Moin,
Das heikle an jeder Empfehlung ist, daß man kaum vorher wissen kann wie sich der Bass dann im Kairo entwickelt und wie die Geschmäcker der Entscheider nun sind. Das ist aber keine Empfehlung gegen Eigenbauten, Fertigbässe bringen da auch nicht weiter, es sei denn man kann einige im Club vergleichen. Und dann ist wieder das Problem, daß Konservenspielen mit Livesound nichts (garnichts!) gemein hat.
welche Bässe? Das hängt natürlich mit der Topfrage zusammen. Werden das nun 12"/1" bzw. 2*10"/1" Direktstrahler bleibe ich bei meinem Vorschlag mit hoch trennbaren Leichtpappen. Zum Beispiel den 15W700 von 18S, so von der Idee (habe den nicht in den Fingern gehabt) 80 Gramm Membrane, 5mm Auslenkung, moderates BL, Qts 0,3... In 80-100 Litern, Abstimmung 45 Hz (normale Ports, also keine TBF Miniports oder Riesenports), so sollte das einen trockenen Bass mit kompensiertem Resonator ergeben.
Kompensierter Resonator meint: Der Abfall unterhalb 60 Hz im Amplitudenfrequenzgang wird subjektiv durch das Nachschwingen des Resonators kompensiert (angehoben). BR- Bässe mit linear tiefem Amplitudenfrequenzgang wirken oft etwas zu dick untenrum. Oder wie es hier im Forum gerne ausgedrückt wird: Nutzbasschwach.
Doch das fällt bei den notwendigen 4 15"ern möglicherweise aus dem Budget, deswegen:
Aus meiner Erfahrung würde ich die Aufgabe lieber mit 4 Kappa LF lösen als teure EsoTeile mit aus Kostengründen geringerer Membranfläche/weniger Chassis einzusetzen. 4 Kappa LF in je 100 Litern, 45 Hz, Aus MDF (des Schreiners Liebling) angetrieben mit je 400 Watt und das Cairo ist preiswert und hinreichend beschallt.
Auch wenn das 2*15" LimmerHorn (das kein Horn, sondern ein Bandpass- Hornstummel ist), der tatsächlich schonmal im Cairo stand (der mit dem rappelnden Wartungsdeckel) sicher auch eine fette Bassdrum macht, viel mehr aber nicht.
Gruß