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Post Fader - Pre Processing | Mix für Medien

  • kob1
  • 23. Januar 2014 um 01:45
  • kob1
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    • 23. Januar 2014 um 01:45
    • #1

    Hi Gemeinde,

    ich suche nach einer praktiablen Lösung um diverse Medien/Rundfunkanstalten mit "gutem" Ton zu versorgen - also möglichst ungefiltert. Es heißt ja immer "hast du eine Summe für mich?" - Ja, hab ich. Aber die ist -zum Wohle des Livetons- ziemlich verbogen. Ein Beispiel: 2x Schwanenhals, 4-5 Headsets (Anstecker), unzählige Handgurken. Alle (unterschiedlich) gefiltert und komprimiert um live möglichst hohen und gleichmäßigen Pegel zu erzeugen.

    Ich suche nach einem Weg -unabhängig vom benutzen Pult- eine ungefilterte Monosumme bereitzustellen, die meine postfader Pegel summiert und an die Medienvertreter, in Richtung Pressesplitter weitergibt.

    Hat jemand Ideen?

    Grüße

  • SebastianJaeger
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    • 23. Januar 2014 um 06:17
    • #2

    Gänzlich ungefiltert dürfte auch nicht der Bringer sein.
    Ansonsten hilft wohl nur ein kompletter Split und die Versorgung mit rohen Einzelsignalen.
    Da die Jungs meist eine Summe wollen hilft das aber auch nicht weiter.
    Daher die EQs zum Entzerren dort setzten wo sie hingehören.
    Die PA und der Raum werden in dem Bus entzerrt, der auch nur die PA versorgt.
    So kann man davon ausgehen, dass im Kanal EQ lediglich das Signal an sich entzerrt wurde, so dass auf jedem anderen "flatten" System eine einigermaßen gute Figur macht.
    Was anderes bleibt ja nicht wirklich.

    Gruß

    Sebastian

    Jäger-Audiosolutions - Tools vom Tontechniker für Tontechniker
    http://www.jaeger-audiosolutions.de Cat Multicores, Speakon Multicores, Rednerpultmulticores etc., CNC Bearbeitung

  • tufkaklto
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    • 23. Januar 2014 um 08:28
    • #3

    Ich mach sowas sogar sehr oft und die bekommen von mir im Regelfall einen Post Fade Abgriff oder stumpf einen Matrix out der komprimiert ist.

    Funktioniert hervorragend.

    Post fade mache ich dann gerne, wenn zB Zuspieler sind die viel lauter sind.
    Da kann ich die im Medien Mix leiser machen und auch hier wieder ein gleichmäßiges Signal liefern.

    Komprimierung verwende ich da eigentlich immer.

    Und wenn die Jungs was ganz andres wollen , dann muß man Ihnen einen Split geben und die mischen sich das selbst,.
    Was im Normalfall aber nie besser wird :lol:

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  • SebastianJaeger
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    • 23. Januar 2014 um 09:47
    • #4

    @ Klauston, so meinte ich das. Aber das ist in dem Fall ja auch nicht ohne Prozessing.

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  • tufkaklto
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    • 23. Januar 2014 um 09:50
    • #5

    Passt schon, ich bezog mich auf das Eingangsposting

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  • simonstpauli
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    • 23. Januar 2014 um 09:53
    • #6

    Ich mache es gerne wie Klaus, post fade Aux.

    Die EQ Basics (Low-Cut und Anpassung auf den Sprecher) mache ich im Kanal, die heftigen Eingriffe gegen Feedbacks in einer Gruppe (bezogen auf die jeweilige Mikrofon-Modelle und Standorte) und auf der Ausgangs-Matrix (oder im Controller) für den jeweiligen Lautsprecher (System-EQ). So habe ich den Medien-Mix ohne den unerwünschten Extrem-EQ.

    In diesem Fall sollte man die Gruppen nicht zum Mischen benutzen. Also VCAs/DCAs nutzen, um z.B. alle Headsets zu muten.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • kob1
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    • 23. Januar 2014 um 14:42
    • #7

    Nun ja, meine Entzerrung für Raum und PA mach ich ja ohnehin in einem eigenen Bus, oder im Controller. Feedbacks behandle ich in Gruppen auf die die jeweiligen Mikrofontypen geroutet sind. Der KanalEQ ist dann zum Soundmachen da. Routingtechninscher Blödsinn, da ja der GruppenEQ erst nach dem KanalEQ kommt, soundtechnisch sollte es aber egal sein. Was die Medienleute dann PostAux bekommen ist bei Headsets, Lavs und Schwanenhälsen aber trotzdem recht buckelig, da ich wiegesagt bei recht extremen Feedbackeingriffen in der Gruppe ja auch im Kanal entsprechend filtern muss.
    Das ganze Thema ist natürlich auch zweiseitig, die Leute dürfen sich bei mir anhängen. Ich sag auch immer dazu dass der Liveton Vorrang hat. Ist Sendeton gefragt kommen die ja ohnehin mit ÜWagen und Analogsplit - bzw gibts dann einen vollbesetzten 2. Tonplatz. Ich dachte es gibt eine Zwischenlösung - PostFade - PreProcessing eben. LoCut und leichte Kompression gibts dann eben auf den Monoauspielweg.

    Grüße

  • simonstpauli
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    • 23. Januar 2014 um 14:55
    • #8
    Zitat von "kob1"

    Nun ja, meine Entzerrung für Raum und PA mach ich ja ohnehin in einem eigenen Bus, oder im Controller. Feedbacks behandle ich in Gruppen auf die die jeweiligen Mikrofontypen geroutet sind. Der KanalEQ ist dann zum Soundmachen da. Routingtechninscher Blödsinn, da ja der GruppenEQ erst nach dem KanalEQ kommt, soundtechnisch sollte es aber egal sein. Was die Medienleute dann PostAux bekommen ist bei Headsets, Lavs und Schwanenhälsen aber trotzdem recht buckelig, da ich wie gesagt bei recht extremen Feedbackeingriffen in der Gruppe ja auch im Kanal entsprechend filtern muss.
    Das ganze Thema ist natürlich auch zweiseitig, die Leute dürfen sich bei mir anhängen. Ich sag auch immer dazu dass der Liveton Vorrang hat. Ist Sendeton gefragt kommen die ja ohnehin mit ÜWagen und Analogsplit - bzw gibts dann einen vollbesetzten 2. Tonplatz. Ich dachte es gibt eine Zwischenlösung - PostFade - PreProcessing eben. LoCut und leichte Kompression gibts dann eben auf den Monoauspielweg.

    Grüße


    1. Das ist doch super: Wenn Du im Kanal nur Kanal-spezifische Eingriffe vornimmst, passt das für den Medien-Ausgang trotzdem. Du musst die Feedbacks eben nur auf der Gruppe bekämpfen. Und wenn da so extrem vorgegangen wird, daß man im Kanal wieder gegensteuern muß, ist etwas anderes falsch. Es widerstrebt jedenfalls meiner Logik und Arbeitsweise, dann wieder in _jedem_ Kanal, der auf eine Gruppe geroutet ist, einen Bereich anzuheben, der in der Gruppe zu stark abgesenkt wurde. Je nach Pult kann man das meistens auf der Gruppe so regeln, daß man im Kanal wirklich nur Low-Cut und Geschmacks-EQ macht.

    2. Komprimieren, wie von Klaus erwähnt, ist ganz gut.

    3. Wenn die mehr wollen sollen sie splitten und selbst mischen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 27. Januar 2014 um 16:11
    • #9

    kob1:
    warum willst du denn absolut keinen kanal-EQ auf den ausspielwegen? ich sehe das unkritisch.
    wie bereits angesprochen, kann man die raum- und feedbackentzerrung ja heutzutage in einer matrix machen, die dann zu den lautsprechern geht.
    für den sendeton kann man eine weitere (unbearbeitete)matrix bereitstellen, die pultsumme an sich bleibt dabei natürlich unbearbeitet!

    wenn man über subgruppen gehen muss, dann gibt es eben eine GRP für die PA und eine zweite GRP für den sendeton. vorgehensweise ist dabei die selbe, die PA GRP wird bearbeitet, die andere nicht. nur dass eben die sendeton-gruppe nicht auf die pultsumme gemischt wird, sondern direkt ausgespielt wird.

    so mache ich das immer in solchen fällen, da hat sich noch nie jemand beschwert.

    wenn die sendeanstalt (oder sonstwer) unbedingt ein völlig unbearbeitetes signal haben wollen, dann bekommen sie von mir die einzelspuren mit pre-eq/pre-fade/pre-mute abgriff als MADI stream und können sich das selber zusammenmischen.
    basta. ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkamar
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    • 27. Januar 2014 um 16:29
    • #10

    Alternativ: Besorg' Dir eine un-umgebaute Venice, da waren die AuxSends pre-EQ.

  • wora
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    • 28. Januar 2014 um 00:07
    • #11
    Zitat von "marce"

    Alternativ: Besorg' Dir eine un-umgebaute Venice, da waren die AuxSends pre-EQ.


    ach ja, gute idee:
    wenn ihr zugriff auf ne iLive habt, da könnt ihr einfach einen auxweg postfade schalten - und den abgriffpunkt des auxweges auf pre-EQ stellen. fertig.

    machmal kommt man nichtmal auf die einfachsten sachen...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • thieloliver
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    • 28. Januar 2014 um 08:29
    • #12

    Post Fade und pre EQ? Das geht??? :shock:
    Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...
    Dann müsste der EQ ja auch post Fade sein.
    Wo sitzen denn dann die Dynamics?
    BTT:
    Nachdem ich mir mal angesehn/angehört hab, was die "Medienjungs und Mädels" so aus den Signalen machen, die ich übergebe, muss ich sagen, dass mir da jeder zusätzliche Aufwand echt zu viel ist. :evil:
    Bei mir gibts ne Matrix und fertig.
    Wenns wirklich wichtig ist holen die sich ihre Signale schon am Bühnensplit.
    Viel wichtiger wäre in dem Zusammenhang, dass man die Beschallung so aufbaut, dass möglichst wenig Schall zurück ins Mikro fällt und entsprechend leise fährt.
    Bei der Menge an Kompression, die da in der post production eingesetzt wird, klingts schon brutal räumlich bevor unsereins überhaupt an Feedbacks denkt.
    Und das hört man auch bei von uns völlig unbearbeiteten Signalen.

  • simonstpauli
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    • 28. Januar 2014 um 09:51
    • #13
    Zitat von "thieloliver"

    Post Fade und pre EQ? Das geht??? :shock:
    Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...
    Dann müsste der EQ ja auch post Fade sein.
    Wo sitzen denn dann die Dynamics?
    BTT:
    Nachdem ich mir mal angesehn/angehört hab, was die "Medienjungs und Mädels" so aus den Signalen machen, die ich übergebe, muss ich sagen, dass mir da jeder zusätzliche Aufwand echt zu viel ist. :evil:
    Bei mir gibts ne Matrix und fertig.
    Wenns wirklich wichtig ist holen die sich ihre Signale schon am Bühnensplit.
    Viel wichtiger wäre in dem Zusammenhang, dass man die Beschallung so aufbaut, dass möglichst wenig Schall zurück ins Mikro fällt und entsprechend leise fährt.
    Bei der Menge an Kompression, die da in der post production eingesetzt wird, klingts schon brutal räumlich bevor unsereins überhaupt an Feedbacks denkt.
    Und das hört man auch bei von uns völlig unbearbeiteten Signalen.

    Alles anzeigen


    Digital funktioniert solch ein "Routing". Man greift vor dem EQ ab und rechnet den Fader anschließend drauf. Theoretisch ginge das auch analog, mit einem Doppelfader, aber so was habe ich noch nicht vor die Finger bekommen.

    Der Tip, vorsichtig zu beschallen, ist gut. Zu viel Raum bzw Beschallungsraum auf dem Feed ist in der Tat nicht schön.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • thieloliver
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    • 28. Januar 2014 um 10:14
    • #14

    ... Was mir grad noch einfällt:
    Wenn es nicht mehr Quellen als VCA/DCA Gruppen wären, könnte man sich auch alle Kanäle doppelt auflegen, den Bearbeiteten und den dazu gehörigen Unbearbeiteten jeweils einer VCA zuordnen und dann eben nur die VCAs fahren.
    Wären bei ner "großen" Vi immerhin 16 Quellen...
    Grundsätzlich aber, in Anbetracht des letztlich gesendeten Tons eher Perlen vor die Säue :wink:

  • guma
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    • 28. Januar 2014 um 10:48
    • #15
    Zitat von "thieloliver"

    ... Was mir grad noch einfällt:
    Wenn es nicht mehr Quellen als VCA/DCA Gruppen wären, könnte man sich auch alle Kanäle doppelt auflegen, den Bearbeiteten und den dazu gehörigen Unbearbeiteten jeweils einer VCA zuordnen und dann eben nur die VCAs fahren.
    Wären bei ner "großen" Vi immerhin 16 Quellen...
    Grundsätzlich aber, in Anbetracht des letztlich gesendeten Tons eher Perlen vor die Säue :wink:

    Ja, das wars, was ich beim Lesen des Threads gestern Abend auch gedacht habe, wenn man das will, die Signale auf jeweils zwei Kanäle geben und damit es auf der "Medienseite" quasi postfader bleibt, die Faderpaare linken, allerdings sehe ich das mit den "Perlen vor die Säue" ebenfalls so.

  • guma
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    • 28. Januar 2014 um 12:34
    • #16

    ... und ja seit der "Teilprivatisierung" des Rundfunks gibts da echte Experten, die interessante neue Produkte eingeführt haben:

    - der Nebengeräuschpushpressor
    - das Nutzstörhörumschaltgate
    und last but not least die beliebte
    - Mediensendeempfangsairplayjodelschleife

    ich denke, ihr könnt raten, welches Inschdidut diese Experten ausbildet :lol: :lol: :lol:

  • wora
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    • 28. Januar 2014 um 14:02
    • #17
    Zitat von "thieloliver"

    Post Fade und pre EQ? Das geht??? :shock:
    Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen...
    Dann müsste der EQ ja auch post Fade sein.
    Wo sitzen denn dann die Dynamics?
    ...


    hi Oli, ja das geht in der iLive schon immer. genau das war einer der gründe, warum ich mir das ding zugelegt habe ;)
    die wählbaren abgriffpunkte für die auxsends sind:
    Post Preamp
    Post HPF
    Post Gate
    Post InsertReturn
    Post PEQ
    Post Comp
    Post Limiter
    Post Delay

    das sind nacheinander die positionen der prozessorgruppen im signalweg. nach jedem baustein lässt sich das signal abgreifen.
    ich dachte ja eigentlich, dass dies schon lange bekannt wäre?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • wora
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    • 28. Januar 2014 um 14:03
    • #18
    Zitat von "guma"

    ... und ja seit der "Teilprivatisierung" des Rundfunks gibts da echte Experten, die interessante neue Produkte eingeführt haben:

    - der Nebengeräuschpushpressor
    - das Nutzstörhörumschaltgate
    und last but not least die beliebte
    - Mediensendeempfangsairplayjodelschleife

    ich denke, ihr könnt raten, welches Inschdidut diese Experten ausbildet :lol: :lol: :lol:


    neiiin, bitte verschone uns! :D:D

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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