ein schoeps klingt einfach immer gut :wink:
Beiträge von wora
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es geht also um popmusik in kirchen.
dazu darf ich folgende anmerkungen loswerden, die man vielleicht bedenken sollte:
- vor ein paar jahrhunderten wurde mit dem bau großer kirchen begonnen, weil sie sowohl optisch als auch akustisch sehr beeindruckende ergebnisse liefern konnten. es waren quasi große "show-rooms", mit deren hilfe die menschen ihrem gott näher gebracht werden sollten.
dazu gehörte unbedingt ein sehr halliger effekt, den es ja in der normalen natur überhaupt nicht gab. und hallgeräte gabs ja auch noch nicht
das war also sehr beeindruckend für die damalige bevölkerung, und genau das war sinn und zweck der sache.als die kirchen immer größer und halliger gebaut wurden, stellte man fest das die wichtigen reden der pfarrer aber nicht mehr verstanden werden konnten. es war einfach zu viel nachhall für eine gute verständlichkeit.
man fand heraus, das die sprachverständlichkeit wieder besser wird wenn man sehr langsam spricht und die wortvielfalt deutlich einschränkt. deshalb entwickelte sich eine eigene sprachform, die heute noch von pfarrern in aller welt so gesprochen wird... das kennt ja jeder.
wenn man dieses wissen als grundlage für die musikwiedergabe in kirchen nimmt, sollte klar sein das dort am besten nur balladen wiedergegeben werden. oder natürlich chorgesänge!
schnellere songs mit viel perkussiven anteilen gehen logischerweise im nachhall unter, sie werden regelrecht "verschluckt".wenn man dies dennoch machen möchte gibt es eigentlich nur die möglichkeit, so viel direktschall wie möglich an die ohren des publikums zu bekommen.
und genau für diesen zweck müssen die lautsprecher so nah wie möglich an die ohren der zuhörer.
mit einem frontal geflogenen linearray kommt man nicht sehr weit, weil man damit einfach viel zu viel raum anregt.
als kompromiss kann man es sicher nehmen, gegenüber einem normalen direktstrahler ist es definitiv im vorteil.
aber ein linearray ist ja auch kein Wundermittel, auch wenn´s in einer kirche hängt
also ich stehe auf dem standpunkt, das kleine und gut klingende schallzeilen (die am besten auch noch einzeln verzögert werden) die beste möglichkeit darstellen, eine kirche gut zu beschallen.
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ja, wenn man an den ursprünglichen thread-namen denkt (High-End-Klemmikro für Trompete), dann erscheint mir der tipp von manuela sehr treffend.
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Bose MA12
wird von Bose "Linearray" genannt, ist ein ZeilenlautspercherSonus Z-Line
Bändchenlautsprecher mit bis zu 190cm länge und einer durchgehenden membran. also die idealste form eines linienstrahlers.beide haben den nachteil, das sie unterhalb von 150Hz mit einem subwoofer ergänzt werden müssen, bei reiner sprachwiedergabe kann der aber entfallen.
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zur ursprünglichen frage möchte ich noch anmerken, das ich mittlerweile auch ein paar mal dieses Aviom-Monitor-Mixsystem eingesetzt habe.
wir nutzen es bei einer pop-band für die streicher.
diese waren früher nie so ganz glücklich mit ihrem monitoring, seit wir das Aviom benutzen sind sie aber restlos zufrieden.Aviom karte in ein 01V96, alle streicherkanäle per direct-out auf die einzelnen auspielwege der karte, noch ein paar monitor-mixsummen (band+voc) auf die letzten beiden wege und fertig.
eine sache fiel mir aber unangenehm auf:
wenn aus irgendeinem grund mal die stromversorgung zu den mixern gekappt wird, sind die einstellungen weg.
man muss also darauf achten, das presets gespeichert werden, die nach dem wiedereinschalten des stroms geladen werden. -
kracky hat hier einen ganz wichtigen satz losgelassen:
wichtig ist die ZUSAMMENARBEIT zwischen techniker und musiker!
wir als techniker sind ja als bindeglied zwischen musiker und publikum dafür zuständig, das die sachen den umständen entsprechend möglichst gut funktioniert und der/die musiker gut rüberkommen.
dafür brauchen wir aber auch die zusammenarbeit mit den musikern, sonst geht das in die hose.und natürlich sind die musiker ihrerseits auf den techniker angewiesen, denn wenn der nur murkst geht die sache genauso schief.
es gehören eben immer beide dazu, nur wenn man als team arbeitet kommt auch was gescheites dabei raus.
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danke für den test-link.
ich finde es toll, was du dir bei den tests immer für ne arbeit machst.
ich hoffe du bekommst das auch bezahlt!
aber eigentlich ist sowas eh unbezahlbar, weil es sicher immer wieder leute gibt die an den ergebnissen was auszusetzen haben.so auch ich...
aber bitte nicht böse sein!das Pro35x hat dir offensichtlich nicht so gut gefallen.
darf ich dazu auch was anmerken?
... egal, ich mach´s jetzt einfach...ich muss jetzt für dieses mikro wirklich eine lanze brechen.
ich benutze es seit einigen jahren und meine erfahrungen damit sind fast ausschliesslich positiv.
natürlich hatte ich auch direkte vergleiche mit anderen bläser-mikros.
und ich muss sagen, das mir gerade die nicht so stark vorhandene präsenzbetonung dieser kapsel sehr gut gefällt. es klingt im vergleich zu den meisten anderen mikros sehr warm und rund, ohne deshalb verwaschen oder irgenwie dröhnig zu sein.
es kommt meiner arbeitsweise sehr entgegen, gerade blasinstrumente haben sehr schnell zu viel präsenz und tun dann möglicherweise auch weh.und die nicht gerade bombenfeste halterung hat auch einen vorteil:
wenn der musiker mal mit dem kabel irgendwo hängenbleibt, dann fliegt das mikro einfach weg und nimmt keinen schaden... schnell wieder angeklemmt - und weiter gehts.
ich finde das nicht schlecht.
bei normaler spielweise (auch wenn das instrument hin- und hergeschwungen wird) verstellt es sich durch sein geringes gewicht normalerweise nicht.körperschallprobleme hatte ich damit bisher keine.
einen kritikpunkt den ich durchaus zulasse:
- der schwanenhals könnte manchmal etwas länger sein!aus rein praktischer bühnenerfahrung stehe ich wirklich auf dieses teil.
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AKG D330
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klappengeräusche (bzw. ventilgeräusche) spielen bei einer trompete wirklich so gut wie keine rolle... und ausserdem gehören sie zum instrument.
das AT Pro35x ist eines der besten bläsermikros, davon bin ich als langjähriger nutzer überzeugt.
für trompete ist aber auch das LCM77 von SD Systems interessant.
klarer vorteil hierbei: durch den fest montierten mikrofonhalter ist die sache sehr stabil und lässt auch genügend platz für eventuell vor den trompetentrichter gehaltene gegenstände zur soundmanipulation. allerdings kostet es auch erheblich mehr...EDIT: "ventilgeräusche" hinzugefügt
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also der preis ist mit sicherheit ein hinderungsgrund für die weite verbreitung des pultes.
andererseits kann man sich offensichtlich nur über so einen preis einen richtig guten namen machen, das gehört vielleicht auch zur firmenpolitik.
mit ausnahme der venice und verona baut Midas ja eigentlich nix für den breiten markt.
man braucht diesen markt also offenbar gar nicht, sondern will über einen möglichst guten namen verfügen.
und dazu braucht man auch produkte, an die der "normalmischer" nie rankommt...und mit so einem guten namen kann man dann sicher auch die anderen produkte des konzerns gut verkaufen... das ist IMHO doch gar nicht so doof wie es auf den ersten blick wirkt.
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die AT funkstrecken sind sehr hochwertig, auch die verarbeitung ist sehr gut.
ich hatte einmal ein funkproblem in einer kleineren location.
FOH war ca. 20m von der bühne weg und die empfänger standen am pult.
es kam eine "Neuheiser" und eine 4000er AT mit 5400er kopf zum einsatz.
als das publikum im raum war hatte das AT plötzlich aussetzer, die sennheiser strecke funktionierte problemlos. ich habe dann den receiver schnell auf die bühne gebracht und dann lief es... ärgerliche situation.
ansonsten finde ich die ATs aber wirklich gut. -
es handelt sich ja um eine digitale multicorestrecke.
wenn du am FOH eine analoge konsole stehen hast, wirds interessant.erstens braucht man dann erstmal wandler, die das signal in analog zurückwandeln und zweitens braucht man dann einen "Gainer" auf der bühne, der sich um die input-pegel kümmert.
also ich bin der meinung das eigentlich zu jedem pult ein eigenes multicore gehört (OK-für ein mon-pult natürlich nicht), erst dann ist man wirklich flexibel.
oder sehe ich das jetzt falsch? -
bei der U-Serie kenne ich dieses problem nur von den kondensatorkapseln (Beta87).
die dynamischen (SM58, Beta58) sind stressfrei. -
Zitat von "Sound-Klinik"
...
Es gibt nun mal Tontechs, die immer "ihre" Soundvorstellungen durchdrücken ... manchmal klingt dann ein Folklore-Ensemble oder eine Bluesband - soundtechnisch (Schlagzeug, Gitarren ...) - wie eine Heavy-Metal-Band...
nun ja, ich kenn tatsächlich auch nen mischer aus unserer ecke bei dem das genau so ist. dessen mixe muss ich mir zum glück nur alle paar jahre anhören
um diesem problem aus dem weg zu gehen, gibt es sogenannte "Bandmischer"
die meisten bands bringen ihren eigenen mischer mit (wir haben bei meiner "hauptband" mittlerweile sogar unseren eigenen monitormann dabei).
nur so kann man eine gleichbleibende qualität sicherstellen.
das schont die nerven der musiker, weil sie wissen das sie genau das bekommen was sie möchten.
die mehrkosten sind natürlich da, dann muss man als musiker eben abwägen was einem wichtiger ist...
nur mal so als tipp
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ich denke er möchte nicht professionell messen sondern einfach mal seine pegel überprüfen.
hierfür wäre es in der tat hilfreich, wenn viele leute bzw. beschaller ihre pegel möglichst einfach (d.h. mit einfachen messgeräten) überprüfen könnten.in der tat ist ein LEQ-Wert ja nicht so leicht vorauszusagen, zumindest nicht für ungeübte messpäpste...
tidemic:
das mit den 75dB in 10m stimmt, aber nur wenn du deine lautsprecher vorne auf ohrhöhe aufstellst. dann verschenkst du tatsächlich wertvollen pegel.
wenn du deine lautsprecher weiter nach oben bekommst (am besten wäre natürlich fliegen) dann kann man es hinten deutlich lauter bekommen. -
nur noch ganz kurz zu den AT strecken:
Zitat von "4Art"- Kombination Splitter/zentrale Speisung für die Empfänger
- Die eben schon angesprochene Thematik "Mikrophonköpfe"
- Ist ein Splitter für den "üblichen" Frequenzbereich (799 - 865) mittlerweile erhältlich
ja, es gibt einen antennensignalsplitter von AT, es sind verschiedene ausführungen für die jeweiligen länderspezifischen anforderungen erhältlich.
auch die energieversorgung von bis zu 4 empfängern liefert das teil, alle entsprechenden kabel sind im lieferumfang enthalten.
den gibt es auch schon längere zeit... die typenbezeichnung für deutschland ist AEW-DA800EU
verschiedene mikrofonköpfe gibt es aber erst ab der 4000er serie...wenn erhöhte anforderungen an die HF übertragung vorhanden sind, würde ich aber auch eher zu Sennheiser greifen.
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Zitat von "Krishan"
...und bisweilen zwinge ich besonders "kreative" FOH-Leute dazu, die Finger von den Knöpfen unseres selbst mitgebrachten Sideracks zu lassen, indem ich die Maschinen selbst einstelle und dann den Frontdeckel abschließe. Den ersten Teil des Soundchecks verbringe ich nämlich immer mit dem Wireless-Mic am FOH-Platz und höre mir das Gesamtwerk aus der Publkumsperspektive an...
ihr stellt also im soundcheck eure effekte selber ein.
schön, dann ist das natürlich genauso wie ihr das haben wollt.
das akzeptiere ich durchaus, schliesslich steht ja die musik im vordergrund, sie ist der grund warum wir diesen job überhaupt machen.aber jetzt kommt meine (ebenso ketzerische) gegenfrage:
spielt ihr immer nur einen song?
habt ihr nicht mal zur abwechslung ne ballade oder ein schnelleres stück im programm, wo es sich durchaus mal lohnen könnte die effekte entsprechend anzupassen?... jajaja, ich weiss - off topic

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entscheiden die denn über deinen sound?
dann würde ich die company wechseln...

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Zitat von "K-Ulrich"
...aber beim Digitalpult geben Dir die Fimen logischerweise nix Externes mehr mit, mach ja auch keinen Sinn...
das kann man aber so allgemein nicht sagen.
so habe ich z.b. beim SPX990 halt ganz andere möglichkeiten effekte zu basteln als beim M7. das ist meiner ansicht nach nicht vergleichbar.
so gesehen macht es schon sinn (je nach anwendung selbstverständlich) auch externe effektprozessoren zu benutzen.aber das trifft deine frage wohl nicht genau - sorry.
ich habe übrigens nachgeschaut, auch die einzelnen prozessorblöcke kann man "recall save" schalten, so das auch die grafik-EQs gesichert sind.
zur not könntest du damit also per szenenumschaltung deine effektsettings switchen. -
eben... :wink: