Zitataber ich bin guter hoffnung, das es irgendwann auch die letzten noch verstehen werden. ich bin diesbezüglich ja erst einer der vorreiter...
Ich fürchte eher dass die Sache auf Dauer nach hinten losgehen wird. Pult = Backline (im Monitorbereich ist das ja inzwischen schon eher die Regel als die Ausnahme) ist ein gefährlicher Weg.
„Wird mich Dein Schlagzeuger auch noch anrufen und mir ein Angebot machen für den Fall, dass er sein Schlagzeug mitbringt?“
„Was nimmt Dein Keyboarder für sein E – Piano?“
„Was stellt mir Deine Band für Abnutzung ihrer Bühnengarderobe in Rechnung?“
Das sind so Fragen die mir als Veranstalter einfallen würden zum Anruf eines Bandtechnikers, der gerne mit seinem eigenen Werkzeug arbeiten und mir dafür eine Rechnung schreiben möchte.
Die großen Agenturen drücken das mitunter durch. Nennt sich ‚Buyout für technische Produktionskosten‘. Die professionellen Örtlichen nehmen’s mehr oder weniger zähneknirschend hin wenn begründete Aussicht darauf besteht, dass Alles in Allem trotzdem noch genug übrig bleibt (die haben natürlich Verträge mit ihren eigenen Dienstleistern; da muss die Masse stimmen, damit am Ende auch der Preis pro Tag stimmt). Die sind im Zweifel dann aber auch schnell mal geneigt zu sagen „nö, dann spiel‘ mit Deiner Kapelle bitte anderswo“.
Trotzdem wird es langfristig wieder üblicher werden, das eigene Lieblingsspielzeug mit dabei zu haben; schließlich schrumpfen die eigentlichen Kostenfaktoren (Transport und Logistik) mit dessen Größe und Gewicht zusehens. Nur leider zu anderen Konditionen als wir Techniker das gerne so hätten. "Mein Mischpult steht da sowieso. Warum soll ich Deins mieten? Aber wenn Du nett bist zahle ich den Helfer, der Dir beim Auf - und Abbau mit anfasst."
Mit freundlichem Gruß
BillBo