Ich würde auch linear vorschlagen. Wenn dann noch gute Mikrofone am Start sind, spielt das fast von alleine. Nur gucken, daß halt die Resonanzen im Raum ein bißchen rausgefiltert werden. Mitunter, nämlich wenn ein Saal akustisch auf Sprache ausgelegt ist, sollte man am besten sogar gar nichts EQen. Auf die verschiedenen Signale (Sprecher) reagierst Du dann mit deinem EQ im Kanalzug des Pultes. Zweifach semi- parametrisch sollte schon sein. In den Mitten muß man oft bei Qäukstimmen was rausnehmen (oft zwischen 1-2k) oder bei Mumpfelsignalen was ab 3k aufwärts reindrehen. S-Laute liegen ca. bei 8k und sind auch maßgebend für die Sprachverständlichkeit. Die Grundtöne von männlichen (ca 125Hz) und weiblichen Stimmen (ca 250Hz) sollte man auf keinen Fall abschneiden, evtl. sogar nen bißchen boosten, falls es zu dünn klingt. Alles was drunter ist wegcutten. Falls Subwoofer am Start sind, diese getrennt anfahren, weil die bei Sprache nix zu suchen haben.
Es ist übrigens so, daß das menschliche Ohr bzw. Gehirn sich die Grundtöne eines Klangs dazurechnet, falls sie fehlen. Z.B. beim Telefonieren ist das der Fall. Die Grundtöne haben ja Obertöne, anhand derer unser Gehirn das ausrechnet. Aber durch dieses Rechnen wird man müde, sprich: die Aufmerksamkeit und Konzentration läßt schneller nach. Was zum Ausprobieren: Demoversion von Smaart (http://www.siasoft.com/) runterladen und mit dem Spectrografen bißchen Stimme angucken. Frequenz über Zeit-Darstellung in Farbe.
Und was die Wahl des Summen-EQs angeht. Finger weg von Ultracurve und co. Die Dinger rauschen und machen Phasenschweinereien. So kann es z.B. kommen, daß du ein Feedback-Freqeuenzband rausziehen willst, es aber an dessen Eckpunkten verschmiert oder sogar angehoben wird. Da muß was Teures hin. Klark, BSS... kein Behringer, Yamaha, Alesis... Analog ist Trumpf.