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Traversenlift Ausleger im Publikumsbereich

  • Jan
  • 26. Juni 2015 um 09:15
  • Jan
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    • 26. Juni 2015 um 09:15
    • #1

    Moin,

    eine Fronttruss für eine Top 40 Band zu bauen, ist in der Regel schnell mit zwei TLs und 8-10m Truss gemacht. Es steht absolut sicher und ist zulässig. Was ist aber jedoch mit den Auslegern? Wie muss man die Schützen/Kennzeichnen, das niemand darüber "ausversehen" stolpert und einen Versicherungsfall wegen Sehnenriss und Knochenbruch macht?

    Die Füße selbst sind mit Schwarz/Gelben Band deutlich sichtbar gekennzeichnet. Zusätzlich wurden sie durch je einen Tisch geschützt und die geringfügige Lücke zwischen Bühnenkannte und dem Fuß zusätzlich noch mit Bassboxen aufgefüllt.

    Mir liegt der exakte Sachverhalt (angeblich gibts Fotos) noch nicht vor, wollte aber schonmal nen Post hier eröffnen. Aktuell halte ich den Vorwurf, das der Gast beim herabgehen der Bühne über einen Traversenlift gestolpert sei für nicht haltbar, da in der nähe der Bühnentreppen gar kein Fuß ungeschützt stand.

    Dennoch ist man ja gewillt alles Menschenmögliche für die Sicherheit des besoffenen Publikum zu tun, daher gebe ich den Ball hier mal an euch ab um andere Meinungen zu hören.

    Live Dabei - Eventtechnik aus 59457 Werl.

    Coda & LV1 User

  • presonus
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    • 26. Juni 2015 um 11:22
    • #2

    Stative im Publikumsbereich machen wir gar nicht.
    Gast-Bühne-unterwiesene Person?

    hier mal ein Beispiel vom Stadtfest-der Kollege war sehr mutig ;)

    Edit vom 20.7.15 meint dazu: und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen, wurde dieser Bullshit bei der Begehung vom Ordnungsamt/Bauaufsicht noch abgenickt, wie mir der verantwortliche Meister VA mitteilte.

    Audio Zenit XP215 User :)

    Einmal editiert, zuletzt von presonus (20. Juli 2015 um 22:10)

  • falcocgn
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    • 26. Juni 2015 um 12:49
    • #3

    Wenn ich solche Fotos sehe, wird mir schlecht. das ist doch pure Dummheit und Verantwortungslosigkeit. Solche Kollegen sollten ganz, ganz hoch gehängt werden. Stative und Stativ-ausleger haben im Publikumsbereich nichts zu suchen, bzw. sollte so abgesichert werden, dass auch der DAB (dümmste anzunehmende Besucher) keinen Schaden anrichten kann. Und natürlich sollte immer auf den vom Hersteller freigegebenen Einsatzbereich geachtet werden. Also nur Aufbauhilfe oder auch Halten von Lasten über Personen. Und im Außenbereich sind für mich Stative sowieso no-go!

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • Jan
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    • 26. Juni 2015 um 13:41
    • #4

    Als obiges Bild finde ich ebenfalls völlig Risikobehaftet, vorallem weil von allen seiten die Menschemasse drauf drücken könnte. Würde ich auch nicht tun.

    Die Frage ist:

    Zitat

    bzw. sollte so abgesichert werden, dass auch der DAB keinen Schaden anrichten kann.

    Kannst du das näher ausführen?

    Bei mir war es jetzt so, das zwei Ausleger vollständig unter der Bühne waren, die anderen ragten (quer) in die Tanzfläche rein, sind aber nur ca 0,5 - 0,8 Meter. Die Zwischenräume wurden mit Bassboxen und Tischen ausgefüllt. Selbst WENN jemand über den Fuß fällt, wird er von der Box oder dem Tisch (wo er sich mit den Händen oder besoffen mit dem Körper abstützen kann) aufgefangen und fällt nicht zu boden um sich irgendwas zu brechen. Mal abgesehen davon das die Tische die Füße verdeckt haben und somit keine Stolperfalle (eigentlich) mehr da war.
    Wenn überhaupt stolpert man über den Tisch, aber sorry der ist auf 1 Meter höhe.. genauso wie die Bühnenkante also gut sichtbar.

    Leider fehlt mir noch der exakte Aussage zum Unfallverlauf (kommt schriftlich).

    Die einzige Lösung die mir da zukünftig einfallen würde, wären Bühnenpodeste (40er Höhe) über die Füße und die Ränder der Podeste mit gelb/schwarzem Band bekleben.

    Live Dabei - Eventtechnik aus 59457 Werl.

    Coda & LV1 User

  • falcocgn
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    • 26. Juni 2015 um 14:42
    • #5

    Es sollte erst niemand stolpern können über die Ausleger. Auchg sollte verhindert werden, dass sich jemand, der stolpert (oder sich prügelt) an den Lift-Baum an sich kommt und der dann vielleicht umstürzt. Also Tische, Podeste drüber und wenn das nicht geht oder nicht reicht, dann eben Gitter. Vorzugsweise Polizeigitter.

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • madmax
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    • 26. Juni 2015 um 16:49
    • #6

    Also wir machen sowas garnicht; außer wenn Hamburger Gitter zur Absperrung zur Verfügung stehen.
    In meinen Augen die einzige wirklich sichere Möglichkeit.
    Ich möchte nicht erleben, das der Spaß mal ins Kippen kommt. Ein stolpernder, kräftiger Kerl kann eine erhebliche Hebelwirkung ausüben.
    Um dennoch weit nach vorne zu kommen, lieber Lifte eine Nummer größer und Pipes nach vorne.
    Oder Front- und Backtruss verbinden und vorn weit genug vorstehen lassen.

    Falls ihr dennoch nach einer Lösung sucht; wäre das Anfertigen spezieller Bühnenplatten mit Ausparungen / Löchern für die Liftbäume,welche die Beine komplett überdecken und fest mit der Bühne verbunden werden.
    Praktisch Teil der Bühne werden.
    Die Füße der Podeste müssen ja nicht unbedingt so hoch wie die restliche Bühne sein.
    Darauf könnten dann auch z.B. Boxen gestackt werden. :wink:

    Never stop a running System

  • Jan
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    • 26. Juni 2015 um 17:30
    • #7

    Hmm du bringst mich da auf eine Idee madmax.

    Bei kleinen Jobs (wenig Platz) machen wir eh immer nur Backtruss und vorne (hinter den Boxen) zwei Manfrotto Lichtstative mit Frontbeleuchtung. Bei größeren Jobs jedoch, gibt es zusätzlich eine Fronttruss mit Work 255R Liften um das Soundsystem zu fliegen und eine optimalere Verteilung der Stufenlinsen zu haben.

    Aktuell habe ich gerade 2x 1x1 Bütec Platten bestellt um (ohne Fronttruss) die PA (SB18+Arcs) zu stacken und das System 40cm anzuheben. Theoretisch könnte ich die beiden Podeste nochmal bestellen, nur diesmal mit ner Aussparung in der Ecke. Beide Podeste zusammen ergeben dann 2x1 Meter und in etwa Mittig ist dann die Aussparung.

    Muss mal messen ob das passt mit den Auslegern.

    Die Sache ist die, 4 Podeste mit 1x1 Meter zusätzlich mitzunehmen ist kein Problem. Aber ein komplettes Karree zu transportieren und der zeitliche Aufwand dies zusammen zu dengeln passt aktuell nicht ins Band-Budget. Hinzukommt noch die nervige Problematik bei Schützenfestzelten mit Giebeldächern die den Aufbau eines Karrees verkomplizieren.

    Es muss alles irgendwie so einfach wie möglich gehalten werden ohne natürlich die Sicherheit zu gefährden.
    Bisher war das mit Tischen und Boxen eig immer gefahrlos möglich... und der Beweiß das der Schütze, der da sich was gebrochen haben soll (Krankenwagen/Sanitäter habe ich während der VA nicht gesehen), wirklich über _unsere_ Ausleger gefallen ist, steht noch aus.

    Live Dabei - Eventtechnik aus 59457 Werl.

    Coda & LV1 User

  • Sebastian Giese
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    • 27. Juni 2015 um 12:36
    • #8
    Zitat von "Jan"

    Es steht absolut sicher und ist zulässig.

    Da sehe ich schon den ersten Fehler. Ein Traversenlift steht im Publikumsbereich definitiv nicht sicher. Und woher hast du die Gewissheit dass das zulässig ist? Weil ein BGV C1 Aufkleber drauf klebt?

    Die Personen müssen z.B. davon abgehalten werden gegen den Lift zu laufen (einzelne aber auch Personengruppen) oder daran hochzuklettern, das geht nur mit entsprechenden Gittern (Hamburger Gitter z.B.) und nicht durch Tische...
    Wenn diese Aspekte der Standsicherheit des Liftes bedacht sind, stellt sich die Frage nach den Auslegern gar nicht mehr.

    Offensichtlich ist ein Unfall passiert und der Gast klagt, imho völlig zu Recht, gegen den Aufsteller der Stolperfalle. Ich wünsche den Beteiligten Personen und Firmen wirklich nichts schlechtes, aber vielleicht lernt man daraus und macht es ab jetzt richtig.

  • HenrySalayne
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    • 27. Juni 2015 um 21:07
    • #9

    Es ist gängige Praxis, dass die Traversenlifte an der Bühenkannte stehen, das Bein nach hinten unter der Bühne ist, dass Bein nach vorne von Subwoofern flankiert wird und darüber ein Tisch gestellt wird. Ich will damit nicht bestreiten, dass Polizeigitter eine bessere und sichere Lösung sind.
    In den Gemeindehäusern, von denen hier wohl die Rede ist, hat man oftmals keine andere Wahl, als die Traversenlifte so zu positionieren. So etwas einfach als generell unsicher zu deklarieren, ist nicht zielführend.

    Jan: Kannst du das etwas detaillierter ausführen. Ich kann mir noch kein so rechtes Bild davon machen, wo die Lifte standen und wo sich die Treppe befand.

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

  • MRspeaker
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    • 26. Oktober 2015 um 12:55
    • #10

    Macht doch wie gewollt von der BG eine Gefährdungsanalyse g*.


    Ich halte Tisch als Absperrung für eine günstige und praktikable Lösung wenn die Veranstaltung nach Gefährdungsanalyse das als Sicher einstuft.
    Bei einem Chor-Konzert beispielsweise. wenn keine Subs genutzt werden. Sehr schön auch hier; Richtig große schwere Blumentöpfe von den Dekorateuren.


    Bei einem Fest mit betrunkenen Persohnen sieht die Sache ganz anders aus. Aber auch hier haben wir in der Gegend teilweise eher schlecht besuchte Veranstaltungen, da sind einfach zwei Sicherheitsmänner vorne und passen auf (Zusätzlich zur Absperrung mit Tischen oder oft bei Schützenfesten anzutreffen, 60cm hohe Holzzäune, Blumendeko etc...

    Wenn die Veranstaltung richtig voll ist, sperren wir mit entsprechenden Gittern ab, oder ganz seitlich auch Bauzäune.


    Würde jede Stolperfalle immer perfekt gesichert werden würde, müsste ja auf jeder Kirmes jedes Kabel verschwinden. :D Bin war schon froh wenn ich unseren Kinderwagen über Kabelmatten schieben durfte statt mit den Rädern vorm Kabel kleben zu bleiben um dann in den Wagen zu rennen...


    Ich hatte hier auch schon mal die Diskussion als mal jemand gestolpert ist (Die Person hielt sich jedoch unerlaubt seitlich der Bühne auf).
    Meine Antwort an den Veranstalter: Er hat Technik gebucht, Personal gebucht, aber es fällt nicht in meinen Verantwortungsbereich die Veranstaltung Sicherheitstechnisch auszustatten.
    Er miete ja auch bei uns keine Feuerlöscher oder Sicherheitspersonal. Und eben keine Gitter.
    Das ist eine Zusatzdienstleistung die ich gerne Verkaufe aber nicht erbringen muss !!
    Wenn er Lifte für die Front bestellt muss ihm klar sein das die vor der Bühne stehen....

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • Sound-Buster
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    • 26. Oktober 2015 um 18:52
    • #11

    Wir hatten das in der Vergangenheit mal sehr aufwendig mit einer Vollverkleidung mittels
    OSB-Platten und Spaxschrauben gelöst. D.h. alle Seiten und auch oben flächig bis auf Bühnenhöhe. Oben war quasi nur ein kleiner Ausschnitt, wo gerade der Mast des Liftes
    durchpasste. Hinten, unter der Bühne war dann nur noch ein kleine Öffnung, um notfalls
    an die Spindeln der Ausleger zu kommen. Über das ganze noch Molton getackert, schaut
    dann aus, als würde es zu Bühne gehören. Für einen Genie benötigt man ca. 24 m 2 Plattenware. Der Aufwand lohnt aber nur, wenn das ganze über mehrere Tage stehen bleibt.
    Alternative wäre das ganze mittels Bühnenpodesten zu realisieren. Ein Podest sollte dann
    über einen Ausschnitt für den Lift verfügen, damit man Formschlüssig an die Bühne anschließen kann. So ein Podest mit Ausschnitt habe ich bei den einschlägig bekannten Herstellern noch nicht gefunden. Hat das schon mal einer gesehen?

    Gruß
    Soundbuster

  • MRspeaker
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    • 26. Oktober 2015 um 20:54
    • #12

    Gesehen noch nicht, aber wo genau ist der Sinn?
    Bau die Bühne doch einfach einen Meter tiefer und stell die Lifte seitlich der Bühne statt vor die Bühne.

    Ich würde das Problem erstmal dem Veranstalter mitteilen, dann kann er entscheiden welche Kosten und welches eventuell daraus resultierende Risiko er tragen möchte.

    Wir hatten auch schon mal alles schön mit Zaun abgesperrt und dann steckte jemand von den Bühnenakteuren Pyrotechnik in die Halter der Bühnenfüße die für den Transport gedacht sind.
    Ergo sahen die Lifte aus wie Sau... Die flecken gingen nicht mehr raus.... :D

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  • Sound-Buster
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    • 27. Oktober 2015 um 19:31
    • #13

    Lifte seitlich ging nicht, da die Bühne 12 Meter breit war und sich in einem Zelt befand.
    Da hätte die Höhe links und rechts nicht mehr ausgereicht. Daher hatten wir uns bereits im
    Zuge der Vorbesprechungen mit dem Veranstalter gemeinsam entschlossen die Lifte vor die Bühne zu stellen und entsprechend sicher zu verkleiden.

    Wenn es geht, versuch ich immer Lifte möglichst zu vermeiden. Im Puplikumsbereich sowieso, aber auch auf der Bühne sind die Ausleger eine Gefahr für Crew oder Musiker.

    Gruß
    Soundbuster

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