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  2. Hörnli

Beiträge von Hörnli

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 26. Februar 2009 um 20:32

    Moin,

    das sind zumindest Chassis aktuellster Bauart eines Herstellers der ein durchweg hochwertiges Sortiment hat. Will heißen, ich habe diese Typen nicht getestet, dafür andere 18S, hochstehende Ware.

    Um es mal milde auszudrücken, der Klang von BR wird stark von Gehäuse- und Portgeometrien beeinflusst, die Tuningfrequenz selbst ist nur ein kleiner Teil des Klangeindrucks. Darum wird soviel über diese oder jene Konstruktion diskutiert, es ist nicht die Tuningfrequenz allein. Ein weiterer maßgeblicher Teil ist die Betriebsweise.
    Wer unbedingt den Klangeindruck "kräftig beheizter" BRs haben möchte sollte nicht mit endloser Lebensdauer rechnen. Vor allem in dieser Betriebsweise spielt das Klirrverhalten des Chassis beim Klang mit, ist also Geschmacksache ob dieses oder jenes Chassis schöner klirrt. Wir werdens erfahren wie lange sie Deinen dBdrag überleben.

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 15. Februar 2009 um 18:21
    Zitat von "Jonnytrance"


    Daruber hab ich mit meinen Kollegen lange diskutiert. Also, Fakt ist, ein Lowcut erhöht nunmal die GD, je steiler, dasto mehr (auch unterschiedliche Filterarten verhalten sich anderst). Da waren wir alle einig. Aber ob GD auch das Chassis mehr belastet (mechanisch) gingen die Meinungen auseinander, aber immer hin in Richtung ja, belastet mehr.
    Bum...Bum...Bum ist leichter für Chassie reproduzieren als Buuum.Buuum.Buuum


    Stimmt, so eindeutig ist das nicht. zunächst darf man natürlich diskutieren, welche Signalverläufe einen Lautsprecher mehr belasten. Signalverläufe, die großen Maximalhub fordern, aber zeitlich kurz sind, oder Signalverläufe die weniger Hub fordern, dafür länger. Ginge es hier nicht um die gleichzeitige Beurteilung von "Filterfolgen" wäre die Antwort einfach. Solange es einfach nur ein Lowcut ist bleibt es einfach, gleichzeitig mit der Erhöhung des Groupdelay reduziert er ja den Pegel, wie soll also der Lautsprecher höher belastet werden?
    Also müssten wir eine experimentelle praxisferne Situation schaffen um das Groupdelay isoliert betrachten zu können. Das wäre mit zwei Filtern in Reihe möglich, der Lowcut, und dann ein Lowboost, zweimal filtern, dafür mit der halben Steilheit für gleiches Groupdelay bei gleichbleibendem Verstärkungsfaktor. Bei stationärem Sinus ändert sich nun nichts für den Lautsprecher, was ist mit Impulsen? Die Energie bleibt wohl gleich, es ändert sich die zeitliche Verteilung der Energie. Ich behaupte nun, daß man dann mit impulsiver Musik höhere Pegel fahren könnte, solange sie nicht aus langezogenen Tönen mit flachen Hüllkurven besteht, an deren Hüllkurve das Groupdelay näherungsweise nichts ändert. Bei realer Musik ist diese Betrachtung eher überflüssig, denn die ultralangen Tonereignisse sind modern geworden... . Musikproduzenten arbeiten an der Aufgabe innerhalb 0dBfs mehr Energie unterzubringen, was für die Lautsprecherwiedergabe gleichzeitig bedeutet, mehr Energie innerhalb der Hubgrenze wiedergeben zu können. Wenn es DC-Displacement nicht gäbe wären alle glücklich, denn ohne DC-Displacement würden beide Schwingspulenübergänge überleben.


    Spannend finde ich, daß David McBean in Hornresp nur die einzig zulässige Ableitung des Groupdelay implementiert hat, und auf unzulässige Ableitungen verzichtet. Solange in allen Meßsystemen die Impulsantwort unzulässig abgeleitet wird wirds niemand merken... Abyssus abyssum invocat!

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 13. Februar 2009 um 08:10

    Moin,

    Zitat von "Jonnytrance"

    Da die tiefe Signale deutlich leiser sind als Nutzbasssignal...

    stimmt, nach aller Erfahrung für 99,9% der Titel, doch was ist, wenn ausgerechnet dieser 0,1%Titel der letzte vor kaputten Subs ist? Dann darf man ja nicht die Rechnung ohne DJ machen, der kann ja völlig problemlos bis zum Stillstand... ...also sicher? Oder 99,9%?
    Daß ein Groupdelay die Belastung für Lautsprecher vergrößert sehe ich nicht so, die Energie verlagert sich ja von der Spitze in die Breite... . Zudem ist ja mit dem Resonator schon ein Filter mit extremer Güte am Werk, da macht der steile Lowcut den Kohl auch nicht fett.

    sabbelbacke: Hornresp(.) ;) unter Gates läuft natürlich schon jahrelang, doch damals war Wine noch etwas zickig. Und auch jetzt hats nur mit Änderungen in der Wine User Registry geklappt.

    Daß sich so wenige Programme eine normale logarithmische, oder ISO-Skalierung leisten, mir platzt das Auge. Trotzdem, welches Programm ist das?

    @ Heini: denn mal viel Glück ;)

    Warum kommentiert denn Keiner das von Hornresp gezeigte Groupdelay?

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 12. Februar 2009 um 18:43

    Moin,

    Zitat von "SRAM"

    Stimmt :D , mach ich auch mit Vorliebe, insbesondere die life-Version mit dem bisher nie mehr überbotenen drum-solo.......

    gehässig Modus an: so totkomprimierte Schalldruckerzeugung (Musik möcht ichs nicht nennen) ist die Wiedergabe auch nicht wert :evil:
    Gruß SRAM


    Diese Antwort habe ich natürlich provoziert, um auch meine Anmerkung dazu loszuwerden. In meinem Freundeskreis gibt es Leute, die ich keinesfalls eines schlechten Musikgeschmacks bezichtigen würde. Nicht alle sind in der heute "gute alte Zeit" genannten Epoche hängengeblieben, und haben durchaus Titel aus neuerer Zeit in der Sammlung, die in gleicher weise wie das Beispiel DC-Displacement provozieren. Nun kommt es vor, daß auf diesen Parties Technik von mir steht und diese Titel in durchaus künstlerisch schlüssigen Mixes vorkommen. Da nützt alles lamentieren über kulturelle Entwicklungen nichts, wenn die Spule an die Polplatte knallt, weil eine Lautsprecherkonstruktion "von gestern" ist. Zudem habe ich äußersten Respekt vor Musikproduzenten, die in genialer Weise die technischen Limits des zur Verfügung stehenden Datenträgers nutzen, das war schließlich schon zur Zeit schwarzen PVCs eine hohe Kunst. Auch damals gab es genügend Beispiele furchterregend inkompetent geschnittener Platten, und noch mehr schlimme Musik. Da braucht man nur die alten Jungs vom Radio zu fragen, was für ein K(r)ampf das war den ganzen Dreck sendefähig zu bearbeiten.

    Das ist jetzt nur scheinbar off Topic, denn genau diesen Kampf fechten heute DJ und Systemengineer und es ist eine wirkliche Aufgabe eine mit Liebe und Verstand zusammengestellte Musiksammlung beschallungsfähig zu bearbeiten, womit ich bei Controllersetups ankomme.

    1) DC-Displacement: Auch Heini hat Subs der unglücklichen Kombination von Singlespidercassis in BR, hier hilft nur erhebliches Derating, aber dadurch wird nur die Standzeit erhöht, das Problem bleibt!
    2) Hub: wegen 1) definitiv höchstens (Hvc-Hg)/2 möglich: Limiter auf zu messende maximale Scheitelspannung von 52,92*1,41=75V_s einstellen. Wichtig: dadurch wird wegen 1) lediglich die Standzeit erhöht!
    Ein Lowcut ist nur dann sicher, wenn er zusammen mit dem Limiter jede Überschreitung von (Hvc-Hg)/2 unmöglich macht. 12 dB/oct@40Hz bei 48Hz Tuning, dazu noch vor dem Limiter ist keinesfalls sicher!
    3 Schwingspulentemperatur: Singlespider in BR, die sterben NIE an Schwingspulenglühen ;) immer mechanisch...

    Die definitiv sicherste und von der Leistungsausnutzung effektivste Variante ist, die Subs nach Überprüfung der ClipLEDs (zuverlässig rechtzeitig?) händisch an 450W@8ohm mit niemals blinkenden ClipLEDS zu fahren.

    Was die Erhöhung des Tunings bei gleichzeitiger Vorliebe für 40 Hz-Töne soll muß ich nicht begreifen, oder?

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 12. Februar 2009 um 06:16

    Moin,

    Das weiß ja kein Mensch, was ein Controller da sensed. Ich schätze mal Peak Voltage, dann mit 0,707 multipliziert für Pseudo RMS. Für die Einstellung mit Voltmeter statt Lautsprecher am Amp braucht man also Sinussignal. Hornresponse gibt RMS, also darf der Voltmeter nicht über die mit Hornresponse ermittelte RMS-Spannung gehen.

    Besser wäre ein Oszilloskop anzuschließen, doch Vorsicht, die Oszimasse ist Netz-PE (Masse) verbunden. Also Zweistrahler oder Differenztastkopf. Die abgelesene Spitzenspannung darf dann nicht über das 1,41-fache des simulierten RMS-Wertes gehen. So klappt es dann nicht nur mit Sinus, sondern auch mit Musik.

    Ah, Hornresponse und Leistung, per Doppelklick 350 Watt an nominalen 8 Ohm eingegeben, der Lautsprecher "zieht" aber real mehr, 5,7ohm minimale Impedanz... ...soviel zum Thema stabile Endstufen...

    Ich habe mal den RCF-Prospekt eingegeben, mit unabhängigen Meßwerten geht er mit den 52.92V RMS "nur" bis genau 7,5mm @ 60 Hz ;)

    Wenn man die Hubexplosion unter Tuning mit einem sicher angelegten 24dB/oct Lowcut in den Griff bekommen will kann man auch gleich geschlossen bauen, so vom SPL-Verlauf betrachtet, mit 12dB/oct sowieso. Zudem sollte man wissen wo der Lowcutfilter seine Filteresonanz hat, aber die ist garnichts im Vergleich zu einem Helmholtz-Resonator mit einer Güte nicht unter 10 :grin:

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 12. Februar 2009 um 05:55

    Endlich, Hornresponse unter Linux:


    grrrrr, "imagedreck" aber immerhin kann man sie jetzt vergrößert betrachten, dank Link-Modifikation

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 12. Februar 2009 um 01:19

    Moin,

    konsequent über 7,5mm, und das bei einem Programm, das mit grob geschätzten Verlustfaktoren arbeitet... ...ok ist ja nicht mein Knick
    Weiterhin fällt auf, daß dieses Programm offenbar nicht nicht von spannungsangepasstem Lautsprecherbetrieb ausgeht, das ist jedoch die Regel.
    Wenn ich bei 100km/h die Hand aus dem Autofenster halte höre ich das Wind deutlich(st) aus dem Lärm des offenen Fensters selbst heraus ;) .

    SRAM: Peaks im Bassbereich gibts heutzutage nicht mehr, höre/siehe Link. Was 800 Watt peak, 400 Watt thermisch früher bedeuteten, wo die Basstrommel noch altmodisch im Bassbereich peakte, und dabei weder das Netzteil vollständig entladen wurde noch DC-Displacement entstehen konnte, das ist heute weder vermittelbar, noch übertragbar. Gerade Sinusfrequenzen mit sehr flachen Hüllkurven, wie in diesem Titel zu erleben, ausgesteuert bis 0dBfs... ...mich wundert es nicht wenn die Erfahrungen der alten Hasen und deren Leistungsangaben auf realen heutigen Parties zu zerstörten Lautsprechern führen. Radar Love kann man sicher mit 1kW am Clip fahren. den verlinkten Titel allenfalls mit 400 Watt, Peak! ;)

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 11. Februar 2009 um 17:44

    Moin,

    das Gehäuse ist BR, das Problem, neben dem Betrieb über der Grenze, ist DC-Displacement. Ich habe den verlinkten Titel (Danke! guter Testtrack ;) ) über meine Fostex selfpowered Nahfeldmonis angehört, und der Bassmembran zugeschaut. Der Titel enthält einen erheblichen Anteil an Sinustönen, fast keine Impulse, jedenfalls nicht im Subbereich. Beim hohen Basston zeigen die Fostex, auch gewöhnliche BR, sichtbar DC-Displacement nach vorne. Ich vermute mal, daß auch bei Deinen RCF die unvermeidliche DC-Kraft nach vorne wirkt und dadurch der Knick umklappt.

    Was mit Deinen Kappa LFs passiert ist habe ich hier:

    http://www.pa-forum.de/phpBB/viewtopic.php?t=35788&sid=00ae447f837d559075e63f1caf7e6c1e (Gooogle findets, die Forensuche nicht ;) )

    "Voice Coil DC-Displacement Followed Collapse"

    genannt. Interessant ist die dort (Seite 2) zu findende Tabelle meines Versuchs:



    Das, schätze ich, ist mit den Kappas passiert, denn bei 290Watt geht der unter "normalen" Umständen eher nicht an die Platte.

    Das Gehäuse ist eine BR, und bleibt auch mit anderem Tuning eine BR. Es gibt viele Möglichkeiten eine Box zu kastrieren, ausgefuxtes Limiting ist nur eine davon. Die Musik leidet weniger, wenn man schlicht in Versuchen ermittelt welcher Pegel innerhalb von (Hvc-Hg)/2 möglich ist, und diesen händisch am Fader einhält. Bei diesen Versuchen ist es sinnvoll nach DC-bedingt wandernden Schwingungsmittelpunkten zu schauen. ...oder eben gleich Doppelspider-Chassis einzusetzen. Doch Vorsicht, auch diese Chassis halten nicht ewig, wenn schon der Basispegel von der progressiven Einspannung begrenzt wird! Das bedeutet man sollte zur Festlegung des Pegels auch eine Simulation mit Hornrespone heranziehen, und den Pegel nach (Hvc-Hg)/2 festlegen. Hornresponse ist sehr genau, wenn man Mms und BL selbst direkt misst, und nicht den Unsinn aus den Datenblättern eingibt.

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 10. Februar 2009 um 17:47
    Zitat von "Heini"

    der amp soll eigentlich sowieso an die tops.

    bin noch auf der suche nach ner neuen endstufe. dachte erst an ne Solution², die ist dann ja aber auch zu groß. was mir auch gefällt ist ne Camco DL 3000 für 4 chassis (2x 4ohm).
    Crown MA 5000vz hatte ich schon dran, der klang war richtig gut!1


    die einstellungen sollten schon alle am controller gemacht werden, bedenkt bitte ich bin nur HKS! (edit: dafür hab ich mir ja extra nen controller gekauft das ich alles mit EINEM gerät machen kann :wink: )2

    das mit dem Hub hab ich so genau natürlich nicht gemessen, aber auch unter dem Strobo sind keine extremen hübe sichtbar. ich weiß jetzt nicht in wie weit das aussagekräftig ist...3

    aber schon mal vielen dank für eure hilfe... das mitm basteln lasse ich noch erstmal, evtl hole ich mir gleich neue und schick die zurück.4

    Alles anzeigen

    1 Gegen stabileres Amping spricht nichts, auch wenn die 450W die Deine Yamahas an 8ohm können ausreichen, um den Hub auszuschöpfen. Könnte sogar sein, daß der Onboardlimiter mehr kann als jeder Controller. Er könnte den Ladezustand des Netzteiles kennen, bzw. nach Klirr limiten, das kann ein Controller nicht. Falls Du Endstufen kaufst sollte ein Lowcut on Board sein.

    2 Glaube mir, genau dafür habe ich meinen auch gekauft, aber zusammen mit Endstufen ohne Lowcut klappt die sichere Hubbegrenzung für BR nicht. Dafür ist auch bei mir die Reihenfolge von Lowcut und Limiter falsch. Der günstigste Controller der das kann kommt von Rane, und der kann sogar vorrausschauend limiten. Das ist eigentlich nötig, weil sonst zumindest die erste Halbwelle "durchgeht". Gerade weil er alles kann ist er "etwas anspruchsvoll" beim Programmieraufwand.

    3 Du wirst jetzt sicher vorsichtiger sein. Übrigens hilft auch eine Simulation mit Hornresponse, um zu erkennen, daß kaum mehr als 300 Watt gehen.

    4 jedenfalls würde ich die so nicht mehr betreiben, wenn der Knick erst mal gerissen ist wird es ungleich schwieriger.

    Grüße


    @Jonnytrance: so sehe ich das auch.
    ...Der eine Millimeter erhöht auf mindestens 301Watt :wink:

  • Selbstbau ohne viel werkzeug ?

    • Hörnli
    • 10. Februar 2009 um 02:43

    Moin,

    grobe Holzraspel, flach/halbrund, ich habe früher alle Radien, und auch Butterflygriffe damit gemacht.
    Im Sommer arbeitet es sich gut vorm Haus. ;)

    Grüße

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 10. Februar 2009 um 02:16
    Zitat von "Heini"


    das sollte soviel heißen wie: mit den augen nichts außergewöhnliches sichtbar, die vom subwoofer am besten wiedergegebene Frequenz liegt um die 45Hz (!!!unabhänig vom sichtbaren hub!!!)/quote]

    Mit dem Hingucken ist das so eine Sache, Zum einen braucht man sehr helles Licht, zusätzlich eine helle Markierung, und weil man ja so nicht direkt messen kann Augenmaß und einen genauen Vergleich, zum Beispiel mit einem Lineal, oder mit einen genau nach 2*(Hvc-Hg)/2 zugeschnittenen Papierschnipsel. Was man so ganz schlecht sieht ist DC-Displacement. Mit einem befestigten Laserpointer, der auf eine kleine, parallel zum Hub angeklebte Skale strahlt geht auch das.

    Und jetzt erzähle mir bitte nicht, daß Du sicher bist, daß der 200AK immer sauber beidseitig von der Ruhelage, also auch ohne DC-Displacement am Werk war. So betrieben schafft der 200AK tausende Betriebsstunden.

    Daß eine BR auf der Tuningfrequenz am meisten Bumm macht ist nicht neu. Daß der beliebte Boooost auf der Tuningfrequenz nicht nur den Lowcut, sondern auch das Hubverhalten beim oberen Hubmaximum beeinflußt ist Dir sicher klar.

    Zitat von "Heini"


    Ich schwanke noch zwischen zwei herstellern die den 200AK in bekanteren Konstrukten verbauen.

    Beide keine eigenen Controllerendstufen - bisher 0 Punkte

    Zitat von "Heini"


    edit:


    also heißt das, das der 200ak die 800watt nur elektrisch abkann, jedoch mechhanisch damit völlig überlastet ist -> zu viel hub...
    was ich aber noch nicht verstehe ist, warum wird bei jeder kaufempfehlung gesagt, dass man immer so 20-25% mehr endstufen leistung haben sollte als die Lautsprecher abkönnen?!?!


    So ein Chassis mit klassischem Aufbau geht halt noch richtig kaputt, die modernen mit Doppelspider klingen länger kaputt bis sie dann auch irgendwann kaputt sind. Da sind nicht erst seit heute alle Bass-15"er ähnlich. Um 6,5mm (Hvc-Hg)/2 bedeutet etwa 300 Watt. Solange Endstufen im bombensicheren Impedanzbereich betrieben werden (bei praktisch allen Endstufen sind das nominal 8ohm Lautsprecherlast) und es um hubintensive Anwendungen geht, ist meiner Ansicht nach die totale overamping-Empfehlung Unsinn. Eine Endstufe, die lässig spielt braucht keine Reserve.
    In Deinem Fall brauchts die Reserve für die Endstufe selbst, weil Du sehr niedrige Impedanz fährst. Und trotzdem bin ich sicher, daß Deine Endstufen in die komplexe Last überfahrener Lautsprecher nichteinmal 1600W Brücke@4ohm sicher schaffen.


    Lösungen, damit nicht nur gemeckert ist ;-):

    Die Chassis flickst Du, z.B. mit kleinen Papierstückchen, die Du mit D3 Holzleim (Laminatleim) von hinten über den Knick tapezierst. 1 cm Tapetenbreite über den Knick reicht. Suche ein Papier, welches naß sehr weich wird, und verdünne den Leim etwas. Übe auf einem Stück Pappe. Da der Knick von vorne betrachtet genau am Rand der Sickenüberlappung liegt und vielleicht schon dauerhaft verbogen ist, kannst Du eventuell was Schweres (Zuckertüte?) auf die Dustcap legen, damit der Knick sich etwas geradezieht, und dann zuerst vorne sehr sparsam schmal etwas Leim drüberpinseln. Gut trocknen lassen!

    Während das zuende trocknet änderst Du Deine Verkabelung, jeder Kanal ein 15", keinen Brückenwahnsinn in 4ohm mehr. Bisher hattest Du viel unsichere Leistung an deinen 200AKs, zukünftig hast Du ausreichend sichere Leistung an Deinen 200AKs.

    Grüße


    EDIT: Deine Endstufen haben Onboardlimiter, nutzt Du die?

    EDIT 2: " 1kHz 20ms nonclip " steht im Yamaha Datenblatt zur Leistungsangabe im Brückenbetrieb an 4ohm :roll:

  • Risse in Sickenbeschichtung bei RCF

    • Hörnli
    • 9. Februar 2009 um 21:06

    Moin,

    schöne Grafik ;)

    Zitat von "hell&dunkel"

    Ich bin ganz sicher nicht der Selbstbaugott, aber 1kW kann dann doch etwas viel sein für eine solche "alte" Pappe.
    Wie lange gibt´s den L15 P200 AK schon? Damit wollte ich mir vor fragmichnicht wievielen Jahren schon Bässe bauen.

    Der ist schon ganz ok, aber hat noch keine Doppelspider. Stattdessen ist die Notbremse in die Sicke eingebaut. Das hat zunächst zu sichtbaren Ermüdungen der Sicke geführt, jetzt hat eben auch noch die Membrankante aufgegeben.

    Zitat von "Heini"

    die 1kw sind ja nur maximal verfügbar, der limiter macht ja vorher dicht, und die pappe ist mit 800watt RMS angegeben, also genau +25% wie es sein soll :wink:

    welch naive Ahnungslosigkeit

    Mit diesem "Failure Mode" gingen überfahrene Chassis der meisten Hersteller schon vor 30 Jahren kaputt. Erst jetzt, mit großen Durchmessern der Spulen (lange Klebenaht) und stabilen Doppelspidern kann man den größten Teil der Aufhängungsfeder an die (hoffentlich ;) ) stabilste Stelle des Chassis "verlegen". Übertriebenes Amping wird so gleich an der Quelle, dem Schwingspulenträger, in Klirr umgewandelt. Diesen Klirr strahlt dann die von anderen Aufgaben befreite Membran klaglos ab.

    Der 200AK ist ein Auslaufmodell, ersetzt durch extra für Deine Einsatzwünsche (dB-Drag ;) ) gebaute Doppelspiderchassis.

    Zitat von "Thomas"

    Kann auch im Bereich 60-70 Hz sein, in welchem der Port auch nicht hubbegrenzend wirkt.

    Endlich, bisher musste immer ich das schreiben ;) . Ausgerechnet dort ist extrem viel los in der Musik...

    Zitat von "Jonnytrance"

    Nicht dem Magen trauen, sondern Augen :wink:
    Nach Auslenkung schauen.

    Endlich, auch das muß ich nicht mehr schreiben ;)

    Mal sehen wie oft ich das noch schreiben muß ;) :
    Wir betrachten uns die Flankensteilheit der Hubzunahme unterhalb der Tuningfrequenz, wie steil ist die?
    Wir schauen ins Blockdiagramm des Controllers, in welcher Reihenfolge liegen Limiter und Lowcutfilter?
    Wir stellen nun einen Lowcutfilter ein, dessen Frequenz und Flankensteilheit ausreichen, um den Hub unter dem Tuning auf den gleichen Wert zu bringen, den der Lautsprecher am Hubmaximum über dem Tuning auch erreicht. welche Flankensteilheit brauchen wir dafür?
    Nun stellen wir den Limiter ein, statt Lautsprecher ein Oszilloskop am Endstufenausgang - die EINZIGE Möglichkeit auch Spannungsspitzen (Regelzeiten!) richtig zu messen.
    Der Limiter ist nun auf eine Spannung eingestellt, die eine Hubüberschreitung zuverlässig verhindert?

    Wie war nochmal das Blockdiagramm des Controllers?

    Warum ist keiner der hier im Forum besprochenen Controller zum sicheren Betrieb von Bassreflexbässen geeignet?
    Welches Feature muß eine Endstufe zwingend haben, damit es trotzdem möglich ist?

    Nein, ich meine nicht den Warnaufkleber: "Achten sie auf den Hub der angeschlossenen Lautsprecher" ;)

    Was auch immer man unternimmt, man wird nicht mehr Schall aus einem Lautsprecher rausbekommen als der Hub (Hvc-Hg)/2 zulässt. Auch für Heini`s 15" BRs liegt die Grenze bei etwa 300 Watt. Auch mit modernster Technik, selbst dann wenn richtig angewandt, ist es nicht möglich das zu ändern. Immerhin halten die heutigen Doppelspiderchassis erstmalig diesen Betrieb über viele Betriebstunden aus. Selbst einem namhaften deutschen Hersteller mit ausgefuxten Controllerendstufen ist das mit dem 200AK nicht gelungen. Es gibt ja noch das DC-Displacement... und bevor ich jetzt einen weiteren Aufsatz schreibe warum CB viel besser ist...

    Grüße

  • Chassis schnarrt/surrt

    • Hörnli
    • 30. Januar 2009 um 13:01

    Moin,

    Zitat von "Jonnytrance"


    Hast du auch mit Lowcut 40Hz BW12 simuliert?


    Du mit Deinem Lowcut ;)

    Das Hubmaximum liegt BR- typisch mitten im Nutzbereich, zwischen 60 und 70Hz, Darunter das Hubminimum bei der Tuningfrequenz irgendwo um 47 Hz... ...und dann erst kommt Dein Lowcut.

    Die Güte eines Helmholtzresonators liegt zwischen 10 und 20, das ist dermaßen schmalbandig, daß eine gewinnbringende Hubreduktion kaum über +-5Hz an der Tuningfrequenz hinausgeht. Hornresponse zeigt auch das dazu passende Groupdelay :shock:

    Grüße

  • Chassis schnarrt/surrt

    • Hörnli
    • 29. Januar 2009 um 20:26

    Moin,

    nochmal ;) : über die sinnvolle Endstufenleistung entscheidet der Hub, den das Chassis im Gehäuse machen will, NICHT die Angabe im Datenblatt. Da ich natürlich Deinen Bass nicht hier habe, und so kein Fitzelchen Aluminium... ...aber ich habe ja Hornresponse, den Speakerstore- Plan und das Chassis Datenblatt. Ergebniss zur Endstufenwahl: schon bei 300Watt bezogen auf 8ohm überschreitet Dein Chassis in Deinem Gehäuse (Hvc-Hg)/2 um einen Millimeter. Wo willst Du also mit 600Watt hin? Sicher, wenn das 600 Watt einer guten Endstufe wären, und Du eine Weiche mit guten Limitern hättest - aber Geld wächst nicht auf Bäumen, und schon garnicht auf den Bäumen in Deinem Garten. Die Bässe an einer günstigen gebrückten Endstufe zu quälen, zudem ohne Limiter, führt jedenfalls sicher zu kaputten Chassis, hattest Du das nicht gerade?

    Empfehlung: Schaffe Dir eine Endstufe mit 300-400Watt je Kanal an 8 Ohm an. Dann pegelst Du die Anlage, daß die Anzeige am Mischpult, zum Beispiel die erste rote LED, genau gleichzeitig mit der ClipLED an der Endstufe aufblinkt. Dann ist die Grenze während der Arbeit gut zu sehen, und die Lautsprecher fliegen Dir nicht sofort bei der ersten Überschreitung um die Ohren. Das ist die Betriebsweise, mit der ich meine Anlagen früher betrieben habe, und über Jahre keine Chassisausfälle hatte. Jeder meiner Versuche mehr aus Basslautsprechern rauszuholen, mit großen Endstufen, und Limitern, und, und, ging schief. (Hvc-Hg)/2 setzt die Grenze, und diese Grenze ist auch mit Limitern und Hightech nicht sicherzustellen, gegen DAU- Vorsätze. Der günstigste Weg ist, und bleibt die sorgfältige Beachtung der Clip- LEDs (wer mehr als 3 mal blinkert in 3:30 will zerstören) und zum Hub passende Endstufenleistungen im superstabilen 8ohm Betrieb. Das ist um so richtiger wie sich die Produktionstechnik heutiger Musiktitel gewandelt hat.

    Wenn Dir dann die Bassleistung nicht ausreicht investiere das Geld lieber in 2 weitere Bässe, 4 ohm Betrieb geht bei den meisten Endstufen gerade noch, und mit der akustischen Kopplung zweier Bässe vervielfacht sich der Output.

    Grüße

  • Chassis schnarrt/surrt

    • Hörnli
    • 29. Januar 2009 um 15:19

    Moin,

    Zitat von "Nike"

    Zur Erklärung der Endstufenfrage: Es soll eine gebrückte Endstufe wahlweise einen oder auch beide Bässe antrieben können. (mehr sitzt wohl derzeit vom Buget nicht drin)
    Die Anlage wird nicht nur von mir bedient und sollte daher DAU Sicher verpackt sein.

    Die wenigsten Endstufen laufen wirklich gut in Brücke an 4 Ohm Last (zwei Lautsprecher), und sind dann auch teuer. Die Endstufe überlebt das meistens, nur der Lautsprecher nicht. Da würde ich eher eine Günstige mit sinnvoller Kanal-Leistung an 8 Ohm anschaffen und an einem Kanal jeweils nur einen Lautsprecher betreiben.

    Zitat von "Nike"

    DAU

    dagegen ist kein Kraut gewachsen, die Zerstörungsgewalt von DAUs schafft alles kaputtzubekommen. Was für eine Weiche benutzt Du?

    Grüße

  • Chassis schnarrt/surrt

    • Hörnli
    • 27. Januar 2009 um 18:05

    Moin,

    eisige Temperaturen führen natürlich zu einer Versprödung ansonsten elastischer Materialien, und somit leichter zum Bruch. Mich wundert nur, daß das trotz verschiedener Herkunft bei Beiden aufgetreten ist. Schau`mal in die Daten, von einem Betrieb über (Hvc-Hg)/2 ist bei jedem Chassis abzuraten, ich empfehle bei Belastungsversuchen immer darauf zu achten. Der tatsächliche Hub ist bei gutem Licht und weißem Klebebandmarker auf der Membrane gut sichtbar und entscheidet über die mögliche Betriebs-Einstellung der Pegel und Frequenzen von Weiche und Lowcut.

    Grüße

  • Chassis schnarrt/surrt

    • Hörnli
    • 27. Januar 2009 um 13:57

    Moin,

    wenn zwei gleiche Chassis unterschiedlicher Historie das gleiche Geräusch machen liegt das Problem davor (Weiche, Endstufe). Oder beide Chassis sind dermaßen durchgespielt, daß sie wegen völliger Verschiebung der Nullage tatsächlich anschlagen. (DC)

    Grüße

  • Kappa 15 LF im SK-Gratishorn

    • Hörnli
    • 2. Januar 2009 um 14:53

    Moin,

    so richtig glücklich wirst Du mit einem einzelnen Versuchshorn eher nicht, das hat mit dem KappaLF und dem Gratishorn erstmal nichts zu tun. Hörner werden erst mit entsprechender Mundfläche richtig gut, also dann, wenn Du davon mehrere stapelst. Dann allerdings dürften Deine KappaLF im Gratishorn mehr Spaß als in BR machen. Ein solches Horn einzeln hat aber dennoch den Vorteil im oberen Bassbereich deutlich mehr Pegel zu machen, als BR.

    Der KappaLF ist sicher kein reines Hornchassis, doch gerade bei nicht riesigen Stacks (nichtmal 4 Gratishörner wären ein Riesenstack) kann das sogar von Vorteil sein. Zudem sehen viele Chassis zwar auf dem Papier (Herstellerbroschüre) besser aus, sind von den realen Daten aber nicht horntauglicher.

    Eine Alternative könnte die Earthquake- Bauweise sein, ebenso einfach zu bauen, nicht größer, aber mit einem längeren Hornweg für tiefere Viertelwellenresonanz.
    hier der (lange) Thread mit vielen Überlegungen:
    http://www.2sound.de/musiker-forum/…4ab655d824f3615

    Grüße

  • Lautsprecherwürfel extrem

    • Hörnli
    • 1. Januar 2009 um 05:37

    Moin,

    zwei eingeklappte direktstrahlende 15", ein 8" Horn und ein 1" Horn davor, das geht mit 3 Weg-aktiver Trennung immer, und auch tief genug auf 120dB. Aber was will man damit, da wo sowas ausreicht gibts keine Hängepunkte, wo es Hängepunkte gibt reichts nicht, und auf Stativ ist Unsinn weil man ein Monsterstativ braucht.

    Die größte sinnvoll einsetzbare Fullrange-Box ist numal die 1*15"/1,4"-Klasse. Selbst die Danley/Yorkville ist schon ein ziemlicher Trümmer, dafür Mittel- und Hochton als coaxiales Horn...

    Grüße

  • Welchen 15"er fürs "Ministack"?

    • Hörnli
    • 31. Dezember 2008 um 15:42

    Moin,

    Du hast eine Endstufe mit 2 Kanälen,
    einen 18" Bass mit einem Lochfüller drin,
    irgendeine Aktivweiche, ( :twisted: WELCHE?! )
    2 10"/Tweetwer Tops

    ...und kaufst jetzt irgendwelche zwei Hörner => für teuer Geld...

    ?

    Dein Ziel scheint die Ansammlung eines Berges Schrott zu sein, eine Musikbeschallungsanlage wird das jedenfalls nie, nichtmal eine billige schlechte ;)

    Meine erste Partyanlage bestand aus 12" RFT Breitbändern aus der damals noch installierten DDR, einer 2*120W Endstufe und einem Oktavequalizer. Das war für Party allemal besser, als irgendwelche HiFi- Lautsprecher mit ihren immer kaputten Hochtönern.
    http://www.eminence.com/proaudio_speaker_detail.asp?web_detail_link=BETA-12LTA&speaker_size=12&SUB_CAT_ID=2
    davon baust Du je zwei Stück in zwei große Kisten. Du brauchst sonst nichts, keinen HT, keinen Bass, vor allem keine Weichen, weder passiv - solche können vielleicht 4 Leute hier im Forum entwickeln, noch aktiv, und es kommt auch mit Deiner Spielzeugendstufe ordentlich Pegel raus. Später kannst Du erweitern, denn die Beta 12LT sind auch als Mitteltöner in einer 3- Wege Anlage gut zu gebrauchen.

    Doch von einer 3 Wege- Anlage bist Du in jeder Hinsicht weit entfernt, denn Du brauchst dafür vor allem die Fähigkeit systematisch vorzugehen... ...dazu gehört, wenn man keine Ahnung hat, vor allem der offene Umgang mit der Forengemeinschaft. Hier wird Dir keiner unwidersprochen teure unsinnige Tipps geben ;)

    Grüße

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