na ja, ich habe da wohl eine etwas andere sichtweise.
ich arbeite bei dem pult grundsätzlich in der custom-ebene, weil ich meine zugriffe einfach auf einer oberfläche haben will.
so gehen erst mal 5 fader weg, 4 für die effekte plus einem FX send. die drehpotis als fx-return-regler sind IMHO ne zumutung, damit kann ich nicht gefühlvoll arbeiten.
die idee mit der subgruppe ist zwar nicht schlecht, aber wenn ich schon die möglichkeiten habe jeden kanal getrennt zu komprimieren, warum soll ich denn dann wieder die selben kompromisse der analogtechnik eingehen? das ist doch gerade der vorteil der digitaltechnik.
also wenn ich 4 gesänge habe, dann nutze ich 8 kanäle, weil ich kompression nicht auf dem monitor haben will. das ist jetzt zwar bei einer gesamtanzahl von 64 kanälen nicht schlimm, aber ich verbrauche 8 fader im custom-layer...
natürlich kann man sie auch auf einen anderen layer legen, dann muss man aber extrem aufpassen das man nicht durcheinander kommt, wenns mal wieder nen hektischen soundcheck oder gar ein feedback gibt!
es ist einfach egal was ich mit dem pult machen will, ich muss grundsätzlich kompromisse eingehen die mir irgendwie nicht gefallen. hiermit oute ich mich also als jemand, der überhaupt nicht gerne mit diesem pult arbeitet.
es gibt anwendungsbereiche wo der einsatz des LS9 sinn macht, ich habe ja auch ein LS9-16 auf einem rider stehen und komme da gut mit zurecht.
aber meines erachtens wird es leider viel zu häufig für die falschen jobs eingesetzt... dieses pult heizt den qualitätsverfall bei veranstaltungen gründlich an. dafür kann das pult selber natürlich nix(!), das problem liegt bei den anwendern (ausnahmen sind natürlich ausgenommen)