1. Home
  2. Chat
  3. Forum
  4. Kalender
    1. Termine
    2. Karte
  5. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  6. Marktplatz
    1. Bewertungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Termine
  • Lexikon
  • Marktplatz-Eintrag
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. PA-Forum
  2. Forum
  3. Professionelle Veranstaltungstechnik
  4. Veranstaltungstechnik AUDIO
  5. Mischwerkzeuge

Gain Sharing oder Compensation nicht möglich 2014

  • Mister.Lange
  • 1. Oktober 2014 um 21:28
  • =RS=
    Profi
    Reaktionen
    323
    Beiträge
    760
    • 2. Oktober 2014 um 13:04
    • #21

    [quote=Hast Du mal jemanden von Yamaha darauf hingewiesen? Irgendwelche Antworten?[/quote]

    Also ich habe Yamaha Deutschland schon vor über einem Jahr auf diese Problematik aufmerksam gemacht. Meine mail wurde an die Entwicklungsabteilung weiter gereicht.
    Mehr kann da Yamaha Deutschland wohl auch nicht machen….

    Meine Meinung ist: gain sharing/compensation, egal bei welchem Pult-Hersteller, bedarf einer Kommunikation aller Beteiligter im Vorfeld. Wo dies nicht möglich ist, oder zu hohe Risiken birgt, muss man halt drauf verzichten.

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.413
    Beiträge
    27.256
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 2. Oktober 2014 um 13:16
    • #22
    Zitat von "mellotron"

    .
    Das Problem taucht schon bei einem profanen Stadtfest auf: Lokaler Monitormann hat Bandszene vorbereitet/von vorheriger Band übernommen oder einfach eher als der FOH mit dem Linecheck begonnen. DANN erst kommt der FOH-Mann mit seinem File (für das er natürlich auch seine Gainstruktur verwenden will) und lädt das rein.
    Recall Safe für Gains am FOH scheidet aus.
    Gains vom Monitor werden überschrieben.


    auch das ist ein klassisches beispiel für die grossen vorteile des analogen signalsplitts! :lol:
    da kann der herr am anderen pult mit seinem gain machen was er will, das monitorpult betrifft es einfach nicht. und somit ist man da einfach auf der sicheren seite

    dass diese netzwerk/gainsharing lösungen sicher auch hilfreich sein können, wenn man zeit hat das entsprechend einzurichten, ist sicher richtig.
    aber für "rock´n´roll und stadtfeste mit wechselndem personal schliesse ich mich simonstpaulis meinung absolut an: ein simpler analogsplitt ist hier einfach sinnvoller.
    das thema hatten wir hier ja schon recht oft.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 2. Oktober 2014 um 13:34
    • #23
    Zitat von "=RS="

    Also ich habe Yamaha Deutschland schon vor über einem Jahr auf diese Problematik aufmerksam gemacht. Meine mail wurde an die Entwicklungsabteilung weiter gereicht.
    Mehr kann da Yamaha Deutschland wohl auch nicht machen….

    Meine Meinung ist: gain sharing/compensation, egal bei welchem Pult-Hersteller, bedarf einer Kommunikation aller Beteiligter im Vorfeld. Wo dies nicht möglich ist, oder zu hohe Risiken birgt, muss man halt drauf verzichten.


    Sehr gut auf den Punkt gebracht.

    Und wenn Yamaha das Problem kennt und nach mehr als einem Jahr kein Fix da ist, liege ich ja mit meiner Priorisierungs-Theorie richtig. Das Problem ist einfach zu wenig relevant, sonst wäre es gefixt worden.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • niggles
    Profi
    Reaktionen
    843
    Beiträge
    4.312
    • 2. Oktober 2014 um 13:37
    • #24
    Zitat von "Mister.Lange"

    Die Beschreibung auf der Riedel Homepage klingt jetzt auch nicht anders als die von Yamaha...


    Der entscheidende Unterschied ist der Ort an dem das Gain Tracking ausgeführt wird. Yamaha setzt dafür den internen Trim der Pulte ein, Rocknet arbeitet komplett extern und damit unabhängig von der Szenenverwaltung. Damit verhält es sich gegenüber den Pulten völlig transparent - der auf "Slave" arbeitende Mischer bekommt gar nicht mit dass seine HA-Steuerbefehle keine physisch vorhandenen Gains beeinflussen sondern nur den Karten in *seinem* Pult einen digitalen Korrekturwert vorgeben.
    Das funktioniert grundsätzlich, hat aber auch ein paar Nachteile:

    - Extreme Gainunterschiede zwischen Master und Slave führen zu Rauschen und digitalen Artefakten bei den Slaves. Insbesondere im 48kHz/16 Bit-Betrieb fressen die RN-Karten gnadenlos in den Footroom runter wenn der Slave den Kanal "heiss" fahren will und der Master genau das Gegenteil tut.

    - Dadurch dass das Masterpult direkt auf die Stagebox-Gains zugreift sind Szenenwechsel und ständige Gainschraubereien an diesem Pult u.U. im ganzen System zu hören weil die digitale Korrektur halt doch nicht völlig latenzfrei ist. Die Höllenkombi für diesen Fall ist Recordingmobil als Masterpult und ein komplexes IEM-Setup.

    - Fremde Pultfiles einzupflegen ist mit erheblichem Mehraufwand verbunden weil das komplette I/O-Routing auf die Slots umgebogen werden muss und zusätzlich teilweise die Gains nicht mehr stimmen da die RN-Stageboxen eben doch keine 100%-Emulationen der Yamaha-Preamps sind. Richtig lästig wird's wenn das File auf einer ES erstellt wurde und/oder die Firmwareversionen leicht unterschiedlich sind. Auch in RN realisierte Tielines und ähnliche Spässe müssen zeitraubend von Hand mit eingebaut werden.

    - RN ist ein proprietäres Netzwerk mit Bus/Ringstruktur das nicht über konventionelle Netzwerkhardware multiplexed und gemanaged werden kann. Dem System im laufenden Betrieb Pulte hinzuzufügen (z.B. Recording, Ü-Wagen) ist umständlich und riskant. Das Mindeste ist ein Systemrefresh während dem die Gains vom Pult aus für einen kurzen Moment nicht bedienbar sind. Ausserdem muss dazu der Ring unterbrochen werden - in diesem Moment gibt es keine Ausfallsicherheit mehr. Riedel empfiehlt für solche Anwendungen Mediornet, aber das ist noch mal eine ganz andere Preisliga...

    - last but not least: Yamaha will RN nicht. Riedel weigert sich das System auch für andere Hersteller zu öffnen weil sie ihren Hauptmarkt im Broadcast- und Festinstallationsbereich sehen und Yamaha will nicht von einem global gesehen relativ kleinen Fremdhersteller abhängig sein.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.270
    Beiträge
    14.921
    Marktplatz Einträge
    6
    • 2. Oktober 2014 um 14:43
    • #25
    Zitat von "wora"


    auch das ist ein klassisches beispiel für die grossen vorteile des analogen signalsplitts! ...

    Wie gesagt ... bitte keine Grundsatzdiskussion. Wir versuchen gerade eine spezielle Anwendung zu klären.

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 2. Oktober 2014 um 17:07
    • #26
    Zitat von "guma"

    Wie gesagt ... bitte keine Grundsatzdiskussion. Wir versuchen gerade eine spezielle Anwendung zu klären.


    Nach heutigem Stand der Technik ist es klar: HA recall safe.

    Traumhaft wäre eine Möglichkeit, die Gain Kompensation beim Szenenaufruf aktiv zu lassen. Da ist dann Yamaha gefragt.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Mister.Lange
    Verifiziert
    Reaktionen
    20
    Beiträge
    1.574
    • 2. Oktober 2014 um 17:53
    • #27

    Und genau darum geht's mir :D

  • billbo
    Profi
    Reaktionen
    1.128
    Beiträge
    3.671
    • 2. Oktober 2014 um 18:10
    • #28

    Dann versuche ich mich mal als Mischpultherstellerversteher:

    Angenommen, ich bin als solcher bestens am Markt positioniert und verkaufe ein stattliches Portfolio von netzwerkfähigen Mischpulten und Peripheriegeräten. Ein Großteil meiner Zielkundschaft (aus den unterschiedlichsten Anwenderbereichen) kommt mit den Nachteilen der Möglichkeit meines 'Gainsharing' - Konzeptes prima klar. Ein kleiner Teil - nämlich die verrückten Stadtfest- und Livekonzert/ -festivaljungs, die nach althergebrachter Arbeitsweise schnell wechselnde Programmpunkte an unterschiedlichen Arbeitsplätzen ohne vorherigen richtigen Check abarbeiten müssen, hat ein Problem damit und besteht daher aus gutem Grund prinzipiell auf Analogsplit.
    WARUM um alles in der Welt sollte ich ausgerechnet für die exotischen Probleme dieser Jungs meine sündteure Entwicklungsabteilung von der Arbeit abhalten? Viel, viel lieber verkaufe ich diesem speziellen Teil meiner Klientel doch ein paar schöne Container voller RIOs zusätzlich. Dann haben die Jungs genau das, was sie wollen - und ich habe auch genau das, was ich will.
    Schon wieder mal die beste aller Welten.
    Also - ich würd's so machen (für den Fall, dass die böse Konkurrenz da irgendwelche überraschenden Dummheiten vor hat, kann ich ja, sofern's nicht übermäßig weh tut, trotzdem schon mal ein Ass im Ärmel vorhalten). Oder hab' ich als ökonomisch orientierter Konzernlenker/ Produktlinienchef/ was auch immer/ da was übersehen?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • guma
    Moderator
    Reaktionen
    5.270
    Beiträge
    14.921
    Marktplatz Einträge
    6
    • 2. Oktober 2014 um 18:31
    • #29
    Zitat von "billbo"

    Angenommen, ich bin als solcher bestens am Markt positioniert und verkaufe Oder hab' ich als ökonomisch orientierter Konzernlenker/ Produktlinienchef/ was auch immer/ da was übersehen?


    Äh ja, hast Du:
    Du hast den riesigen Markt der Theater/Musical/Varieté u.s.w. vergessen und genau da ist die spezielle Frage des Threadstarters relevant. Dort kann es durchaus vorkommen, das man den gain mit den Szenen speichern und recallen muß.

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 2. Oktober 2014 um 19:59
    • #30
    Zitat von "guma"


    Äh ja, hast Du:
    Du hast den riesigen Markt der Theater/Musical/Varieté u.s.w. vergessen und genau da ist die spezielle Frage des Threadstarters relevant. Dort kann es durchaus vorkommen, das man den gain mit den Szenen speichern und recallen muß.


    Da ist wieder die Frage, zu welchem Zwecke dort Gains in den Szenen gespeichert sein müssen. Siehe einen meiner Beiträge weiter oben.

    Ansonsten bin ich voll bei Billbo. Hab es ja selbst schon, nicht so elegant, geschrieben.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • Mister.Lange
    Verifiziert
    Reaktionen
    20
    Beiträge
    1.574
    • 2. Oktober 2014 um 21:55
    • #31

    Schade dass wir jetzt doch angekommen sind beim rechtfertigen warum man sowas brauchen sollte.
    Abgesehen davon dass ich nicht nachvollziehen kann warum das nicht geht bei verschiedensten Herstellern, nutzten mir damit diese tollen angepriesenen Möglichkeiten von Yamaha nicht wirklich etwas. Spätestens bei wirklich großen Nummern kann man auch nur noch recht schwer mit allen Betroffenen Pult Bedienern sauber kommunizieren weil sie einfach zu zahlreich und weit von einander entfernt sind. Es ist einfach Schade. Egal wie toll Eure Trafosplittysteme sind...

    Ich denke der Hersteller der das endlich mal klärt, erntet Dankbarkeit und Freude seiner Kunden zu dem Wettbewerbsvorteil dazu den er für einige Zeit für bestimmte Bereiche der Brache sicher hätte.
    So haben wir nur tolles Marketing und dann enttäuschte Anwender. Auch nicht gerade gut für einen Hersteller bei der heutigen Vielfalt an Angeboten.

    Hier wird leider spekuliert über Prioritäten von Yamaha. Bis zum Versionssprung auf 2.0 kamen die Broadcastanwender beim CL auch ohne das N-1 Menü aus. Ich rate mal ins Blaue das die meisten CL User auch weiterhin ohne dieses Ihre Jobs erledigen. Trotzdem wurden dem Prioritäten eingeräumt bei der Entwicklung.
    Dann stell ich jetzt mal noch die These auf dass genau die Kunden die sich über die Erweiterung um diesen Punkt am meisten gefreut haben, auch total happy wären über ein funktionierendes Gain Sharing mit Szenen Verwaltung.

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 2. Oktober 2014 um 22:06
    • #32

    Entschuldigung, ich wollte nicht implizieren, daß Du etwas Komisches willst, nur daß es eine Nischenanwendung ist. Je mehr Anwender dieses Feature bei Yamaha anfragen, desto größer wird die Nische dort wahrgenommen und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, daß der Wunsch erfüllt wird. Mit anderen Wünschen hat es ja in der Vergangenheit auch geklappt.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • oton
    Profi
    Reaktionen
    920
    Beiträge
    3.123
    Termine
    1
    Marktplatz Einträge
    5
    • 2. Oktober 2014 um 22:20
    • #33
    Zitat

    Du hast den riesigen Markt der Theater/Musical/Varieté u.s.w. vergessen und genau da ist die spezielle Frage des Threadstarters relevant. Dort kann es durchaus vorkommen, das man den gain mit den Szenen speichern und recallen muß.

    Dann schalten aber auch FOH / Monitorpult (soweit vorhanden) auch gleichzeitig die Szene um, sprich die Gainänderung "trifft" beide, aber beide haben die "Konsequenzen" schon in der Szene angelegt .. passiert also nichts. Jedenfalls kenne ich das so aus dem Musicalbereich.

    Klar kann Yamaha das Gainsharing anlassen und trotzdem die Gains recallen ... dann stehen halt unter Umständen beim anderen Pult der Trimm auf -30 oder +50, wenn man Pech hat ... :D ... mal davon abgesehen das der Trim meistens eh nur +/- 10dB beträgt.

    Oder der FOH Mann zieht am Rocknet fröhlich den Gain in einem Kanal hoch, während der Monitormann (als Gainmaster) noch ganz woanders ist ... und warum rauscht der Kanal nur so seltsam ?

    Das wollte ich auch schon in meinem Eingangspost sagen, es gibt für manche Situationen einfach keine sinnvolle Gainsharing Lösung ... man kann es drehen und wenden wie man will, es ist einfach nicht sinnvoll, irgend ein Pferdefuß ist immer dabei. Egal ob Digico, Yamaha, A&H, Soundcraft oder sonst wer. Und genau bei denen macht ein analoger Split nicht nur Sinn, sondern ist quasi zwingend.

    Vielleicht erfindet ja irgend jemand die perfekte Lösung, aber bis jetzt habe ich sie noch nicht annähernd gesehen. Wobei, wie auch schon mehrfach erwähnt, die Wirklichkeit ja so aussieht, das bei "normalen" Konzerten inzwischen eigentlich fast immer nur noch eine Stagebox steht und Gainsharing eigentlich in nur 2 Jahren in meiner Wirklichkeit quasi die Norm geworden ist ... AUSSER bei Festivals, da habe ich es nur einmal dieses Jahr gesehen, und da ging es auch gründlich in die Hose.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 2. Oktober 2014 um 23:16
    • #34
    Zitat von "oton"

    ...Wobei, wie auch schon mehrfach erwähnt, die Wirklichkeit ja so aussieht, das bei "normalen" Konzerten inzwischen eigentlich fast immer nur noch eine Stagebox steht und Gainsharing eigentlich in nur 2 Jahren in meiner Wirklichkeit quasi die Norm geworden ist ... AUSSER bei Festivals, da habe ich es nur einmal dieses Jahr gesehen, und da ging es auch gründlich in die Hose.


    Meine Wirklichkeit sieht anders aus. Ich habe in den letzten 2 Jahren genau ein Mal mit Gain Sharing gearbeitet. Witzigerweise bei einem kleinen Punk-Festival, 2x iLive, also ohne Kompensation. 4 Bands, 2 mit FOH-Tech. Ich Monitor, hab schnell die Gains gesetzt und der FOH kam klar. Keine Files natürlich. Der Einsatz davor ist dann wieder 1 Jahr weiter in der Vergangenheit. Ich selbst wähle diese Option aber auch immer ab, wenn ich was zu bestimmen habe.
    Sorry für Off-Topic, aber ich finde es interessant, wie unterschiedlich verbreitet diese Technik ist.
    Ich sehe eher immer öfter Stageboxen mit eingebautem Split, so daß ein einfaches FOH/MON-Setup immer schnell gebaut ist. Bei den Baustellen, wo es im Budget so eng ist, daß ein Split nebst zweiter Stagebox zu teuer ist, lässt man dann auch gerne das Monitor-Surface, den Monitormann und alle Nebenkosten dafür weg.

    Wo ich Gain Sharing vorne sehe sind Setups mit vielen Satelliten-Stageboxen und vielen "Verbrauchern", also richtigen Netzwerken und nicht einfach nur mit 2 Pulten...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • billbo
    Profi
    Reaktionen
    1.128
    Beiträge
    3.671
    • 2. Oktober 2014 um 23:27
    • #35

    Sorry, dass ich ein bisschen am technischen Thema vorbei schreibe. Allerdings, speziell aus dieser Theaterwelt ist mir keine gebräuchliche Anwendung/ Installation bekannt, in der von unterschiedlichen Bedienoberflächen gleichzeitig auf gemeinsame 'Stageboxen' zugegriffen wird (also nach Art klassischer FOH/ Monitor Anwendung).
    Dabei gebe ich gerne zu, dass ich mit dieser Szene nur gelegentlich in Berührung komme, und dass meine Erfahrungen dort daher mit einigem Wohlwollen als 'eher lückenhaft' zu bezeichnen sind. :roll:

    Meine Gainsharing - Erfahrungen sehen dagegen ähnlich aus wie die von Simonsanktpauli: man hat die Problematik mitlerweile verstanden und umgeht sie per Analogsplit (vielleicht liest man ja in Einzelfällen sogar meine Rider :shock: - aber das geht mir dann jetzt doch allzusehr ins rein Spekulative... )

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • simonstpauli
    Profi
    Reaktionen
    767
    Beiträge
    6.590
    • 2. Oktober 2014 um 23:58
    • #36

    Um noch mal auf das eigentliche Thema zurück zu kommen, die Regelbandbreite für die Kompensation kann schon ein Problem sein. Wenn die Gain-Änderungen größer sind als die erlaubte Kompensation, gibt es ein Problem, Unterkompensation. Und wenn es zurück geht, beim gleichen Wert Überkompensation. Wenn es um einen geringeren Wert zurück geht, was machen, 1:1 kompensieren oder so, daß es zu vorvorherigen Szene passt? In welchem Speicher werden solche Fälle gespeichert? Gibt es einen solchen Speicher überhaupt als Hardware?

    Wobei ich immer noch nicht ganz die wirkliche Anwendung verstanden habe, also gewollte Gain-Änderung beim Gain Master, gewollter gleichbleibender Gain beim Gain Slave. Wenn ich von einer Bühnensituation ausgehe, wird der Monitorplatz ja sinnvollerweise Gain Master sein. Gerade dort möchte man ja eher keine wechselnden Gains.

    Den Fall der unerwünschten Gain-Änderung würde ich schon mit der Lösung HA recall safe ausschließen.

    Herr Lange, ich bitte um Aufklärung.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • oton
    Profi
    Reaktionen
    920
    Beiträge
    3.123
    Termine
    1
    Marktplatz Einträge
    5
    • 3. Oktober 2014 um 01:17
    • #37

    die Wirklichkeiten gehen anscheinend doch stark auseinander ... liegt aber wahrscheinlich daran, das ich nur 4-5 Festivals (meist als FOH Betreuer) mache und ansonsten feste Bands betreue .. hier ist Gain Sharing jedenfalls bei mir vollkommen normal und auch kein Problem ... solange der Monitormann Gain-Master ist und seine Bühne im Griff hat ist das für mich am FOH kein Beinbruch.

    Oft Rocknet, mit dem sich einfach immer noch am absolut einfachsten und sichersten Pulte verschiedener Hersteller verheiraten lassen, mit sehr gut gelöstem Sharing, ansonsten oft herstellerintern, vor allem Digico, Soundcraft & Midas.

    DAS geht vollkommen problemlos und lässt sich mit wenig Absprechen problemlos handeln .... und ist manchmal auch die einzig praktikable Lösung ... ich habe gerade ein grosses Crossover-Klassikkonzert in der Planung, wo ca. 80-90 Kanäle gleichzeitig an FOH & Monitorpult anliegen müssen ... und da ist das eigentliche Orchester noch nicht dabei ... :wink: ... das wäre per Analogsplit doch wirklich eine Menge zuviel Extraverkabelung ... :D:D:D

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • Mister.Lange
    Verifiziert
    Reaktionen
    20
    Beiträge
    1.574
    • 3. Oktober 2014 um 07:27
    • #38

    Mir geht es jetzt gar nicht so vordergründig um eine spezielle VA oder einen speziellen Zweck. Sondern eher darum dass es aus technischer Sicht doch möglich sein sollte und die Hersteller ja damit werben diese Feature zu bieten. Aber keiner setzt es so um dass es auch funktioniert. statt dessen haben mehr oder wenige alle schon abgewunken. Es ist halt Konsens das es eh nicht 100%ig geht also machen wir lieber eine Ersatzlösung die Safe ist. Nötig ist die aber nur, weil die Hersteller ihr versprochenes Feature nicht mal zu Ende entwickeln. Und im Beispiel von Yamaha fehlt da nur noch ein kleines Detail.

    Was ist wenn die Band den Mischer mit bringt und der hat ein schönes File bei dem er unbedingt die Gains mit Laden will. Schließlich hat er eh alle Mikros gleich mit und dann stimmen halt auch gleich alle Threshold Werte. Da die Band aus Multiinstrumentalisten besteht, wechseln die bei jedem Lied den Platz auf der Bühne. Dafür hat dann jeder Song eine andere Gainansammlung in der entsprechenden Szene. Diese Gainwechsel möchte der örtliche Monitormann aber nicht haben, weil sie für ihn halt unkontrolliert stattfinden.

    Ich weiß das ist wieder der klassische Fall für einen Analog Splitt. Aber bezahlt haben wir alle schon mal beim Hersteller der Pulte dafür dass das nicht mehr nötig ist. Es haben sich nur alle damit abgefunden dass es eben doch nur schönes Marketing war.

    EDIT MOD

    Ich habe hier im Anschluss einen Beitrag von Billbo abgetrennt, weil der an sich ein eigenes Thema ergibt:

  • ERICH
    Reaktionen
    825
    Beiträge
    4.275
    Marktplatz Einträge
    2
    • 3. Oktober 2014 um 11:27
    • #39

    Das Problem an den derzeitigen Vatianten ist, das der Nutzer den analogen Preamp kontrolliert.

    Einfach und funktional währe es, wenn der Nutzer lediglich die gewünschte Verstärkung
    angibt. Ein selbstpegelnder Preamp gibt dem Mischsystem dann einfach den
    anlog Gainwert weiter und der Rest wird vom Mischsystem verrechnet.

    Auf diese Art können komplexeste Netzwerke realisiert werden.

    Mir ist bewusst, das jetzt Preampliebhaber Sturm laufen werden, da ihr Lieblings-
    Spielzeug nicht mehr greifbar ist. Dennoch - korrekt einpegeln kann auch ein Chip.

    Probleme sehe ich in wirklich komplexen Netzen eher an den Ausgängen. Sollten
    Mehrere Systeme den gleichen Output nutzen kann es da zur Überteuerung kommen.
    Hier währe eine vorausgehende pauschale Dämpfung anzuraten, um Luft für eine Summierung zu schaffen.

  • wora
    Profi
    Reaktionen
    5.413
    Beiträge
    27.256
    Einträge
    10
    Marktplatz Einträge
    11
    • 3. Oktober 2014 um 11:43
    • #40
    Zitat von "Mister.Lange"

    ...
    Was ist wenn die Band den Mischer mit bringt und der hat ein schönes File bei dem er unbedingt die Gains mit Laden will. Schließlich hat er eh alle Mikros gleich mit und dann stimmen halt auch gleich alle Threshold Werte. Da die Band aus Multiinstrumentalisten besteht, wechseln die bei jedem Lied den Platz auf der Bühne. Dafür hat dann jeder Song eine andere Gainansammlung in der entsprechenden Szene. Diese Gainwechsel möchte der örtliche Monitormann aber nicht haben, weil sie für ihn halt unkontrolliert stattfinden...


    unter dieser vorrausetzung würde ich anders arbeiten:
    die pegelunterschiede zwischen den wechslenden musikern an den gleichen instrumenten würde ich nicht mit den gains ausgleichen, sondern mit faderbewegungen. die wahrscheinlichkeit ist ja recht gering, das die pegelunterschiede zwischen den verscheidenen nutzern der instumente gleich extrem hoch ist. und dafür muss man dann ja nicht gleich den gain bemühen.
    und damit wäre das problem plötzlich gar keines mehr.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

    Einmal editiert, zuletzt von wora (3. Oktober 2014 um 11:46)

Anstehende Termine

  • Kombiseminar Sachkundiger für Anschlagmittel und Traversensysteme (AnschlägerPlus)

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Sachkunde für Fliegende Bauten

    Dienstag, 29. September 2026 – Donnerstag, 1. Oktober 2026
  • Virtueller Stammtisch im Chat

    Dienstag, 29. September 2026, 21:00 – 23:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Dienstag, 6. Oktober 2026, 13:00 – 14:00
  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

    Mittwoch, 7. Oktober 2026, 13:00 – 14:00

Letzte Themen

  1. ADJ Entour Venue Hazer: Frage zum Heizelement

    skippa
    27. September 2026 um 10:16
  2. EU Cyber Resilience Act (CRA)

    alexanderjoseph
    26. September 2026 um 20:14
  3. 17. - 18. November | PA Rigging & Truss Safety mit Tom Greber

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:33
  4. 13. - 14. Oktober | Live Mixing Workshop mit Jörn Müller in Köln

    Soundchecker
    23. September 2026 um 10:30
  5. können das hier (Foto) die original Weichen der KMT CS215 / CM215 sein ?

    phattomatic
    23. September 2026 um 09:12
  6. RCF: "Bass Motion Control" vs. "XBoost" => Ähnliche Funktionalität unter zwei verschiedenen Etiketten oder relevante Unterschiede?

    Hanseat
    21. September 2026 um 22:21
  7. Suche Lichteffekt

    Schreddl
    21. September 2026 um 12:22
  8. QLC+4 in MagicQ Visualsieren - wie richtig einstellen?

    metal-shot
    19. September 2026 um 17:44
  9. Verschiedene Verteiler mit Powercon Anschluss bzw. Ausgang kompatibel?

    tenderboy
    19. September 2026 um 12:22
  10. Suche Optocore Spezialisten - trouble shooting eines SANE Verbunds

    georg.h
    19. September 2026 um 10:21
  1. Datenschutzerklärung
  2. Impressum
Community-Software: WoltLab Suite™