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RAM-Audio W12044 B-Automat fliegt raus.

  • Jan
  • 4. Februar 2013 um 13:03
  • madmax
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    • 24. Februar 2013 um 17:59
    • #181

    Klar noch alle da. Sehr interessant.
    Sollten vielleicht mal eine Spendenkasse für deine Stromrechnung einrichten...

    Hast aber wohl sonntags wie viele der Kollegen lange Weile bzw. keine Intention auf Familien- oder Fernsehprogramm? :D
    Naja ich habe den halben Nachmittag Schnee geschippt. Hier hats übers WE wieder 30cm runtergehauen....

    Never stop a running System

  • rockline
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    • 24. Februar 2013 um 18:07
    • #182

    Sonntag ist immer ganz gut für sowas. Konnte das mit den Boxen ja schlecht hier zuhause im Labor machen........ die Nachbarn - ihr wisst schon.
    Das macht trotz extra Phasendreher an einer der beiden Kisten schon eine Menge ungemütlichen Lärm. Bei der Gelegenheit habe ich denn auch bemerkt das der rechts stehende Tieftöner im Ars....ist :twisted:
    Family chillt ab. Flocki ist inzwischen schon fast hundert Jahre alt und verpennt den Tag, die Präsidentin schaut TV, und der Junior probt mit der Kappelle. Schnee? Nebensache...lass ich liegen. Eingeschränkter Winterdienst :D

  • madmax
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    • 24. Februar 2013 um 18:59
    • #183

    Das hast du ja alles fein organisiert. Manche Männer müssen sonntags zu ganz anderen Aktionen antreten...
    Der Hund wird so müde sein; weil er den ganzen Tag Lötdämpfe atmet. :D

    Zeit; den ollen RCF gegen was anderes, schickes italienisches zu tauschen. :wink:

    Hier kannst' die Sache mit dem Winterdienst nich schleifen lassen. Sonst steht man schnell bis zum Bauch im Schnee. Seit einer Woche kommt jeden Tag was dazu.
    Und das fahrbarmachen eines Sprinters dauert dann schnell mal 2 Stunden.
    Da sind wir noch nichtmal richtig im Gebirge... Am Rhein werden wohl schon die Schneeglöckchen blühen?

    Jetzt is aber erstmal der Heinz Becker dran.
    Ei joa. :lol:

    Never stop a running System

  • rockline
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    • 24. Februar 2013 um 20:03
    • #184

    Kurzer Nachtrag zu den Messdiagrammen: die Stromanzeigenwerte (grün) bei Lautsprecherstrom werden bei Y falsch angezeigt (zu wenig!).
    Bei den Netzströmen (Stromzange) ist alles ok.
    Das hatte ich heute Mittag - Kopf zu wegen Erkältung - nicht so ganz beachtet: Spitzenwert VS Effektivwert! Bei Gleichstrom hat man ja immer Spitzenwert, und bei Wechselstrom arbeitet das Scope mit Effektivwerten. Ich habe den Shunt, den ich in der Lautsprecherminusleistung verwende, jetzt mal in der Messbude am Scope kalibriert:

    Jetzt passt es: 55,45 Volt macht an einem 4 Ohm Dummy genau 13,86 Ampere. Das Scope zeigt 13,57Ampere (paar mA daneben) an und errechnet die Effektivleistung zu 752 Watt. Passt jetzt, leider etwas zu spät wegen der Messschriebe.
    Normalerweise messe ich nie den Strom zum Lautsprecher bei Endstufenmessungen. Daher wenig "Training" mit Shuntwiderständen.....ich gelobe Besserung :wink:
    Ich nutze eigentlich immer nur genau gemessene Lastwiderstände und berechne dann die Leistung in Excel.

    Einen noch mit meinem vor langer Zeit gebasteltem induktiven Lastsimulator: (eine passive Frequenzweiche 18dB/okt mit 2,8Ohm Dummy:

    Schön zu sehen: der Strom (rot) folgt der Spannung blau (Nulldurchgänge beachten). Schwarz ist die berechnete Gleichstromleistung.
    Also, Phase schieben geht auch unter Simbedingungen. Lautsprecher machen - bis auf etwas EMK - auch nichts anderes.

    In einem der nächsten Beiträge messe ich den 18P300 in der Box in Bezug auf DC-Displacement mit dem Laserscanner, und wir messen nur den P300 an einer soliden Endstufe. Das Thema "PFC" und die Sicherung scheint ja eh hinreichend geklärt zu sein. Da das eine RCF Chassis platt ist (krackt bei hohen Pegeln wegen offensichtlich mal wieder gerissener Sicke) ist das ein 1A Studienobjekt :lol:

  • bernd häusler
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    • 25. Februar 2013 um 10:47
    • #185

    Moin Rockline,

    abermals danke für die schön aufbereiteten Messungen.

    "In einem der nächsten Beiträge messe ich den 18P300 in der Box in Bezug auf DC-Displacement mit dem Laserscanner"

    Das fände ich spannend in Anbetracht sichtbarer Unterschiede zwischen den beiden Endstufen, sowohl am P300 als auch am Dummy. Wenn ich davon ausgehe, daß immer der selbe Burst gespielt wurde, so zeigen sich doch deutlich unterschiedliche Symmetrien der Ausgangsspannung. Ich sehe da einige Volt Unterschied, schaut mal was schon eine 1,5V Batterie mit einem Chassis veranstaltet. Das meinte ich mit von den Endstufen produzierten Gleichspannungs/Infra-Anteilen an Endstufenausgängen. Natürlich wird das Chassis-Antriebsbedingte DC-Displacement davon sicher nicht weniger...

    Stichworte könnten Lowcutfilter, Limiter und untere Grenzfrequenz der Endsstufenschaltung sein?


    "Ich bin davon überzeugt das die mechanischen Rückstellkräfte eines Lautsprechers ab einer gewissen, zugeführten Eingangsspannung nicht mehr in der Lage sind die Membran in die Nominalposition zu bringen."

    Ich auch, bei gleicher Geometrie des Antriebs Bl(x) entscheidet die Symmetrie und Steilheit der Einspannungsfeder Kms(x) über die Abweichung von der Ruhelage. Moderne Chassis haben eine mit der Auslenkung überproportional zunehmende Rückstellkraft, die höher ist, als die vom abnehmenden BL bestimmte, mit der Auslenkung zunehmende DC-Kraft. Wenn das Qualitätsmanagement (Präzision der Nullage) und die Dauerhaftigkeit der Spinne es zulässt könnte ein solches Chassis extrem lange halten. Allerdings, und hier spielen inkompetente Nutzer und inkompetente Entwickler eine schlimme Rolle, sind solche Bauweisen unbeliebt, da sie sich nicht überfahren lassen. Diese Bauweise fällt bei "Überfahrern" durch unüberhörbarten Klirr auf. Es ist schon ein merkwürdiger Anblick, wenn ein 18NW100 freeair selbst mit einem vollen Kilowatt nicht weiter als 8mm (16pp) auslenkt. Damit muß man sich abfinden, und wird mit einer Lebensdauer belohnt, die veraltete Bauweisen selbst ohne Überfahren nicht erreichen können. Einen überfahrenen 18NW/TBX100 erkenne ich allerdings zuverlässig am unnachahmlichen Geräusch.
    Und, Rockline, es könnte sein, daß Du - wie 99% der PA-Forianer - von Deinen Bässen mehr erwartest, als innerhalb der tatsächlichen Hubfähigkeit zuverlässig möglich ist ;-). Bei Peaks über 100V ist der Spule/Platte Hub schon dann mehrfach überschritten, wenn nichts einseitiges passiert - es sind nur +-4mm beim P300, ab da müsste die Einspannung extra hart zupacken, mit Sandwichspider (hat er nicht) wäre ein zuverlässiger Betrieb bis maximal +-7mm denkbar (hat überdicke Polplatte). Wenn RCF von "über +/- 12mm" schwärmt versprechen sie sich wohl gute Umsätze mit Reconekits, und geben indirekt zu, daß der P300 kein modernes DC-gesichertes Chassis ist. Da werden olle Kamellen weiter verkauft.

    Ganz wichtig, ich führe keinen Feldzug gegen einen Hersteller wie RCF und auch keine Webekampagne für B&C. Aber ich weise deutlich darauf hin, daß es heutzutage - in Anbetracht heutiger Musikproduktionen, und auch der heute jedem Live-Techniker zur Verfügung stehenden Limiter und Kompressoren (DSP-Lautsprechercontroller machen in der Praxis nix anderes als Mastering-Loudnesswar) - nicht mehr möglich ist professionell olle Kamellen zu betreiben. Auch RCF verkauft moderne Chassis ;)

    Ich bin sehr gespannt, ob Deine Messungen an den P300 im GAE BR118 meine Aussagen widerlegen ;)


    "Am Lautsprecher Minuspol hat das Gerät permanent 115V~ gegen Schutzleiter anstehen. Signaleingang ist trafogekoppelt. Muss halt jeder für sich entscheiden ob 115V an der LS-Klemme vertretbar sind."

    In Anbetracht dessen, und hier habe ich einen Fehler gemacht, daß jede Endstufe mit Signal eine lebensgefährliche Spannung gleicher Höhe - auch gegen Masse/Erde/Boden - produzieren kann, finde ich das nicht tragisch. Ich hatte schlicht übersehen, daß die Schaltungsmasse jeder Endstufe mit PE verbunden ist, oder zumindest über den Signalschirm eine mit PE verbundene Masse bekommt, und somit die Ausgangsspannung eben nicht galvanisch schutzgetrennt ist. Wenn sich also die Spule im Spalt festfrisst steht der Chassis-Korb bei jeder Endstufe unter lebensgefährlicher Spannung gegen Erde/Boden/Mensch. Sind zusätzlich die Endtransistoren einseitig durchgeschlagen und das Relais wie immer festgebrannt, kann das auch Rail-Gleichspannung sein - dann löst ein gewöhnlicher RCD auch dann nicht aus, wenn der Widerstand zum Erdboden durch einen menschlichen Körper niedrig genug ist. Bei der Spartrafo-Variante ist es wenigstens Wechselspannung, die ein gewöhnlicher RCD bemerkt. Auch wenn er dafür nicht vorgesehen ist! Ein RCD ersetzt nicht die Schutzerdung oder Schutzisolierung.

    An der Stelle, bitte macht Euch alle klar, daß Lautsprecherleitungen genauso gefährlich sind wie Netzleitungen, und somit die lebenswichtigen 5 auch hier zwingend sind.

    Einen Unterschied zwischen Spar- und "Trenn"trafo bezüglich der Sicherheit kann ich nicht erkennen.


    Grüße,

    Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • billbo
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    • 25. Februar 2013 um 12:50
    • #186
    Zitat

    An der Stelle, bitte macht Euch alle klar, daß Lautsprecherleitungen genauso gefährlich sind wie Netzleitungen, und somit die lebenswichtigen 5 auch hier zwingend sind.

    Einen Unterschied zwischen Spar- und "Trenn"trafo bezüglich der Sicherheit kann ich nicht erkennen.

    Bei intelligent gebautem zeitgemäßem Beschallungsgerät sind Lautsprecherleitungen nicht länger als max. 50 cm. Und spätestens dort kann man über den Sinn von netzseitiger galvanischer Trennung tatsächlich nachdenken.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • bernd häusler
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    • 25. Februar 2013 um 14:02
    • #187

    Das Chassis der Zukunft hat einen Powercon und einen Optical-Con, quietscht direkt aus dem Netz auf die gut abgeschirmte Schwingspule, und weiß ganz genau wo die Membran gerade ist. Nachteil: Ohne Internetzugang kommt kein Ton - DRM + Zensur...

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

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  • billbo
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    • 25. Februar 2013 um 15:28
    • #188

    Mal abgesehen davon, dass es Net auch ohne Inter gibt (und der Inhalt/ sorry, 'content' heißt das ja heute/ damit dort lediglich der persönlichen Zensurwillkür unterliegt), halte ich das durchaus für ziemlich wahrscheinlich.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • niggles
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    • 25. Februar 2013 um 15:38
    • #189
    Zitat von "bernd häusler"

    Sind zusätzlich die Endtransistoren einseitig durchgeschlagen und das Relais wie immer festgebrannt, kann das auch Rail-Gleichspannung sein - dann löst ein gewöhnlicher RCD auch dann nicht aus, wenn der Widerstand zum Erdboden durch einen menschlichen Körper niedrig genug ist. Bei der Spartrafo-Variante ist es wenigstens Wechselspannung, die ein gewöhnlicher RCD bemerkt.


    Mal so am Rande bemerkt: Die Diskussion über die Pflicht zur Verwendung von B-RCD's in der Veranstaltungstechnik ist im Hintergrund schon längst im Gange. Auch Sinusdimmer, grosse Projektoren und Strobos haben Gleichstrom-Zwischenkreise mit richtig Wumms...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • wora
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    • 25. Februar 2013 um 15:56
    • #190
    Zitat von "billbo"

    ...Bei intelligent gebautem zeitgemäßem Beschallungsgerät sind Lautsprecherleitungen nicht länger als max. 50 cm. ...


    wie sieht denn das aus, wenn die ampracks mitten auf der bühne stehen? :shock:
    :D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkadib
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    • 25. Februar 2013 um 16:02
    • #191
    Zitat von "billbo"

    Bei intelligent gebautem zeitgemäßem Beschallungsgerät sind Lautsprecherleitungen nicht länger als max. 50 cm. Und spätestens dort kann man über den Sinn von netzseitiger galvanischer Trennung tatsächlich nachdenken.


    Völlig richtig. Darüber dachte man bei integrierten Lösungen ja auch schon früher nach. Deshalb gab es dann auch die Röhren speziell für Serienheizung (PL36, UL84, UEL51, CL4, RENS1820, VCL11, ...). Möglicherweise kommen die jetzt wieder in Mode. :wink:


    MfG
    DirkB

  • billbo
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    • 25. Februar 2013 um 16:51
    • #192

    Jepp! Allerdings: beim Gedanken an aktive Linearrayelemente in 10m Höhe mit Urdox – Widerständen in E27 – Schraubgewinden drin wär’s mir dann vielleicht auch wieder nicht so besonders wohl... :roll:

    Zitat

    wie sieht denn das aus, wenn die ampracks mitten auf der bühne stehen? :shock:
    :D

    Spielt ihr echt SO große Bühnen? :shock: :D

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • madmax
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    • 25. Februar 2013 um 17:02
    • #193

    Tja die Zeiten von 40 Volt Railspannung und Klinkensteckern sind schon paar Tage vorbei...
    Darum hat man wohl auch berührungssichere Stecker zumindest bis zum Semi-Bereich entwickelt.

    Zurück zum Thema; welche Rolle bei der Verhinderung von DC-D spielen Doppelspulen?
    Gibts außerdem noch andere Gründe für deren Existenz als noch die Variabilität bei den Anschlußimpedanzen? Man könnte ja sonst auch eine einzelne Spule länger bauen.
    Wie "gleich" müssen 2 Ampkanäle bei Einzelanschluß für den korrekten Betrieb spielen?
    Mir war das immer etwas suspekt...

    Never stop a running System

  • rockline
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    • 25. Februar 2013 um 21:45
    • #194

    Hab mir einen angeschossenen RCF P300 18" in die Messbude geholt, und den Lautsprecher mit dem Laser untersucht.

    Das ist ein gebrauchtes Chassis auf Bassreflexbetrieb. Der ist nicht mehr ganz ok, macht Geräusche bei hohen Pegeln. Das als Info vorweg.

    Erster Test ist zu schauen inwieweit die Pappe bei 10VDC rauskommt:

    Rot ist die Spannung, grün der Strom, und blau der Laser = 12,15mm Bewegung aus der Mittelposition.


    Zweiter Test mit umgepoltem Lautsprecher, Membrane rein:

    Hmmm....... :roll: ........nur 7,96mm :?:
    Außerdem hat der untersuchte RCF scheinbar Probleme die Nulllage korrekt wieder herzustellen. Der Test scheint zu hinken, da der Lautsprecher nicht topfit ist. Aber ich breche noch nicht ab, weil ich noch was probieren möchte:

    Ich will wissen was der Lautsprecher freeair bei 80Hz macht? Bitte sehr...:

    Der geht nach hinten :shock: . Jetzt verstehe ich die Systematik nicht mehr. Die Membrane kommt bei 10VDC rund 4mm weiter nach vorne, als umgekehrt aus der Nulllage nach hinten. Ergo - nach vorne geht's leichter.
    Bei hoher Signalspannung und 80Hz verschiebt sich die Membrane aber nach hinten - zu der Seite, die offensichtlich "schwerer geht"! Womit das Thema "Korb stört" wohl auch zu den Akten gelegt werden kann.

  • sabbelbacke
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    • 25. Februar 2013 um 22:44
    • #195

    Schau mal von der Seite auf die Sicke und Zentrierspinne. Ein wenig sieht es auf dem Foto so aus, als ob der Speaker schon ein Offset drin hat, d.h. die sicke leicht nach innen gezogen ist, d.h. von vorne rein nicht in der eigentlich vorgesehenen Nullage sitzt. Kann das sein? Evtl. täuscht es auch auf dem Bild..

    hornresp

  • wora
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    • 26. Februar 2013 um 01:37
    • #196
    Zitat von "rockline"

    ...
    Bei hoher Signalspannung und 80Hz verschiebt sich die Membrane aber nach hinten - zu der Seite, die offensichtlich "schwerer geht"! Womit das Thema "Korb stört" wohl auch zu den Akten gelegt werden kann.


    so voreilig würde ich jetzt nicht urteilen. wie du selber schreibst, ist das chassis nicht mehr ganz einwandfrei - es gibt vermutlich sogar mehrere gründe für eine "DC-schieflage".

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Mechwerkandi
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    • 26. Februar 2013 um 08:32
    • #197
    Zitat von "wora"

    - es gibt vermutlich sogar mehrere gründe für eine "DC-schieflage".


    Nicht nur vermutlich, sondern sicher.
    Das ist eigendlich ein Paradebeispiel für einen Summenfehler.
    Die Membran wird beim Betrieb ausserhalb der sicheren Parameter zwanghaft immer zu der Seite ausweichen, die den geringeren Widerstand bietet.
    Aus was sich der addiert, Unsymetrien um Antrieb, der Aufhängung, dem Einbau, das wäre fallweise zu klären.

    Diese Unsymetrien sind höchst wahrscheinlich ein konstruktives Mitbringsel, dessen Auswirkungen in den praktischen Einsatz hinein toleriert werden.
    Bleibt das System bei, beispielhaft, +/- 8V im Lot?

    Ich stehe nach wie vor auf dem Standpunkt, das die herstellerseitig Angabe von "xxxx Watt Belastbarkeit" reine Augenwischerei ist, und stattdessen für jedes Chassis in der entsprechenden Einbausituation programmabhängig ein Grenzwert zu ermitteln ist, dessen Überschreitung als nicht mehr dauerhaft betriebssicher beschrieben werden kann.

  • sabbelbacke
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    • 26. Februar 2013 um 09:04
    • #198
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Ich stehe nach wie vor auf dem Standpunkt, das die herstellerseitig Angabe von "xxxx Watt Belastbarkeit" reine Augenwischerei ist, und stattdessen für jedes Chassis in der entsprechenden Einbausituation programmabhängig ein Grenzwert zu ermitteln ist, dessen Überschreitung als nicht mehr dauerhaft betriebssicher beschrieben werden kann.


    Auf jeden Fall, das ist ja sogar komplett ohne das Thema "DC-Displacement" so zu sehen. Ein LAB12 in einem LAB Horn verhält sich z.B. komplett anders belastungstechnisch, als wenn man da eine BR fürs Auto draus basteln tut tun. Allein die unterschiedliche Bedämpfung, akustische Impedanz, Federsteife der Rückkammer, Kompressionskammer (oder nicht), uswusf.. haben großen Einfluss auf Hub und thermische Belastung.

    Witzigerweise trifft man aber im Alltag selbst altgediente Hasen, die in Gespärchen über "die Kisten" dann auch einfach immer nur den Datenblattwert im Kopf haben und danach den Amp aussuchen - völlig unabhängig vom Gehäuse, wo verbaut wurde, dem Aufstellungsprt, der Anzahl der Kisten und Musikmaterial, das gespielt wird..

    Ergänzen kann man dazu auch noch, dass die Angabe der Belastbarkeit sich in den allermeisten Fällen sowieso nur auf eine gewisse Thermische bezieht. Selbst die Verzerrungen werden da nicht mit eingerechnet (was wiederum konsequent ist, denn das geht ja gar nicht ohne ein definiertes Gehäuse zu nehmen, s.o.)...

    So langsam werden wir echt OT... Thread mal teilen wäre prima.

    rockline
    Many thanx, dass Du die Allgemeinheit an Deinen Experimenten teil haben lässt, das erspart vielen die trockene Klippel Lektüre. A propos, wer noch Lesestoff fürs örtchen mag:

    Das Thema: "unsymmetrische Aufhängen" (Sicke und Zentrierspinne) wird hier kurz abgehandelt:
    http://www.klippel.de/uploads/media/…Symptoms_06.pdf
    Seite 6
    Ab Seite 13 hier:
    http://www.klippel.de/uploads/media/…earities_00.pdf
    Kann man sich ein wenig über die unterschiedlichen Aufhängungstypen informieren, welche sich wie verhalten, es ist nen Tick ausführlicher als ersteres Papier.


    Deine Aufhängung hat bestimmt schon Schaden genommen, so wie das auf dem Foto aussieht.

    Da hatte ich auch ein Exemplar gerade:

    Der Speaker kann garantiert nur noch einen Bruchteil seines ursprünglichen Hubes "sauber" umsetzen.

    hornresp

  • bernd häusler
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    • 26. Februar 2013 um 09:43
    • #199

    Moin Rockline,

    Der Test mit 9V-Block , den Du amtlich nachgestellt hast, ist ein unspezifischer Schnelltest. Bei der beobachteten ungleichseitigen Auslenkung sind kombiniert zwei Parameterkurven beteiligt. Das Bl(x), die Kurve der Kraft pro Strom über die Auslenkung, und die Kms(x), die Kurve der Rückstellkraft über die Auslenkung. Der Test trennt nicht zwischen den Beiden. Das beobachtete Ergebniss: Auslenkung nach außen größer, könnte also auch dann auftreten, wenn nur eine der beiden Kurven Mängel hat.

    Hätte nur die Bl(x) Kurve einen Mangel besagt das Testergebniss: Die Schwingspule ist nach innen von der optimalen Lage verschoben. Das BL wird damit nach innen schnell zunehmend schwächer, bei gleichem Strom gibts weniger Kraft. Nach außen nimmt das BL erst noch zu, um erst dann abzufallen, bei gleichem Strom reicht die Kraft weiter nach außen. (Obacht! Wir sind hier bei Gleichstrom!)

    Hätte nur die Kms(x) Kurve einen Mangel besagt das Testergebniss: Die Aufhängung ist nach außen weicher, bei gleicher Kraft gehts weiter nach außen.

    In beiden Fällen hat das Chassis wenig Chancen auf eine nennenswerte weitere Betriebsdauer (sofern im PA-Betrieb genutzt). Ein falsches OK hatte ich mit dem Schnelltest noch nie, wäre aber theoretisch denkbar.

    Tatsächlich ändern sich aber beim klassisch gut gebauten Chassis mit der Betriebsdauer beide Kurven. Im Neuzustand ist die Einspannung symmetrisch (aber beidseits viel zu nachgiebig), und die Schwingeinheit ist so präzise wie es geht im BL-Maximum eingebaut. Selbst in diesem klassisch optimalen Fall gibt es aber eine Auslenkrichtung, die auch nur ein geringfügig schneller abnehmendes BL aufweist. In diese Richtung läuft dann - wie beobachtet - das BL-bedingte DC-Displacement (Obacht! Jetzt sind Wir bei Wechselstrom! 80Hz, also über Resonanz!). Das hat zur Folge, daß sich die Ruhelage durch Ausleiern in diese Richtung verschiebt. Mit dieser neuen Ruhelage ergibt sich nicht etwa eine weichere Feder in diese Richtung, das Gegenteil ist der Fall. Spinne und Sicke sind Tellerfedern, die sich unter Zugwinkel spannen - und dieser Winkel ist ja nun unsymmetrisch.

    Mechanischer Endpunkt ist der Abriss der überspannten Tellerfedern (früher "immer" Membrankante und Sicke, heute "eher" Spinne). Oder das nicht mehr von den Turbulenzen im Spalt gekühlte herausstehende Schwingspulenende verschmort.

    Ja, verschmorte Schwingspulen sind regelmäßig die Folge bei vom DC-Displacement verschlissenen Chassis. ("Ich habe nicht lauter gemacht als sonst auch, und jetzt habe ich 4 verbrannte 18er ", "ja, aber Deine DC-empfindlichen Chassis waren verschlissen".) Eine meiner PA-Forums-Gebetsmühlen.

    Rocklines schwer angeschlagener P300 ist das Paradebeispiel für ein klassisch gut gebautes Chassis, sorgfältig betrieben nach den allgemeinen und auch hier im Forum regelmäßig postulierten Regeln der Beschallungskunst - jetzt ist es hinüber.


    Ich kenne Berichte von einem vom selben Meister (heute bei einem anderen Hersteller) gebauten 18er Chassis. Dieses Chasis ist offenbar so sauber entwickelt und gebaut, daß dieser Chassistyp nach Zufall mal nach außen und mal nach innen verschleißt. Dieser Meister baut auch dieses Chassis nun mit noch härterer Spinne (andere Nummer ....2... statt ....1...).

    Nach meiner Wahrnehmung ist allerdings B&C der Vorreiter, dort hat man schon früh den Schritt gewagt knallharte Aufhängungen einzubauen, vermutlich schon bevor es den Klippeltester überhaupt gab. B&C hat dafür auch hier im Forum extreme Schelte einstecken müssen, die meisten Nutzer waren den gnadenlos hubüberschreitenden Betrieb mit RCF-"PeAK"-Chassis dermaßen gewohnt, daß sie die begrenzte Auslenkung eines überfahrenen DC-gesicherten Chassis nicht akzeptieren wollten. Noch schlimmer ists mit PA-Herstellern bis heute, warum sollte man haltbare Chassis einbauen, mit denen sich kein "PeAK-Shootout" gewinnen lässt, wenn man den Nutzer bei Chassisausfall mit dem Wort "überlastet" abspeisen kann.

    Diese "PeAK-Shootout"-Chassis sind überhaupt nicht belastbar, es gibt den "richtigen" Betrieb überhaupt nicht.

    Blöd an der nötigen Härte der Einspanung ist auch, daß sich damit auch der fälschlich als Qualitätsmerkmal genutzte Parameter QTS erhöht, und die höhere Freiluft-Resonanz wird auch nicht wirklich begrüßt. Das kommt davon, daß Thiele&Small schlicht falsch in Bastelformeln gepresst wurden. Qts, Vas und Fres sind völlig instabile "Verkaufsparameter", nie richtig gemessen (Vance nennt immer mehrere QTS-Werte für das selbe Chassis), nie richtig angegeben, nie richtig verwendet - und NIEMALS über die Betriebsdauer stabil.
    Leute, mit der Bl(x)-kurve, R_e, und der Mmd werden die wesentlichen Parameter eines Chassis beschrieben. Alle 3 Parameter sind vollständig stabil solange sich die Nullage nicht verschiebt. Und die halbwegs stabile Nullage kommt von einer straffen stabilen Einspannung.

    Und wenn ich hier "Geschichtliches" einfließen lasse komme ich nicht umhin Finn Hoffmann uneingeschränkten Respekt zu zollen. Er war und bleibt der erste Lautsprecherentwickler, der das DC-Displacement nicht nur besiegte, sondern mit klassisch guten Chassis einen sogar selbstzentrierenden Sub baute. Da kommen Wir auch mit Superspidern nie hin!

    Grüße,

    Bernd

    ----------------------------[---[--[-[IIIIIII]---------

    ich bezahle nicht fürs hinhören, ich baue Beschallungsanlagen

    Das SD12 Fliegetop ist bei gleicher Endstufe um durchgehend 3 dB lauter
    als "vorbekannte" 12"/1" Bauweisen.

    Der Bass CB18S ist der Beste

  • Mechwerkandi
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    • 26. Februar 2013 um 10:51
    • #200
    Zitat von "bernd häusler"


    Spinne und Sicke sind Tellerfedern, die sich unter Zugwinkel spannen


    Nö.
    Wie ich schon schrob: Das sind Elastomerfedern. Mit einem unterschiedlichen Hang zum "Kriechen".
    Tellerfedern werden auf Druck beansprucht.

    Zitat von "bernd häusler"


    Eine meiner PA-Forums-Gebetsmühlen.


    Der Wahrheitsgehalt wird dadurch auch nicht grösser, das funktioniert nur in der Politik.

    Zitat von "bernd häusler"


    Und wenn ich hier "Geschichtliches" einfließen lasse komme ich nicht umhin Finn Hoffmann uneingeschränkten Respekt zu zollen. Er war und bleibt der erste Lautsprecherentwickler, der das DC-Displacement nicht nur besiegte, sondern mit klassisch guten Chassis einen sogar selbstzentrierenden Sub baute.


    *omg*
    Ein Sieg über die Physik. Geht das mit der Herorisierung nicht etwas weit?

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