Also tthorsten, auch wenn ich nicht glaube, dass ich deine Antwort vom Sinn her verstehen werde, doch kurz der physikalische Hintergrund.
Kombiniert man einen Monopol (Strahler 0. Ordnung) und einen Dipol (Strahler 1. Ordnung) so bekommt man eine Strahleranordnung, die je nach Amplitudenverhältnis und Phasenlage der beiden Strahler zueinander sehr unterschiedliche Richtdiagrammeergeben kann. Bei der für die Praxis besonders wichtigen Kombination dieser Art, bei der die Schallabstrahlung durch die beidne Elementarstrhaler i Richtung theta=0° amplituden- und phasengleich und in teta=180° amplitudengleich aber gegenphasig erfolgt, hat das Richtdiagramm in Form einer Niere oder Kardiode. Der Richtungsfaktoer eines Kardiodenstahlers ist durch die Beziehung
Großgamma=(1+cos (theta))/2
gegeben. Die Schallabstrahlung erfolg dabei im wesentlichen nach einer Seite (anm: gemeint ist hier, nach vorn.)
Zitat aus Frank Werner Albrecht, Beschallungstechnik
Ausserdem kann man eine ausgeprägte Richtcharakteristik durch einen Fließwiderstand in der Rückwand des Gehäuses herbeiführen. Hier kannst du nachlesen, wie das bei Profimonitoren gemacht wird.
Das Richtdiagramm braucht ja wohl nichtmehr erklärt zu werden.
Auch wenn ihr lieber wieder Seitenweise am Thema vorbeiredet, genau so gehts. Die Möglichkeit durch einen unendlichen Flächenstrahler ist auch gegeben, wie wir alle wissen. die Probleme sind aber hinreichend bekannt und auch ein Sub der groß gegen die Wellenlänge ist (20x20 Meter Abmessungen) strahlt noch nicht vollkommen gerichtet ab.
Erschwerend kommt hinzu, dass die Nachhallzeit AUCH im Bassbereich im Raum sehr klein sein muss. Es müssen Bassfallen her, sonst bringt die gerichtete Abstrahlung garnix, weil die Eigenschwingungen des Raumes (nicht die moden, die eigenschwingungen!!) den ganzen Spaß zunichte machen und die ganze Kiste trotzdem nach aussen Schall abstrahlt. Er muss also schon innerhalb des Gebäudes sobald er am Ohr der Hörer vorbei ist in Wärme umgewandelt werden, bevor er zum Nachbarn gelangt.
MfG, farad