Hallo Claudi.
Zuerst einmal vorneweg, ich glaube das hier etwas Verwirrung besteht was PFC überhaupt bedeutet.
Es gab bei QSC mal ein System, bei dem die Spannung des Netzteils an den Leistungsbedarf angepasst wurde. Manchmal habe ich den eindruck, einige hier verwechseln das.
PFC = Power Factor Control (oder so). Es handelt sich darum wie ein Gerät auf das Netz rückwirkt.
Bevor es Endstufen mit Schaltnetzteilen gab war alles kein Thema. Eine Endstufe verhält sich mehr oder weniger wie eine rein ohmsche Last.
Ein einfaches Schaltnetzteil hat das Problem, das mit der gleichgerichteten Spannung ein Kondensator geladen wird, aus welchem der Hochfrequenztrafo gespeist wird (vereinfacht gesagt).
Da dieser Kondensator normalerweise nicht leer wird, wird er nur mit "der Spitze" der Sinuswelle geladen, also nur eine recht kurze Zeit. Der Strom ist natürlich entsprechend hoch.
Was ist eine steile Flanke im Zeitbereich? Richtig, sie hat ein sehr breites (Stör)spektrum. Das geht zum Beispiel bei einem nicht entstörten PC Netzteil bis zur 36. Harmonischen.
Und um dies zu vermeiden, dafür setzt man eine PFC ein. Diese kann im einfachsten Fall aus einer Drossel bestehen. ´
Gebräuchlich sind auch Netzfilter mit x und y- Kondensatoren.
Aufwendiger ist eine Aktive PFC.
Damit ein Gerät das CE Zeichen bekommt muss es die Grenzwerte der DIN EN 61000-3-2 erfüllen.
Ob ein Endstufenhersteller das ohne PFC schafft, oder es nur nicht auf den Karton schreibt, ist egal. Hauptsache die Grenzwerte werden eingehalten.
Zusammenfassend sind diese Normen wichtig:
Ab dem 1.1.2001 tritt die DIN EN 61000-3-2 in Kraft, wobei alle Geräte ab 75W Leistungsaufnahme die Grenzwerte dieser Norm für Oberschwingungen erfüllen müssen.
EN60555-2 [Titel: Rückwirkungen in Strom-Versorgungsnetzen, die durch Haushaltsgeräte und durch ähnliche elektrische Einrichtungen verursacht werden – Teil 2: Oberschwingungen]
Wenn das Thema sehr interessiert, ich kann eine Powerpoint Präsentation von mir zu dem Thema verschicken.