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  2. billbo

Beiträge von billbo

  • Limiter für Techno VA: Overeasy oder hart?

    • billbo
    • 14. Januar 2011 um 17:07

    Ja, sie regelt auf das herunter, was ihr die Konstrukteur als echte Dauerleistung zubilligt; und nur die ist relevant, wenn es um thermische Langzeitbelastung des Lautsprechers geht. Ein einzelner Sinus ist halt der ungünstigste, aber am einfachsten messbare Fall.
    Gerade 'im Rausgehen' noch mal überprüft mit rosa Rauschen (über einen 150Hz – Tiefpass, um mein Schätzeisen nicht hoffnungslos zu überfordern). Da passiert nach einer halben Sekunde genau das Gleiche. Auch auf dem guten alten Analog – Oszi (mit 10:1 Tastkopf :D) sehr schön zu verfolgen.

    Passt im Übrigen auch recht schlüssig zur 'Nominal Power' – Angabe des Herstellers (also Netzaufnahmeleistung); lt. Datenblatt 1050 VA. Immerhin: ein Rest von Ehrlichkeit schimmert in diesem Fall für den, der's genauer wissen will, in den technischen Angaben noch durch.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Limiter für Techno VA: Overeasy oder hart?

    • billbo
    • 14. Januar 2011 um 14:04
    Zitat

    „Moderne“ Schaltnetzteilendstufen sind allerdings häufig selbst der beste RMS – Limiter, da deren aus Werbegründen angegebene Maximalleistung bei Dauersignalen nach wenigen Millisekunden auf einen Bruchteil zusammenbricht. Versuch’ mal, Double Bass - Passagen über eine Vortex 6 zu mischen


    Weil's so schön ist und sich gerade anbot, hab' ich noch mal nachgemessen. Kandidat: eine Digam 5000. Gerne angeboten mit, der Name suggeriert's ja schon, „2x 2,5 kW“. Boah Alda, 5000 Watt! Hamma ey!
    Testaufbau: 225V Netz rein, eine Seite betrieben mit 100Hz Sinus an 4 Ohm Lastwiderstand. Die Regelung funktioniert; übrig bleiben nach einer knappen halben Sekunde gemessene 37Veff. Macht für ein Pärchen 8Ohm – Lautsprecher einen maximalen thermischen Dauerstress von gut 170 Watt pro Chassis. Wie's ausschaut, wenn die andere Ampseite am gemeinsamen Netzteil auch noch belastet wird, habe ich gar nicht erst ausprobiert. Sicherlich nicht schöner.
    Das reicht dann nicht mal zum Grillen von zwei 30 Jahre alten EVM 15L.

    RMS Limiter? Ist doch schon drin... :lol:

    Ende der 70er hatte ich mal ein Pärchen RSD 800b, für Kontinentaleuropa damals angegeben mit 2x 450W/ 4Ohm (wenn ich mich richtig erinnere). Zugegeben, ein wenig unhandlich waren die Teile schon. Aber raus kam da deutlich mehr.

    Nun gut, zum Ausgleich haben wir heute halt Chassis mit 3 dB schlechterem Wirkungsgrad als damals.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Limiter für Techno VA: Overeasy oder hart?

    • billbo
    • 13. Januar 2011 um 15:49
    Zitat

    Riech doch das nächste mal nach 6 Stunden Techno-Dauerbetrieb unter Last an den Treibern deiner Sub´s oder halte die Hand davor ich verspreche dir, du kannst die Hitze förmlich spüren.

    Dreh leiser, das hilft thermisch ungemein.

    Zitat

    ( z.B. LiveActs mit ungemastertem Zeug)

    Aha. Und gemastert wird’s dann dynamischer?

    Zitat

    Das ist teilweise fast Gleichspannung was die Spule und Spulenträger dort geschenkt bekommen.

    Das ist – nicht nur teilweise – leider barer Unsinn.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Limiter für Techno VA: Overeasy oder hart?

    • billbo
    • 13. Januar 2011 um 15:28
    Zitat

    Bei dem VCR Beispiel war mit Sicherheit keinerlei Schutzschaltung am Start. Die Frage wäre aber: hätte denn überhaupt eine gegriffen?

    Ja. Analoger Fernsehton hat maximal FM – Qualität. Ein simpler Tiefpass bei 15kHz hätte es vermutlich getan.

    Zitat

    Wenn aber das Pult wegen Übersteuerung irgendwelchen Mist produziert, kann der im ungünstigsten Fall am Limiter vorbei laufen.

    Nicht wenn der auf den ungünstigsten Fall ausgelegt ist.

    Zitat

    D. h., wenn ich so einpegel, dass ein Überfahren des Mischpults ausgeschlossen ist, läuft die gesamte Kette safe.

    Nein, das Problem sind überfahrene Endstufen. DAS muss ausgeschlossen werden.
    „Moderne“ Schaltnetzteilendstufen sind allerdings häufig selbst der beste RMS – Limiter, da deren aus Werbegründen angegebene Maximalleistung bei Dauersignalen nach wenigen Millisekunden auf einen Bruchteil zusammenbricht. Versuch’ mal, Double Bass - Passagen über eine Vortex 6 zu mischen :lol: .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Limiter für Techno VA: Overeasy oder hart?

    • billbo
    • 13. Januar 2011 um 14:42
    Zitat

    Einverstanden. Dann einigen wir uns daraum, dass die interne Signalverarbeitung im Pult nicht mehr linear verläuft.

    Nee, das ist mir wieder zu schwurbelig. ‚Rechteck’ bzw. die Annäherung daran stellt bereits den ungünstigsten aller Signalfälle dar und beinhaltet alles. Crestfaktor ca. Null. Obertonanteil und 'Nichtlinearitäten' ca. unendlich.

    Bei Deinem angeführten VCR - Hochtönergrill – Beispiel handelte es sich höchstwahrscheinlich um unerkanntes hochfrequentes Schwingen. Und fehlende Schutzschaltungen dagegen :roll: .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Limiter für Techno VA: Overeasy oder hart?

    • billbo
    • 13. Januar 2011 um 12:54
    Zitat

    Ein Rechtecksignal muss es ja auch gar nicht sein, was da aus dem Pültchen heraus kommt. Ein großer Anteil an Obertönen kann schon ausreichen

    Ein Rechteck ist ein Sinus mit (sehr :roll: ) großem Obertonanteil.

    Zitat

    Wenn dann zusätzlich noch das schon "verzerrte" Signal des Diskomischers durch eben diesen unfreiwillig komprimiert wird ...

    Ein Rechteck kannst Du nicht komprimieren, weder freiwillig noch unfreiwillig. Bei sehr kurzen Regelzeiten (unterhalb einer Halbwellendauer) wird nach und nach wieder ein Sinus draus.

    Zitat

    (weil das Netzteil eben bei Spitzen nicht mehr mitkommt)

    Ein Mischpultnetzteil ‚kommt immer mit’, selbst wenn Du bei Vollaussteuerung alle Ausgänge incl. Kopfhörerverstärker kurz schließt. Sonst isses kaputt.

    Zitat

    ...hat man eine Kombination, die durchaus in der Lage ist, speakergefährended zu wirken.

    Wenn alle Wege der angeschlossenen Lautsprecherkombination korrekt begrenzt sind ist da gar nix gefährdet. Gefährdend wirkt ausschließlich der Optimismus all zu experimentierfreudiger Schwellwerteinsteller.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Limiter für Techno VA: Overeasy oder hart?

    • billbo
    • 13. Januar 2011 um 01:04
    Zitat

    Wenn Mensch allerdings auf Grund verschiedener Substanzen so gar keine Informationen mehr verarbeiten kann ...


    Geht es bei Unterhaltungsveranstaltungen rund um ‚elektronische Musik’ nicht ausschließlich darum? Entschuldigung, konnte nicht widerstehen.

    Jungs, ganz ehrlich: Ihr habt vielleicht Sorgen.

    Betriebssicher (auch gegen krasse Fehlbedienung) betreibbare Anlagen sind seit mindestens 30 Jahren Standard; spätestens seit Einführung der ersten BSS – Modularweichen Anfang der 80er Jahre. Und eigentlich auch schon ein 3/4 Jahrhundert länger; richtig bemessene Röhrenverstärker – Lautsprecher – Kombinationen kill(t)en niemals die Chassis. Selbst ganz ohne Limiter nicht.

    Wenn es hörbar pumpt – isses zu laut. Leiser drehen!
    Wenn der Playbackabspielkünstler davon nix merkt – isses eh wurscht. Medikamentenschrank abschließen!

    Und nein: weder ein 45 Hz – Sinuston noch ein clippendes Discomischpültchen vorm Controller sind in der Lage irgendetwas zu den Chassis zu schicken, was auch nur im Entferntesten mit Gleichstrom zu tun hat. Das können nur clippende oder defekte Endstufen.
    Das hatten wir hier schon mehrmals. Nützt aber anscheinend nix.

    Mann, mann, mann.
    Was ist sonst noch so alles in den Kartons drin, mit denen das lila Zeugs geliefert wird?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 11. Januar 2011 um 14:38

    IDN 2: Ein Monat Tour, 4! mal Nightlinerwechsel. 1.) kaputt, 2.) kaputt, 3.) kaputt, 4.) kaputt. Sehr schön.

    Incl. der kürzesten Nightlinerfahrt meines Lebens, im Anschluss an ein recht erfreuliches Day Off – Hotel irgendwo im Osten. „Jungs, der Bus ist aus der Werkstatt zurück; EPS geht wieder. Alles einsteigen, ab zur Halle“. Gesagt, getan. Zieh mal zwei Meter vor, damit der Merch an die Bays kommt. Und jetzt wieder zurück, da will jemand aus der Hotelausfahrt.
    Ähm, tja – sorry. Gang geht nicht rein... :roll:
    Nach nicht mal einer Stunde kriegt der wichtige Manager eines bedeutenden Schlagerkünstlers, der zufällig ebenfalls im selben Hotel nächtigte (Aha. Deshalb sah ein Teil der Autogrammjäger heute morgen vor der Lobby ein wenig anders aus als gewohnt) und mit seinem Schützling im dicken Audi nicht vorbei kommt, einen Tobsuchtsanfall: „Seid Ihr wahnsinnig? Ihr könnt doch hier nicht stundenlang alles blockieren!“. Können wir wohl, siehste ja. Schieb doch.
    Sein Chef immerhin ist deutlich entspannter. Pech, shit happens, bestell' halt ein Taxi.

    Für örtliche Taxiunternehmen, Lastentaxifahrer und Bus – Abschleppdienste wurde es immerhin noch ein ziemlich erfreulicher Arbeitstag.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 11. Januar 2011 um 14:32

    IDN: Motörhead mit 99 dB/A leq Soundlimit in einer lärmigen Schweizer Eissporthalle.

    Wenn sich 'die lauteste Band der Welt' in der Schweiz ankündigt, dann schickt das zuständige örtliche Amt für öffentliche Ordnung nicht einfach nur den obligatorischen Messtechniker (den selbstredend der Veranstalter bezahlen darf) – nein, den Spaß will man sich nicht entgehen lassen, und begibt sich daher auf einen gemütlichen Abend mit der halben Ordnungsamtsmannschaft persönlich in die Halle. Ein schwitzender Messknecht, daneben 2, 3, 4 erwartungsfrohe Amtsstubengesichter – schon mal eine klasse Ausgangssituation.
    Mit meiner Truppe geht das so einigermaßen. Gitarren auf 'Badewanne', ein Pärchen DBX 160X in den Master, fertig. Klingt fett und auch ein bisschen nach laut, ohne die Messeinrichtung allzusehr zu beeindrucken. Nach 45 Minuten lande ich zielgenau bei 98,5; das lässt Platz für einen schönen Schlussakkord und bringt mir anerkennendes Schulterklopfen des Messscherifs. Und ein paar leicht enttäuscht wirkende Blicke seitens des Amtspersonals.

    Die werden dennoch auf ihre Kosten kommen. Denn der Kollege nach mir (ein etwas jüngerer Audiolease – Mann; 'Howie' ist inzwischen auf Rente) ist von Anfang an völlig chancenlos. Intro und ab: „We're Motörhead, and we play some Rock'n Roll“. Gewaltiges Mittenbrett von der Bühne, das Publikum in der Halle ist ebenfalls richtig schön laut geworden. Nach zwei Minuten hat sich die Bildschirmanzeige gleich mal auf sportliche 108 eingepegelt – und von der Band hört man eigentlich immer noch nicht sonderlich viel. Da kann er jetzt machen was er will; da kommt er heute nie wieder nennenswert von runter.
    Begeisterte Gesichter bei den Ordnungshütern. Na also, doch nicht umsonst herbemüht, es wird tatsächlich was geboten. Der Bußgeldbescheid wird sicherlich mindestens satt vierstellig.

    Das Streben nach insgesamt leiseren Konzerten in allen Ehren. Auch ich bemühe mich stets, irgendwo im Bereich der 100 dB/A leq zu bleiben, wo immer das möglich ist. Auch ohne Messonkel daneben.
    Wenn aber 5000 enttäuschte Schweizer Rocker auf einem Motörhead – Konzert „lauter! lauter!“ brüllen und man in dem Getöse lediglich anhand von 400 flackernden PAR – Lampen erahnen kann, von welcher Seite der Halle wohl die Musik kommt: das hat irgendwas von Kulturschändung :D .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Kabelbruch Chinchkabel Technics 1210er

    • billbo
    • 7. Januar 2011 um 12:26

    Mach folgenden simplen Versuchsaufbau: ein DJM irgendwas, ein 1210 mit Schirmung über Masseleitung, einer mit Schirmung über Cinchleitung; angeschlossen an eine bassstarke PA. Tonarm auf stehende Platte, Gesamtverstärkung des Systems bis kurz vor Selbsterregung durch Raummoden, Tonarmresonanzen o.ä. (bei Einrichtung lautstarker Technoevents wird das so gemacht und später durchaus auch ausgereizt).
    Beim Vergleich zwischen beiden Geräten wirst du feststellen: während sich das Original noch als völlig brummfrei darstellt, liefert das verbastelte Exemplar bereits einen heftigen 50Hz – Brumm. Der Unterschied ist drastisch!

    Von diesem ganzen DJ – Gedöns habe ich herzlich wenig Ahnung; das rangiert in meinem Bewusstsein irgendwo zwischen überflüssigem Backlinekram und Spielzeug für pubertierende Fünfzehnjährige. Einzig wichtige Regel dabei: Rausgabe ausschließlich gegen Vorkasse.
    Wenn dann aber tatsächlich irgendjemand bereit ist, Miete für so was zu zahlen – dann hat er auch ein Anrecht darauf, die Geräte in unverbasteltem Originalzustand zu bekommen; frei von jeglichen Möchtegern - Verschlimmbesserungsmodifikationen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Schönen Feiertag

    • billbo
    • 6. Januar 2011 um 18:58
    Zitat

    Aber ich hab ja den Verdacht, das es nur deswegen ein Feiertag ist, damit man zu hause angetroffen wird, wenn die Sternsinger unterwegs sind zum Geld einsammeln

    Ein SEHR feiner Gedankengang :lol:.
    Die Katholen waren von je her immer schon auch ein sehr geschäftstüchtiges Völkchen.

  • Kabelbruch Chinchkabel Technics 1210er

    • billbo
    • 6. Januar 2011 um 12:42

    Nein, tut man nicht.

    Zum Einen verschlechtert sich, je nach verwendetem Mischpult, der Fremdspannungsabstand ganz erheblich. Man baut sich von vornherein an delikatester Stelle eine schöne Antenne/ Brummschleife ein.
    Zum Anderen habe ich mir glaubhaft versichern lassen, dass das eine oder andere ‚Scratchprogramm’ (damit kenne ich mich allerdings leider wirklich überhaupt nicht aus) dann nicht mehr ordentlich funktioniert.

    Ich habe alle derart modifizierten Geräte im eigenen Bestand wieder rückbauen müssen. Ein Pärchen davon mit roten Ohren bei laufender Baustelle – aber der Kunde hatte, entgegen meinen Behauptungen, leider Recht... :oops:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lautsprecher-Phänomen

    • billbo
    • 5. Januar 2011 um 23:23

    Mein leicht ketzerischer Geheimtipp: ein simpler Wako irgendwo in der Zuführung oder Schwingspule. Das ‚Kratzen’ sind Aussetzer bei mechanischer Belastung des beweglichen Teils der Konstruktion. Die sich bei offenen Enden (und nur dann) natürlich nicht bemerkbar machen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Ich hab es immer gewußt - der ewige Kreislauf

    • billbo
    • 5. Januar 2011 um 22:43

    Wichtig dürfte vor allem sein, dass Timealignementfehler nur minimal und wenn, dann ‚richtig rum’ vorliegen: HT, MT und TT kommen in dieser Reihenfolge am Ohr an.
    Homogenität des Abstrahlverhaltens dagegen interessiert den Musiker ‚auf Achse’ vor seinen Monitoren nicht.

    Ich war letztes Jahr einige Wochen lang als Monitorer mit einer lautstarken Altrockband auf Europatour. Deren Sänger und Chef bestand ausdrücklich auf Mitnahme seiner beiden betagten Zeck 3Weg – Wedges. Die Jungs sind erfahrene Altprofis und produzieren seit Jahren ihre und fremde CDs (keine Demotracks, sondern internationale Veröffentlichungen) im eigenen Studio. Dennoch war ich anfangs natürlich skeptisch – und musste mich eines Besseren belehren lassen.
    Der tägliche Direktvergleich mit allem, was es an Profizeugs an der Wedgefront so gibt (L-Acoustics/ Martin/ Turbosound/ D+B/ Nexo/ ... – usw. usw., wirklich ALLES dabei – ergab ganz eindeutig: klanglich konnte keine einzige der hochgelobten Pro – Kisten auch nur entfernt mithalten! Klar waren die Oldies z. T. deutlich früher am Ende; ein gebiampter TFM 450 hat da doch ein paar mehr Reserven zu bieten als ein 15L + Audax MT + Mini – Ringstrahler + Passivweiche. Aber der Sänger verstand es, immer genau innerhalb des Grenzleistungsbereichs seiner Lieblinge zu bleiben und war rundum glücklich.
    Und nach einigen `zig Direktvergleichen auf einigen `zig Bühnen konnte ich ihn immer besser verstehen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Pimp my LS9..

    • billbo
    • 2. Dezember 2010 um 13:54
    Zitat

    das die yamaha preamps nicht der oberbringer sind ist doch aber eigentlich auch schon jahre bekannt, ...

    Wenn Du wüsstest, wie viele der 'seit Jahren bekannten Szenewahrheiten‘ sich im Laufe der Jahrzehnte nach einiger Zeit als dummes Zeug entpuppt und in Luft aufgelöst haben :-D. Vor 15 Jahren etwa galten Schallzeilen unter 'Soundprofis‘ als völlig veraltetes, für ernsthafte Anwendungen vollkommen ungeeignetes Ela - Gerümpel aus grauer Vorzeit, mit dem ein paar ältere, grau bekittelte und unbelehrbare Installations – und Rundfunkhanseln vergeblich versuchten, irgendwelche Kirchen oder Bürgerhäuser zu beschallen. Und selbst heute wird immer noch wieder schwadroniert, einige Pulte müssten „heiß“ gefahren werden; erst dann würden sie wirklich 'klingen‘ (dass das lediglich etwas mit unterschiedlichen Charakteristiken und Arbeitspunkten von Pegelanzeigen zu tun hat wird dabei elegant ignoriert...).

    Meines Wissens steht ein ernst zu nehmender Doppelblindtest zwischen verschiedenen Digitalpultkonzepten und – Herstellern immer noch aus. Jegliches Statement (und auch jeder vermeintliche Allgemeinkonsens) zum 'Sound‘ dieser Geräte ist daher mit Vorsicht zu genießen, weil zwangsläufig subjektiv.

    Ich habe in den letzten ca. 30 Jahren als Tonler bei einigen tausend Konzertveranstaltungen, von filigranem Akustikgezumpel bis zu wüstem Bloodmetalgetöse, mitgewirkt. In allen Größenordnungen, von Kneipe bis Stadion. Seit etwa 5 Jahren sehr häufig mit diversen Yamaha Digipulten. Nicht aus Begeisterung oder weil ich Fan dieses Herstellers wäre, sondern weil’s faktischer Industriestandard ist.
    Dabei habe ich mit Yamaha Digital einige herausragende Konzertsounds gehört oder auch selbst erreicht. Sowie auch etliche schauerliche Zumutungen erlebt (oder auch selbst erreicht :oops:... :D). Am 'Sound‘ von irgendwelchen Mischpultein- oder Ausgangsgangswandlern lag beides ganz sicher nicht.

    Wer glaubt, den Durchschnitt seiner Livetonergebnisse mit Hilfe irgendwelcher audiophil 'höherwertigen‘ Gerätschaften als M7 und Co. entscheidend verbessern zu können, der hat die wirklichen Probleme seines Aufgabenbereiches noch nicht verstanden.

    Zugegeben: auch ein subjektives Statement.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Pimp my LS9..

    • billbo
    • 1. Dezember 2010 um 11:25
    Zitat

    Und noch ein Gedanke zum Sound: Kann es sein, daß die LS9 oft auf Baustellen steht, wo die anderen Komponenten bei der Veranstaltung eher nicht High End sind? Die Clubshows und Stadtfeste mit zu wenig PA, schlechten Controllern, schlechten Bands? Freut Ihr Euch nicht an solchen Tagen, "wenigstens" eine LS9 dastehen zu haben? Vielleicht wart Ihr ja wirklich am nächsten Tag bei einer super toll ausgestatteten Mucke, bei der Euch Eurer eigenes Pult bezahlt wurde und habt dann einen Unterschied gehört. Aber lag das dann wirklich nur am Pult?

    :!: Einer der einfachsten und zugleich wichtigsten Gedanken, die je hier zu lesen waren. Jeder der meint über die Relevanz des 'Sounds' von Pulten für den praktischen Livebetrieb urteilen zu können sollte sich diese Frage vorher mindestens 3 mal stellen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Gagenempfehlungen

    • billbo
    • 29. November 2010 um 22:43

    Das ist auch meine Erfahrung. Wenn man die 'teuren Jungs‘ mit den dicken Tagesgagen im Real Life denn wirklich mal trifft, dann arbeiten sie stets AUSNAHMSWEISE, und nur aus alter Freundschaft, und weil’s ja für die gute Sache ist, und wirklich nur diese eine Mal, und weil ja auch lukrative Folgeaufträge daran hängen, und..., und..., und..., - für den üblichen doppelten Tageshunni. Plus/minus 20 Euro; Reisetage die Hälfte.

    Oder man trifft sie überhaupt nicht. Weil sie zu Hause sitzen und auf standesgemäße Jobs warten.

    Im Bereich des 'sich selbst was in die Tasche Lügens‘ sind wir in der Tonschrauberbranche tatsächlich richtig weit vorne mit dabei :-D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Rock'n'Rollator

    • billbo
    • 27. November 2010 um 23:18

    Unterhaltungsmusik – auch wenn R&R drauf steht und live und mit Stromgitarren gemacht – ist Teil des Marktgeschehens. Solche Tourighettos sind außerhalb der Saison Geisterstädte und billigst zu kriegen. Infrastruktur ist vorhanden, Anwohnerbeschwerden sind nicht zu befürchten. Wenn sich’s für Betreiber, Promoter und Künstler rechnet: warum nicht? Wirtschafts – oder Politikprofis würden was von 'neuentdeckten Synergieeffekten‘ schreiben.
    Ganz neu ist die Idee aber nicht. Ich kenne so was aus England (Hardrock Hell :D Prestatyn Sands, am gegenüber Liverpool liegenden Mersey – Ufer). Richtig übel, da würde ich selbst im Sommer nicht mal für Gage Urlaub machen wollen. 'Raus aus dem Nightliner – Gig machen – nix wie weg‘ ist aber auch dort ganz in Ordnung. Immerhin sind die Dixieklos da inklusive Kleinküche, Ruheraum und Stromanschluss (zu aktivieren mit Chipkarte).

    Wochenmagazine vollschreiben ist übrigens auch Teil des Marktgeschehens. Anders als bei gelegentlicher Schreibselei in Internetforen muss da alle paar Tage richtig viel Text her, auch wenn da draussen gerade mal eher nicht so viel los ist; journalistische Topleistungen darf man dann nicht unter allen Umständen erwarten. In diesem Fall allerdings scheint mir der Autor dabei innerlich noch ein ganzes Stück älter zu sein als die Szenerie, über die er sich da ein wenig wohlwollend – herablassend meint auslassen zu müssen.

    Jeder Generation sei ‚ihre‘ Musik und Jugendkultur gegönnt, und auch die Art und Weise, sie auch im weiteren Lebensverlauf zu genießen und zu feiern. Von langen Haaren, Backenbart, Parka und verzerrten Gitarren waren meine Eltern sicherlich ebenso begeistert wie ich von uffzuffz – Playbackbedienern mit türkis gefärbtem Mecki überm Augenbrauenpiercing. Und wenn ich dereinst meinen Pflegern mit Stones, Who und Led Zeppelin mal ähnlich störrisch auf die Nerven gehe wie uns seinerzeit Opa mit Marschmusik und Rudi Schuricke – dann weiß ich, dass ich nicht Alles komplett falsch gemacht und mir einen kleinen Rest meiner Jugendwelt bewahrt habe.
    Wir hatten Bob Dylan, Neil Young und Leonard Cohen. Ihr hattet Scooter, Blümchen und DJ Bobo. Passt schon.

    The times they are a – changin‘! :D

    Mit alterndem Gruß
    BillBo

  • Schlagzeug im Takt per Trigger beleuchten

    • billbo
    • 19. November 2010 um 22:49

    Vor vierzig Jahren haben wir eine 60W – Glühbirne in die Bassdrum gehängt und einen Treppenlichttaster unter die Fußmaschine gebaut.

    Aber das ist für die Ansprüche der heutigen Zeit sicherlich ein bisschen zu analog, ne?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Livemitschnitte

    • billbo
    • 18. November 2010 um 00:42

    Jo. Was wäre der Job ohne die kleinen persönlichen Highlights, die es Gott sei Dank hin und wieder immer noch gibt. Und das kann auch mal ein Clubkonzert vor gerade mal 150 zahlenden Männekes sein.

    @ tonholg:
    Kaufen? 8) :roll: :D

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