Welche Qualitätsunterschiede / Reichweite gibt es zwischen den beiden?
Anwendung: Moderation, auch im längeren Festzelt bzw mal im 2. Raum (um die Ecke) in Gaststätten / Saal
Ich habe u.a. noch ein Freeport welches "nur" 10mW hat. Mein Bedenken ist, daß da auf größere Entfernung der Funk aussetzen kann :roll: ist dies so?
Unterschied zwischen HF 30mW / 10mW
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skorpi -
1. März 2013 um 09:37
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wenn ich mich richtig erinnere ist das ein Unterschied am Empfänger von knapp 4dB. (für den Empfangsteil zählt die von der Antenne abgegebene Spannung, d.h.: +6dB = Spannungsverdopplung = Leistungsvervierfachung am Sender). Den Verlust durch die Luftübertragung bekomme ich leider gerade mathematisch nicht auf die Kette...

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3dB weniger HF-pegel entspricht der halben reichweite, wenn ich mich recht erinnere.
ich betreibe AT funkstrecken, die man zwischen 10mW und 30mW umschalten kann.
den empfänger lasse ich immer auf der bühne stehen und sende mit der geringeren leistung. das geht auch auf grösseren bühnen völlig problemlos. der receiver hat einen netzwerkanschluss, über den ich den empfänger fernüberwachen kann.
die höhere sendeleistung stelle ich nur ein, wenn ich den empfänger nur am FOH aufstellen kann und dieser sich weiter entfernt befindet, wie in grösseren häusern (leider oft) üblich.
schlussendlich kann ich sagen, das ich damit nun in mehreren jahren kein einziges empfangsproblem hatte. 10mW genügen für den normalen bühnenbetrieb also vollkommen.es gibt übrigens sogar einen fall, wo eine niedrigere sendeleistung vorteilhaft ist: dies kann der fall sein, wenn man viele funkstrecken gleichzeitig in betrieb hat!
dann kommt bei hoher sendeleistung eventuell zu viel HF pegel in die empfänger, die empfangsstufen clippen und erzeugen oberwellen, die das ganze spektrum dicht machen können und somit den empfang der anderen frequenzen beeinträchtigen... das HF-clippen der empfangsstufen hört man im audioband übrigens nicht! hier muss man sich die empfangspegel der receiver mal genau anschauen. wenn sie immer auf vollgas stehen, sollte man mit der sendeleistung runter gehen - oder einfach schlechtere antennen benutzen
aber das ist ein anders thema!zurück zu dir:
wie es in deinem falle "um die ecke" aussieht, kann nur ein test vor ort zeigen. HF lässt sich beim thema reflektionen leider schwer vorhersagen, wenn´s dumm läuft kannst du da auch mit höherer sendeleistung probleme bekommen. -
HF kann bei höherer Sendeleistung durchaus auch Probleme machen, zB wenn nahe an Antennen, mehr Strecken usw im Einsatz.
Man sollte schon genau überlegen, wo man das einsetzt.Abgesehen davon verbrauchen die dann deutlich mehr Batterien
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Es gibt auf Youtube ein tolles Video zum Thema Funkinterferenzen und Störungen durch übersteuerte HF-Empfänger - da hält so ein Bursche von Audiotechnica eine halbstündige Rede in irgendeiner Veranstaltungsbude im Rahmen eines Drahtlosseminars. Ich hab's schon zwei Mal gesehen - mir gingen erstmals so einige Lichter auf. Findet man recht bald über die Suchfunktion dort.
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Der Bursche heißt Alex Lepges und weiß, was er tut!
Auf der HP von Audio Technica gibt es auch Termine für Drahtlosseminare... Sehr lehrreich!
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Tacho!
Es gilt wie so oft das 1/r Gesetz, sofern es zu keinen Abschattungen oder Reflexionen kommt. So ein Wasserbeutel (Mensch) ist aber für die Radiowellen ein hervorragender Absorber und wandelt die eingestrahlte Energie halt in Wärme um.
Zur Umrechnung von Milliwatt in dBm:
L[dBm] = 10 * log (P[mW] / 1mW)
siehe hierzu auch
http://www.meconet.de/de/service/hochfrequenzEin 10mW hat deswegen im Vergleich zu einem 30mW Sender weniger Chancen einer störungsfreien Übertragen...
je größer die Strecke Sender - Empfänger ist.
je mehr Wasserbeutel sich im Sendegebiet aufhalten bzw. zwischen Sender und Empfänger stehen.
je höher die Luftfeuchtigkeit ist. Im Zelt kann dies manchmal problematisch werden - kein Witz. Gerade wenn man sich im Grenzbereich der Funke befindet.
Auch bei der Durchdringung von fester Materie verhält es sich ähnlich. Je stärker der Sender, desto eher geht die Welle durch. Reflexionen und Interferenzen jetzt mal aussen vor gelassen. Daher kann dir niemand hier beantworten ob dein Vorhaben gelingt oder nicht.
Beim Test kann es noch funktionieren, nur lass dann mal mehrere Personen im Sendegebiet umherziehen. Schon hat man erheblich mehr Reflexionen und Abdämpfung und die Strecke bricht weg.Für die Freeport würde ich in jedem Fall eine sehr enge und raumbegrenzende Aufstellung vorschlagen.
Ein Qualitätsverlust hat man insofern nicht, solange das Signal innerhalb der Spezifikationen durch kommt, d.h. es ist egal ob man einen 10mW oder 30mW Sender hat.
Bei analogen Funkanlagen fängt es eben zu rauschen an, bevor der Sender weg ist oder es greift schon früher die Rauschsperre. Bei digitalen Anlagen (wohl eher noch seltener der Fall) reißt das Signal halt eben schlagartig ab.Grüßle,
michael -
Äußerst interessant; was der Mann so erzählt.
So tiefgründig habe ich über das Thema noch nie nachgedacht und Probleme immer auf sonstwas geschoben... -
Alexander Lepges weiss wirklich wovon er spricht. er plant auch regelmässig die funkkanäle bei den olympischen spielen und kann dazu so einige schöne storys erzählen

soweit ich weiss, sind beim nächsten AT funkseminar noch ein paar plätze frei. dieses seminar kann ich wärmstens empfehlen! -
Na dann bin ich ja froh das ich in Mainz dabei bin.
Ich bin zwar durch aus bewandert im Bereich der Physik und meldete mich nur zum Spass an ( und um mit Kollegas an der Hotellbar ein Eimerchen Bier zu trinken ) , aber wenn der Kurs Auch für Physiker was bringt, um so besser!
Ist außer mir noch jemand am Start?Gruß Wolf
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Zitat von "madmax"
Äußerst interessant; was der Mann so erzählt.
So tiefgründig habe ich über das Thema noch nie nachgedacht und Probleme immer auf sonstwas geschoben...
Da bin ich ja froh, daß da jemand mal so ein interessante Thema aufgegriffen hat
Mich interessierts jedenfalls brennend.
yamaha4711
Wenn dann viele "Wasserbeutel"
, den Begriff find ich physikalisch richtig, ansonsten ein super Schenkelklopfer - hab abgelacht, muß ich mir merken
da sind, empfielt sich doch die Antenne über die PAX zu hängen. U.A. könnte man doch da einfach ein 10-20m Antennenkabel, besser ein DMX-Kabel zwischen Empfänger und Antenne ziehen und die Antenne in den Trust hängen. Geht das, oder hat man da Verluste beim DMX-Kabel?ich habe das Thema u.a. auch in Party eingestellt um doppelposting zu vermeiden.
http://www.party-pa.de/phpBB/viewtopic.php?f=50&t=74445 -
Zitat von "wora"
Alexander Lepges weiss wirklich wovon er spricht. er plant auch regelmässig die funkkanäle bei den olympischen spielen und kann dazu so einige schöne storys erzählen

soweit ich weiss, sind beim nächsten AT funkseminar noch ein paar plätze frei. dieses seminar kann ich wärmstens empfehlen!Unterschreibe ich so.
Hab bei ihm viel gelernt -
Sicher kann und soll man, wenn denn möglich, die Antenne(n) des Empfängers möglichst auf Höhe bringen. Da oben sind infolge Schwerkraft weniger dieser Wasserbeutel anzutreffen.
Bitte aber keine DMX Leitung verwenden. Wir wollen ja keine Lichtzeichen empfangen. Du brauchst eine RG75 Antennenleitung und diese hat statt 110Ohm bei DMX eben 75Ohm Impedanz. Man muss dann auch beachten, dass in der Leitung Dämpfung auftritt. Meist wird das durch aktive Antennen, welche einen Booster enthalten und damit die Verluste der Antennenleitung ausgleichen, umgesetzt. Bei 10-20m Leitung sollte man darüber schon mal nachdenken.
Voraussetzung ist natürlich, dass man die Antenne(n) des Empfängers absetzen kann. Bei einer Freeport ist das meines Wissens nach nicht der Fall.Beim "in die Truss" hängen sollte man auch darauf achten, dass keine elektrisch leitende Verbindung, vor allem in Bezug auf die Masse, zur Truss vorhanden ist. Damit handelt man sich nur Ärger ein. Stichwort Potentialausgleich. In der Regel reicht es, wenn man die abgesetzte Antenne auf einem Mikrostativ montiert, welches man ganz ausfährt.
Dennoch erleidet das Funksignal in jedem Fall eine Dämpfung und wenn es im günstigsten Fall eben nur die Freifelddämpfung ist. Was da mit reinspielt habe ich ja schon geschrieben.
Auch muss man mit der Dummheit der Nutzer rechnen. Wenn diese z.B. das Mikro ungünstig halten und die Sendeantenne abdecken, so hat man hier schon erhebliche Verluste. Bei Taschensendern verhält es sich ähnlich, z.B. die Antenne steckt in der Unterhose. Alles schon erlebt!Grüßle,
michael -
@ yamaha4711
Sollte es nicht Kabel mit 50 Ohm sein? -
korrekt.
in der UHF technik arbeitet man in der regel mit 50Ohm wellenwiderstand.
75Ohm wird in der videotechnik und in hausinstallationen (z.b. satellitenempfänger) sowie bei MADI eingesetzt, um nur einige beispiele zu nennen.der wellenwiderstand bezieht sich übrigens auf das wechselspannungssignal (Z), den kann man nicht mit einfachen widerstandsmessgeräten messen. man muss also die herstellerangaben zum kabel kennen.
ein DMX kabel ist für UHF signale völlig ungeeignet. hier brauchen wir richtige koaxiale leitungen um "falsche" HF abzuschirmen, da die verbindung unsymmetrischer natur ist.
20m RG58 kabel bedeutet satte 14dB verlust!
wenn man so lange kabel einsetzen möchte, sollte man mindestens RG8 nehmen, das bedeutet "nur" 3dB verlust bei dieser länge. generell gilt: die luftdämfung ist wesentlich geringer als die kabeldämpfung. und die allerbeste lösung ist immer noch: kurze kabel + kurze luftstrecke.
es gibt aber sicherlich anwendungen, wo etwas längere kabel einen vorteil bringen, so auch hier: wenn man die antennen deutlich über die höhe der besucher bringt, dann sinkt das risiko der beeinträchtigung durch "wasserbeutel".
hier kommen wir also mal wieder zu meinem lieblingsthema: hier sind kompromisse gefragt. -
Ein DMX-Kabel ergäbe eine schicke Zusatzantenne. :lol:
Scharfe Knicke sollte man bei der Verlegung jeglichen Antennenkabels auch vermeiden. Sonst kriegt das Signal sprichwörtlich die Kurve nicht.
Dachte immer, das sind Meatbags und keine Wassersäcke....

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daaaa war er wieder, der schenkelklopfer.....Jungs ihr habt mir das WE gerettet

einfach herrrlich 
PS
Als Säugling 90%. Als Kind ca. 70%. Erwachsene 65%. Der alte Mensch nur 60%.
http://www.emotion-experts.com/Deutsch/Inhalt…sen_mensch.html -
Stimmt... sind 50 Ohm Impedanz. Da hatte ich die falsche Schublade erwischt.
Und es sind definitiv Wasserbeutel, da so ein Menschlein eben aus ca. 55% Wasser besteht. Muskelfleisch (magers) enthält z.B. zw. 70% und 75% Wasser. Also nix mit Mearbag.
Grüßle,
michael -
Zitat von "madmax"
Dachte immer, das sind Meatbags und keine Wassersäcke....

Dämmfleisch! madmax Dämmfleisch!
Der Wellenwiederstand ist von der Kabelgeometie abhängig. Als passendes Buch kann ich hierzu das Antennenbuch von Rothammel emfehlen. Ich habe daraus einiges gelernt.
Gruß Wolf
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Zitat von "skorpi"
Welche Qualitätsunterschiede / Reichweite gibt es zwischen den beiden?
Anwendung: Moderation, auch im längeren Festzelt bzw mal im 2. Raum (um die Ecke) in Gaststätten / Saal
Ich habe u.a. noch ein Freeport welches "nur" 10mW hat. Mein Bedenken ist, daß da auf größere Entfernung der Funk aussetzen kann :roll: ist dies so?
Was ist denn die andere Alternative?Ich gehe mal davon aus, daß nicht nur die Sendeleistung unterschiedlich ist.
EIN Wasserbeutel (oder auch HMBE = human mobile baffle element, im NF-Bereich oft gerne genommen) dämpft wesentlich mehr als der Unterschied zwischen 10 und 30 mW bei gleicher Sendeantennen-Anlage.Ansonsten gilt das hier schon Geschriebene, eine anständige Gainstruktur ist auch im HF-Bereich essentiell.
Und "um die Ecke" funktionieren UHF-Wellen nicht, zu geringe Wellenlänge. Am Besten ist eine Sichtverbindung, also grundsätzlich Antennen hoch. Wenn die Antennen fest am Empfänger sind: Empfänger hoch!
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