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USVen an Digitalpultplätzen - schädlich oder nützlich

  • guma
  • 13. August 2013 um 18:53
  • guma
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    • 13. August 2013 um 18:53
    • #1

    Ich kann über die Dinger in dieser speziellen Anwendung nichts Schlechtes sagen ( benutze aber auch ordentliche, die über ihren Zustand verwertbare Informationen absetzen ). Offensichtlich gibts da aber auch andere Meinungen. Vieleicht sollte man ein wenig Aufklärung über deren Bedienung betreiben, damit der menschliche Versagensfall im Umgang damit ein wenig seltener wird ? Möglicherweise gibt es im Forum auch wirkliche Experten für diese Geräte ?

  • LC2412
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    • 13. August 2013 um 19:21
    • #2

    Wir verwenden für unser Presonus 24:4:2 eines dieser günstigen APC Back UPS ES 700 G. Das reicht als Filter und als USV.
    Ins Schlingern kommt sie jedoch, wenn man einen Laserdrucker (explizit Kyocera FS-Serie) an der gleichen Phase benutzt, dann schaltet sie dauern in Notversorgung und wieder raus (was das Pult aber nicht stört).
    Ich finde eine USV sinnvoll. Nicht nur für den Kopf. Alleine der Filter hält schon viel ab. Wichtig auch, dass wenn man an einer schwachen Versorgung mal mit Licht oder Ton den Automaten ausgelöst hat, man selbst noch im "Hellen" steht, nach dem Motto: "Ich war's nicht".
    Was meines Wissens nach keine der USVs wirklich kann ist, den Akku wirklich checken. Das ist wie seinerzeit bei den Sicherungsbändern für Backups. Direkt nach dem Beschreiben waren die auch noch in Ordnung, konnten aber nach ein paar Tagen (wenn sie dementsprechend alt waren) nicht mehr fehlerfrei ihr eigentlich gespeichertes Wiedergeben.
    Bei einer USV hilft also nur, wirklich immer wieder mal unter Last den Zustand der Akkus checken oder zyklisch den Akku tauschen, der einen Großteil des Neuanschaffungspreises ausmacht, wenn man ihn als Ersatzteil kauft.
    Generell bin ich nicht der Ansicht, dass man sich erst seit Digitalpulten Gedanken über "guten" Strom machen sollte. Ich hatte mal ein Effektgerät, welches mit Aggregatstrom nie klar kam. Lag eben am fehlenden oder zu schwach ausgelegten Filter im Eingang.

    Da guma das Thema eröffnet hat, wäre ich auch dankbar dafür, zu benennen, mit welchen man schon gute oder auch schlechte Erfahrungen gemacht hat. Auch würde mich interessieren, welche Infos seine USVs abgeben und wie man sich dann sicher ist, dass der Akku noch in Ordnung ist.

  • montesuma
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    • 13. August 2013 um 19:47
    • #3

    Ein Filter ist da nicht wirklich drinnen, das den Strom "verbessern" könnte. Es filtert Einstreuungen, schützt vor Über- oder Unterspannngen, aber wenn der Strom keinen sauberen Sinus oder eine falsche Frequenz liefert, was bei kleinen Aggregaten gern der Fall ist, dann lässt die USV das durch, und schaltet erst im Fehlerfall auf den Akku um.

    Deswegen würde ich eher "Online-USV" einsetzen wollen. Diese gleichrichtet und glättet den Strom erst und füttert damit ständig den Akku, wobei ein zweiter unabhängiger Schaltkreis den Strom gleich wieder aufnimmt und einen neuen sauberen Sinus erzeugt, egal was am Eingang für ein Schmarrn ankommt.

    Diese haben meistens eine "Test" Taste, die den Eingang kurz unterbricht und die Akkuspannung misst. Die APC's testen ab und zu von selbst. Bei uns im Netzwerkbereich meckern die 3000er APC's teilweise schon nach 3Jahren, dass der Akku fertig sei, wobei andere (die gleichen Modelle ) auch nach über 6 Jahren noch nicht meckern. Es hängt von Temperatur und Benutzung des Akkus ab.

  • Christian Engel
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    • 13. August 2013 um 20:45
    • #4

    Ich hab ja gerade eine kleine Odyssee der USV-Suche hinter mir. Ich wollte eigentlich eine Nicht-Rack-USV haben. Jedoch hielten Cyberpower, AEG, Bluewalker und wie sie alle heißen nicht was sie versprachen. Wesentlich längere Umschaltzeiten als angegeben (Pult ging also bei Stromausfall doch aus), Lastgrenze schon lange vor der angegebenen Belastbarkeit erreicht, massive Geräuschentwicklung im Betrieb... Alles so unlustige Sachen. Ich bin dann bei einer APC 19" USV gelandet. Und bin zufrieden. Es ist schon sehr praktisch, wenn man nicht immer gleich das Pult neustarten muss, nur weil nochmal was am Strom gemacht werden soll. Auch ist mir der Schutz vor Überspannung sehr wichtig. 400V an Schuko kennt ja jeder... Muss ich nicht haben :)
    Aus meiner Sicht ist eine USV am Digital-FoH nichts Negatives.

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • montesuma
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    • 13. August 2013 um 20:50
    • #5

    Gut dass Du es erwähnst, bei der oben genannten Online-USV 's gibt es keine Umschaltzeiten...

    ... und bei denen von APC auch zwei Nicht-Rack-Versionen.

  • madmax
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    • 13. August 2013 um 20:57
    • #6
    Zitat von "LC2412"

    Ins Schlingern kommt sie jedoch, wenn man einen Laserdrucker


    Bei meinem 0815 SchwarzWeiß Samsung geht auch die Schreibtischlampe kurz in die Knie, wenn er loslegt. Was ist da bloß drinne, was soviel Anlaufstrom braucht???

    Zitat von "LC2412"

    Bei einer USV hilft also nur, wirklich immer wieder mal unter Last den Zustand der Akkus checken


    Ich denke; man sollte ihn einfach immermal (vielleicht 1mal im Monat oder Vierteljahr) bis die Elektronik abschaltet entladen. Mit einer 300erPAR-Lampe (oder bei kleinerer USV weniger) kann man auch ganz gut zugucken, wie der Akku so drauf ist. Am Pult oder Rechner sieht man das bzw. den Verlauf der einbrechenden Spannung nämlich eher schlecht, die gehn einfach irgendwann aus...

    Never stop a running System

  • gert
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    • 13. August 2013 um 21:03
    • #7

    Naja da Du das Thema nun aufgreifst will ich mal was dazu sagen.

    Fall1,

    Pult hat zwei PSU. Hier macht es Sinn eins der beiden PSU per USV zu versorgen das andere jedoch direkt. Das hat dann den Vorteil das wenn die USV versagt geht der gig noch weiter. Das habe ich mal irgendwann auf einer Tour gelernt als ich beide PSU auf ner USV hatte und mir schlicht einfach kaputt gegangen ist. Das war dann doof weil es natürlich alles gut verkabelt war und alleine das umkabeln auf Feststrom recht lange dauerte. Das ist aber sicher schon 10 Jahre her. Die meisten Pulte zeigen ja irgendwie an wenn ein PSU nicht spielt.

    Fall2

    Pult hat nur ein PSU. Hier macht es Sinn das man beim Kauf darauf achtet das die USV nicht schaltet sondern puffert. Also das der Strom immer aus der Batterie kommt. Bei manchen Computer USV dauert das Netz aufbauen sonst gerne mal ein paar Millisekunden. Das reicht meist fuer den Controlcomputer schmeisst aber gerne mal die DSP Engine um.
    Kleiner Tip hier wäre hier noch eine kleine Lampe aufzustellen die dann ausgeht wenn der Hauptstrom weg geht. Weil wenn man nicht weiss das man auf Batterie mischt ist man 20 Minuten später auch nicht besser dran und hat dann richtig Stress.

    Fall 3

    Gar kein USV. Bei vernünftiger Stromversorgung, also per Kabel von der Bühne, ist eigentlich die Chance auf Stromausfall zwar auch noch da. Allerdings mit gutem File Management und etwas Übung ist man selten der letzte beim Hochfahren. Also eigentlich dauert die Backline und der Rest der PA dann ja immer viel länger als das wieder hochfahren des DSP.

    Also ich sehe das per USV sehr gelassen. Und wenn ja dann nur Version 1 :D .

    Die besten Geräte die ich da kenne sind APC und von denen die 2 HE 1500. Da muss man nur ab und zu mal die Batterien wieder richtig reinschieben und vor allen Dingen lasse ich die dann auch mal an um die Batterie mal leer zu machen. Ist ein bisschen komisch wenn eine piepende Kiste in der Halle rumtollt.
    Grundsätzlich würde ich auf jeden Fall den GAU mal üben. Es ist sehr beruhigend wenn man weiss was passiert wenn das Pult wieder hochfaehrt und wenn man weiss wie lange es dauert.
    Um es kurz zu machen. USV ja aber nur in richtig gut gemacht. sonst nervts.

    Practice, Practice, Practice

  • Christian Engel
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    • 13. August 2013 um 21:04
    • #8

    Die Nicht-Rack APCs waren für meine Anwendung schlicht zu groß... ;)

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • djobi
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    • 13. August 2013 um 21:19
    • #9

    mhh, also nach 10 Jahren IT-Technik und USV-Konzepten bin ich da auch sehr zwiespältig.
    Die meisten Serverausfälle habe ich durch Notstromprobleme mitbekommen - also verursacht durch genau das, was die Dinger eigentlich am Leben halten sollte.

    Ein paar Sachen sollte man auf jeden Fall beachten:
    - regelmäßige Akkupflege und -Überprüfung bzw. -austausch ist Pflicht. Und ne 1000W USV darf auch zum Test gerne mal mit 1000W belastet werden.
    - USVn besser großzügig zu groß dimensionieren
    - bei der Vorsicherung darauf achten, daß eine gut belastete USV auch ordentlich Anlaufstrom braucht.
    - die Verkabelung sollte zugänglich bleiben und lang genug sein, damit man auch mal schnell umstecken kann. Keine Kabelbinder.
    - bei Geräten mit mehreren Netzteilen niemals nicht alle Netzteile auf die gleiche USV hängen. Besser: Netzteil 1 Normal-Netzstrom, Netzteil 2 Aggregatstrom, Netzteil 3 USV hinter Aggregat
    - mehrere USVn niemals nicht auf die gleiche Vorsicherung hängen

    Biete: Zeitrafferaufnahmen, z.B. vom Konzert oder Bühnenaufbau
    zur Miete: TW Audio Sys One B30/T24, M15, Global 4 Punkt Truss, Le Maitre Trockeneisnebel, A&H GLD80, QU-24, ew100 1G8, Nexo PS10 + PS15
    aktuelle Gebrauchtgeräte

    Einmal editiert, zuletzt von djobi (13. August 2013 um 21:55)

  • guma
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    • 13. August 2013 um 21:31
    • #10

    Ich schrieb 2012

    Zitat von "guma"

    Ich habe diesen http://www.apc.com/products/resource/include/techspec_index.cfm?base_sku=SMT750RMI2U&total_watts=50 Brummer gekauft, falls ich eine größere FOH Burg versorgen muß oder es doch mal länger geht. Der ist für ein solitäres SD9 nicht nötig. Der tatsächliche Strombedarf der SD9 sollte aus dem Datenblatt oder über Atlantic zu erfahren sein.

    Die Betriebsarten die Gert als gangbar beschreibt, halte ich für selbstverständlich. On line, nur ein Netzteil, ordentliches Gerät, Regelwartung u.s.w.

    Hihi, wenn man das mit Hirn macht, kommt man automatisch auch auf die Idee mit dem Lämpchen. Gut für den Fall, dass einer schwachsinnigerweise nur genau den "FOH Stecker" aus der Distro zieht. Ist bei mir ne Notenpultleuchte, die sonst unauffälliges Nachlesen von irgendwas für Leute erlaubt, die gerade nicht mischen.

  • karel noon
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    • 13. August 2013 um 23:14
    • #11
    Zitat von "gert"

    Kleiner Tip hier wäre hier noch eine kleine Lampe aufzustellen die dann ausgeht wenn der Hauptstrom weg geht. Weil wenn man nicht weiss das man auf Batterie mischt ist man 20 Minuten später auch nicht besser dran und hat dann richtig Stress.

    Abgesehen davon das ein Hinweis auf eine wegfallende Stromversorgung Super ist, finde ich die umgekehrte Variante besser, und habe daher günstige batteriebetriebene Leuchtstoffröhren gekauft, die schalten sich ein auf Batterie sobald der Strom weg ist, dann habe ich auch direkt licht zum Fehlersuchen.
    In dem link unter Lightning/work lights zu finden
    http://www.profile.eu/catalog/lighting/werklampen.aspx
    Model PLI-224-

    Ansonsten sehe ich das gelassen, in meiner Liga steht an so gut wie keinem pultplatz eine usv, und da ich immer brav speichere ist das Pult bei einem Stromausfall immer meine kleinste Sorge (selbst bei SAC).

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • yamaha4711
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    • 14. August 2013 um 00:57
    • #12

    Gute Idee mit diesem Thread.... na denn.

    USV ist ne nette Idee, doch auch wirklich praktikabel und auch wirklich so hilfreich?
    Aber der Reihe nach. Da schon sehr viel Richtiges geschrieben wurde und ich das auch so sehe, fasse ich einfach mal zusammen.

    Man muss zwischen einer Offline und einer Online USV unterscheiden.
    Beide Bauarten haben in den meisten Fällen einen Netzfilter. Das kann aber auch so ein Furmann.
    Beide Bauarten schützen auch vor Über- und Unterspannung. Dafür sind sie ja da. Stromausfall ist eben nichts anderes als totale Unterspannung.
    Nur die Online USV schützt auch vor "schlechtem" Strom, da sie - wie schon erwähnt wurde - Netzeingang und Netzausgang vollkommen entkoppelt. Diese Bauart ist so gesehen im Dauernotbetrieb. Daher gibt es hier auch keine Schaltunterbrechung, welche bei einer Offline USV eben auftritt. Daher muss man vorher austesten, ob diese Schaltunterbrechung entsprechend kurz ist, so dass die dahinter liegenden Gerätschaften nicht doch kurz ausgehen bzw. in irgendeiner Form beleidigt sind.

    Es gilt die Kapazität der USV so zu wählen, dass diese niemals über 70% belastet wird. Besser nur zu 50%. Damit erhöht man nicht nur die Betriebssicherheit, sondern auch die Laufzeit bei Notbetrieb. Bei 100% Auslastung und schwächelnden Akkus können da sehr schnell die Lichter ausgehen.

    Die Akkus pflegen.
    In der Regel haben alle heutigen USV einen Software beiliegen, mit der man das Gerät kalibrieren kann und sind hinreichend "intelligent", um aufgrund der damit hinterlegten Entladekurve festzustellen ob die Akkus schwächeln oder nicht. Meine APCs können das alle. Wichtig ist eben, dass dies unter der Belastung stattfindet, welche auch später im Betrieb auftritt. Am besten das ganze Equipment dran hängen und dann die USV kalibrieren.
    Einmal im Monate sollte dann ein Ausfall simuliert werden und das eben auch unter denselben Bedingungen. Falls die Akkus schwach werden, wird sich die USV entsprechend melden. So machen es zumindest meine APCs.
    Falls die Akkus dann schwächeln, diese sehr zeitnah ersetzen. Sonst macht es ja keinen Sinn. Über kosten diskutieren wir ja (noch) nicht.

    Pflege des Gerätes.
    Wie auch bei Endstufen muss eine USV ab und an mal gesäubert werden. Es ist immer wieder erstaunlich, wieviel Dreck und Staub sich auf den Kühlkörpern und den Platinen ansammelt. Bitte dabei IMMER! die Akkus vorher abklemmen, wenn man an die Innereien geht. Es kann sonst ganz arg aua machen kann.

    Das wäre denke ich mal so das wesentlich, abgesehen von Verkabelung und wo nun welcher Verbraucher eingesteckt wird.

    Noch ein paar nette Gimmicks die nützlich sein könnten.
    So eine USV kann nicht nur Notbetrieb, sie kann meist auch die Qualität des Netzes mitloggen, also Spannung und Frequenz.
    Wenn die USV per USB oder noch besser per Netzwerk kommunizieren kann, ist es doch sinnreich diese an den Laptop anzuschließen, welcher eh am FoH steht. Damit kann man jederzeit den Betriebszustand einsehen und kommt gar eine Meldung, wenn die USV in den Notbetrieb geht. Ist doch eine elegante Lösung, oder?

    Nun mal so die Dinge die Probleme machen können oder eben unpraktikabel sind.
    So eine USV hätte es doch gerne kühl aber eben auch nicht zu kalt. Allein auch schon wegen den Akkus. Wenn so ein Teil bei 30°C Festivaltemperatur in ein Gehäuse eingesperrt wird, welches auch noch in der Sonne steht, dann ist so eine USV sehr schnell beleidigt, mal ganz zu schweigen von den Notstromspendern. Aber da die EMK direkt von der Temperatur abhängt... schon mal einen Bleiakku rauchen sehen?
    Eine USV mit entsprechender Kapazität hat Gewicht und ist eben auch nicht unauffällig. Dieses verdammte Blei aber auch. In Zeiten wo die Endstufen immer leichter werden und mehr leisten, bürdet man sich dann doch wieder so ein Schwermetallteil auf. Naja, zum Glück hat man ja noch das eine oder andere alte und stabile Amprack mit Rollen.

    Meiner Meinung nach ist eine USV nicht wirklich notwendig, da
    1. Gewicht, das auch transportiert werden möchte.
    2. Stellplatz und Stolperfalle, auf den ohnehin schon sehr beengten Baustellen.
    3. Kostenfaktor aufgrund der Wartung (Akkus).
    4. Zusätzliche Fehlerquelle

    Zur Absicherung falls doch mal der Strom weg ist, sorge ich dafür, dass
    1. Ich eine Grundeinstellung meiner Arbeitsoberfläche gespeichert habe, also Patching, Routing, FX, AUX-Wege etc.
    2. Ich nach dem Soundcheck das ganze auf einen zweiten Speicherplatz schreibe.
    3. Falls möglich ich eine Kopie dieser beiden Datenblöcke auf einen USB Stick ziehe.
    Ansonsten erwarte ich einfach, dass das Pult so "intelligent" ist, dass es sich den letzten, aktuellen Zustand "merkt" und bei "Strom an" alles so ist wie vor "Strom weg". Dies alles eben für Digitalpulte. Bei Analogen teilen ist es ja obsolet. Da stellt sich eher die Frage wie das Outboard Equipment nach "Strom weg" drauf ist. Da würde ich mir dann auch Gedanken in Hinblick auf Systemcontroller der PA machen oder Funkstrecken etc.

    Zur Klärung des Laserdruckerproblems.
    Laserdrucker benötigen zum Betrieb eine Heizquelle, welche den Toner einbrennt. Diese Heizquelle schluckt nicht gerade wenig Strom und wird eben beim Einschalten und im (Standby)Betrieb und beim Drucken immer wieder aktiviert. Das zwingt so manch kräftige USV in die Knie und kann auch durchaus zu deren Ableben führen, wenn man es nicht weiß.

    Sonst noch Fragen, Hausser?

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • simonstpauli
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    • 14. August 2013 um 09:32
    • #13

    Ich finde eine USV am Pult wenig sinnvoll, für viel wichtiger halte ich unabhängige Stromversorgungen für redundante Netzteile. Also zwei Stromleitungen, am Besten aus unterschiedlichen Quellen, eine an PSU1, eine an PSU2.

    Eine USV ist wieder ein potentiell schwaches Glied in der Kette, ich gehe hier von einer Online-USV aus. Diese muß regelmäßig gewartet werden und regelmäßig auf ihre Akkukapazität geprüft werden. Das ist weitaus weniger trivial, als ein Pultsystem von A nach B und zurück zu schubsen und ab und zu mal ein Firmwareupdate zu fahren.
    Wenn das nicht passiert, ist die USV ähnlich wie ein Antivirenprogramm ein Symbol der Scheinsicherheit, welches dazu verleitet, echte Sicherheit (wie oben genannt) nicht aufzubauen. Falls die USV korrekt gewartet ist, hat die einen Nutzen falls nur der Pultstrom ausfällt. In diesem Fall kann der Anwender noch speichern. Das hilft wiederum nur, wenn der Anwender auch am Pult steht und speichert. Bei Komplett-Stromausfällen bringt eine USV gar nichts.

    Sinnvoll finde ich eingebaute Niederspannungs-USVen, wie z.B. einen Laptop-Akku. Dieses System könnte sehr erfolgreich bei Pulten angewendet werden, teilweise wird das ja schon bei Lichtpulten (z.B. GrandMA) integriert. Auch Google arbeitet bei Servern mit diesem System, die Pufferbatterie sitzt hinter dem Netzteil.
    Allerdings habe ich solche Systeme bei Tonpulten noch nicht bemerkt.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • wora
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    • 14. August 2013 um 09:49
    • #14

    seit ich meine iLive besitze nutze ich auch USVs.
    das hat vor allem damit zu tun, dass der startvorgang dieses pultes nach einem stromausfall eine gefühlte ewigkeit dauert. meines erachtens nach kann man dieses pult NUR mit USV betreiben, wer es nicht so macht ist bestenfalls "abenteuerlustig". :wink:

    aber zurück zum eigentlichen thema:

    ich habe am frontbedienteil (T112) eine steckdosenleiste mit USV. diese ist keine online-USV, macht ihren job aber souverän. das ding hält sagenhafte 5 minuten - und das genügt mir hier völlig.
    auf der bühne habe ich im mixrack eine etwas grössere USV, die auch den dort untergebrachten recordingrechner puffert und 15minuten aushält. auch dies genügt mir. diese USV ist ebenfalls eine offline-USV und schaltet bei stromausfall ohne das die DSP engine ausgeht... diese USV hängt auch per USB am recordingrechner und kann so per "remotedesktop" fernüberwacht werden. hier kann ich mir während der VA auch die spannungskurven darstelllen lassen, was manchmal sehr informativ ist. 8)
    der grund für zwei getrennte USVs ist schnell erklärt:
    falls mir mal wieder ein helfer aus versehen den stecker zum FOH abzieht(ist mir schon mehrfach passiert), bleibt mein pult dennoch bedienbar.
    ich hatte auch schon helfer, die dierkt nach gig-ende den bühnenstrom komplett abschalteten. dann habe ich immer noch saft um meine sachen zu speichern und das system ordentlich herunterzufahren.

    die problematik mit der nicht-erkennung von stromausfällen kenne ich auch.
    auch mir ist es schon passiert, dass ich im stromlosen zustand war und es zunächst nichtmal gemerkt habe, weil das pult ja auf USV einfach weiterlief.
    nach mehreren erkenntnissen dieser art bin auch ich im laufe der jahre drauf gekommen, dass ich dafür eine optische anzeige benötige. so habe ich mir selbst ein eigenes pultlicht mit LED-strips gebastelt, welches direkt am hauptstrom hängt. die pultleuchten benutze ich nicht mehr. wenn der strom weg ist bleibt das pult an, aber die beleuchtung ist sofort aus. mir genügt das als fehlererkennung völlig.

    in meiner erlebniswelt kann ich eine USV am digipult also ausschliesslich positiv bewerten.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • LC2412
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    • 14. August 2013 um 10:23
    • #15
    Zitat von "yamaha4711"


    Zur Klärung des Laserdruckerproblems.
    Laserdrucker benötigen zum Betrieb eine Heizquelle, welche den Toner einbrennt. Diese Heizquelle schluckt nicht gerade wenig Strom und wird eben beim Einschalten und im (Standby)Betrieb und beim Drucken immer wieder aktiviert. Das zwingt so manch kräftige USV in die Knie und kann auch durchaus zu deren Ableben führen, wenn man es nicht weiß.

    Sonst noch Fragen, Hausser?

    Grüßle,
    michael

    Hallo, Michael,
    Du hast das falsch gelesen. Der Drucker hängt an der gleichen Phase, aber natürlich parallel zur USV. Der Drucker lässt beim Start (ja, das ist die Heizung, das weiß ich) auch daheim bei mir das Licht flackern, aber nur einmal kurz. Bei der USV ist, so lange gedruckt wird, Weihnachten mit Piep an, Piep aus, Piep an...., da scheinen also irgendwelche Oberwellen die USV aus dem Gleichgewicht zu bringen. Ja, meine ist eine offline USV, die aber für unsere Zwecke auch reicht.

  • montesuma
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    • 14. August 2013 um 11:10
    • #16

    Das sind jedoch keine Oberwellen, sondern die Versorgungsspannung bricht soweit ein, dass die USV wegen Unterspannung umschaltet. Die Heizung pulsiert, wenn sie die Solltemperatur erreicht hat, dementsprechend ändert sich auch ständig die Spannung auf der gesamten Phase.

  • yamaha4711
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    • 14. August 2013 um 13:10
    • #17

    Sorry, mein Fehler.

    Aber wie montesuma schreibt, ist das dann eben so. Du solltest daher dringend mal dein Netz und deine Stromversorgung prüfen. Was hängt denn noch so auf dieser Leitung bzw. an dieser Phase?

    Mein Laserjet 4000, zieht auch ordentlich Strom, doch ich habe diese Probleme nicht. Die heutigen Laserdrucker sind ja auch sparsamer geworden. Hast du da evtl. 0,75mm² verlegt?

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • LC2412
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    • 14. August 2013 um 21:59
    • #18

    Also ich hatte das einmal, aber reproduzierbar. Steckdose mit 3fach-Verteiler, daran Laserdrucker und Laptop. Nebenrein (2. Steckdose aus der Wand) die Kabeltrommel und daran USV mit direkt USV als Unterverteilung für FOH (Presonus, FXs, Lichtpult). Da hätte mich echt mal die Unterverteilung interessiert. Bei Spannungsversorgung FOH aus gleicher Phase wie PA habe ich, selbst wenn die PA was zu tun hat, nicht das Laserdruckerproblem, wobei dort ja auch Spannungsschwankungen durchs Nachladen der Amp-Elkos stattfinden sollten.
    Dass mein Laserdrucker beim Start der Druckerei daheim das Licht mal flackern lässt, ist normal, aber danach flackert nichts mehr, auch wenn länger gedruckt wird. Nur immer beim Start eines Druckauftrages.

  • montesuma
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    • 14. August 2013 um 22:02
    • #19

    Es kommt auch auf dem Laserdrucker an.
    Schnelle Laserdrucker müssen auch stärker heizen...

  • wora
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    • 15. August 2013 um 00:53
    • #20

    also ich wüsste jetzt nicht, was ich bei einem livejob mit einem laserdrucker anfangen sollte.
    ausser vielleicht setlisten ausdrucken... das ist dann aber auch vor dem gig erledigt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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