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Stadtfestkalkulation

  • ThomasL
  • 20. August 2014 um 13:24
  • ThomasL
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    • 20. August 2014 um 13:24
    • #1

    Da Billbo in diesem Thread
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?f=37&t=66729&p=764287#p764287

    zu einer vermehrten Diskussion über Kalkulationen aufgerufen hat und ich mich im selben Thread über Kunden ärgerte, die Dienstleistungen zum Nulltarif verlangen, würde ich gerne eine Frage zum Thema "Kalkulation einer Stadtfestähnlichen Veranstaltung" stellen. Vielleicht auch nur um zu überprüfen, ob ich nicht doch der Schuldige bin und der Kunde mich zurecht auslacht. Antworten auf dieses Posting können gerne per PN geschehen. :)

    Also, die Situation wäre folgende:

    Stadtfestähnliche Veranstaltung, zur Sommerzeit, lokal - Das heißt bei uns das Hochsaison ist aber keine Hotels usw. für die Crew benötigt werden - das mag bei anderen Firmen anders sein.

    3 Bühnen, 3 Tage Programm auf 2 von 3 Bühnen, 2 Tage Programm auf der dritten, Programmzeiten 16 - 2 Uhr.

    Hauptbühne: 8 x 6 Standard, Licht in schick und modern, mittleres Line-Array wegen Länge des Platzes (120 m), 1-2 Delaylines. Neben dem Programm auf der Hauptbühne gibt es noch "Sprachbeschallung" auf der der Bühne gegenüberliegenden Seite des Hauptbühnenplatzes, hier kann mit geschickter Verkabelung die letzte Delay-Line plus kleinem Pultplatz benutzt werden.

    2. und 3. Bühne ebenfalls Standard 8 x 6, allerdings kleinerer Platz ca. 35 - 40 M lang, Licht soll ebenfalls in schick, Standard-Horn-PA ausreichend.

    Auf allen Bühnen soll Bandmikrofonie und -monitoring und ein DJ-Set (Pioneer CDJ2000 plus DJM) vorgehalten werden, 1 Licht- und ein Tontechniker sollten da sein, auf der Hauptbühne plus 1 Umbauhelfer.

    Dieser Rahmen bestimmt die Kalkulation. Was mich nun interessieren würde, wäre der Preisbereich in dem wir uns bewegen. Es muss niemand die Nummer durchrechnen, mir würde eine grobe Einschätzung reichen. Am Ende verrate ich dann auch gerne, wo wir gelandet sind - und dann dürft ihr mich alle verhauen.

    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • karel noon
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    • 20. August 2014 um 16:14
    • #2

    Ich schmeiße jetzt mal nach bauchgefühl 40-45tsd. in den Raum, dann könnte ich wahrscheinlich ruhig schlafen...
    ...denn den Job würde ich niemals bekommen, und wenn ja kann ich evtl. sogar das Personal bezahlen.
    Voraussetzung ist das es Lokal ist, also max 40km Umkreis.
    Sonderwünsche wie "es muß aber Pult XY sein wären nicht möglich, die kleinste bühne kriegt den Alten bezahlten analogplatz oder die LS9.

    bin gespannt wo die anderen liegen, ich sehe das aus der sicht eines technilkers da ich ja kein eigenes Materiallager habe.

    Edit: ich hatte ein wenig das Licht vernachlässigt, daher eine Preiskorrektur

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • ThomasL
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    • 20. August 2014 um 16:30
    • #3

    Sonderwünsche seitens der Bands gab es nicht, "Standard-Digital-Pulte" im Preisbereich unter 15000 Euro netto reichten aus.

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • yamaha4711
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    • 20. August 2014 um 19:45
    • #4

    Ich würde das ganze nicht unter 35.000€ zzgl. MwSt. machen. Dann ist aber alles dabei.
    Voraussetzung, dass alles selbst am Lager ist und man nichts zumieten muss, auch Personal.

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • ThoSchu
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    • 20. August 2014 um 20:17
    • #5

    Ich habe mal 5 Minuten überschlagen und schließe mich an:

    Unter 35.000.- würde ich lieber im Bett liegen bleiben.

    Grüße

    ThoSchu

  • billbo
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    • 20. August 2014 um 21:16
    • #6

    Darf man hypothetisieren, wie der Kunde sich das vorstellt (und der eine oder andere Mitbewerber das vermutlich anbietet)?

    Personalkosten Auf-/ Abbau + Betreuung - EUR 8000,-.
    Aufwendungen für Transport und sonstiges - EUR 2000,-.
    Werkzeug, Technik und übriges Material - klar, bringen wir natürlich mit.

    "Können wir uns auf 9999,- incl. Steuer einigen?" :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • andy006
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    • 20. August 2014 um 21:28
    • #7

    ....Billbo Du warst schneller, nein der Preis inkl. geht wirklich nicht......da würde ich im Bett bleiben.
    Ich hätte netto 15k€ aufgerufen.....da bleibt auch noch was übrig weil vieles im Lager.
    Grüße der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • Volker
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    • 20. August 2014 um 22:14
    • #8

    Hier am Niederrhein gibt es kein Stadtfest mit auch nur annähernd diesem Budget.
    Und weil es keine Budgets gibt, gibt es auch keine nennenswerten linearrays auf stadtfesten.

    Zur Ausgangsfrage:

    Nach lustigen Erfahrungen mit Firmen der Region würde ich mal behaupten, dass das plusminus 10.000 Euro netto kostet. Ob trailerbühnen oder nicht ist dabei egal, es gibt hier ne Firma mit roten Lastern, die baut normale Bühnen billiger als andere Trailerbühnen und ausschankwagen gibt es sowieso irgendwie dazu und bei mehrjährigen Verträgen auch noch weitere Rabatte und ein paar hundert Liter Bier (kein Witz).

    Jeder so wie er mag. Wir würden es dafür nicht machen. Aber es gibt mehr als genug, die es vermutlich sogar noch unter 10k machen würden, je nachdem wie aufwendig evtl. Bühnenumbauten sind. Und "Licht schick" ist eh auslegungssache und bei 500 Liter Bier extra eigentlich auch nicht so wichtig...

    Ich möchte fast wetten, dass man das Gesamtpaket wirklich für 9999 Brutto bekommt, wie jemand oben geschrieben hat. Mich würden ehrlich gesagt auch 7000 netto nicht wirklich wundern bei manchen Spezialisten, vor allem, wenn auf Nebenbahnen nur Moderation und Modenschau oder Tanzgruppen sind...

    Natürlich würde niemand ansatzweise die 120 Meter beschallen. Muss ja auch nicht, passt eh viel besser noch ein (mitgebrachter) bierwagen hin...


    Vg

  • kob1
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    • 21. August 2014 um 01:21
    • #9

    Solche Jobs würden in Ö nie zustande kommen. Die Kollegen die das wirklich ohne Zumietungen (Personal, Bühne, etc.) hinbekommen würden kann man auf einer Hand abzählen, und die haben in der Hauptsaison sowieso was besseres zu tun.
    Es is bei uns schon unmöglich im Sommer 3x Ton und 3x Licht für 3 Tage zu besetzen, im Umkreis von 40km...hahaha - da gibts Mord und Totschlag am Telefon.
    Aber rechnen wir mal (in Tsdern):
    Techs ~ 5
    Hands ~ 4
    Transport ~ 1
    FIXKOSTEN

    Bühnen ~ 7
    Stadtfestblödheitspuffer (Hast du einen PAR/Verteiler/32er Kabel? Wie, Bewachung? xx lfm Demogitter...) ~ 1 bis unendlich
    Technik ~ zw 15 und 25
    VARIABEL

    Also irgendwo zwischen 35 und 40 fänd ich gut.

    Grüße

  • yamaha4711
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    • 21. August 2014 um 07:41
    • #10

    In der Praxis wird es wohl wirklich so sein, dass irgendein Dünnbrettbohrer das ganze tatsächlich für 10k€ inkl. anbietet und auch irgendwie macht. Mit betriebswirtschaftlicher Denke hat das gar nichts mehr zu tun und beim nächsten Event geht das dann auch für 8k€ und so dreht sich die Preisspieale weiter nach unten. Ich sollte definitiv in die Strom- oder besser Mineralölbranche wechseln, denn da ist es genau umgekehrt.

    Auch wird wohl jeder mögliche Auftraggeber seitens Kosten von über 30k€ dem Anbieter den Vogel zeigen, denn es kann und darf nicht sein, dass man hier wirklich und wahrhaftig betriebswirtschaftliche Regeln anwendet. Wie, du möchtest daran auch noch was verdienen?

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • Marian Humann
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    • 21. August 2014 um 08:11
    • #11
    Zitat von "billbo"


    Personalkosten Auf-/ Abbau + Betreuung - EUR 8000,-.
    Aufwendungen für Transport und sonstiges - EUR 2000,-.


    edit: Hier stand Mist, wer lesen kann ist klar im Vorteil :D


    edit: eben grob Überschlagen: rund 19000€ netto ohne Anfahrtskosten, Übernachtungskosten etc. wovon rund 6000 auf das Personal zurückzuführen sind.

    3 Mal editiert, zuletzt von Marian Humann (21. August 2014 um 12:41)

  • julian-k
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    • 21. August 2014 um 10:11
    • #12

    900€ je Bühne FIX und aus dem LA wird ein Q-Stack 3xTop und zwei Bässe je Seite + Yammi M7CL / LS9. Licht macht der Lightcommander + 4x 6 Bar quitschbunt befiltert.

    Personal wird an der örtlichen Uni angeheuert und kostet 50€ schwarz, bar auf die Kralle.

    Warum ich keine Stadtfeste mache?
    Weil ich auf die selbe Spanne kommen würde wie ihr. 30K€ aufwärts.

    Das obige Beispiel ist hier übrigens seit Jahren Standard, egal wie groß der Platz / die Band / das Fest / die Dauer ...

    Was ist ist, was nicht ist ist möglich

    http://www.unicque.de - Unicque Lighting Augsburg

  • simonstpauli
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    • 21. August 2014 um 10:39
    • #13

    Nach meinen Erfahrungen sind Stadtfeste ein Käufermarkt, es gibt ausreichend Material auf dem Markt und Firmen, die geneigt sind, eine gepflegte "Mischkalkulation" (schönes Wortspiel) zu erstellen und dementsprechend anzubieten. Das war schon in den 90ern (meine aktive Stadtfest-Zeit, hab da einige gemacht)

    In Hamburg und Umgebung war für mich der Punkt erreicht, als Procon den vorher vorherrschenden Stadtfestverleiher mal eben rausgedumpt hat. Stadtfest = schmale Marge, kann man machen, wenn man optimal dafür aufgestellt ist, d.h. Material (möglichst nichts zumieten müssen, funktionierendes, robustes Material), Personal (gute Mischung aus Festangestellten, Freien und den einen oder anderen Azubi, die den Zirkus auch mittelfristig mitmachen), Logistik (effizientes Lager, Fahrzeuge, Planung) und nie vergessen, der Job, den man über den Preis gewinnt, verliert man in der Regel auch über den Preis. So wie Procon nach einer Saison, obwohl die eine kleine Materialschlacht veranstaltet haben.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • billbo
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    • 21. August 2014 um 12:19
    • #14

    Marian Humann: erst lesen. Dann verstehen. Dann antworten. :wink:

    Okay, dann mal Realismus pur:
    ca. 60 gemischte Aktivkübel incl. Zubehör/ Ausführung 'brand doesn’t matter'/ = EUR 1800,-
    3x Digitalkleinpultplatz einfach/ kl. Mikrosatz/ Zubehör/ = EUR 600,-
    3x 4 Stufenlinsen + allerlei buntes LED- Geflacker + Ansteuerung/ Zubehör = EUR 900,-
    3x DJ Gedöns = EUR 300,-

    Gesamtposten Material/ übers WE Faktor 1,5/ = EUR 5400,-
    3x Trailerstage 8x6 (gibt’s hier übers WE incl. Auf/ Abbau für EUR 1200,-) = EUR 4600,- :roll:
    20x Personalpauschale à EUR 200,- = EUR 4000,-
    Transportkostenpauschale örtlich = EUR 1000,-
    Ein Tausender für den Chef (für Büro/ Planung/ Koordination/ Kaffeemaschine)

    Gesamtpreis EUR 16.000,- zzgl. Ust.
    Zusatzmaterial (Bandrider o. ä. ...) bei Bedarf auf Anfrage.
    VA sorgt für Bewachung außerhalb der Programmzeiten.
    "Auf Wunsch erstellen wir Ihnen alternativ gerne auch ein Angebot über anspruchsvollere/ technisch aufwendigere Lösungen."

    So oder ähnlich dürfte das in der Realität aussehen. Eine von 10.000 Firmen, die so was in Deutschland anbieten, wird den Zuschlag bekommen (normalerweise die, deren Chef mit dem Kulturamtsleiter abends in der selben Kneipe sein Bier trinkt) und damit auch durchaus Geld verdienen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • Marian Humann
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    • 21. August 2014 um 12:33
    • #15
    Zitat von "billbo"

    Marian Humann: erst lesen. Dann verstehen. Dann antworten. :wink:


    Ich nehm alles zurück und behaupte das Gegenteil :D

  • andy006
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    • 22. August 2014 um 21:52
    • #16
    Zitat von "billbo"


    Ein Tausender für den Chef (für Büro/ Planung/ Koordination/ Kaffeemaschine)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Du irrst, der war schon bei... :lol:

    Ich bin sehr entspannt das ich mich mit meinen Industriejobs "über Wasser halten kann" und ich nicht mehrt auf die blöden Stadtfeste angewiesen binb die eh länger dauern als bezahlt..............
    Grüße der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • billbo
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    • 23. August 2014 um 00:06
    • #17

    Nein, DU irrst. Der erste war der Spielraum für die Preisnachlassverhandlungen.
    "Okay, wenn's unbedingt sein muss - ich versuch irgendwie auf fünfzehn netto zu kommen. Auch wenn's echt weh tut." ... . ... "Aber dann muss natürlich absolut sicher sein, dass meine Frau (Freundin/ Tochter/ ... ) in der Stellplatzverlosung wieder den Crèpebudenstandplatz in Premiumlage, direkt neben dem Großgetränkestand gegenüber der Hauptbühne, zugesprochen bekommt. Geht doch klar, oder?"

    Die Welt ist schlecht. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • andy006
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    • 23. August 2014 um 07:46
    • #18
    Zitat von "billbo"

    Crèpebudenstandplatz in Premiumlage ----- Die Welt ist schlecht. :lol:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Wieso schlecht bei dem Premiumstandplatz?! In solch einer Hütte wird proportional soviel Geld verdient das es schon an "Gelddrucken" erinnert. Dagobert Duck hätte seine Freude dabei gehabt. Zwar stinkt man dann selbst nach Brutzel aber wenn die gesamte Familie dort tätig ist dann fällt dieser nachteilige Dauerzustand nicht weiter ins Gewicht :roll: :shock:
    Ich kenne einen gelernten Veranstaltungstechniker der hat mit einem Crepeswagen angefangen und mittlerweile ist die gesamte Familie mit 3 Wagen unterwegs.........

    Schlecht wäre die Welt wenn der Auftraggeber für den Premiumplatz noch 1k€ abziehen würde.

    Beste Grüße, der Andy

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • Mister.Lange
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    • 23. August 2014 um 08:11
    • #19

    Regelmäßig diskutiert ihr hier immer wieder ums Geld. Interessant ist doch die Spanne die auch hier zu Tage tritt...

    Ich habe mich damit abgefunden, dass es keine Deutschland Preisliste gibt. Ich ärgere mich auch regelmäßig über zu niedrige Preise. Das sind dann halt nicht meine Baustellen. Im Umkehrschluss ärgern sich andere sicher auch mal über meine Preise.
    Woran liegt das nun?
    Am Ende sieht doch die Materialkalkulation wie die Kalkulation überhaupt bei jeder Firma anders aus. Was ist da Richtig und was Falsch.
    Die eine Firma kauft ihr Zeug in kleinen Schritten aus eigenen finanziellen Mitteln. Der nächste finanziert seinen kompletten Bedarf und ist zufrieden wenn er die Raten einspielt, weil er seinen Gewinn dann vielleicht erst durch Verkauf des gebrauchten Materials erzielen will. Die großen der Branche kaufen wiederum Material in solchen Mengen, dass sie da völlig andere Preise erzielen. Mit diesen kommt die normale kleine und mittlere Firma sowieso nicht mit. Dann haben die großen auf Grund von Tournee Betrieb vielleicht eine völlig andere Auslastung wie die kleinen und können damit auch anders kalkulieren.
    Wie soll es da "den" Preis für eine VA geben bei derart unterschiedlichen herangehensweisen?
    Die unter Euch die im hochpreisigen Segment arbeiten, empfinden schnell alles als Dumping. Im mittleren Preissegment empfinden die Kollegen manches Angebot der hochpreisigen vielleicht eher als schlicht unanständig. Auch das ist die Bandbreite. Am Ende finden sich ja zwei Vertragspartner. Und wenn bei denen klar ist dass das Geschäftsmodell funktioniert, dann gibt es ab dem Zeitpunkt eigentlich keinen Diskussionsbedarf mehr. Und für einen Selber unter Umständen nur die Erkenntnis dass das eben kein Auftrag für einen war. Egal ob zu teuer oder zu billig.
    Auf einem so großen Markt wird es immer alle Varianten geben (auch die, das der Caterer sich selber eine Anlage hinstellt).

    Aber das ist im Grunde auch gar nicht schlimm. Egal in welchem Segment, wer seine Firma ordentlich führt und seinen Kunden etwas anzubieten hat der wird seine Nische finden. Ich persönlich kenne auch keine Firma, die alles abdecken kann.

    Was ich manchmal gern sehen würde, wäre der Mut zur Einsicht dass das Geschäftsmodell dann doch nicht funktioniert...
    Aber das ist leider selten und dann treten Probleme auf wie Sicherheitsmängel und Ausbeutung des Personals usw.

  • billbo
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    • 23. August 2014 um 12:46
    • #20

    Jepp, so nüchtern muss man das ganz einfach sehen. Kempinski und Garni existieren auch friedlich nebeneinander. Und der Chef von Aldi Süd verfügt über ein deutlich besseres Jahreseinkommen als die Platinschmuckverkäuferin im KaDeWe.

    Stadtfest = Bier, Backwaren, Bratwurst – und irgendwo da vorne ein überdachtes Podest mit ein bisschen buntem Remmidemmi drauf für Umme. Zumindest ist das sehr häufig so oder ganz ähnlich, und wird vom umsonst und draußen Publikum auch nicht anders erwartet/ wahrgenommen. Wer hier mit dem Garagenlagermaterial oder den aufgepeppten Restbeständen seiner ehemaligen Hobbykellerkapelle anrückt wird, sofern er sich nicht völlig dämlich anstellt, ziemlich sicher auch ein bisschen Geld damit verdienen.
    Wer hingegen meint, mit solchen Aufträgen die Finanzierung der 800m² Neubaugewerbehalle und die Leasingraten für 12Tonner, VI6 und Edel – Linearray sicherstellen zu können, der hat sich schlicht und einfach verzockt. Bzw. in Korrektsprech "die auf die Bedürfnislage und Kaufkraft der potentiellen Zielkundschaft im angepeilten Marktsegment beruhenden mittelfristigen Ertragsentwicklungsmöglichkeiten unrichtig eingeschätzt". Und so was hat dann in aller Regel früher oder später zwangsläufig auch Einfluss auf die eigene Kaufkraft.

    (und ab zum persönlichen Schaffen in einer sorgfältig gepflegten Mittelpreis - Marktnische)

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

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