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Beiträge von Fux

  • Baubericht 1x 15“ BR compact

    • Fux
    • 16. Mai 2022 um 21:34

    Einschlagmuttern für die Chassismontage:

    Wer sich schon einmal beim Wechseln eines Lautsprecherchassis über in die Untiefen der Box fallende, lose Einschlagmuttern geärgert hat, der sollte jetzt vor dem Zusammenleimen der Teile die Einschlagmuttern setzen und sie auch gleich mit je zwei kleinen Holzschrauben sichern.


    Kurze Kontrolle, ob Position und Ausrichtung der Einschlagmuttern auch ordentlich passen.

    (Viel Spiel bleibt bei den dicken M6 Schrauben nicht)


    Zusammenleimen des Gehäuses:

    Die Verwendung von Flachdübeln hat sich für mich sehr gut bewährt, da beim Zusammenpressen nichts verrutscht, das Ganze klasse hält und ich hinterher keine Schraubenlöcher verspachteln muss.

    (Hätte ich eine große CNC Fräse, würde ich statt dessen natürlich einfach Nuten einfräsen, aber damit sich diese lohnen würde, baue ich doch wesentlich zu wenig Lautsprecher ;)

    Hier die günstige Baumarkt-Flachdübelfräse und ein paar Flachdübel. Die ersten Boxenseiten sind schon zusammengeleimt.



    Noch ein Bild der gefrästen Flachdübelschlitze und dann schon ein paar weitere Seiten zum Prüfen der Passung trocken zusammengestellt.


  • Baubericht 1x 15“ BR compact

    • Fux
    • 16. Mai 2022 um 21:31

    Durch den nun gegenüber meiner Volumenberechnung länger gewordenen und damit mehr Volumen verbrauchenden Tunnel ist das in der Simulation verwendete Nettovolumen jetzt zwar nochmals etwas geschrumpft, aber die Abweichung scheint sich offensichtlich im Rahmen zu halten.


    Nach den Messungen ergibt sich für diese Box folgender Korrekturfaktor der Tunnellänge gegenüber einem freistehenden Tunnel:

    Die Tunnellänge der Prototypenbox ist 264 mm reine Tunnellänge (Länge Brett). Da der Abstand von der Rückwand nur der „Tunneldicke“ entspricht und hier die Luft um die 90° Grad Ecke muss, würde ich die akustisch wirksame Tunnellänge mal ganz grob angenähert mit 264 mm + 35 mm (halber Abstand zur Rückwand) + 35mm (ums Eck halbe „Tunnelhöhe“) = 334 mm ansetzen.

    Das wäre dann um den Faktor 400mm/334mm = 1,2 kürzer als der frei stehende Tunnel der Simulation mit gleichem Querschnitt.

    Obacht: Das ist jetzt nicht der klassische Tunnelkorrekturfaktor, der verschieden je nach Tunnelausführung immer mit eingerechnet werden muss, sondern wirklich nur der Unterschied (Quotient) vom Tunnel freistehend, wie in der Simulation gerechnet, zu meiner Ausführung mit ihren speziellen Seitenverhältnissen und hinten quasi noch „um's Eck rum“.

    Egal wie genau/ungenau das jetzt auch sein mag, auf alle Fälle habe ich eine so extreme akustische Verlängerung des Tunnels durch seine Positionierung als flachen über die gesamte Schallwandbreite gehenden „Shelfing-Port“, wie sie auf verschiedensten Seiten im Netz immer angeführt wird, nicht feststellen können. Akustische Länge etwas länger als bei freistehenden Tunneln ja, aber nicht gleich um so viel wie das in einigen Quellen zu finden ist.


    Bedämpfung/Dämmwatte:

    Der Prototyp hat jetzt momentan gar keine Bedämpfung in Form von Polyesterwatte drinnen (Dämpfungskoeffizient = 0), was ja eigentlich auch für die Oktave von 40 bis 80 Hz nicht wirklich notwendig ist. Da man aber nie weiß, ob die Box nicht doch auch mal eines Tages in einem anderen Setup etwas höher rauf spielen soll, werde ich höchstwahrscheinlich beim Bau der Lautsprecher noch etwas Dämmwatte an den kritischen Stellen mit einbringen, was das virtuelle Volumen geringfügig erhöht und damit das vom längeren Tunnel verbrauchte Volumen etwas kompensiert.

    So richtig viel Dämmwatte wird's wohl aber nicht werden, da ja der Querschnitt von der Membran zum Tunnel möglichst frei bleiben soll, doch erfahrungsgemäß kommt es nicht auf zwei, drei Liter Volumen mehr oder weniger an.


    Nach den Prototypen die „richtigen“ Boxen:

    Da ich keine Möglichkeit habe in beheizten Räumlichkeiten zu schreinern und die Temperaturen nach unten gehen, folgen vor dem Bau der vier Bässe in 18 mm Multiplex ausführliche Hörtests, Messungen und Stellproben mit dem Prototypen, während ich die endgültigen Gehäuse in CAD konstruiere und mir Gedanken über die optimale Plattenaufteilung der zu bestellenden 2500 x 1250 mm Birkenmultiplexplatten und die beste Schnittführung mache.


    Trotz krass erhöhter Holzpreise bestelle und bekomme ich, als die Temperaturen wieder passen, die 18mm Multiplextafeln in guter Qualität, bevor die Verfügbarkeit für Holzwerkstoffplatten komplett den Bach runter geht.

    Nach Zuschnitt des Holzes laut CAD Zeichnung werden die Kanten rund gefräst, an die man nach dem Zusammenbau nicht mehr rankommt.

    (Port-Enden innen und außen + Reflextunnel-Stabilisierungsbrett)

    Ebenso werden die Chassisausschnitte gefräst und die Fräsungen für die inzwischen noch besorgten speziellen Anschlussfelder hergestellt. Diese tief schüsselnden Anschlussfeldschalen erlauben die Boxen trotz Speakonanschlüssen ganz nah an die Wand zu schieben, was in der beengten Einbausituation der Festinstallation notwendig ist.

    Die so vorbereiteten Zuschnitte warten jetzt auf den Zusammenbau mit Flachdübeln. (evtl. besser bekannt als Markenprodukt unter dem Namen „Lamello“)

  • Baubericht 1x 15“ BR compact

    • Fux
    • 16. Mai 2022 um 21:30

    Nur der Vollständigkeit halber auch noch mal die beiden Messungen einmal 20 cm vor dem Tunnel und einmal 20 cm vor dem Speaker im Freien durchgeführt:



    Man sieht bei den Einzelmessungen Outdoor mit 20cm Abstand zu Tunnel bzw. Membran im Vergleich zu den vorigen Messungen direkt vor dem Tunnel bzw. der Membran, dass die jeweils andere Schallquelle bei einem Mikrofonabstand von 20cm bei der Messung mir schon ordentlich in die Suppe spuckt!

    Ich hatte noch zwischendrin eine weitere Messung durchgeführt, wo die Lautsprecherbox in der geöffneten, doppelflügeligen Terrassentür lag und nach draußen zum 1m entfernten, am Boden liegenden Messmikrofon strahlte, aber die Box hinter sich das Raumvolumen hatte:

  • Baubericht 1x 15“ BR compact

    • Fux
    • 16. Mai 2022 um 21:27


    Ich beginne mit dem größten im Netz gefundenen Tunnelkorrekturfaktor für einen solchen „Shelfing Port“, also dem Tunnelbrett parallel zur Schmalseite der Box.

    Hieraus ergibt sich zwar theoretisch ein erfreulich kurzer Tunnel, aber die Messung der Tuningfrequenz am Prototypen offenbart, dass dieser Korrekturfaktor für die Tunnellänge wohl eher ausgewürfelt, oder irgendwo falsch abgeschrieben wurde.

    Das Vertrauen in die auf den verschiedenen Webseiten genannten und voneinander deutlich differierenden Tunnelkorrekturfaktoren verloren, verlängere ich jetzt schrittweise wie beschrieben den Tunnel des Prototypen und messe was dabei herauskommt. Hierbei zeigt sich, dass die akustische Verlängerung des Tunnels (also dass man ihn dadurch, dass er an den Wänden der Box anliegt mechanisch kürzer ausgeführen kann wie einen freistehenden Tunnel), bei weitem nicht so stark ausfällt wie von einigen publiziert.


    Schließlich bin ich, nach drei noch nicht zum gewünschten Ergebnis (Tuning auf etwa 42 Hz) führenden Zwischenschritten, bei meiner maximalen Tunneltiefe angelangt, also so dass der Tunnel noch die selben 70 mm Abstand von der Rückwand hat, wie er selbst „hoch“ ist.

    Direkt am Tunnel auf Ebene der Frontwand messe ich mit einer Reihe von einzelnen Sinustönen bei ziemlich genau 41 Hz den höchsten Pegel und auch die Bewegung der Membran ist bei der selben Frequenz am kleinsten, also praktisch gar nicht mehr vorhanden, womit die tatsächliche Tuningfrequenz ermittelt ist.

    Hier der Messschrieb (Beyer MM1, Focusrite Scarlet, ARTA, ohne Kalibrierung des Absolutpegels) für die Messung Indoor direkt vor dem Tunnel:


    Das passt bei anvisierten 42 Hz Tuningfrequenz ja ziemlich gut.

    Zum Vergleich hier noch die Messung Indoor direkt vor der Membran:


    Für die Messung von Tunnel und Membran gleichzeitig muss das Mikrofon weiter weg von der Box, was Indoor dann zu Problemen führen würde, so dass jetzt eine Outdoormessung ansteht.

    Hier das Ergebnis Outdoor Ground Plane mit einem Meter Abstand vor der Box:



    Die gemeinsame Ground-Plane-Messung von Tunnel und Membran in größerem Abstand bestätigt das durch die Simulation erwartete Ergebnis.

  • Baubericht 1x 15“ BR compact

    • Fux
    • 16. Mai 2022 um 21:21

    Nun wieder zurück zu unserem kompakten 15 Zoll Bassreflexgehäuse mit dem 15TBX100, bei dessen Abstimmung auf 42 Hz im 73 Liter Gehäuse wir bis zu maximalen elektrischen Belastbarkeit im Übertragungsbereich keinen Einbruch des Maximalpegels auf Grund der maximal möglichen Membranauslenkung haben. Dies war auch mit ein Grund genau dieses Chassis für die gegebene kleine Gehäusegröße auszuwählen.


    Da das von den Maximalabmessungen her vorgegebene Gehäuse nur recht wenig Tiefe aufweist und ich den Tunnelquerschnitt für die angestrebte Leistung auch nicht zu klein wählen möchte, würde ein freistehender Tunnel zu tief werden.

    Da sich für die Variante „Tunnelbrett an einer Gehäuseseite“ wohl eine merkliche Verkürzung der Tunnellänge ergibt, fasse ich diese ins Auge.

    Bei der Recherche nach dem Korrekturfaktor für so einen „Shelf-Port“ komme ich je nach Quelle auf so unterschiedliche Ergebnisse, dass mir das keine Ruhe lässt.

    Also, was ist zu tun? - Richtig, selber messen!

    Irgendwo steht noch ein Rest einer 12 mm OSB Platte herum, die nach Verwendung im Prototypenbau schreit....

    (Natürlich mit etwas Aussteifung, das das sonst etwas popelige Mustergehäuse munter mitschwingt)

    P.S.

    Ich werde nie wieder OSB Platten (nicht mal für die untergeordnetsten Prototyping-Aufgaben) verwenden, da ich mir damit ständig irgendwelche Spreizl (Schiefer) in die Hände ziehe.

    Den Bassreflexport des Prototypen habe ich so gestaltet, dass ich mit verschieden breiten vorgefertigten Brettchen durch den Chassisausschnitt greifend den Port verlängern kann. (Mit Dichtband dicht gestoßen und vor dem Verschrauben noch mit Schraubzwingen press herangezogen)

    Die Maße des Prototypen entsprechen im Detail noch nicht exakt den späteren Maßen der „Originalboxen“, da diese dann ja nicht aus 12 mm OSB, sondern 18mm Birkensperrholz geschreinert werden und das bereits bei der Erstellungen der dünnwandigeren Prototypen berücksichtigt wurde.

    Im zweiten Bild ist erst die kürzeste Tunnelvariante zum Start eingebaut. (noch ohne die Dichtbänder für die optionalen Verlängerungen) Eine Verlängerung des „Tunnelbretts“ ist bis hinten zur Strebe noch möglich. Die längste Tunnelvariante hat dann nur noch den der Tunnelspalthöhe (70 mm) entsprechenden Abstand zur Rückwand.

    Bilder

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  • Baubericht 1x 15“ BR compact

    • Fux
    • 16. Mai 2022 um 21:18

    Kurzer Exkurs zur Bassreflexsimulation/Abstimmung für die „Ersttäter“:

    (für wen das nix Neues ist, der springt einfach einen Beitrag weiter)

    Häufig ergibt die Simulation eines Basschassis in einem Bassreflexgehäuse bei einem Watt Eingangsleistung eine schön aussehende Kurve. Simuliert man aber den Maximal erreichbaren Pegel (was z.B. in AJ Horn sehr schön dargestellt wird), so sieht man, dass ein Stück oberhalb der Tuningfrequenz der Maximalpegel durch Erreichen der maximalen Membranauslenkung frühzeitig begrenzt wird. Bei der Tuningfrequenz wird die Membranbewegung ja optimal bedämpft und bei deutlich höheren Frequenzen ist die Membranauslenkung eh nicht so groß. Liegt die Tuningfrequenz jedoch relativ tief, so ergibt sich dazwischen ein Frequenzbereich in dem das X-Max schon deutlich früher überschritten wird als drunter oder drüber.

    Beispiel eines 12 Zöllers (FaitalPro 12FH510) in 55 Liter Bassreflexgehäuse auf etwas höher als 40 Hz abgestimmt.


    Beispiel AJ Horn 12 Zoll in BR Kurven.pdf


    In der SPL-Grafik sieht ja Alles erst mal ganz gut aus. In der Membranamplitude-Grafik sieht man den minimalen Membranhub erwartungsgemäß bei der Tuningfrequenz etwas über 40 Hz.

    In der SPLmax-Grafik ist gut zu erkennen, dass auf der Tuningfrequenz eine Maximaler Output von etwa 124 dB (Aufstellung am Boden) zu erzielen ist. Sieht man sich die Pmax Grafik an, so erkennt man, dass dort die bei den Chassisparametern eingetragene Maximalleistung von 1000 Watt anliegt, und diese einen weiteren Lautstärkezuwachs begrenzt. Schaut man nochmals in die SPLmax-Grafik sieht man auch, dass bei etwa 65 Hz nur noch ein Maximalpegel von 118 dB möglich ist. Die Ursache hierfür ist, dass dort die Bedämfung durch das Reflextuning schon nicht mehr wirksam ist, aber die Wiedergabe dieser Frequenzen noch reichlich Hub erforden. Ein Blick auf die Pmax-Grafik zeigt, dass dort der maximale Hub der Membrane bereits bei einer Eingangsleistung von 300 Watt erreicht wird. Ab gut 120 Hz aufwärts ist dann der Membranhub nicht mehr der limitierende Faktor, so dass wieder die maximale elektrische Belastbarkeit von 1000 Watt der begrenzende Parameter ist.

    Verkleinern wir jetzt versuchsweise einmal das Gehäuse auf 35 Liter und erhöhen die Tuningfrequenz gleichzeitig auf knapp 70 Hz ergeben sich folgende rote Kurven:


    Beispiel AJ Horn 12 Zoll in BR Kurven rot.pdf

    Beispiel AJ Horn 12 Zoll in BR Werte rot.pdf


    Es ist schön zu erkennen dass der „Durchhänger“ in der SPLmax-Grafik nun kaum mehr vorhanden ist und nun bei knapp unter 100 Hz anzutreffen ist. Hier werden beim „Durchhänger“ aufgrund des maximal möglichen Membranhubs 125 dB (bei ca. 600 Watt) erreicht, drunter und drüber aber 127 dB.

    In der SPL-Grafik ist der Frequenzgang bei einem Watt im Bassbereich tadellos eben.

    Unter der Tuningfrequenz von etwa 70 Hz fällt der erzielbare Pegel sehr steil ab und die Membranauslenkung steig ebenso rasant an, so dass dort durch einen entsprechend im Controller gesetzten Hochpassfilter dort tiefere Frequenzen dem Chassis vom Leib gehalten werden müssten. Für eine Monitorbox wäre so eine Abstimmung und auch das für einen Floormonitor wirklich gut geeignete Midbass-Chassis richtig passend, für den Einsatz in einer dezidierten Bassbox ist das Chassis aber trotz seiner Resonanzfrequenz von nur 45 Hz auf Grund seiner restlichen Parameter eher nicht geeignet. (in einer entsprechend abgestimmten Bandbassbox mag die Welt schon wieder anders ausschauen)

    Da man heutzutage ja praktisch immer entsprechende Digitalcontroller zur Verfügung hat, um den Frequenzgang gerade hinzubiegen, wird bei der Entwicklung von Bassboxen eher Wert darauf gelegt im anvisierten Übertragungsbereich den Membranhub bestmöglich zu bedämpfen um nicht Gefahr zu laufen, dass zu große Membranhübe in Frequenzbereichen mit nur wenig bedämpften Membranhub der limitierende Faktor für die maximale Lautstärke sind. Die Verfügbarkeit ausreichend leistungsstarker Endstufen und hochbelastbarer Chassis lassen diese Herangehensweise heute ja zu. Dass die Konstruktion im Übertragungsbereich einen von sich aus ebenen Frequenzgang hat, hat dadurch an Bedeutung verloren. Bestes Beispiel für die optimale Dämpfung des Membranhubs im Übertragungsbereich für maximal möglichen Schalldruck und geradeziehen des Frequenzgangs mit dem Controller sind all diese doppelt ventilierten Bandpassboxen (Bandpass sechster Ordnung) mit einem tief abgestimmten Bassreflexgehäuse „hinter“ dem Chassis und einer hoch getunten sich aufweitenden Resonanzkammer „vor“ dem Chassis. (häufig als Doppel 18“ ausgeführt)

    Diese Art von Bassboxen haben jedoch prinzipbedingt eine relativ beschränkte Bandbreite (Bandpass halt ;) und sind eigentlich nur als reine Subwoofer einsetzbar. Ein weiteres Auseinanderziehen der beiden Tuningfrequenzen gibt dann wieder ein „Loch“ dazwischen mit weniger Maximalpegel durch zu großen Membranhub, und der Wirkungsgrad der Kiste wäre dann auch geringer.

    Falls sich jetzt Einer fragen sollte, ja warum baue ich mir dann überhaupt eine simple Bassreflexbox für die Oktave von 40 bis 80 Hz wo sich für so einen schmalen Frequenzbereich ein 6th order Bandpass doch direkt anbieten würde? Das hat mehrere praktische Gründe. Zum Einen will ich die neuen Bassboxen über diese Oktave überlappend mit vorhandenen Basshörnern laufen lassen, was ja an sich schon mal phasentechnisch eine Herausforderung darstellt. Mit einem 6th order Bandpass, bei dem ja die Phasenlage bei beiden Tuningfrequnzen um 180°Grad gegeneinander gedreht ist wird das dann praktisch gar nicht mehr darstellbar. Weiterhin ist ein solcher Bandpass vom Volumen her bei gleichem Tiefgang durch die zweite Kammer immer größer als eine einfache Bassreflexbox, was bei meinen kleinen vorgegebenen Maximalabmessungen überhaupt nicht drin ist.


    Exkurs Ende

    Dateien

    Beispiel AJ Horn 12 Zoll in BR Kurven rot.pdf 283,33 kB – 375 Downloads
  • Baubericht 1x 15“ BR compact

    • Fux
    • 16. Mai 2022 um 21:16

    Da bei einer Bassreflexbox in der Regel die maximale Lautstärke nicht durch die thermische Belastbarkeit des Chassis begrenzt wird, weil vorher üblicherweise das Xmax bereits überschritten würde, ist eine hohe mögliche Auslenkung für meine Anforderung nach hoher Maximallautstärke im Bassbereich wichtig. Auch bei diesem für den Einsatzzweck wirklich guten Chassis sieht man in der ausführlichen Herstellerdokumentation, dass bereits bei der halben thermischen Belastbarkeit die maximale Auslenkung im Bassbereich erreicht wird.


    Hier ein paar Parameter des genannten Chassis:

    Fs = 39 Hz

    für Bassreflexanwendung vernünftig erscheinende Güte Qts von 0,31

    kleines VAS für einen 15“er von nur 96 Litern

    große mögliche Auslenkung Xmax von +/- 12mm

    passabler Wirkungsgrad von 1,6%


    Anmerkung:

    Das Schielen nach der „Sensitivity“ (hier 96dB bei einem Watt) bringt beim betrachteten Einsatzbereich von 40 bis 80 Hz nichts, da die angegebene Sensitivity erst oberhalb dieses Frequenzbereichs erreicht wird und daher für den Einsatz als reinen Bass keine Bedeutung hat.


    Der einzugehende Kompromiss der Chassiskonstruktion für eine so tiefe Grenzfrequenz in einem solch kleinen Gehäuse ist eine Empfindlichkeit im relevanten Bassbereich von nur gut 93 dB bei einem Watt, was aber absolut betrachtet voll in Ordnung geht und auch technisch gar nicht anders machbar ist. (Magisches Dreieck der drei konkurrierenden Anforderungen geringes Volumen, Tiefgang und Wirkungsgrad, in das sich das Chassis hier für den angestrebten Einsatzbereich sehr gut positioniert)


    Dass es hier um ein Ferritchassis handelt und es so für einen 15 Zöller beachtliche 14,3 kg wiegt, stellt bei der Festinstallation für mich keinen Nachteil dar.

    In der von B&C gewohnt sauberen Dokumentation des Chassis findet sich der Auslegungsvorschlag 95 Liter Bassreflex mit einem Tuning auf 40 Hz, wobei das Chassis erst bei knapp 800 Watt und etwa 123 dB sein Auslenkungsmaximum erreicht. Dies ist für eine einzelne kompakte Bassbox und im hier relevanten Frequenzbereich ein sehr guter Wert.

    (auch wenn da der Eine oder Andere auf Grund von völlig anders spezifizierten Herstellerangaben bei Fertigboxen meint, so eine Box müsste doch locker über 130 dB bringen)

    Flugs ist der herstellerseitige Auslegungsvorschlag im Simulationsprogramm nachvollzogen und für gut befunden. (Dazu gleich unten mehr; vgl. Graphen)

    Anmerkung: In der Simulation wurde deshalb die Aufstellung „Boden + Wand“ gewählt, da dies der Einbausituation in der Festinstallation entspricht. Der erhebliche Pegelgewinn durch diese Aufstellungsart rührt somit aus der Einbausituation und ist natürlich nicht gegeben, wenn die Box ganz normal irgendwo mitten im Raum am Boden steht.

    Die Simulation sieht vielversprechend aus, also werden jetzt erste Skizzen ganz klassisch mit Bleistift und Papier für eine Gehäusekonstruktion angefertigt. Besonderes Augenmerk ist dabei auf das Maß zu legen, um das die Schallwand zurückversetzt wird, denn der kräftige Chassisrand trägt ordentlich auf, die 13,5 mm X-var fordern auch genügend Abstand zum Gitter und das Gitter selbst soll ja auch nicht gerade bündig mit dem Gehäuse abschließen, sondern noch ein wenig zurückversetzt sein. So komme ich auf 40 mm um welche die Schallwand zurückversetzt wird. Da das ordentlich am eh schon sehr knappen Volumen knabbert, fällt der Entschluss die Schallwand nur in der Größe des Chassis um 40 mm zurück zu versetzten und die „restliche Front“ bündig mit dem Gehäuse abschließen zu lassen. (sieht optisch ein wenig ungewöhnlich aus, bringt aber etwas mehr Nettovolumen)

    Beim überschlägigen Ermitteln des zur Verfügung bleibenden Nettovolumens (6 Liter für das Chassis, das Volumen des Tunnels sowie die Gehäuseverstrebungen wollen ja auch noch abgezogen werden) wird schnell klar, dass sich das für die vom Hersteller vorgeschlagenen 95 Liter nicht ausgehen wird, da die Maximalabmessungen nun mal durch die Einbausituation vorgeben sind.

    Also noch mal in die Simulation gegangen und probiert, wie das mit den verbliebenen mickrigen 73 Litern so ausseht und wo man dann am besten die Tuningfrequenz platziert.

    Überraschenderweise ergibt sich bei leichter Erhöhung der Tuningfrequenz von 40 auf etwa 42 Hz auch im nun verkleinerten Gehäuse ein ausgeglichener Verlauf, der auch eine Wiedergabe bis 40 Hz hinunter verspricht und das Chassis von der Auslenkung her bei 800 Watt noch nicht überfordert.

    Hier im Bild zum Vergleich die Auslegung der Box nach Herstellerempfehlung (rote Kurven) und das verkleinerte, knapp höher getunte Exemplar (schwarze Kurven)

    15 Zoll BR compact Herstellerempfehlung rot.pdf

    Hier noch die Simulationsparameter für die von mir gewählte 73 Liter Variante:

    15 Zoll BR compact Werte.pdf


    Weder säuft der Pegel nach unten hin ab, so dass der Abfall elektrisch angehoben werden müsste, noch gibt es eine zum Dröhnen neigende Überhöhung, verursacht durch ein für das Volumen zu hohes Tuning.

    In dem für einen 15“er eher sehr mickrigen Volumen von 73 Litern bin ich von den Simulationsergebnissen des Chassis 15TBW100 doch sehr positiv angetan.


    (Tschuldigung, bei den Graphen hatte ich die falsche Datei (12") erwischt, ist inzwischen ausgebessert!)

    Dateien

    Beispiel AJ Horn 12 Zoll in BR Kurven rot.pdf 283,33 kB – 564 Downloads
  • Baubericht 1x 15“ BR compact

    • Fux
    • 16. Mai 2022 um 21:09

    Baubericht 1x 15“ BR compact

    Heute hier ein Planungs- und Baubericht einer recht normalen, sehr kompakten 15 Zoll Bassreflexbox, mit für die Größe sehr gutem Tiefgang. (Insgesamt werden es vier Stück)

    Also von der handwerklichen Herausforderung her möglicherweise eher was für „Ersttäter“ als für ausgesprochene Holz-Füchse oder Profi-Hornkonturfalter, für die es etwas fad werden könnte.


    Das Pflichtenheft:

    • Festinstallation (Gewicht egal)
    • Wiederzugebender Frequenzbereich: Die Oktave von 40 bis 80 Hz
    • Auf Grund der Einbausituation festgelegte Gehäusemaximalgröße (BxHxT = 770 x 442 x 370 mm)
    • Ordentliche Maximallautstärke um mit den in der Installation vorhandenen Systemen mitzuhalten
    • Vernünftige Qualität, aber nicht übertrieben teuer


    Sichten des Angebotes an geeigneten Basschassis für relativ kleine Gehäuse:

    Alle gefundenen 10“ und 12“ Chassis scheitern entweder an der 40 Hz Anforderung, oder ihr Wirkungsgrad ist relativ bescheiden.

    Von der Gehäusehöhe her würde ein 15“ Chassis gerade noch so reinpassen, erfordert aber in der Regel ein größeres Gehäusevolumen als hier zur Verfügung steht, wenn die 40 Hz und ein ordentlicher Wirkungsgrad erreicht werden sollen.

    Die Suche nach geeigneten 15“ Chassis speziell für kleine Boxenvolumen beginnt.

    Nach längerer Recherche bei allen üblichen Chassisherstellern und vielen Simulationen kristallisiert sich das Chassis B&C 15TBW100 als für mich am besten für das Anforderungsprofil geeignet heraus.

  • Horizontales Abstrahlverhalten 2er nebeneinander liegender 8" Lautsprecher

    • Fux
    • 14. Mai 2022 um 23:53

    Ja, sowas wie das Meyer X40. Aber das bekommt man passiv nicht gebacken...

    Ich denke ein passives UPJ in Leicht mit Monitorschräge würde mir langen! ;)

  • Horizontales Abstrahlverhalten 2er nebeneinander liegender 8" Lautsprecher

    • Fux
    • 14. Mai 2022 um 23:17

    Na da habe ich ja eine Diskussion losgetreten; aber ich finde es sehr gut mal unabhängig von Herstellerparametern die eigentliche Physik zu thematisieren.

    Also mit zwei nebeneinanderliegenden 8"ern oder 10"ern läßt sich ein kontrolliert gleichmäßiges Abstrahlverhalten nur realisieren, wenn ein hochwertiger, tief trennbarer Druckkammertreiber verbaut wird, und kein "Budgetchassis".

    Eventuell sollte ich mir den Stress zweier nebeneinander montierter Chassis ersparen und besser für die Monitore eine Einfachbestückung aus leistungsfähigem 10" Treiber und passendem 1,4" Treiber ins Auge fassen.

    Nach allem was ich bislang in der Hand hatte, möchte ich keine Treiber mehr, bei denen neben der Membran selbst auch die Sicke aus Metall besteht....

    Also eher Sicke weich mit Hub und dann ein eine mehr oder weniger "feste" Membran z.B. aus Alu oder auch einem Verbundwerkstoff. (Was ja Meyer schon seit jeher praktiziert)

    Ein für die Anwendung im kompakten Wedge gut passender 10" wäre m.E. der Faital Pro 10FH520. (Der hat auch schon mal einen Demodulationsring ;)

    Ne, im Ernst, da passen Hub, Abstrahlverhalten und auch die Resonanzfrequenz gut für die gedachte Anwendung.

    Mal ganz unabhängig von der hier diskutierten Monitoranwendung: Wie soll man denn zwei Kisten anwinkeln, wenn das Abstrahlverhalten bei jeder Frequenz anders ist...

    Ich bin jetzt also eher weg von der "horizontalen Doppelbestückung" bei einem 10" 1,4" Wedge angelangt. Nicht zu breit abstrahlend, da das bei begrenztem "Beschallungsraum" eigentlich immer Äger gibt.

    Die eigentliche Herausforderung ist eine Treiber-Horn-Kombination zu finden, bei der das Horn sowohl ab einer Oktave unter der geplanten Trennfrequenz läd, nicht breiter als der 10"er ist, eine geringen Tiefe (wegen auf einer Ebene liegenden Schallenstehungsorten zum 10"er) aufweist, ein über die Frequenz gleichmäßiges Abstrahlverhalten hat und ganz wichtig noch über einen zum Treiber passenden Halsöffnungswinkel verfügt...

    Das sind dann fast ein paar Wünsche zu viel auf einmal, aber die Physik läßt sich leider nicht überreden.

    LG

    Fux

  • Horizontales Abstrahlverhalten 2er nebeneinander liegender 8" Lautsprecher

    • Fux
    • 7. Mai 2022 um 01:20

    Hallo André,

    danke für die Tipps. Vituixcad kannte ich noch nicht.

    Wenn ich gerade zwei 8"er da liegen hätte, würde ich die einfach in ein Mustergehäuse stecken und ein Rosa Rauschen mit einem Lowpass bei der interessierenden Trennfrequenz draufgeben, würde dann vor den Lautsprechern hin und her laufen und den Lowpass so lange immer ein wenig höher legen, bis man beim Ablaufen vor dem Lautsprechern kein gleichmäßiges Rauschen über den Winkel mehr hört, sondern beim Vorbeilaufen diese typische auslöschungsbedingte "sssssschschschchchhoooochssssschcoooohchschschschschssssss" wenn dann die Phasensauereien anfangen.

    Ganz ähnlich wie früher, wenn man den passenden Clusterwinkel zwischen den nebeneinander gestackten, zueinander angewinkelten Tops mit einem Rauschsignal durch Trial & Error herausfinden wollte.

    Was zugegebenermaßen gegenüber der Simulation eine sehr hemdsärmelige Methode darstellt....... ;)

    Viele Grüße,

    Fux

  • Horizontales Abstrahlverhalten 2er nebeneinander liegender 8" Lautsprecher

    • Fux
    • 6. Mai 2022 um 23:52

    Der "Zwickel" oben zwischen zwei knirsch nebeneinader gesetzten 8"er ist aber so klein, dass da vom (großen) Horn nicht sehr "Ecke" viel reinpassen würde. Das Zentrum des Mittelhochtonhorns kommt dadurch also den 8"ern kaum näher. Sehr viel höher trennen konnte man dadurch dann auch nicht, schon gar nicht so viel, dass man auf einen 1"er ausweichen könnte.

    Die Trennung müßte immer noch unter 1 kHz sein, was die üblichen 1" Treiber und die dazu passenden Hörner eher ausschließt.

    Wahrscheinlich tut man sich da mit einem einzelnen langhubigen 10"er und einer "normalen" 1" Treiber Horn Kombination da doch deutlich einfacher, als mit der 2x 8" Monitorkonstruktion mit nebeneinander liegenden Midbässen.

    Nebenbei: Mein "Problem" war nicht der Abstand Horn zu den 8"ern, sondern viel mehr der Gedanke dass die beiden 8"er ab einer bestimmten Grenzfrequenz als Einzelschallquellen nebeneinander strahlen und sich so in der horizontalen ein wildes Interferenzmuster ergibt, auch ganz unbeachtet der Tatsache, dass da dann noch ein Druckkammertrieber irgendwo ins Spiel kommt...

  • Horizontales Abstrahlverhalten 2er nebeneinander liegender 8" Lautsprecher

    • Fux
    • 6. Mai 2022 um 23:13

    Hallo Schotte,

    ja, das 2x8" in etwa wie ein 15"er zu sehen sind war auch mein erster Gedanke.

    Nur der eine 15"er wird halt von der Abstahlung her zu höhereren Frequenzen, wie du schon richtig schreibst, einfach enger. Bei zwei nebeneinander sitzenden 8"ern kommt aber dann noch ein "schönes" Interferenzmuster dazu, da diese dann eben nicht mehr wie ein einzelner 15"er mit etwa gleicher Breite abstrahlen. (oder habe ich da jetzt etwas übersehen?)

    Wie dem auch sei, auch wenn 8"er schön klein sind, kommt man wohl bei 2 davon nebeneinander an einer tiefen Trennfrequenz inklusive großem Horn und 1,4" Treiber nicht vorbei... ;)

    Viele Grüße,

    Fux

  • Horizontales Abstrahlverhalten 2er nebeneinander liegender 8" Lautsprecher

    • Fux
    • 6. Mai 2022 um 22:20

    Hallo Zusammen,

    Gehe ich recht in der Annahme, dass bei zwei 8" Midbässen nebeneinander die Trennfrequenz zum darüber sitzenden Mittelhochtonhorn nicht wesentlich über 850 Hz liegen sollte, damit die beiden Konuschassis in der Horizontalen keinen Blödsinn machen?

    Mein Ansatz ist dabei Lambda Halbe bei 20cm Membranmittenabstand, also 340 m/s durch 0,2 Meter durch 2.

    --> 1700 Hz / 2 = 850 Hz.

    Dann kommt für so ein Konstrukt (z.B. in einem Floormonitor) ja nur ein halbwegs tief trennbarer 1,4" Treiber mit entsprechend großem & tiefem Horn in Frage, was die Sache ja nicht gerade günstig und auch nicht sehr flach baubar macht...

    Oder denke ich da zu konservativ?

    Viele Grüße,

    Fux

  • Lautsprecher mit ordentlich Pegel "freiblasen"?

    • Fux
    • 16. Dezember 2021 um 14:59
    Zitat von marce

    https://www.kling-freitag.de/content/uploads/ds_m-152_de.pdf - was man damals so als "dezente Optik" empfunden hat :)

    ich würde mir die Weiche im Bereich des Aktiv-Passiv-Schalters mal anschauen und durchmessen...

    Die "dezente Optik" meinte damals wahrscheinlich, ohne Alukanten und Stahlecken.

    Ist da in der Schultzschaltung vielleicht ein Relais im Signalweg?

    Dann dürfte das das selbe Problem sein, wie bei älteren Endstufen im Ausgangsrelais.

    Bei zünftigen Pegeln gehts auf einmal wieder und wenn man's wieder mal nur nur leise spielen läßt "springt der Funke nicht über"....

    Dauerhaft hilft, wenn es das sein sollte, aber nur das Relais zu tauschen.

    (oder eben den erwähnten Umschalter, aber das hörte sich ja so an, als wäre dieser eh schon überbrückt worden)

  • I don't need that, 2.0

    • Fux
    • 3. Dezember 2021 um 10:48
    Zitat von skyworker

    Gegen einen Ohrwurm hilft übrigens ein belegtes Brot mit Schinken!

    Oder ein's mit Ei!

    Das sind dann zwei belegte Brote, eins mit Schinken...... ;)

  • Neues PA-System für großen Raum

    • Fux
    • 1. Dezember 2021 um 10:16

    Das System bekommt bestimmt keinen alternativen Nobelpreis, da es eine extrem schlechte CO2 Bilanz aufweist....

    (Viel Rohstoffe eingesetzt, bald entsorgt)

    Mit wahrscheinlich ähnlicher Gesamtkubatur könnte man einfach 2 gebrauchte MeyerSound MSL3 fliegen. Da ist wenigstens echte Sprachverständlichkeit da und es frisst das "vorgeschlagene" System auf dem Kraut.

    Für Musik dann irgenwelche ebenso gebrauchten doppel 18"er Bassreflexboxen dazu und fertig.

    Bei dem gegebenen Budget und der Hallengröße sich einen Kopf um Seitenabdeckung, Delaylines, Zonenbeschallungen etc. zu machen ist ja eh für die Katz'.

    So hört man wenigstens was.

  • Kombi, Hochdachkombi oder anderes Alltagsfahrzeug mit breiter/langer Ladefläche

    • Fux
    • 23. November 2021 um 11:35

    So einen Anhänger habe ich auch mal gehabt. Sehr günstiges Ladevolumen/Kosten Verhältnis.

    (vor allem die laufenden Kosten)

    Es war ein Tandemachs-Hochlader, Plane und Spriegel, Ladefläche 1,80 x 4,00 m und gerade so Stehhöhe mit 1,80 m.

    Alurampe von hinten unter der Ladefläche einschiebbar (unter abklappbarem Nummernschild).

    Superpraktisch, aber man benötigt dann auch ein entsprechendes Zugfahrzeug. (Golf o.ä. geht nicht ;)

  • Neues PA System

    • Fux
    • 22. November 2021 um 19:30

    Das ist doch beides ein gutes Zeichen, dass die Anlage nicht unterdimensioniert ist! ;)

  • Neues PA System

    • Fux
    • 22. November 2021 um 18:47

    Das mit dem Handyausgang ist sicher einen suboptimale Ansteuerung.

    Was ich aber auch vermute ist, dass z.B. bei der JBL Anlage die Subs tiefer gertrennt werden (oder steiler) und dadurch weniger Grundton aus den Bässen kommt. Das kommt einem dann viel leiser vor, aber mit den Tops dazu ist das dann wieder anders.

    Wenn die Subs wirklich tief (so etwa 100 Hz) getrennt sind, dann kannst Du mal testweise einfach die Subs ein paar dB lauter einstellen (nicht nur auf "einer Frequenz" anheben) und schauen, ob es Dir dann besser gefällt.

    Wichtig: Zum Vergleichen immer den selben Sound/ die selben Stücke nehmen, da die verschiedenen Songs und Produktionen ganz unterschiedlich klingen.

    Beispiel: Die American Recordings von Johnny Cash klingen immer so, als würde die Anlage zu viele Lowmids haben. Das ist aber so gewollt und muss so tun.

    Klingen da die Lowmids "wie von anderen Scheiben gewohnt" dann fehlt der Anlage da etwas.

    Da die Holzwände Deiner Party Location für die tiefen Töne nicht wirklich eine Begrenzung darstellen, wirst Du da wahrscheinlich die Bässe etwas anheben müssen.

    Wenn Du per parametrischen EQ die Bässe anheben willst, schau dass Du das nicht zu tief machst (da kommt dann hauptsächlich warme Luft raus, bzw. verpulverst Du viel Verstärkerleistung für wenig Effekt.

    (Unterhalb der Tuningfrequenz der Bassreflexboxen macht das Anheben eh nur die Bässe durch zu viel Hub kaputt und bringt keine echte Schalldruckerhöhung)

    Der "Nutzbassbereich" ist eher bei 60 bis 80 Hz.

    Verlier bei den Anhebungen nie aus den Augen, dass du schon für 3 dB mehr die doppelte Leistung brauchst, bei 6 dB die vierfache Leistung und für 10dB mehr die zehnfache Leistung...

    Deine Amps können schon was, also diese mit Ziel und Verstand benutzen.

    Sind nur geringere Lautstärken gefordert (z.B. Heimkino) ist zwar eine Anhebung unten bei 40 bis 50 Hz ganz nett, aber du verbrätst damit viel Leistung, die Dir nacher beim Maximalpegel und den wirklichen Nutzbässen um die 60 bis 80 Hz herum fehlt.

    Wenn Du meinst "jetzt habe ich eine fette, geile Einstellung gefunden", schlaf' 'ne Nacht drüber und hör Dir das am nächsten Tag nochmal an. Du wirst garantiert einen Teil der Einstellungen wieder rückgängig machen bzw. z.B. eine zuerst mit vieleicht 6dB als gut empfundenen Anhebung wieder auf 2 oder 3 dB zurücknehmen. Das Ohr ermüdet bei solchen "Tests" recht schnell und ist dann icht mehr frisch genug um eine gute Beurteilung des Gehörten vornehmen zu können.

    Viel Spaß!

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