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Delay Compensation auf Digitalpulten

  • simonstpauli
  • 17. Oktober 2015 um 00:44
  • simonstpauli
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    • 17. Oktober 2015 um 00:44
    • #1

    Ich mach einfach mal einen neuen Thread auf, weil ich das Thema schon interessant finde:

    Zitat von "HenrySalayne"

    ...Übrigens war die eigentliche Frage, wie es mit Latenz und Kohärenz bei den anderen Serien aussieht:
    Midas Pro-Serie: Kohärenz für Busse, interne Inserts und analoge Inserts bei stark steigender Latenz
    X32/M32: Kohärenz für Busse
    dLive: Kohärenz für Busse und interne Inserts
    Wie sieht es bei der Vi aus? QL, CL? GLD und QU?
    Gut, grundsätzlich ist das OT. Vielleicht lassen wir die Diskussion in diesem Thread dann besser oder jemand lagert das aus...

    1. Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Midas Pro-Serie analoge Inserts gänzlich kompensieren kann, weil das Pult nicht wissen kann, was da noch an Latenz neben der eigenen DA/AD-Wandlung dazukommt. (z.B. AD/DA und interne Latenz bei digital arbeitendem Outboard. Analoges Outboard - ja.

    2. AVID hat Möglichkeiten zur Delay Compensation von Plugins. Ich meine, daß das manuell passieren muß. Das finde ich auch sinnvoll bei der offenen Plugin-Architektur.

    3. Die Vi-Serie hat keine Kompensation zwischen Bussen und L/R. Ich meine die klassische Falle Doppelrouting über Busse und direkt auf den Master.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • maarten deboes
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    • 17. Oktober 2015 um 13:14
    • #2

    Hallo,

    Die Mackie DL32R ist sehr gut in das thema:

    Alle outputs ( XLR out, phones, monitor) haben ein fix latency: 1.5ms.
    Auch wenn man etwas doppel routed is alles in phase und coherent. Da ist nicht bei alle digitalpulten so :?

    Kein untersheid ob die EQ's (parametrisch oder 31 band) ein oder aus sind, alles fix 1.5ms.

    Maarten

    SELV - Geluidstechniek
    Aarschotsesteenweg 260
    3012 Wilsele - Leuven (BELGIEN)
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  • wora
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    • 18. Oktober 2015 um 15:06
    • #3
    Zitat von "maarten deboes"

    ...

    Kein untersheid ob die EQ's (parametrisch oder 31 band) ein oder aus sind, alles fix 1.5ms.


    also ich sags mal so: pulte, die beim ansalten eines filterblockes ihre latenz ändern würden, hätte auf den bühnen dieser welt niemals eine chance ;)
    anders ausgedrückt: dieses verhalten ist völlig normal, das machen alle aktuellen pulte so.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 18. Oktober 2015 um 17:10
    • #4

    Die Frage ist ja, was braucht man.

    Ich habe mir schon angewöhnt, bei parallel compression (klassisches Beispiel, kennt jeder) über 2 Stereogruppen zu routen, damit es kohärent wird. Bei der Midas Pro müsste ich das nicht tun. iLive & Co bieten (wer sonst noch) auch die Möglichkeit, direkt im Compressor den Original-Anteil wieder hinzuzufügen.

    Bei Plugins wird es natürlich völlig wild, da könnte eine Kompensation zu völlig irrsinnigen Latenzen führen.

    Dann sind ja auch die Quellen nicht direkt kohärent, teilweise ändern sich die Versätze auch (bewegliche Sänger vor dem Schlagzeug), wie viel bringt also eine volle Kompensation zu welchem Preis? Bei Midas kann man das ja ganz schön beobachten, wie die Latenz in die Höhe geht, je mehr man kompensiert.

    Hier also auch die Frage an alle Interessierten:

    Was genau möchtet ihr kompensiert haben? Diese Frage unter der Prämisse, daß die Kompensation etwas kostet.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • HenrySalayne
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    • 18. Oktober 2015 um 20:47
    • #5
    Zitat von "wora"


    also ich sags mal so: pulte, die beim ansalten eines filterblockes ihre latenz ändern würden, hätte auf den bühnen dieser welt niemals eine chance ;)
    anders ausgedrückt: dieses verhalten ist völlig normal, das machen alle aktuellen pulte so.

    Sag das mal der Midas-Pro-Serie... :D
    http://www.manualslib.com/manual/648241/…s.html?page=295

    Gut, aktuell ist relativ. :lol:

    Hinweis: Alle Fehler in diesem Beitrag sind KI-generiert.

  • marcoboy
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    • 18. Oktober 2015 um 21:15
    • #6

    Diese Aussage Wora teile ich leider nicht. Jeder Analoge Filter erzeugt eine Phasenverschiebung.

    Die Aussage teile ich nur wenn kein Band gezogen wurde. Ansonsten musst du dich den Physikalischen Gegebenheiten beugen.

  • simonstpauli
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    • 18. Oktober 2015 um 22:30
    • #7
    Zitat von "marcoboy"

    Diese Aussage Wora teile ich leider nicht. Jeder Analoge Filter erzeugt eine Phasenverschiebung.

    Die Aussage teile ich nur wenn kein Band gezogen wurde. Ansonsten musst du dich den Physikalischen Gegebenheiten beugen.


    Okay, bei EQs hört es auf. Es gibt ja durchaus auch phasenlineare Filter, bei denen geht die Latenz dann aber durch die Decke, ist dann also selbst für FOH-Anwendungen irgendwann unbrauchbar.

    wora meinte allerdings das ANschalten eines Filterblocks, allein dadurch sollte sich keine Phasenverschiebung ergeben. Und idealerweise auch keine Latenz.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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    Einmal editiert, zuletzt von simonstpauli (19. Oktober 2015 um 09:25)

  • wora
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    • 19. Oktober 2015 um 02:25
    • #8
    Zitat von "marcoboy"

    Diese Aussage Wora teile ich leider nicht. Jeder Analoge Filter erzeugt eine Phasenverschiebung.

    Die Aussage teile ich nur wenn kein Band gezogen wurde. Ansonsten musst du dich den Physikalischen Gegebenheiten beugen.


    die latenz bezieht sich auf den zeitlichen versatz zwischen ein- und ausgang.
    das was du meinst hat mit latenz nichts zu tun, das ist eine phasenverschiebung. und das ist lediglich eine frequenzabhängige laufzeitveränderung.
    die laufzeit des gesamtsignals ändert so eine phasenverschiebung aber nicht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 19. Oktober 2015 um 09:52
    • #9
    Zitat von "wora"


    die latenz bezieht sich auf den zeitlichen versatz zwischen ein- und ausgang.
    das was du meinst hat mit latenz nichts zu tun, das ist eine phasenverschiebung. und das ist lediglich eine frequenzabhängige laufzeitveränderung.
    die laufzeit des gesamtsignals ändert so eine phasenverschiebung aber nicht.


    Das stimmt, allerdings finde ich den Hinweis ganz interessant, weil natürlich eine EQ-Bearbeitung z.B. eines Pfades bei Parallelkompression durchaus dafür sorgen kann, daß Teile des Frequenzspektrums auf dem Master nicht mehr addieren.
    Das ist übrigens dann nicht mehr Teil meines Themas in technischer Hinsicht, wohl aber in der Bedienung. Wie ich ja schon erwähnt habe, nützt eine Kompensation im Pult ja nur in der Hinsicht, als daß sie nicht noch mehr kaputt macht, als sowieso schon an den Quellen versaut ist. Schlagzeug auf Gesangsmikrofonen ist da längst nicht alles, Bass auf Kick, Snare auf Overheads und Toms, Becken auf Toms und Drumvocals (toll, die bewegen sich auch noch und flangen dabei) und so weiter.

    Noch mal die Frage, wo ist eine Delay Compensation überhaupt sinnvoll?

    Ich nehme mal das Beispiel der Busse:
    Natürlich möchte ich, daß alles, was auf den Master geht, gleichzeitig dort ankommt. Busse, die für In-Ear-Monitoring genutzt werden, möchte ich dagegen möglichst schnell aus dem Pult wieder raus haben. Durch das inzwischen teilweise extrem freie Routing haben wir hier einen Interessenskonflikt. Bei der iLive z.B. kann ich eine Gruppe auf einen Aux-Weg schicken. Nur weil die Signale über die Gruppe später am Aux ankommen, möchte ich aber trotzdem die kurze Latenz für direkt aus Kanälen kommende Signale. Wenn der Aux-Weg ein Effektweg ist, möchte ich eher kompensieren. In der Art, wie Midas das wohl gelöst hat, funktioniert das nicht, es sei denn, man legt die Kanäle mehrfach an. An sich bräuchte man Kompensationsdelays in der Routing Matrix, dann natürlich x-mal so viele.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
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  • wora
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    • 19. Oktober 2015 um 13:21
    • #10
    Zitat

    Noch mal die Frage, wo ist eine Delay Compensation überhaupt sinnvoll?


    eigentlich nur da, wo ein signal innerhalb des pultsystems über verschiedene wege geroutet wird, um am ende wieder auf einen ausgang zusammengemischt zu werden.
    oder natürlich, wenn ein signal zuätzlich über externe geräte läuft.
    also z.b. beim thema "parallelkompression".

    den ansatz, ein signal über zwei subgruppen zu schicken, eine davon mit EQ zu bearbeiten und sie zum schluss wieder auf den master zu mischen, verstehe ich ehrlich gesagt nicht.


    ich habe mir übrigens gleich zu anfang der "digital-ära" angewöhnt, doppelroutings strikt zu vermeiden. und damit stellt sich das problem dann überhaupt nicht mehr.
    die latenzen auf den verschiedenen bus-arten meiner iLive sind mir damit schlicht egal. wichtig ist mir, wie bereits von simonstpauli angesprochen, dass die auxwege eine möglichst kurze latenzzeit aufweisen. das hat sich duchaus bewährt. parallelkompression kann ich in meinem aktuellen pult ja trotzdem machen, den entwicklungsingenieuren sei hiermit mal wieder ausdrücklich mein dank ausgesprochen ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • wora
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    • 19. Oktober 2015 um 13:29
    • #11
    Zitat von "HenrySalayne"

    Sag das mal der Midas-Pro-Serie... :D
    http://www.manualslib.com/manual/648241/…s.html?page=295

    Gut, aktuell ist relativ. :lol:


    na ja, die ingenieure von Midas haben ja mit der latenzkompensation immerhin eine lösung für dieses problem parat.
    dann ist doch alles wieder in ordnung.

    kleiner hinweis:
    bei der neuen dLive benötigt man eine delaycompensation nur dann, wenn man externe geräte insertet. alles was intern passiert ist automatisch immer zeitgleich mit extrem geringer latenz (0,6ms)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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