Mal das Horn bestückt mit dem RCF L12P110K betrachten:
--> sehr große Rückkammer (80 Liter): unterhalb der Horngrenzfrequenz von so ca. 150 Hz wird der Treiber nicht mehr durch das Horn belastet und der Hub kann X-damage erreichen.
--> kleinere Rückkammer (20 Liter): der Hub wird nun bei tiefen Frequenzen <100 Hz schon deutlich begrenzt, aber viel interessanter --> im Bereich bis 160 Hz steigt der Hub sogar an !
--> sehr kleine Rückkammer (9 Liter): Hub liegt nun auch bei sehr tiefen Frequenzen unter X-damage. Der Hub ist nun im Bereich 100 bis 250 Hz nochmals angestiegen !
Erklärung: die Resonanzfrequenz liegt nun bei ca. 100 Hz. Dies führt im Bereich zwischen 100 und 250 Hz zu einer Anhebung des Hubes. Solange mann das nicht übertreibt und die Resonanzfrequenz IN den Übertragungsbereich des Horns verschiebt (noch kleinere Rückkammer) ist das auch infolge der großen Dämpfung durch das Horn nicht schädlich für die Impulsantwort. Im Gegenteil, mann kann diesen Effekt zur optimalen Abstimmung des Treibers an das Horn verwenden und erhält dazu noch einen sicheren (weil passiven) Schutz gegen zuviel Auslenkung des Treibers (den Versuch nun am unteren Übertragungsbereichsende des Horns zu eq-en sollte mann allerdings tunlichst unterlassen, das gibt sofort ein Desaster
).
Bei Bass-Hörnern sind die Verhältnisse oft deutlich anders, hier liegt die Resonanz (oft gewollt) innerhalb oder sogar oberhalb des Übertragungsbereiches.
Gruß SRAM