Howdy
Gibt es aus diesem Catch22 ein entkommen:
Mischer kennt Programm sehr gut und versteht jedes gesungene Wort deutlich. Gäste hören das Programm zum ersten mal und haben teilweise Schwierigkeiten dem Text zu folgen.
Gruß
Rainer
Howdy
Gibt es aus diesem Catch22 ein entkommen:
Mischer kennt Programm sehr gut und versteht jedes gesungene Wort deutlich. Gäste hören das Programm zum ersten mal und haben teilweise Schwierigkeiten dem Text zu folgen.
Gruß
Rainer
Möchtest du Ratschläge, wie man das Problem dem Mischer verständlich macht, oder Ideen wie man die Sprachverständlichkeit verbessern könnte?
Btw: es wäre nicht völlig abwegig, dass am FOH die Sprachverständlichkeit excellent ist, an einigen Publikumsplätzen jedoch kaum ein Wort zu verstehen ist...
Hhmmnaja, das ist schon oft so, dass der endlose Probe "gestählte" Tonmensch die Texte bestens hört, zudem er ja wohl ein Textbuch oder Klavierauszug vor der Nase hat für die xx Cues.
Da geht das ganz schnell, dass das Verhältnis Stimmen vs. Musik zu Ungunsten der Stimmen leidet, oder der Regisseur steht daneben und findet die Stimmen auch viel zu laut und sich dann mit dem auseinandersetzen ,kommt ja auch auf dessen Verträglichkeit an.
An die "Message Mix" erwartenden Zuschauer wird dabei öfters nicht gedacht.
(Wobei man selber die Texte wirklich als doch zu laut empfindet)
Aber lieber "exzellente Textverständlichkeit" in der Pressekritik, als "Schade, dass die schönen Stimmen nicht immer gut zu verstehen waren" ![]()
Jaaaa, die Kunst und die Sprachverständlichkeit - hatte ich gestern auch wieder.
Generalprobe für eine OpenAirOper.
Dirigent in Vertretung des Musicals Directors wollte es beim Soundcheck möglichst gar nicht verstärkt haben (ein leichter klanglicher Unterschied war halt schon wahrnehmbar, wenn von vorne nach hinten durchläuft - leider kann ich hier gerade nicht aus dem vollen schöpfen).
Naja, später mit Publikum und Sabotage-Restaurantbetrieb von der Seite wieder lauter gemacht und nur zufriedene Gesichter gesehen. Tatsächlich habe ich sogar den Nearfilllautsprecher direkt an der Bühne noch höher gezogen als einer der Organisatoren der anfangs vorne saß, sagte dass es hinten besser tönt als vorne.
Die Natürlichkeit zu wahren ist dabei die große Kunst, da hilft weder extreme Basspower noch überspitzte Hochtonwiedergabe (ganz fies: Resonanzen über 8kHz).
Und natürlich der richtige Umgang mit Haas... ![]()
Ein großer Aufkleber am Pult: "Kein Gast zahlt für sein Ticket wegen der Bassdrum"
Man muß es sich immer wieder in Erinnerung rufen, das ist die einzige Option!
Die 3 mal Musicals, die ich betreut habe hatten mmer Probleme mit dem Raum. Sprachverständlichkeit war mit Musik und Darsteller gleichzeitig kaum machbar, wenn die Musik erstmal etwas Power haben durfte. Ich persönlich habe lieber Klang geopfert für Sprachverständlichkeit und versucht nicht mitzulesen.
Das ist auch nicht der ideale Weg, aber was soll man sonst machen...
Da fällt mir nebenbei eine Frage ein, die mir schon ne Zeit lang im Kopf rumschwirrt:
Hat es eigentlich schonmal jemand hier versucht im großen Stile ein Orchester zu verstärken mit nur 2 tollen Mikrofonen auf Höhe der Ohren des Dirigenten? Dort sollten ja alle Instrumente im richtigen Verhältnis ankommen und keiner dürfte sich beschweren ![]()
Wenn die Lautsprecher in 'nem anderen Raum stehen ist das super... :wink:
Ernsthaft: haben wir tatsächlich im Theater (extrem trockene Akustik, Lautsprecher in der Decke) schon so gemacht, plus 2-3 Stützmikrofonen. Bei einer anderen Produktion wiederum war Vollabnahme angesagt. Man kann es also nie pauschalisieren...
(Btw.: Orchester und Dirigent können, je nachdem wer gerade da ist, in Bezug auf die Lautstärke ganz schön unterschiedliche Tagesformen haben - da ist man mitunter ganz froh über möglichst viele Eingriffsmöglichkeiten)
Zu dem Thema hätte ich direkt mal einen Frage. Wir haben bei unserem Amateurtheater ein ähnliches Problem. Zum Aufbau:
Auf dem Bühnengelände (Freilichtbühne) stehen 4 Lautsprecher, also hinter den Schauspielern. Darüber kommt Musik. Im Zuschauerraum hängen ein paar Boxen für die Sprache. Jetzt ist es so, dass die Laienschauspieler auch mal singen müssen. Dabei beschweren sie sich, dass sie die Musik nicht gut hören und so dann den Takt nicht halten können (wie gesagt, keine Profis). Daher wird die Musik immer lauter gefahren, bis die Sänger zufrieden sind und die Zuschauer sich fast schon die Ohren zuhalten müssen.
Theoretisch würde man für sowas ja Monitoring verwenden. Wurde auch mal versucht, allerdings anscheinend mit mäßigem Erfolg: Die Musik aus den Monitorboxen knallte auf die Mikros usw. Das war vor meiner Zeit, daher kann ich dazu nicht viel schreiben. Mich würde nur mal interessieren, wie man sowas im Profibereich löst, wir wollen uns ja gerne verbessern
In-Ear?
Vielen Dank schon mal...
artemis
Orchester mit L - M - R und paar Stützen bekommt man mittels Laufzeiten und etwas chemischen EQ gut nach vorne. Die Auswahl der richtigen Lautsprecher und Mikrofone hilft hier ungemein. z.B. das AT450 schafft viel über 800HZ und ist dabei extrem koppelfest. An tieffrequente Quellen nah dran, was breites, dynamisches wirkt da auch wunder.
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Für Sprache & Musik: Gerade mit dynamischen EQ's kann man echt eine Menge zaubern, Alle Vocals in Gruppe komprimieren, Multiband auf die Band macht es dichter und gefühlt lauter. Solche Shows muss man aber tatsächlich von Hand mitfahren, da muss man sich auch mal trauen die Dynamik der Band zu gestalten. Im Vorfeld die Headsets gut auf's PA abstimmen, entzerren und gesund in die Delaylines, dann wirds auch was.
LG pb
Zitat von "artemis"Zu dem Thema hätte ich direkt mal einen Frage. Wir haben bei unserem Amateurtheater ein ähnliches Problem. Zum Aufbau:
Auf dem Bühnengelände (Freilichtbühne) stehen 4 Lautsprecher, also hinter den Schauspielern. Darüber kommt Musik. Im Zuschauerraum hängen ein paar Boxen für die Sprache. Jetzt ist es so, dass die Laienschauspieler auch mal singen müssen. Dabei beschweren sie sich, dass sie die Musik nicht gut hören und so dann den Takt nicht halten können (wie gesagt, keine Profis). Daher wird die Musik immer lauter gefahren, bis die Sänger zufrieden sind und die Zuschauer sich fast schon die Ohren zuhalten müssen.
Theoretisch würde man für sowas ja Monitoring verwenden. Wurde auch mal versucht, allerdings anscheinend mit mäßigem Erfolg: Die Musik aus den Monitorboxen knallte auf die Mikros usw. Das war vor meiner Zeit, daher kann ich dazu nicht viel schreiben. Mich würde nur mal interessieren, wie man sowas im Profibereich löst, wir wollen uns ja gerne verbessernIn-Ear?
Vielen Dank schon mal...
artemis
Moinsen,
viele kleine Monitore auf die Bühnenvorderkante, off-axis zu den Mikros. Schau Dir mal die Richtwirkungsdiagramme der Mikrofone an, dort gut zu erkennen wo die Mikros am wenigsten Schall aufnehmen, einige schräg von der Seite, einige genau von hinten. Dann weisst Du ja relativ schnell wo die Monitore positioniert werden sollten.
Damit reduzierst Du den Playbackanteil in den Mikrofonen. InEar hilft da auch ganz gut ![]()