Zitat von "Jens Droessler"Wenn das Delay exakt stimmt, habe ich bei lauterer Delaybox die Ortung auf dieser anstatt auf der Haupt-PA, das ist analog zum Pegelpanning bei Stereo: Das, was lauter ist, sieht man als Quelle an. Aus diesem Grund nutzt man den Haas-Effekt, der es erlaubt, trotz lauterer Zweitquelle die erste als Ursprung zu orten. Das erreicht man, indem man die Delayzeit für die Delayline etwas höher wählt als eigentlich nötig.
Allerdings kann sich das bei sehr perkussivem Signal durchaus auch als Problem erweisen, Doppelortungen bleiben dann nicht aus. Hier wäre die Lösung, viele sehr gerichtete Systeme über die gesammte Breite zu verteilen, damit man als Zuhörer immer "in Flucht" zwischen Hauptsystem und hörbarer Delay steht. Das ist allerdings eher unpraktisch...
Ich hatte es früher auch so gemacht, etwas mehr Delay für den Herrn Haas dazuzutun.
Seit einem Seminar bei HR. BobMCCarthy hat dieser mir die Augen geöffnet ![]()
So wie guma beschrieben hat, delay im Überlappungsbereich RICHTIG einstellen.
Und dann als Draufgabe Quasi dort auch den Level des Delays richtig einstellen.
Was dann passiert:
Dann hat man das von Dir beschriebene Phänomen nicht mehr.
Bewegt man sich näher Richtung Haupt Pa, entsteht die Ortung automatisch von dort, weil ja der level der Haupt PA anteilig höher wird.
Bewegt man sich weiter nach hinten, bleibt die Ortung immer noch auf der Haupt PA, weil die LEVEL und das Delay ja richtig eingestellt wurden.
Und ist man genau im Übergangspunkt, dann ortet man ebenfalls von Vorne, weil ja wie schon erwähnt, Level und Delay stimmen.
Ich hoffe, ich habe das verständlich ausdrücken können.
Wichtig ist allerdings ein richtiges positionieren des Messmikros, ein richtiges Einstellen des Levels von Haupt PA zu Delay, was man im Übergangsbereich ja schön messen kann, und dann die richtige Delayzeit.
Dann hat man auch keine Probleme.