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Beiträge von Hörnli

  • Welchen 15"er fürs "Ministack"?

    • Hörnli
    • 31. Dezember 2008 um 00:59

    Moin,

    mehr Pegel... gut, aber doch nicht einfach mehr Krach, oder?

    Um wirklich treffende Hinweise zu geben weiß ich noch zu wenig von Deiner Anlage. Welche Endstufen sind denn vorhanden, und welche Aktivweiche?

    Üblicherweise sollte ein 18" Bass gut mit einem 10" Top zusammenpassen, aber Du hast womöglich 10"/Tweeter - Topteile, die einen besonders geringen Wirkungsgrad haben.

    Was für Hörner sind denn da im Anflug? Mit welchen Treibern?

    Grüße

  • Grundsatzfrage - VORSICHT: erst mal rein hypothetisch!

    • Hörnli
    • 19. Dezember 2008 um 01:24

    Moin,

    Pegelwaffe, 3 Wege, Tief runter, womöglich sogar runter bis 100 Hz, hmm.

    Wenn das nicht wieder mal zu Lasten der Mitten und der hohen Töne geht geht ;)

    Deswegen überlege ich gerade in der vortheoretischen Phase, ob man nicht mit vielen kleinen Membranflächen... . Es sind einige potente 6"er auf dem Markt aufgetaucht, zum Beispiel der 6MDN44, deren Daten Lust machen. Als Grundform des Horngehäuses stelle ich mir eine riesige Käseecke vor. Jetzt müsste man nur noch 4 Stück dieser 6"er dergestalt in die Ecke "einspeisen", daß die Außenwände der Käseecke das Horn bilden. Und bitte so, daß man wenigstens bis 2 kHz kommt, damit nicht die Musik im HT hängenbleibt.
    Wenn schon ein Mittenmonster, dann bitte endlich mal ein wirklich großes Horn, welches durch Ladung, und nicht durch Membranfläche tief runtergeht.

    Zur Bauweise wäre vielleicht anzuregen zwei Käseecken verschieden hoch zu bauen, daß man sie zum Transport gerade eben inneinanderschieben kann, und aus den je 4 6"ern zwei separate "Treibereinheiten" zu bauen, die dann drangeschnallt werden.

    Wenn man steil trennen und zeitkorrigieren kann weil ein DSP schon vorhanden ist könnte man sogar das HT Horn ganz "oldstyle" vorne oben in die Käseecke "reinclipsen", so wie früher bei der Fullrange-ELI, oder dem University Classic.

    Grüße

  • ersatz für EV DL 18 MT -oder- TSPs von jenem Chassis gesucht

    • Hörnli
    • 18. Dezember 2008 um 05:12

    Moin,

    Zitat von "Stefan Pohle"

    wenn man die nachmesserei der relevanten tsps machen lässt, was kostet sowas? wenn das an die 100euro kostet...

    Die genaue Ermittlung von Re, fs, BL und Mms ist recht einfach, die weiteren Daten lassen sich problemlos daraus erechnen ;)
    Das habe ich nicht nur für Konstantinos Tyrovolas beschrieben ;)

    Grüße

  • ersatz für EV DL 18 MT -oder- TSPs von jenem Chassis gesucht

    • Hörnli
    • 15. Dezember 2008 um 09:43

    Moin,

    Backloader ist der verbreitete Begriff für von der Vorderseite direktstrahlende und von der Hinterseite über eine Tiefpasskammer in ein Horn abstrahlende Basslautsprecher. Oft auch Bassrutsche oder englisch Scoop genannt.
    In Unterschied zum T18 hat der Hornweg dieser Rutschen eine volle Hornänge, die jedoch eher die Funktion einer Transmissionline hat. Beim T18 ist dieses Horn eher ein verlängerter Bassreflexport. Deswegen nenne ich diese Mischform Reflex- Backloader. Wie rum man das Chassis einbaut ist dabei egal. Wenn man die Wahl hat baut man es zur besseren Kühlung eben mit dem Magnet nach außen ein.

    Wobei die genaue Bezeichnung durchaus nicht feststeht ;)

    Besondere Angst vor dem Kauf bei EV muß man nicht haben, doch man sollte bei allen Einkäufen bei allen Lieferanten überprüfen was man fürs Geld bekommen hat. Die in Prospekten beworbenen Datensätze werden leider auch bei anderen Herstellern nicht eingehalten, also muß man nachmessen :)


    Grüße

  • ersatz für EV DL 18 MT -oder- TSPs von jenem Chassis gesucht

    • Hörnli
    • 14. Dezember 2008 um 22:25

    Moin,

    Konstantinos Tyrovolas und der Vertrieb haben sich gütlich und offenbar fair geeinigt....

    Sicher ist der DL18MT kein Überflieger, zudem in einem Datenbereich den auch weitere Hersteller mit ihren Chassis bedienen. In dieses Konstrukt kann man Einiges einbauen, sicher auch den Sigma. Richtig toll klingen solche Reflex-Backloader ohnehin nie. Mit einem hochwertigen Doppelspider- Chassis bestückt halten sie länger.

    Grüße

  • 2 x ARLS MOD an einer LD PA 1600X...

    • Hörnli
    • 14. Dezember 2008 um 04:24

    Moin,

    mannomann ;) Es ist nun wirklich keine Kunst ein 15"- Chassis zu zerballern. Mit 1000Watt Amp ist das einfacher und geht schneller, aber auch mit 400W Amp geht es schnell genug. Ich schätze ich brauche in beiden Fällen weniger als eine Minute. Wie das bis dahin klingt ist Geschmacksache. Ein Lowcut ändert zwar das Geräusch, aber ändert nichts an der Zeit bis zur vollendeten Zerstörung.

    Gruß

  • Passiv-Membran

    • Hörnli
    • 13. Dezember 2008 um 13:14

    Moin,

    es ist ja nun nicht so, daß eine Passivmembrane noch nie im Leistungsbereich eingesetzt worden wäre. Servodrive hatte da einen solchen Bass, naja, Infra. Der Aufwand für eine gut funktionierende Passivmembrane ist ähnlich hoch wie für das antreibende Chassis selbst, das Geld ist also meiner Ansicht nach besser in angetriebener Membranfläche investiert, also 2 Chassis in geschlossener Box, statt Eines und eine Passivmembrane. Daß eine Passivmembrane ein angenehmeres Klirrspektrum als ein Loch hat mag ja sein, doch die Hauptprobleme einer Resonatorbox bleiben. Von allen Problemen einer Bassreflexbox stören mich die mangelhaften Dynamikreserven im musikalisch wichtigen Bereich oberhalb der Tuningfrequenz besonders. Da meine ich nicht nur die fehlende Hubminderung, sondern auch die nicht vorhandene Stabilität gegen DC-Displacement.

    Grüße

  • Hyperbolic Cosine Horn Subwoofer (Frontloaded)

    • Hörnli
    • 10. Dezember 2008 um 22:08

    @ Jonnytrance:

    Eine genaue Parametermessung kann man erst dann durchführen, wenn die Schwingspulentemperatur annähernd stabil ist. Sie darf sich während des Meßdurchgangs nicht ändern. Die Schwingspule erwärmt sich im Betrieb sehr deutlich und sehr schnell über die Temperatur des Magneteisens, und kühlt nach Abschalten sehr schnell auf die Temperatur des Magneten ab. Das dauerte bei einer meiner Messungen an einem Chassis mit 100mm Schwingspule etwa 2 Minuten, von 220°C auf 25°C Magnettemperatur. Die ersten 100°K Abkühlung dauern nur Sekunden, Misst man nun innerhalb dieser 2 Minuten wird die Messung falsch, da die Temperatur sich während des Meßdurchlaufs kontinuierlich ändert. Erreicht man nun mit brutalen Methoden eine Magnettemperatur von 60°C und eine Schwingspulentemperatur von 300°C, kann man folgerichtig erst dann genau messen, wenn die Schwingspulentemperatur auf die 60°C des Magneten abgesunken ist. Die Meßwerte einer Messung bei 60°C unterscheiden sich nur sehr wenig von einer Messung bei 20°C. Insofern ist es irrelevant ob man an einem heißen Sommertag misst, oder im Winter ;)

    zu c) : Die wesentlichen Parameter eines Chassis bleiben das BL-Produkt, Re_20°C, (Hvc-Hg)/2 und die Mms, bzw. Mmd. Und die sind völlig Temperaturunabhängig.

    Grüße

  • Hyperbolic Cosine Horn Subwoofer (Frontloaded)

    • Hörnli
    • 10. Dezember 2008 um 21:42
    Zitat von "jogi"


    @ Hörnli

    Übertreibst du mit deiner Warnung vor der Xmax-Überschreitung nicht ein bischen.
    Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der sehr beliebte amerikanische Treiber mit 1,6mm Xmax dauernd in ähnlichen Kurzhörnern (Eliminator, Martin.Bin) ohne Lowcut vergewaltigt wurden. Es sind sehr wenige kaputtgegangen

    Meine auch nicht :D , jeweils 3 Stück EV TL6025, 15B bestückt (sehr ähnlich der ELI) an einen Kanal einer QSC MX2000a. Sorfältig ohne Clipping betrieben, über Jahre (ca 300Watt je 15B). Der Nachbesitzer hat dann einen Moment nicht aufgepasst...

    Ich habe hier irgendwo 900 Watt gelesen, das dauert keine Minute...

    Grüße

  • Hyperbolic Cosine Horn Subwoofer (Frontloaded)

    • Hörnli
    • 10. Dezember 2008 um 21:27

    Moin,

    @ Jonnytrance: ich erlaube mir Dich aus Deiner PN zu zitieren, das passt zwar nur halb zum Thema, aber wo ich schon mit OT angefangen habe...

    Zitat von "Jonnytrance"

    Ich nehme ein Chassis, prugele diesen 2 Stunden lang an die Grenzen. Dann nehme ich TSP auf mit kleinsignalen natürlich. Aber Spule ist noch warm. Richtig?

    Natürlich ist es richtig das Chassis einzuwobbeln, besonders wenn es frisch aus dem Karton kommt oder ungenutzt rumlag, und auch kein Fehler wenn die Schwingspule bei der Messung warm ist. Allerdings müssen Die Parameter mit dem tatsächlichen R_e zum Zeitpunkt der Messung ermittelt werden, keinesfalls mit dem irgendwann gemessenen Re_20°C. Sonst wird das BL falsch errechnet (Bei Parameterermittlung aus der Impedanzkurve). Wenn die Schwingspule während des Messdurchlaufs weiter abkühlt stimmen die ermittelten Basisparameter auch nicht.

    Da die genaue Parameterermittlung aus einer Impedanzkurve wegen der vielen möglichen Fehler sehr schwierig ist messe ich das BL direkt mit Gewicht und Strom.

    Viel sinnvoller als der Versuch "warme Parameter" zu messen ist es, am Prototyp die tatächliche Schwingspulentemperatur zu messen. Dazu ist ein Umschalter und ein Ohmmeter nötig, damit die Schwingspule zwischen Betrieb und Messung nicht abkühlt. Ich habe solche Messungen gemacht, mit dem Ergebniss, daß mit Musik die Spulentemperatur bei Bässen völlig unkritisch ist, solange man (Hvc-Hg)/2 nicht überschreitet. Überschreitet man diesen Hub passiert dem Sound weit Schlimmeres, als es eine Berücksichtigung der Spulentemperatur verhindern könnte.

    Will man dann dennoch wissen welche Parameter das Chassis bei der am realen Konstrukt gemessenen Schwingspulentemperatur hat, berechnet man den mit der Schwingspulentemperatur veränderlichen Parameter Qel aus den feststehenden Parametern Mms, Fres, BL und dem aktuell gemessenen Re_heiß neu.

    Grüße

  • Hyperbolic Cosine Horn Subwoofer (Frontloaded)

    • Hörnli
    • 10. Dezember 2008 um 05:42

    Moin,

    Zitat von "Jobsti84"

    Benötigen wir denn 100% genaue TSPs?

    Ich meine, wir müssen die Kiste hinterher eh vermessen und noch bissel bearbeiten und herum probieren.
    Am Ende entscheidet ja der Klang und nicht die Messung, welche sich wie die Simulation verhält, verhalten soll.

    MfG


    Was "Wir" benötigen weiß ich nicht, ich arbeite gerne präzise und zielgerichtet.
    Natürlich sind Simulationen mit den tatsächlichen TSP eines Chassis nur ein Teil davon. Doch ohne genaue TSPs braucht man nichts simulieren oder berechnen. Ich finde es sehr angenehm, daß ich den tatsächlichen Hub auf den 1/10mm genau simulieren kann, und so schon in der Entwicklungsphase weiß, ob, und bei welchen Frequenzen der Lautsprecher bei Großsignal Schwierigkeiten hat. Gerade die genaue Hubsimulation ist der Schlüssel zur Optimierung von Beschallungslautsprechern. Hornresponse ist da sehr genau.

    Zitat von "Jonnytrance"


    Ist kein Antwort auf meine Frage!
    Was passiert nach dem warm up? Abkühlung und dann TSP messen, oder sofort messen.

    OK, dann länger: In diesem Fall ist die Resonanz zu tief angegeben, mit der angenehmen Folge, daß damit auch der Qts wesentlich niedriger ausfällt. Der übliche Satz eines Verkaufsingenieurs dazu ist: "dann war es wohl nicht eingespielt". Die Wahrheit ist jedoch, daß ein Chassis mit einer derart weichen, dem RCF-Prospekt entsprechenden Einspannungsfeder beim üblichen Einsatz in Bassreflex sofort einem DC-Collapse erliegen würde. Deswegen baut RCF ein real brauchbares Chassis, mit technisch sinnvoller Einspannung, und gibt dazu ein verschönertes Datenblatt raus. Eine niedrige Resonanz und ein niedriges Qts war früher (? :wink: ) ein beliebtes Auswahlkriterium im Lautsprecherbau...

    Immer noch keine Antwort auf die Frage?
    Es ist sowohl schlicht unmöglich, als es auch Dummfug wäre, >>Small Signal Parameter<< nach Albert Neville Thiele und Richard H. Small bei heißer Schwingspule zu messen. Denn "Small Signal Parameter" meint nicht "Richards Signal Parameter", sondern "Parameter bei kleinem Signal".

    Zitat von &quot;MartinFricke&quot;

    Ich habe das Horn jetzt nochmal nach den Parametern aus diesem Datenblatt berechnet (Was Hörnli gepostet hat):

    http://www.prodance.cz/protokoly/RCF_LF12G301.pdf

    Die Rückkammer muss etwas größer aber ansonsten ändert sich nur wenig an der Simulation.

    Das war zu erwarten, denn durch "runtersetzen" der Reso im Verkaufsdatensatz ist auch die Einspannungsfeder zu weich angegeben, und nur diese fließt von den "geänderten" Verkaufsdaten in Hornresponse ein. Das macht eine weichere Luftfeder durch eine größere Rückkammer nötig. In diesem Fall ist das BL und die Mms annähernd richtig angegeben. In anderen Fällen... :wink:

    Zitat von &quot;MartinFricke&quot;

    Eine andere Frage nochmal:
    Wenn ich jetzt mal ausversehen etwas mehr Leistung dem Subwoofer gebe, und der über den Xmax hinausschwingt, dann ist das doch nicht schädlich für den Lautsprecher oder? Könnte dann eventuell nichtmehr so sauber klingen


    Wenn jetzt nen Lautsprecher 6,8mm Xmax hat und 36mm Xdamage und er macht eventuell mal bei manchen Liedern wo der Bass kräftiger ist eine Auslenkung von 9mm, dann ist das doch noch akzeptabel?

    Nein, ist es nicht, wenn Du mir nicht einfach glaubst, dann wirst Du es rausfinden ;) . Das Chassis kann 4,25 mm linear auslenken! Darüber klirrt es nicht nur, sondern gerät außer Kontrolle (DC-Displacement) und geht bald kaputt (DC-Collapse).

    Ich empfehle Dir, den Schalldruckvergleich zwischen Bassreflex und Deinem Horn sorgfältig bei gleichem Maximalhub zu simulieren. Der Hubanstig zu tiefen Frequenzen bei Deinem Horn liegt mit Sicherheit noch voll im Bereich üblicher Musik ;)

    Zitat von &quot;Hörnli&quot;

    Nur so als Tipp: Hier wird wieder einmal ein unsinnig kleines Horn überlegt, das auch nicht in ausreichender Zahl gestackt werden soll. Bei solchen Hörnern entscheidet die Hornlänge über die tiefste Frequenz bei der überhaupt was rauskommt (Viertelwellenresonanz), darunter läuft der Hub endgültig weg oder es kommt garnix raus, je nach Auslegung (Rückkamer). Eine große Zahl praktisch eingesetzter Hörner hat aus diesem Grund eine fast schon "genormte" Hornlänge von 6 Feet.

    Das sind knapp über 1,8m

    Bevor Du die Säge ansetzt:
    1.) Verabschiede Dich von den großen Belastbarkeiten, die Du erhoffst. Das Horn wird auch innerhalb der 4,25mm X-max viel mehr Spaß machen als eine BR - bei weniger Endstufenleistung.

    2.) Überprüfe bitte in Deinem Bauplan den Hornhals auf gleichmäßig ansteigenden Querschnitt. Nach Augenmaß ist da ein Sprung, der eine weitere Vorkammer bildet. In einem anderen Forum hat ein Kollege genau damit ein meßtechnisches und hörbares Problem - bei seinem 12" Horn.


    Bei der weißen 1 sollte das Horn etwa den simulierten Halsquerschnitt haben, die schwarze Linie ist mein Vorschlag zur Verkleinerung der Kammer.

    Grüße

  • Hyperbolic Cosine Horn Subwoofer (Frontloaded)

    • Hörnli
    • 9. Dezember 2008 um 12:20

    @Jonnytrance: :roll:

    Zitat von &quot;Hörnli&quot;

    RCF misst wie alle Hersteller irgendwie, und gibt auch wie alle Hersteller Prospekte heraus. <= ja, Punkt!

  • Hyperbolic Cosine Horn Subwoofer (Frontloaded)

    • Hörnli
    • 9. Dezember 2008 um 11:46

    Moin,

    Zitat von &quot;Jobsti84&quot;

    Weißt du zufällig in welcher Umgebung und Zustand RCF die parameter misst?
    Es gibt doch auch hersteller die unter Leistung messen,
    wie sind die von deinem Link gemessen?
    Rein interessehalber mal.

    RCF misst wie alle Hersteller irgendwie, und gibt auch wie alle Hersteller Prospekte heraus. <= ja, Punkt!

    Prodance misst mit dem klassischen PC basierten MLSSA- System. Zu diesem System gehört essentiell eine PC Steckkarte, und solange keine externen Verstärker genutzt werden misst das System ziemlich genau die Kleinstsignalparameter nach Thiele&Small. Die Schwingspule ist wegen der geringen Meßspannung der Meßkarte nahe an der Raumtemperatur, also irgendwo knapp über 20°C.

    Ich messe direkt die Basisparameter Re, BL, Fres und Mms. Meine Re- Messung ist von allen meinen Meßmethoden die heikelste, denn Übergangswiderstände, und im unteren Meßbereich ungenaue Multimeter machen ernste Schwierigkeiten. Meine weiteren Meßmethoden sind wesentlich genauer. Das BL Produkt messe ich mit Zusatzmasse/Schwerkraft, Labornetzgerät, Amperemeter und einem Laserpointer zum Wiederfinden der Nullage. Die Mms messe ich Freeair durch Ermitteln der Freiluftresonanzfrequenz und der Resonanzfrequenz mit bekanntem Zusatzgewicht. Frequenzgenerator ist Audacity, eine Endstufe, ein Meßwiderstand, ein Multimeter, und eine mit einer genauen Waage gewogene Tasse (ja. Tasse :D ) mit Scheibendichtmasse zum Ankleben. Ich muß nur die Frequenz der jeweiligen Resonanzspitze genau ermitteln, der Rest ist eine Formel.
    Die weiteren Daten ergeben sich nach den von Thiele&Small erarbeiteten Formeln. TSPCheck macht das halbautomatisch:
    http://www.picosound.de/D_soft.htm#tspchk

    Die Methoden sind hier und in anderen Foren zusammen mit harten Kritikern öffentlich erarbeitet und geprüft.

    Alle Hersteller messen auch mit dem Klippel Meßsystem unter Leistung, allerdings nicht die T&S- Parameter sondern die Verläufe von BL und Cms über Auslenkung. Das ist in der Produktion wichtig, um die Einspannung zu symmetrieren, die Spule an der optimalen Stelle einzubauen, und das auch in der Qualitätskontrolle zu überprüfen. Spannenderweise findet sich in den von einigen Herstellern erhältlichen Klippel - Ausdrucken "zufällig" das tatsächliche BL, das auch ich mit meiner Meßmethode messe, und nicht die "Spezialangabe" aus dem Prospekt. ;)

    Grüße, Bernd

  • Hyperbolic Cosine Horn Subwoofer (Frontloaded)

    • Hörnli
    • 9. Dezember 2008 um 03:53

    Moin

    ihr streitet Euch um die Qualität von Hörnern, anhand von Simulationen?

    Punkt 1: Den Treiber, den Ihr hier simuliert gibt es nicht, Ihr simuliert ein Verkaufsdatenblatt.

    Punkt 2: Ihr gebt zusätzlich das Verkaufsdatenblatt falsch ein, alle.

    Hier ist ein Datenblatt mit am realen Chassis gemessenen konsistenten T&S-Parametern:
    http://www.prodance.cz/protokoly/RCF_LF12G301.pdf
    Wobei ich dringend rate die drei Schlüsselparameter selbst zu messen: Re, BL, Mms. Wie das mit Haushaltsmitteln geht habe ich seitenlang mit Anderen in Foren erarbeitet.

    Aber nehmt erstmal das Prodance Messblatt, und gebt das mit Doppelclick! auf die Eingabefelder! ein.

    Der einzige Wert, der abweichen darf und muß ist die Membranmasse. Die in den T&S-Parametern angegebene Membranmasse ist immer die Membranmasse inclusive Luftmasse. Da diese Membranmasse ausschließlich bei direktstrahlendem Einbau gilt, und in Hörnern vor den Chassis immer ein "Luftkanal" ist, errechnet Hornresponse per Doppelklick eine reine Mms ohne Luftmasse, die folgerichtig etwas geringer sein muß.

    Ferner sind die RCF-Angaben ernstzunehmen:
    Voice Coil Winding Depth 18.5/0.7 mm/inch
    Top Plate Thickness 10/0.4 mm/inch

    Der lineare Hub beträgt 4,25mm. Darüber klirrt das Chassis extrem, gerade unter erhöhter "Druckbelastung" im Horn. Zudem sind bei diesem Chassis keine mechanischen Maßnahmen gegen DC-Collapse eingebaut, es wird bei geplanter permanenter Überschreitung der 4,25mm nach wenigen Betriebsstunden kaputt sein, insbesondere beim hier geplanten Horneinbau.

    Den Gedanken an warme Schwingspulen kann ich verstehen, aber nicht nachvollziehen. Wer die Schwingspule mit Musik relevant erwärmen will begibt sich ohnehin in den Großsignalbereich. Die T&S-Parameter gelten ausschließlich für, wie Thiele&Small schon im Titel Ihrer Arbeit angeben: "Small Signal" also Kleinstsignal. Also werden auch alle Simulationen ungültig, wenn dieser Kleinsignalbereich im Betrieb verlassen wird, Mit der Erhöhung des Gleichstromwiderstandes ändern sich weitere Parameter wie Q_el und folgend Q_ts. Doch Hornrespone arbeitet ausschließlich mit von der Schwingspulentemperatur unabhängigen Parametern: BL, Membranmasse, Einspannungsfeder. Ob man nun unter R_e den Gleichstromwiderstand der heißen Schwingspule eingibt, oder den Betrag der Widerstandserhöhung unter Innenwiderstand von Endstufe und Leitung ist gleichwertig.
    Doch was nützt die Berücksichtigung der heißen Schwingspule, wenn das BL am Lügen-Xmax des Herstellers allenfalls die Hälfte des BL an der Nullage beträgt? Was nützt das wenn die Einspannung auf dem Weg zum Lügen-Xmax überproportional härter wird?

    Für die Praxis bedeutet dies meiner Ansicht nach folgendes:

    Das BL erheblich nach unten korrigieren, zur Kompensation von "Herstellerzuschlägen" und zur Kompensation des unter Hub stets abnehmenden BL.

    Die sich ändernde Federsteife der Membranaufhängung unter Hub spielt bei der Mehrzahl der Konstruktionen eine untergeordnete Rolle, so übernimmt bei einen Horn die Luftfeder der Rückkammer den Löwenanteil der wirksamen Feder.

    Es gibt viele Gründe einen Lautsprecher nie über X-max zu betreiben, aber nicht eine einzige Hoffnung, daß eine Hubüberschreitung jemals sinnvoll ist. Der Hauptgrund ist die Haltbarkeit (DC-Collapse). Klirr interessiert bei Party wenig.

    Nur so als Tipp: Hier wird wieder einmal ein unsinnig kleines Horn überlegt, das auch nicht in ausreichender Zahl gestackt werden soll. Bei solchen Hörnern entscheidet die Hornlänge über die tiefste Frequenz bei der überhaupt was rauskommt (Viertelwellenresonanz), darunter läuft der Hub endgültig weg oder es kommt garnix raus, je nach Auslegung (Rückkamer). Eine große Zahl praktisch eingesetzter Hörner hat aus diesem Grund eine fast schon "genormte" Hornlänge von 6 Feet.

    Grüße


    PS und BITTE deinstalliert WinISD, das ist nicht ein Bit auf der Festplatte wert. Hornresponse kann auch CB und BR, sogar richtig gut ;)

  • 18sound 15LW1402 im CB

    • Hörnli
    • 6. Dezember 2008 um 03:57

    Moin,

    CB ist immer eine gute Idee, gerade wenn man nicht das Maximum an Lärm sucht. Du hast zwei Chassis und möchtest einen kompakten Sub? Baue >>beide<< Chassis in Push-Pull Konfiguration ein. So bekommst Du trotz kleinem Volumen eine tiefere Einbaureso, als mit nur einem Chassis. Das ganze passt locker in einen Würfel mit 50cm Außenkantenlänge, das wirksame Volumen hätte ohne besondere bauliche Maßnahmen über 60 Liter.

    Grüße

  • Hyperbolic Cosine Horn Subwoofer (Frontloaded)

    • Hörnli
    • 6. Dezember 2008 um 03:26

    Moin,

    bist Du sicher, daß Du das angedachte Chassis richtig eingegeben hast? Ich finde kein RCF-Chassis mit annähernd diesen Daten ;)

    Sabbelbacke hat sicher recht mit der Vermutung, daß eine derart "überzüchtete" Konstruktion unter Beschallungsbedingungen nicht überleben kann. Einen weiteren Hinweis gibt die SPL-Response unter Hublimit, unterhalb 65Hz steigt der Hub steil in zerstörerische Bereiche.

    Gruß

  • Festgebrante Membrane ?

    • Hörnli
    • 2. Dezember 2008 um 03:32

    Moin,

    ok, also eher ein Unfallszenario, wie Du das in Zukunft vermeidest weißt Du sicher schon.

    Gut, Du hast ein Mischpult mit LED-Ketten als Pegelanzeige (Also nicht ein Softwaremischpult auf dem PC). Nach dieser Pegelanzeige des Mischpultausgangs kannst Du die Anlage im sicheren Bereich betreiben.

    Dazu stöpselst Du die Lautsprecher ab und schiebst den Masterfader hoch bis eine der beiden Endstufen clippt, und merkst Dir welchen Wert die Mischpultanzeige dabei zeigt. Mit den Eingangsreglern der Weiche kannst Du diesen, dem Clippingbeginn entsprechenden Anzeige-Wert an eine gut ablesbare Stelle verschieben.

    Im Betrieb bedeuten schon 3 dB weniger eine Halbierung der Leistung. 3dB mehr hört keiner, aber die Lautsprecher werden schon doppelt belastet. Diese lächerlichen 3 dB entscheiden zwischen völlig sicherem Betrieb und kaputten Lautsprechern. Es lohnt sich nie das auszureizen.

    Grüße, Bernd

  • 2 x ARLS MOD an einer LD PA 1600X...

    • Hörnli
    • 1. Dezember 2008 um 23:07

    Moin,

    Zitat von &quot;tucb&quot;

    lowcut ist gesetzt, trotzdem haben wir sie nur an einen kanal angeschlossen damit die net zuviel dampf bekommen!! ist nur vorübergehend!

    ich denke der der die anlage geliehen hat, hat pro kanal einen dran gehangen was wohl zuviel ist !!!

    hmpf, woher kommt eigentlich der Irrglaube, daß man mit kleineren Endstufen Lautsprecher schützen kann? Das ist totaler Blödsinn ;)

    Zitat von &quot;Jonnytrance&quot;

    Aber besser währe, beide Kanäle zu benutzen 8Ohm. Dann kann ein Amp die Chassis besser unter Kontrolle zu halten.


    ja!

    Zitat von &quot;Jobsti84&quot;

    Dann sollte in Zukunft nen Limiter gesetzt werden,

    ja!

    Gruß, Bernd

  • Festgebrante Membrane ?

    • Hörnli
    • 1. Dezember 2008 um 22:56

    Moin,

    Zitat von &quot;valentin krönert&quot;

    zu 4. ICH denke das ist positiv gemeint

    ja ;)


    Zitat von &quot;valentin krönert&quot;

    und zu leistung der endstufe reicht das doppelte von der rms leistung nicht? :shock:

    die toa verkaufen und ne t-amp dafür oder was?

    Ich denke schon, daß die TOA völlig ausreicht. Die Schwierigkeit sauber zu pegeln, und nie "auszurutschen", auch nicht ganz kurz, diese Schwierigkeit bleibt immer. Völlige Betriebssicherheit gegen alle Fehler, die man mit einer Beschallungsanlage machen kann, bzw. Fehler die einfach so passieren können, ist nur mit hohem (teurem) Aufwand erreichbar.

    Interessieren würde mich ja,
    was die Peak-LED angezeigt hat, bevor das Chassis kaputt war?
    Welche Musiktitel Du gespielt hast?
    Original-CD?
    Eigenproduktion?
    Rechner?
    Runtergepitched?
    Subharmonics-Plugin?
    Gamesounds?
    Bei eingeschalteter und aufgedrehter Endstufe was umgestöpselt?
    Einen Wackelkontakt in der Verkabelung gehabt?
    Die Aktivweiche ein-, oder ausgeschaltet während die Endstufe eingeschaltet und aufgedreht war?
    Ob Du ein Mischpult (mit Pegelanzeige) im Signalweg hattest?

    Grüße, Bernd

  • Festgebrante Membrane ?

    • Hörnli
    • 1. Dezember 2008 um 02:44

    Moin Valentin,

    recht krasse Herangehensweise, warum auch nicht... .

    Zu den Ursachen: Wie schon vermutet scheint die Schwingspule an die Polplatte geknallt zu sein. Auch richtig ist die Empfehlung einen Lowcutfilter einzusetzen, denn für die Abstimmung des Bassgehäuses zu tiefe Frequenzen können durchaus die Ursache für diese Kollision zwischen Schwingspule und hinterer Polplatte sein. Ich habe nach Deiner Weiche, und Deiner Endstufe geschaut, da ist tatsächlich kein Lowcutfilter eingebaut. So wie ich Deine Fähigkeiten nach der krassen Reparatur einschätze, kannst du mit der Idee von "svenr" für kleines Geld einen Lowcut realisieren.

    Doch auch damit ist noch lange nicht sichergestellt, daß dem Lautsprecher nichts passiert.

    Denn...

    Du benutzt eine Endstufe, die wie viele andere Endstufen auch an der Leistungsgrenze nicht einfach nur clippt, sondern in Zusammenhang mit realen Lautsprechern richtig üble Signale erzeugen kann. Auch wenn Du keine riesigen Hübe beobachtest kann das dahin führen, daß eine einzige kurzzeitige Übersteuerung der Endstufe zusammen mit dem dann ja schon ordentlich belasteten Chassis in einem instabilen Zustand "endet", den ich DC-Collapse genannt habe. Dieses Ereigniss endet für das Chassis >>immer<< tödlich Die resultierenden Kräfte schleudern die Schwingspule mit ungeheurer Energie entweder gegen die Polplatte, oder aus dem Spalt.

    Schwierig an diesem Problem ist, daß es plötzlich auftritt, und sich auch nicht immer durch reges Aufblinken der Clipanzeige (Peak-LED) ankündigt.

    Daher sind Experimente gefährlich, und der "sichere" Betriebsbereich schwer zu finden.


    Die derzeit einzigen beiden verbreiteten Lösungen sind:

    Zum Einen der Einsatz einer weit überdimensionierten Endstufe, also einer Endstufe, die nicht bis zur kleinstmöglichen Impedanz belastet wird (wie in Deinem Fall) und/oder erheblich höhere Leistungen abgeben kann, als der Lautsprecher eigentlich verträgt. Dann, und nur so, ist es möglich mit einem Limiter vor der Endstufe diesen üblen Betriebszustand zu verhindern.

    Zum Anderen der Einsatz eines Chassis mit mechanischer Hubbegrenzung, meist vermarktet unter dem Begriff "Dual Silicon Spider". Diese Hubbegrenzung hält die Schwingspule im normalen Hubbereich was sowohl eine kritische Strombelastung der Endstufe begrenzt, als auch Kollisionen der Schwingspule mit der Polplatte (zumindest für ein paar Betriebsstunden) verhindert. So ist es möglich die Grenze der Endstufen/Lautsprecher Kombination auszuloten, ohne das Chassis augenblicklich zu zerstören.

    Eine weitere alles überragende Lösung ist URPS.

    Aber auch in klassisch abgestimmte geschlossene Gehäuse eingebaute Chassis laufen zumindest stabiler, als in BR.

    Mir ist natürlich klar, daß Du jetzt nicht einfach eine riesige Endstufe kaufen willst, dazu eine DSP-Weiche mit Limiter UND obendrein ein Chassis, das zumindest "etwas" teurer als ein Sigma ist.

    Also stelle Dir einfach vor Du würdest Im Berufsverkehr mit Vollgas über eine rote Ampel fahren. Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, daß Du das unverletzt überstehst? Würdest Du das ausprobieren?

    Genau so betrachtest Du dann jedes einzelne Aufblinken der Clip (Peak) LED, es ist wirklich ein Grund zu feiern, wenn der Lautsprecher das überlebt hat.


    Grüße, Bernd


    PS versuche Forenpostings in Schriftsprache zu schreiben, das wirkt ;)

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