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Beiträge von billbo

  • Lampen mit Trafo dimmen

    • billbo
    • 21. Januar 2010 um 13:01

    E – Technik habe ich nicht studiert (bzw. im mathematischen Vorsemester gerade noch rechtzeitig erkannt, dass das wohl irgendwie nicht meine Welt werden würde). Aber für ein paar Grundkenntnisse reicht’s dank Google trotzdem.

    Zitat

    Es funktioniert nicht, 30 Pinspots mit 30 Watt Halogenleuchtmittel an einem 1 KW Dimmer zu betreiben, obwohl die zusammengezählten 900 Watt Licht ja im grünen Bereich wären, da durch die Phasenverschiebung durch den vorgeschalteten Trafo eine Blindleistung entsteht, in dessen Folge ein viel höherer Strom entsteht, der erst den Dimmer und in Folge auch die Lampen zerstört.

    Klingt schlau. Ist aber ziemlich falsch, und das eigentliche Problem wird gekonnt übersehen: genau die Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung bewirkt dass der Triac die angeschlossenen Trafos anteilig zum Halbwellenbetrieb zwingt und damit in die Sättigung treibt, da er den Zündimpuls (für die 2. Halbwelle) zu einem Zeitpunkt bekommt, an dem er damit nichts anfangen kann.

    Und der Tomy ist ein gewiefter Hund :D.

    Prinzipielle Erörterungen über Reihenschaltungen von Speisung, Steuerung (in diesem Fall Phasenanschnitt -), Entstörung und Last ("nur drei Entstördrosseln in der Zuleitung...") sollten wir im Übrigen besser außen vor lassen. Da kann es ziemlich komplex werden.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lampen mit Trafo dimmen

    • billbo
    • 20. Januar 2010 um 23:48

    Ganz einfach eine Frage des 'thermischen Headrooms' der Trafo/ Verbraucher - Kombination. Diesen empirisch zu ermitteln bleibt ein Glücksspiel. Und das kann, muss aber nicht in jedem Fall gut ausgehen.

    "Dat hält schon". :roll:

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Ständiger Kampf mit der Technik (Stadthalle Langen)

    • billbo
    • 20. Januar 2010 um 23:37
    Zitat

    Der Einbau solle noch im Januar erfolgen. Dann solle zudem die Tontechnik komplett eingebaut sein. Erst dann könnten Messungen stattfinden, um die Anlage perfekt einzustellen. Und dies nehme noch mal einige Zeit in Anspruch.

    Die können da einbauen und messen und einstellen so viel sie wollen. Die Hallenakustik (ein Würfel aus Hartholz mit einem kleineren Würfel aus Hartholz hintendran) ist so obermies – das wird nie etwas; daran hat auch der Umbau nichts geändert. Das örtliche Kulturamt sollte statt dessen lieber sammeln für 5 Tonnen Molton.
    Wenn das Ding auf einem Tourplan auftaucht weiß ich: das wird ganz sicher nicht mein Tag.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lampen mit Trafo dimmen

    • billbo
    • 19. Januar 2010 um 16:50

    Das Ganze ist mindestens 20 Jahre her. Kein Dimmerfabrikat welches heute noch eine Rolle spielt (tatsächlich hatten wir die Teile in Zusammenarbeit mit einem OEM – Hersteller selbst entwickelt und gebaut/ bauen lassen; ein paar davon tun heute noch in der einen oder anderen Festinstallation ihren Job). 2 kW Standardteile mit Q6040 Triacs; als Besonderheit Entstördrosseln in den 3 Phasen der 2x 63A Speisung.
    Angeschlossen waren (auf einem großen Messestand) u. a. mehrere hundert Pinspots; jeder mit eigenem Trafo im Gehäuse. Die zu dimmen war eigentlich nicht vorgesehen; die 'technische Messestandaufsichtsperson' (morgens einschalten, abends ausschalten, zwischendrin ein paar mal Jingles einspielen und die Compactcassette mit Hintergrundmusik umdrehen) entschied jedoch irgendwann, dass die Dekobeleuchtung ein wenig dunkler zu sein hätte.
    Ergebnis: die Trafos starben einer nach dem anderen den Hitzetod. Da gibt’s dann 2 Möglichkeiten: mit etwas Glück brennt nach den ersten Windungsschlüssen eine Sicherung oder die Wicklung selbst durch – dann wird’s einfach dunkel. Mit etwas weniger Glück verkokelt vorher die Isolierung zwischen Primär – und Sekundärwicklung (Pinspottrafos sind billigste Dutzendware) – dann gibt’s ein schönes Feuerwerk und es zeigt sich, dass Halbleiter fast immer flinker sind als die flinke Schmelzsicherung, die ihren Tod eigentlich verhindern soll.

    Aus Erfahrung lernen: Trafos dimmt man nicht :D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lampen mit Trafo dimmen

    • billbo
    • 17. Januar 2010 um 11:13

    Biby, wie schon beschrieben: die Schäden am Dimmer waren/ sind hier nur die Folgeschäden aufgrund der verkochten Trafos, die dann irgendwann einfach Kurzschlüsse produzieren. Kupferlackdraht ist zwar erstaunlich leidensfähig, aber eben auch nicht unbegrenzt thermisch belastbar.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • End Fire Array

    • billbo
    • 17. Januar 2010 um 11:04

    @ Campfire: ja, das funktioniert. Ist auch logisch: das, was Du beim ‚Verstimmen‘ auf Achse an perfekt phasenrichtiger Addition dann verlierst gewinnst Du natürlich off axis (wo’s dannn wieder besser stimmt) dazu.

    @ Jens Droessler: bei Endfire geht’s um den Zugewinn per Addition auf Achse. Die Auslöschung zu den Seiten und nach hinten ist da eher das statistische (interferenzbedingte) Nebenprodukt. Und natürlich ist der hinterste die Nulllinie; alle davor kommen zeitrichtig (also verzögert) dazu - genau dann, wenn die Welle von Nr. 1 schon da ist.
    Übertragen auf die entgegengesetzte Seite der Wandlung hier also eher Keule/ Richtrohr als Niere.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Lampen mit Trafo dimmen

    • billbo
    • 16. Januar 2010 um 23:59
    Zitat

    Als konkreten Hinweis aus der Praxis:
    Lampen, denen ein Spulentrafo vorgeschaltet ist (z.B. Pinspots etc) lassen sich mit fast allen Dimmern problemlos betreiben, ...

    Das ist leider Käse. Und zwar genau aus dem Grund, den Tomy einen Post weiter oben bereits erläutert hat.
    Für ein paar Sekunden oder auch Minuten mag das gehen; im Dauerbetrieb riecht es irgendwann unweigerlich streng nach Strom. Und wenn man den Geruch nicht zu deuten weiß ist die Schadensreihenfolge dann Trafo > Lampe > Triac > Feinsicherung.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo
    (der - als ganz konkreten Hinweis aus der Praxis - zu Zeiten jugendlicher Unbekümmertheit schon mal einen ganzen Container voller verbrannter Pinspot/ Trafokombinationen entsorgt und dem örtlichen Elektronikshop den Triacumsatz seines Lebens beschert hat)

  • ermitteln der Feedback Schwelle Quelle->Mikro>PA

    • billbo
    • 9. Januar 2010 um 11:57

    Wie eigentlich immer ein hervorragendes Arbeitspapier aus der JBL – Schmiede, in welchem die Komplexität des Problems sehr anschaulich darstellt wird. Aber auch die darin durchgerechneten Musterfälle müssen zwangsläufig viele für die Praxis maßgeblichen Parameter außen vor lassen; so etwa die erwähnten unidealen Wandlereigenschaften (gemalte ‚Nieren‘ sind immer viel hübscher als die Realität) oder sich dynamisch mit dem Füllungsgrad ändernde Raumeigenschaften. Außerdem gilt jede der Musterrechnungen natürlich nur für genau eine Mikrofonposition, eine Schallquellenposition, eine Lautsprecherposition, eine Zuhörerposition. Und wohlweislich blendet der Autor Probleme im energiereichen tiefen Frequenzspektrum elegant aus, indem er die Angelegenheit bewusst auf den Sprachbereich eingrenzt („Below 500 Hz the response of the system can be gradually shelved, or attenuated, without seriously degrading the quality of speech.“)

    Am besten gefällt mir natürlich nachfolgender Satz; den würde ich als Fazit bedenkenlos unterschreiben:

    Zitat

    The practice of narrow-band equalization is complex, and it is best left to those who have been trained in it.

    M. a. W.: Probieren geht über studieren. Sag' ich doch :D.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • ermitteln der Feedback Schwelle Quelle->Mikro>PA

    • billbo
    • 9. Januar 2010 um 00:35

    Die Faustregel ist ganz einfach: es koppelt (= schwingt), wenn die Verstärkung Deines Gesamtsystems größer als 1 ist.
    Wenn Du einen Weg findest die gegen unendlich gehende Zahl der Variablen, die im Sonderfall ‚gemischter luftgekoppelter elektromechanischer Schwingkreis in Raum mit undefinierten Eigenschaften‘ darauf Einfluss nehmen, in eine Formel zu packen kannst Du auch ausrechnen, wie hoch genau dafür das Maß der (elektronischen) Verstärkung sein muss.

    Findest Du aber nicht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • ermitteln der Feedback Schwelle Quelle->Mikro>PA

    • billbo
    • 8. Januar 2010 um 19:56

    Das geht leider nicht so einfach wie Du denkst – weil die Verhältnisse viel komplizierter sind als nur einen simplen Zusammenhang zwischen Vektorrechnung, Richtdiagrammen von Wandlern und dem Verstärkungsfaktor einer Übertragungskette herzustellen.

    Ausrechnen (ich hab's noch nicht probiert) ließe sich das für einen Laboraufbau im Freifeld (bei totaler Windstille!) oder im schalltoten Messraum; und auch dort kämest Du wegen der Unvollkommenheiten der Wandler für jede Frequenz zu einem anderen Ergebnis. Im wirklichen Leben sind die wesentlichen Faktoren für das Zustandekommen von Rückkopplungen in den Eigenschaften des Raumes zu suchen, in dem die Übertragungskette arbeiten soll.
    Rückkopplung = Resonanz eines schwingenden Systems. Wann es dazu kommt hängt außer von Wandlereigenschaften, Entfernugsverhältnissen und Verstärkungsfaktoren wesentlich von Raumresonanzen, Reflektionen, Luftbewegungen, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Füllungsgrad durch Absorptionsmaterial (Publikum) usw. ab; Faktoren, die sich zu allem Übel auch noch sekündlich ändern.

    Mit anderen Worten: vergiss es. Ausprobieren; richtig viel und oft. Oder die Sache dem Erfahrungsschatz und Fingerspitzengefühl eines Livetonmenschen anvertrauen, der das seit Jahrzehnten macht.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Meinungen zum neuen Monacor Line Array

    • billbo
    • 5. Januar 2010 um 13:22
    Zitat

    Achtung: Eigentlich hätte ich nicht gedacht, dass in diesem Forum nochmal so grundlegend anfassen zu müssen ...

    Fehlannahme. :D

    Ansonsten der wichtigste Beitrag zu diesem Thema und in diesem Forum seit langem; auch für so manchen routinierten Praktiker und sonstige Experten lesenswert. Ich bezweifle, dass der typische Anwender von 'Mini – Linearrays' und/ oder modernen Tonsäulen – Nachfolgern jemals etwas vom Prinzip der Richtwirkung durch Interferenzen außerhalb des gewünschten, in diesem Fall vertikalen Zielbereiches (auch dort übrigens nicht gänzlich ohne Auslöschungen/ Pegelreduktion :D) gehört hat/ versteht warum das so ist/ das Verstandene zielgerichtet anzuwenden weiß.

    'Zylinderwelle' klingt halt allemal zeitgemäßer. Und ist dabei sogar orthographisch einigermaßen überschaubar.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das irrationale Verhältnis des gemeinen Beschallers zur Acht

    • billbo
    • 4. Januar 2010 um 15:45

    Ganz sicher. Allerdings zeigt die Praxis immer mal wieder, dass Dein Einwand durchaus nicht in jedem Fall so völlig von der Hand zu weisen ist... das sollte man also schon peinlichst genau prüfen, bevor man zum Teppichmesser greift :D. Andernfalls riskiert man eine unnötige Verschlechterung des allgemeinen Betriebsklimas im Nightliner.
    Ganz im Ernst: ist jemand schon mal vor so einer 12" Wand herumgekrochen um rauszufinden, ob das auserkorene Exemplar denn auch tatsächlich spielt? Dabei fällt einem dann schon auf, dass es - trotz des heftigen Gesamtlärms - vor jedem einzelnen Speaker ganz schön leise zugehen kann.
    Und eine "8" als mögliche Idealmikrofonierung für diese Position kommt einem dann eben nicht so ohne Weiteres in den Sinn.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Das irrationale Verhältnis des gemeinen Beschallers zur Acht

    • billbo
    • 4. Januar 2010 um 14:17
    Zitat

    sodann errechnen wir eine entfernung von der HH zur wand und wieder zurück zum HH mikro von etwa 1,8m.
    wenn wir jetzt nach der formel für die abnahme des schalldruckpegels über die entfernung rechnen und zusätzlich die wand mit 100% reflektion sehen (also ein perfekter schallspiegel), dann verlieren wir schon etwa 25dB!

    Wora, wie leitest Du die – 25dB zwischen 10cm und knapp 2m her? Selbst wenn wir die HH als homogenen Kugelstrahler annehmen (ist sie ganz sicher nicht!): das wird, glaub' ich, knapp :D; ich komme auf ca. 18dB. Aber: auch wenn Du die Mikrofonposition in 10cm Entfernung mit viel Probiererei so optimal hinkriegst, dass Du dort ein schön klingendes Schalldruckmaximum erwischt, so produziert der Rest von dem Teil trotzdem noch Krach. Der ist schon wieder weiter von Deinem Mic entfernt als Du glaubst, wird aber leider ebenfalls von der Decke reflektiert... mit etwas Pech addieren sich da dann Sachen, die Du ganz sicher nicht hören möchtest.
    Bei derartiger extremer Nahmikrofonierung sind auch so einfache Regeln wie das 1/R – Gesetz mit Vorsicht zu genießen und stellen lediglich theoretische Hilfsmodelle dar, die die praktischen Gegebenheiten nicht immer vollständig zu erfassen vermögen.
    Das Problem sind in einer solchen (leider nicht immer nur gänzlich hypothetischen) Situation auch weniger die Reflektionen der Schallquelle, die man abzunehmen gedenkt (also in diesem Fall der HH) als viel mehr der große Rest drumherum. Ich behaupte mal: der Power – Rimshot auf der Snare, nach 2m Luftlinie und 1x umgelenkt über eine hübsche Tiefgaragenbetondecke, kommt bei der HH – 8 mit ähnlichem Pegel an wie das diszipliniert gespielte Führungs – 1-2-3-4 der HH. Kanaltrennung: 0dB.

    Zitat

    Ich kenne keine E-Guitarristen, die so leise sind, dass das ein Problem wäre .

    Zur Gitarrenampabnahme: ich habe recht häufig mit den langhaarigen Kollegen zu tun, die auf der Bühne auch heute noch eine (oder gar mehrere) dieser komischen quadratischen Kisten mit den vielen 12“ern drin benutzen. Und da ist das durchaus ein Problem. Da zählt manchmal jedes halbe dB, wenn denn auch das Solo noch einigermaßen ordentlich rübergebracht werden soll; notfalls schneid' ich da schon mal einen Schlitz in die Frontbespannung und stecke das 57er so weit rein bis ich die Pappe spüre (und ziehe dann widerwillig :D einen cm zurück). Eine Acht kann ich mir an dieser Stelle bestenfalls als Audiencemicersatz vorstellen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Yamaha Studio Manager für I-Phone

    • billbo
    • 30. Dezember 2009 um 00:03

    Och – für den Fall, dass sich das Schlagerpartybummbumm vom Stadtfest nebenan mal wieder all zu vernehmlich bis hin zu meiner Feierabendliege im Garten auszubreiten weiß würde mir da sicher schon die eine oder andere sinnvolle Anwendung in den Sinn kommen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Berufskraftfahrer Gesetz

    • billbo
    • 23. Dezember 2009 um 13:57
    Zitat

    Demzufolge könnte man es auch so auslegen: Fahrten zum Kollegen, um zugemietetes Material abzuholen, fallen auch nicht unter die Handwerkerregel.

    Dann darf der Parkettverleger also auch nicht mal eben mit Geländewagen und PKW – Hänger zum Werkzeugverleih um sich eine Schleifmaschine abzuholen, weil seine gerade abgekackt ist? Das ist weltfremd.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Behringer, Midas und Klark Teknik unter einem Dach

    • billbo
    • 23. Dezember 2009 um 13:37

    Geld verdienen kann man sicher auch mit I-Live; nämlich wenn man es so macht wie Wora: sich einen festen Kundenkreis aufzubauen, dem man das Teil quasi als Erweiterung seiner eigenen „Personalleistung Ton“ regelmäßig auf die Rechnung setzen kann. Und dafür ist ein solches relativ kleines, leichtes, in weiten Bereichen persönlich frei konfigurierbares Konzept mit guten Audioeigenschaften ganz bestimmt nicht die schlechteste Wahl.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Behringer, Midas und Klark Teknik unter einem Dach

    • billbo
    • 23. Dezember 2009 um 13:04
    Zitat

    Den kompletten Quatsch mit Ein- und Ausgänge hin und her patchen braucht kein Mensch, und sowas soll der Übersicht halber auch nicht möglich sein.

    Endlich schreibt das mal jemand klar und deutlich!
    Die komplett frei konfigurierbare Bedienoberfläche ist das typische Traumfeature aller ‚Gear Sluts‘ mit reichlich Spaß am Spiel und sehr viel Tagesfreizeit. Der gemeine Tourtoni empfindet das eher als Alptraum. Dem bleiben für den ohnehin hoch komplexen Vorgang ‚Livemix‘ oft nur ein paar Minuten; manchmal sind es gar nur einige Sekunden, in denen das Notwendigste gerichtet werden muss. Feste, eindeutige Zuordnungen mit hohem Wiedererkennungswert sind dabei lebenswichtig – auch im Zeitalter der digitalen Signalbearbeitung.
    Die Vorstellung, auf einer Tournee jeden Tag erst noch die Bedienoberfläche eines anderen, mir wenig oder noch gar nicht bekannten Digitalpultes neu erfinden zu müssen (oder mir von einem überheblichen Babysitter, der sich wochenlang im Vorfeld damit beschäftigt hat erklären lassen zu müssen „was willst Du denn, ist doch alles ganz einfach...?“) finde ich alles andere als erbaulich. Deshalb steht in meinen Ridern unter ‚Digitalpult‘ auch grundsätzlich ‚Yamaha‘ (PM5/ M7/ notfalls LS9 – weil ich’s kenne und weil ich weiß, dass ich’s überall auf der Welt kriege). Andere NUR nach vorheriger ausdrücklicher Einverständniserklärung (auch ich lerne gerne dazu): nämlich dann wenn sichergestellt ist, dass ich am Showtag auf jeden Fall reichlich Zeit haben werde, das Teil in Ruhe auszuprobieren und mich zumindest mit seinen wichtigsten Eigenheiten vertraut zu machen. Im Klartext: wenn ich um 12:00 aus dem Nightliner krabbeln kann und eine fix und fertig vorbereitete örtliche Produktion vorfinde, sodass ich die nachmittägliche Einleuchtzeit ohne schlechtes Gewissen mit Kopfhörer und SM58 am FOH verbringen kann.
    Wie oft sich das im Real Life so alles 100%ig im Vorfeld sicherstellen lässt mag sich jeder selbst überlegen.

    Ansonsten stimme ich Deinem Pultkonzept im Großen und Ganzen zu, auch der Preis sollte keine ernste Hürde darstellen. Kannst du die Sektion „Effekte“ bitte von 4 auf 6 erweitern? 4 sind mir irgendwie immer mindestens einer zu wenig... meinetwegen dafür 5990,- UVP.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • Soundcraft GB-Pultausgänge

    • billbo
    • 21. Dezember 2009 um 19:36

    Da hat der Hias recht. Das gab’s in den 80ern schon mal, sogar bei ‘richtigen‘, voll modularen Pulten der Größenordnung 30.000,- DM und mehr (z.B. bei TAC/ Amek). Funktioniert in der Praxis problemlos, auch wenn es ganz sicher nicht ganz die feine englische :D Art ist. Ein wenig an den Haaren herbeigezogen könnte man sogar argumentieren: ein mal weniger überflüssiger Weise symmetriert = ein mal weniger Übernahmeverzerrungen im Nulldurchgang...
    Andererseits: bei einem Passat oder gar einer S – Klasse wär’s ein Aufreger. Bei einem Trabbi nimmt man’s achselzuckend zur Kenntnis - falls man es denn überhaupt bemerkt.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • I don't need that, 2.0

    • billbo
    • 21. Dezember 2009 um 10:48

    Dezembertouren in Tourbussen, deren Eigenwilligkeiten im Bereich Heizungs -/ Lüftungssystem lediglich vom stoischen Fatalismus des Fahrers übertroffen werden, diese beharrlich zu ignorieren.

    Nicht bzw. nur sporadisch funktionierende Standheizung - also tagsüber arktische Frische im Aufenthaltsbereich im Erdgeschoss. Wer’s etwas wärmer haben möchte macht die Kühlschranktüren auf.
    Nicht funktionierende Taktung der Ventile der Heizkreisläufe im ersten Stock - also nachts/ während der Fahrt pyroklastrische Ströme im Schlafbereich; zur Abwechslung weht hin und wieder ein kühlender Saharawind durchs 45 Grad Celsius warme Bettchen. Alternative: Heizung ganz aus. Ist aber bei Außentemperaturen unterhalb – 10° auch keine zufriedenstellende Lösung.
    Angebote, sich bei der Fehlersuche helfen zu lassen, werden vom Piloten über 3 Wochen wiederholt kategorisch abgelehnt. Selbst unmissverständliche Drohungen bewirken da rein gar nichts ...

    Gott sei Dank – es ist vorbei!
    DER Bus kommt auf 'ignore'.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

  • TD4 Einbinden aber wie

    • billbo
    • 1. Dezember 2009 um 12:11

    Da schließe ich mich mal weitestgehend an.
    Die Zeit für ‚Analogreste – FOHs‘ ist vorbei. Ein paar schöne, große Liebhaber – Analogplätze werden noch eine ganze Weile überleben; wo man heute jedoch noch auf abgerockte, einfache TRS – Insert – Pulte à la A&H GL-... o.ä. trifft hat man ganz andere Probleme zu lösen als die Einbindung eines Transendesigners. Auch bei Baustellen ‚aufm Dorf‘ sind die inzwischen von M7 und Co. (oder Pendants anderer Hersteller) abgelöst – zum Glück!
    Und da heißt es dann, wenn man denn unbedingt inserten will (und nicht gerade einen PM5D Standard mit analogen Preamps vorfindet): Ports opfern, 2 mal zusätzlich wandeln, XLRs stöpseln. In wie weit das überhaupt sinnvoll ist mag jeder für sich entscheiden. Die Dynamikfunktionen ALLER gängigen Digipulte arbeiten verdammt gut.

    Darf ich noch ein wenig ketzern (die Gelegenheit ist gerade so schön)? Den Transientendesigner – Hype habe ich nie verstanden. Für mich eines der überschätztesten Insertgeräte aller Zeiten; das Ding kann nichts, was ich nicht mit einem gute Gate und ordentlicher Vollparametrik mindestens eben so gut hin bekomme. In meinen Ohren wird damit der Klang einer jeden guten Trommel förmlich zerrissen; aus einer runden, saftigen, präzise gespielten Bassdrum wird im Nu ein gräßlicher ‚Knacks‘, gefolgt von einem indifferenten, zusammenhanglosen ‚Mumpf‘. Und ein schlechter, unsauber spielender Drummer mit Timingproblemen wird damit auch nicht besser.
    Auf großen Festivals (10 Min. Changeover, Line Check und los...) findet man die Teile mitunter noch in Reihe mit den Kanalgates für Kicks und Toms vor (es gibt da so ein paar Procon – Racks... ). Bypass – und sofort hört man wieder, wie die Bassdrum/ das Tom eigentlich klingen möchte und soll.

    Besonders populär ist meine Ansicht da allerdings sicher nicht :roll:.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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