Moment nach oben
Ich persönlich würde jeden Licht'ler erstmal für ein paar Produktionen ins Theater stecken und erst dann auf die Bands los lassen. Die Fehler die ich bemerke sind immer die gleichen:
- wenig bis kein Frontlicht (Hey ich will die Künstler sehen und nicht die Anzahl der einzelnen LEDs auf der Bühne zählen..)
- oder Frontlicht schlecht ausgerichtet
- zu viel oder zu wenig Nebel
- wildes Geblinke das weder im Takt ist noch in irgend einer Art und Weise zur Show passt
- Scheinwerfer die irgendwo hin strahlen aber die Positionen defintiv kein gutes Bild ergeben
- schnellere Effektgeschwindigkeit als BPM (mir hat mal ein Lichtler gesagt bei den PAR Kannen dann die nächste Farbe überblenden wenn sich hörbar was im Lied ändert)Was ich persönlich hasse zudem noch hasse:
- Moving Lights die sich nicht mehr als 10 Grad bewegen.
- Harte Farbübergänge vor allem bei LEDs - außer bei manchen Effekten (z. B. Farbwechsel über weiß)
- wenn alle Wackler 100% das gleiche machen
- übertrieben oft BlendeffekteDa ich im Theater groß geworden bin, bin ich in meinem Lichtdesign eh ruhiger geworden. Manchmal reicht es doch auch aus wenn alle Moving Lights stehen und nur das Gobo sich langsam dreht. Im Theater lernt man auch, dass Licht genauso wie das Bühnenbild nur ein Teil der Show ist der aber durchaus eine Show kaputt machen kann. Der Hauptdarsteller steht nach wie vor auf der Bühne und nicht hinter dem Mischpult.
aber wenn ich mir solche Demo Shows von Herstellern anschaue dann sind schwindelerregende Effekte wohl modern:
http://www.youtube.com/watch?v=UCOqRUY-o7w -
Zitat von "andi.bt"
...
aber wenn ich mir solche Demo Shows von Herstellern anschaue dann sind schwindelerregende Effekte wohl modern:
http://www.youtube.com/watch?v=UCOqRUY-o7wabgesehen von der tatsache, dass ich Bon Jovi nicht so mag finde ich diese lichtshow aber eindeutig beeindruckend.
hier wurde mit vielen kreativen ideen auf die zwei hauptthemen eingegangen: die struktur des songs und den hauptdarsteller: die lichtanlage.
der auftrag an die showtechnik wurde hier jedenfalls eindeutig erfüllt.bei vielen von dir angesprochenen punken bin ich aber absolut deiner meinung.
übrigens sprichst auch du hier hauptsächlich das wichtige thema "bedienung" an.zur ehrenrettung so mancher lichtleute muss man aber auch mal die bedingungen so mancher baustelle mit einrechnen: es ist eben nicht immer möglich, ein lichtdesign im dunkeln zu überprüfen. vor allem wenn es sich um einzelgigs handelt wird oft tagsüber aufgebaut und abends gleich die show gefahren... wenn dann noch ein paar unbekannte wie z.b. "wo stehen denn die musiker dieser band heute abend?" mit ins spiel kommen, dann hat man manchmal miserable vorraussetzungen für wirklich gutes licht.
andererseits gib es aber durchaus so einige gefühllose faderschubser, genau so wie bei den tonkollegen
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ich bin bei meinem Lieblingsmitarbeitsfestival dewegen froh, daß wir gemütlich am Vortag aufbauen und daher dann auch am Abend gemütlich bei einigermaßen vorhandener Schummrigket - einspekulieren.
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Genau so müssen wir Tonis aber auch ständig arbeiten. Line Check und los. Und trotzdem kriegen wir es hin, dass man anschließend zumindest den Song erkennt. Meistens jedenfalls
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Analog dazu sollte es die Lichtfraktion selbst bei ungünstigsten Einleuchtbedingungen schaffen dafür zu sorgen, dass man als Zuschauer auch optisch wahrnehmen kann, wer da eigentlich auf der Bühne steht.Die 'koste es was es wolle - Hauptsache bunte Bilder von hinten' - Strategen vergleiche ich da gerne mit dem Bassdrumsolomischer. Beide ergänzen sich im Idealfall perfekt: wenn denn den Sänger schon niemand hören kann, dann braucht ihn auch niemand zu sehen... :?
Mit freundlichem Gruß
BillBo -
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Gibt auch Bands, die nutzen das bewußt, wie zb Tricky, wenn der von Vorne viel Licht hat hört er auf.
Oder Tool -
Naja, wobei der Tonler wengistens das Signal auf dem Pult hat, welches er auf die PA geben kann.
Wenn sich nun mal der intelligentere Teil der Band aber zielsicher in den dunklen Bereich der Bühne stellt ist man als Lichtler erstmal aufgeschmissen ohne MHs, wenn man nicht gerade einfach nur mit dem Follow draufhalten will - risikoarm sind da eigentlich nur Schlagzeuger - bei denen steht meistens fest, wo sie sich aufhalten

... und die Erfahrung zeigt: Wenn es einen nicht-ausgeleuchteten Bereich auf der Bühne gibt, so klein, versteckt und unattraktiv der auch sein mag - es gibt in jeder Band einen Musiker, der sich genau dort hin stellt. Und der hat dann sicher auch eine Solonummer, in der er gerne angeleuchtet werden will _ohne sich bewegen zu müssen_.
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Bassisten finden solche Plätze


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Zitat von "klauston"
Bassisten finden solche Plätze


... absolut zielsicher!
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... aber man kann es ihnen schwer machen - meistens bewegen sie sich ja im Bereich "vordere rechte oder linke Ecke des Drumrisers"

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die effektivste lösung ist eindeutig bewegtes licht, so schnell kann er nicht rennen

und genau hier sehe ich auch einen der hauptvorteile von ferngesteuert bewegbaren lampen, gerade für festivalsituationen. -
Um mal zum Anfang zurück zu kommen:
Zitat: "Wohin geht der Trend?"
Tja das dieser weggeht vom konventionellen Licht mit Glühfaden ist klar.
Nur warum?
Schöner Aussehen im Sinne einer erzeugbaren Stimmung tuts bestimmt nicht, kann es aus physikalischen Gründen vermutlich auch garnicht. Am "wohlsten" fühlt sich der Mensch halt immernoch beim Schein des Feuers. Das liegt wohl in der Natur des Menschen.
Für mich macht eine 6er Bar mit den richtigen Folien drinne allemal das schönere Licht, als ein-zwei A7er. Das mit der Wirtschaftlichkeit bzw. Preis/Leistungsverhältnis beim Neukauf kann sich jeder selbst überlegen...
Das viele Lichtler tief im inneren genauso denken; sieht man an den nahezu allerorts zu sehenden konventionellen 8-Lites am Fronttruss und den immernoch gerne zahlreich eingesetzten 64er ACL-Sätzen.
Und um richtige bzw. sinnvolle Lichtstrahlen mit Bildern bzw. Mustern zu erzeugen, brauchs nunmal eine kräftige Schweißbogenlampe mit möglichst kleinem Brennpunkt hinter einem ordentlichen Satz Linsen.Der Hauptgrund wird zu einem der allgemeine Hype sein.
Andereseits natürlich der wesentlich geringere technische, materielle und logistische Aufwand, um "Dasselbe" zu erreichen.
Und der Truckspace schrumpft vielleicht auf 10%.
Nicht zu vergessen; die vielen roten Steckdosen, welche zur Freude der Tonfraktion frei bleiben...
Im Grunde ist die LED das LA des Lichtlers.Wenn ich immer wieder sehe; wie heutzutage große & kleine Metal & Rock-Events mit LED's geleuchtet werden, wähnt man sich eher zur Mayday oder zur Kirmes.
Und denkt; wie der Threadstarter, gerne an frühere Tage zurück.Viele andere Konzerte werden einfach nur zerleuchtet.
Der Künstler ist überhaupt nichtmehr zu sehen in einem riesigen Lichtfleck, welcher vom Auge (und der Kamera für die Leinwände...) garnichtmehr verarbeitet werden kann.
Das es auch anders geht, war letztens bei Rammstein oder auch unlängst bei den Ärzten zu sehen...Meine persönliche Meinung trotzdem:
Licht muß heiß sein.
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anfang der 90er hab ich auch mal licht gemacht, mit LLT lichtpulten mit 0-10V steuerspannungen und widerstands-steckmatrix zum erstellen von lichtszenen

als das DMX aufkam hab ich aufgehört, weil mir die latenz zwischen "taste drücken" und "licht geht an" zu gross war...
die heutigen LED scheinwerfer finde ich aber grossartig:
- man muss sehr selten auf eine traverse klettern, um lampen zu wechseln
- man braucht keine farbfilter mehr zurechtschneiden und in farbfilterrahmen fummeln
- die farbwiedergabe ist (zumindest als effektlicht) besser als früher, die farben wirken "knackiger"
- weil es keine verbrannten filter mehr gibt, bleibt die farbtreue über die gesamte veranstaltung besser erhalten
- sie werden nicht mehr so warm, brauchen weniger strom, sind nicht mehr so erschütterungsempfindlich, die leutchtmittel halten länger (nicht restlos bestätigte vermutung)...
also für mein empfinden sind das schon ein paar gute gründe.was aber gar nicht geht (leider schon erlebt!):
eine open-air bühne im dezember (auf dem weihnachtsmarkt) komplett nur mit kalten LED-lampen auszurüsten!
und für weisslicht gibt es (noch) bessere alternativen
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+1 an wora, Weißlicht ist meiner Meinung nach immer noch am schönsten, wenn es eine Glühwendel hat - zumindest in der Theater und Musiksituation. Ansonsten eben einen Lichtbogen, aber bitte keine LEDs. Auch wenn Amber und Warmweiß LEDs das inzwischen deutlich besser können als olle billig RGB PARs (*schauder*) LED PARs als Hinter/Seitenlicht sind ein anderes Thema und echt praktisch.
Den Wunsch nach alten Zeiten habe ich hin und wieder auch, v.a. wenn ich selbst Licht drücken muß für Musik, ich habe so gerne PAR Licht gemacht :wink: und bin mit bewegtem Licht nie ganz warm geworden, was aber zuvorderst an meiner mangelden Praxis liegt...
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Also auf Winterbühnen ganz klar nur richtiges RnR Licht!
Im T-Shirt oder Pulli bei -10°C ohne zu frieren hat was
Da pfeif ich auf Plastik Lampen :lol:Zum Wohl. Die Pfalz.
Wolf -
http://www.youtube.com/watch?v=hvkb8K4Bsrw&feature=related
http://www.ninwiki.com/Jason
Ein Video sagt mehr als 1000 Worte... und davon gibts noch viel viel mehr. -
Jetzt muß ich thread doch echt wieder hochholen....
Hat sich noch jemand die EMAs angesehen?
Spektakel gab es, und wenn mir in Zukunft die Gagen für Künstler
Zu hoch sind, dann hat man da die Lösung schon vorweg genommen, einfach nur noch licht auf die Bühne stellen, ob da noch jemand steht ist ja egal....Und für alle die nicht genau wissen was ich meine, es geht um vornehmlich um den Auftritt der Killers.... Also ich bin ja nur Tontechniker, aber wenn ich dann mal Gast bei einem Konzert sein sollte, will ich die Musiker schon noch sehen ?!?!?!?

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Zitat von "Karel Noon"
will ich die Musiker schon noch sehen ?!?!?!?

das kommt jetzt auf den Musiker drauf an :lol: :lol:
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