Hallo Björn,
ich habe nicht behauptet, dass es grundsätzlich keine berechneten Hängepunkte in Zelten
gibt. Sondern darauf hingewiesen dass man zusätzlich mit dynamischen Lasten rechnen muss.
Gruß
Soundbuster
Hallo Björn,
ich habe nicht behauptet, dass es grundsätzlich keine berechneten Hängepunkte in Zelten
gibt. Sondern darauf hingewiesen dass man zusätzlich mit dynamischen Lasten rechnen muss.
Gruß
Soundbuster
alle schreiben hier von statischer Last ....
https://www.youtube.com/watch?v=-Q4m_9P-yZo
VG bemi
EDIT: irgendwie hab ich die zweite Seite übersehen, sry. Korrektur: auf der 1. Seite des Threads wird nur von statischer Last gesprochen. Ich bin mir auf jeden Fall nicht sicher, ob meine Flugpunkte (2xTentclamp, Schäkel, O-Ring, PS15R2 mit Originalflugschiene - also durchaus amtlich) das halten würden ...
Hallo Bemi,
Betreff Dein Link: Genau das meinte ich.
Für dieses Jahr jedenfalls bin ich froh, dass die Zeltsaison vorüber ist, und ich die
meisten Jobs in Hallen erledigen kann (wenn man mal von den üblichen Weihnachtsmärkten
absieht).
Gruß
Soundbuster
Wenn dein Zelt mal so gerädert wird dann ist glaube ich erst mal das Problem die Leute da raus zu bekommen, egal was da drin hängt. Den das kann durch Materialermüdung usw. auch schon ohne zusätzliches Gewicht umfallen. Ich bin auch kein Freund von geflogenen Gegenständen in einem Zelt, schon gar nicht wenn eine voll bepackte Lichtanlage an Truss gehängt wird. Wenn es aber wie auf dem Video zu sehen jeden zweiten Binder links und rechts ein Lautsprecher mit ein paar Kilo als Delay ist, der dann auch noch fachgerecht, also an zwei einzelnen Zeltklemmen mit Sicherung geflogen ist, dann halte ich das für vertretbar. Man sieht ja sehr gut das die Lautsprecher natürlich mit schwingen aber nicht runter fallen. Im schlimmsten Fall lösen sich die beiden Zeltklemmen und das ganze rutscht am Binder entlang nach unten. Übrigens ist es wahrscheinlicher das eine Verstrebung in einem solchen Zelt nach gibt oder erst gar nicht richtig ausgeführt wurde, dann brechen aber nicht die einzelnen Bindergestelle und das ganze fällt wild in sich zusammen. Nein, diese sind ja am Fuss als Gelenk ausgeführt und legen sich dann einfach zur Seite und das war es. Plane und Verstrebung sind defekt, das Bindergestell wenn überhaupt höchstens in sich verzogen aber zusammengebrochen höchstens wenn wir Materialfehler haben und das auch wenn Gewicht eingebracht wurde.
Wenn man allerdings, um die Probleme mit der Fliegerei im Zelt zu vermeiden, stattdessen ein Groundsupport stellt, hat man halt das andere Problem mit dem Boden, der nicht zwingend die erforderliche Belastbarkeit aufweist, sofern er nicht unterfüttert ist (ein paar m² Sand oder Kies wirken da Wunder, wenn sie an den belasteten Stellen zwischen Boden und Untergrund eingerüttelt werden).
Man sollte auch nicht die Höhe und Breite des Riggs bis auf wenige cm ans Zeltdach dimensionieren. So ein Zelt gibt auch schon bei moderaten Starkwinden geschmeidig um einige cm nach, und wenn das dann sofort quer gegen die Traverse drückt, dann ist das nicht lustig.
Um mal ein paar Unklerheiten zu beseitigen:
(1) Das Fliegen von Lasten ist in Zelten kein grundsätzliches Problem. Was möglich ist und was nicht, hängt vom konkreten Zelt ab und steht im jeweiligen Baubuch. Meistens handelt es sich dabei aber um eher kleine Lasten. Also hier mal ein Lautsprecher und da mein ein Spot.
(2) Die Windlastansätze im Baubuch haben jegliche Dynamik zu berücksichtigen. Das ist ein Problem für den Statiker und nicht für den Anwender. Für diesen gilt Punkt 1. Und dass alle von statischen Lasten reden liegt wohl daran, dass Windlasten per Normdefinition statisch bemessen werden. Wenn man von dynamsichen Lasten redet, ist man auch schnell im Bereich der Ermüdung/Betriebsfestigkeit. Dafür brauchen Zelte nicht bemessen werden. Karussells z.B. hingegen schon.
(3) Das Video (Zelt in Neuss) ist ein schlechtes Beispiel für die Argumentation, weil kurze Zeit später das Zelt zusammenbricht (War ja das gleiche Unwetter, was diesen Sommer in NRW hunderte Bäume zerlegt hat). Und bei extremem Wettersituationen gibt alles irgendwann nach. Warum das Zelt kollabiert kann man aus der Ferne nur mutmaßen. Vermutlich, weil es entweder seitlich offen war oder weil Zeltmembranen versagt haben. Sobald der Sturm ins Zelt bläst, wird das Zelt in Kettenreaktion zerlegt. Ursache für das Versagen/Fehlen einer Zeltmembran kann zu großer Wind oder ein Aufbaufehler sein. Typischer Weise die fehlende Verankerung oder ein zu schlaffer/versagender Windverband.