Funkgerät an Mischpult

  • Hallo,


    Ich möchte ein Funkgerät an ein Mischpult anschließen, genauer gesagt den Kopfhörerausgang.


    Wie kann ich den (unsymmetrischen Ausgang) vor Phantompower schützen ?

    Das Funkgerät steckt definitiv auf einem Mikrofoneingang, eine DI Box möchte ich gerne aus Platzgründen vermeiden, Klangverluste total sekundär...gibt es da eine Minischaltung, die vielleicht sogar in einen XLR Stecker passt oder eine fertige Lösung von Miniklinke auf XLR ?

  • So. Das sollte funktionieren. Allerdings ist dieser Adapter jetzt speziell für Kopfhörerausgänge, da er eine relativ niederohmige Belsastung darstellt. Das reduziert einen eventuellen Schaltblubb. Generell solltest du auch einen relativ hohen Lowcut setzen.

    Wenn du aus einem Lineausgang kommst, darf der 100 Ohm Widerstand gerne 3,3 - 10 kOhm haben.

  • Nö, das ganze ist Murks.. Wo hast du das her ?


    https://de.wikipedia.org/wiki/Tiefpass

    https://de.wikipedia.org/wiki/Hochpass

    überlegen ???


    und dann überdenken wir Symmetrie erneut nochmal...


    Denn man könnte den Pin 3 auch mit der Masse verbinden, dann schließt man die Phantomspannung kurz und hat auch einen Bezug zur Masse.


    Das wird wohl mal für einen Ausgang gedacht gewesen sein. Über das RC Glied ist dann die Masse zumindest Wechselspannungsmäßig aufgelegt.


    Ich halte die Schaltung für weniger geeignet....

  • Korrekt designte Phantomspannung wird IMMER intern über hochohmige Widerstände eingekoppelt, typisch 6k8. Wenn du die im XLR auf Masse legst, ist das elektrisch kein Kurzschluss.


    Impedanz-Symmetrie ist hier ebenfalls Unsinn. Du kommst aus der Miniklinke in den XLR Mikro-Eingang rein. Dort hat ein Differenzierglied zu warten (Mischpult-intern), sonst nix! Impedanz-Symmetrie kann man an einem Ausgang machen, wenn man zu geizig für echte Line-Driver ist.


    Weiter: mal angenommen, die Miniklinke an der Funke ist ne Stereo-Klinke: du schließt mit deiner gezeichneten Mono-Klinke die zweite Seite des Ausgangs kurz. Besser einfach offen lassen!

  • Weiter: Dein Hochpass am XLR-Eingang ist undefiniert, hängt von der Eingangs-Impedanz des Mischers ab. Macht man so nicht. Die 330 Ohm zwischen 100R Kopfhörer-Last (wozu?!) und Kondensator sind hier ebenfalls Unsinn.


    Was du da gezeichnet hast, mag für XLR-auf-Klinke irgendwozu nützlich sein; für Klinke-XLR bleibts ungeeignet.

  • Korrekt designte Phantomspannung wird IMMER intern über hochohmige Widerstände eingekoppelt, typisch 6k8. Wenn du die im XLR auf Masse legst, ist das elektrisch kein Kurzschluss.

    Trotzdem Unnötig. Man macht das einfach nicht.


    Impedanz-Symmetrie ist hier ebenfalls Unsinn. Du kommst aus der Miniklinke in den XLR Mikro-Eingang rein. Dort hat ein Differenzierglied zu warten (Mischpult-intern), sonst nix! Impedanz-Symmetrie kann man an einem Ausgang machen, wenn man zu geizig für echte Line-Driver ist.

    Und was bitteschön ist der Adapter vom XLR-Eingang aus gesehen? Ein Ausgang!


    Weiter: mal angenommen, die Miniklinke an der Funke ist ne Stereo-Klinke: du schließt mit deiner gezeichneten Mono-Klinke die zweite Seite des Ausgangs kurz. Besser einfach offen lassen!

    Ich habe gar keine Klinke eingezeichnet. Dass da der richtige Stecker mit der richtigen Beschaltung dran muss versteht sich von selbst.

    Weiter: Dein Hochpass am XLR-Eingang ist undefiniert, hängt von der Eingangs-Impedanz des Mischers ab. Macht man so nicht.

    Ein XLR-Eingang hat in der Regel 2 - 3kOhm. Hier gehts nicht um Präzision, sondern dass der gewünschte Frequenzbereich grob duchkommt.

    Die 330 Ohm zwischen 100R Kopfhörer-Last (wozu?!) und Kondensator sind hier ebenfalls Unsinn.

    Ein Kopfhöhrerausgang, speziell bei Funkgeräten produziert gerne mal eien Einen Blubb. Außerdem sollen die Kondensatoren in Adapter und Funkgerät ge-/entladen werden. Ich hab schon merkwürdige Dinge erlebt, wenn irgendwo DC-Spannungen übrig geblieben sind. Außerdem werden die bleibenden 5V dann noch weiter runter geteilt.

    Die 330 Ohm sind für die Impedanzsymmetrie.

    Und die Kondensatoren sind zum Blocken von Phantomspannung. Das war Teil des "Pflichtenhefts".

  • Und was bitteschön ist der Adapter vom XLR-Eingang aus gesehen? Ein Ausgang!

    Ich weiß nicht, wie ich da geschickt/höflich drauf antworten soll... Kurz: nein.




    Floger schrieb:

    Ich habe gar keine Klinke eingezeichnet. Dass da der richtige Stecker mit der richtigen Beschaltung dran muss versteht sich von selbst.

    Joar, da hast du wohl recht. Also: wer immer noch glaubt, diese Schaltung nachbauen zu wollen- bitte aufpassen.


    Floger schrieb:

    Ein XLR-Eingang hat in der Regel 2 - 3kOhm. Hier gehts nicht um Präzision, sondern dass der gewünschte Frequenzbereich grob duchkommt.

    Erstens: nein. Beispiele: Yamaha RIO/CL 7k5. dLive >4kΩ (Pad out), >10kΩ (Pad in). Welche XLR-Eingänge haben 2-3k? Bitte konkrete Belege.


    Zweitens: Warum denn überhaupt so ein Rätselraten? Sauberen R-C eindesignen, fertig!


    Floger schrieb:

    Ein Kopfhöhrerausgang, speziell bei Funkgeräten produziert gerne mal eien Einen Blubb. Außerdem sollen die Kondensatoren in Adapter und Funkgerät ge-/entladen werden. Ich hab schon merkwürdige Dinge erlebt, wenn irgendwo DC-Spannungen übrig geblieben sind.


    Unter welchen Umständen produzieren die denn was für einen Blubb?! Wie helfen da 330R in Reihe mit nem Koppel-C? Und welche Kondensatoren willst du hier laden (auf welches Potential?) oder entladen (wieder: von welchem Potential auf welches?)


    Floger schrieb:

    Außerdem werden die bleibenden 5V dann noch weiter runter geteilt.

    Von wo kommen diese "bleibenden 5V"? Und wer genau teilt die wohin runter? Phantomspannung kommt keine über deine Cs, und der Kopfhörer-Ausgang hat keinen Spannungsteiler.




    Ist ja nett und lobenswert, dass du dem TO helfen willst, aber diese Schaltung ist und bleibt ungeeignet...

  • Ich weiß nicht, wie ich da geschickt/höflich drauf antworten soll... Kurz: nein.

    Damit disqualifizierst du dich komplett.


    Erstens: nein. Beispiele: Yamaha RIO/CL 7k5. dLive >4kΩ (Pad out), >10kΩ (Pad in). Welche XLR-Eingänge haben 2-3k? Bitte konkrete Belege.

    Ist doch egal. Dann liegt die Grenzfrequenz halt bei 30 - 80 Hz. Um was gehts dir hier eigentlich?

    Zweitens: Warum denn überhaupt so ein Rätselraten? Sauberen R-C eindesignen, fertig!

    Wozu? Es geht um eine Sinnvolle Auslegung der Kondensatoren für eine sinnvolle Minimalfrequenz.

    Unter welchen Umständen produzieren die denn was für einen Blubb?! Wie helfen da 330R in Reihe mit nem Koppel-C? Und welche Kondensatoren willst du hier laden (auf welches Potential?) oder entladen (wieder: von welchem Potential auf welches?)

    Jetzt wirds lächerlich. Wenn du die Schaltung nicht verstanden hast, bringt die ganze Diskussion nichts.


    Von wo kommen diese "bleibenden 5V"? Und wer genau teilt die wohin runter? Phantomspannung kommt keine über deine Cs, und der Kopfhörer-Ausgang hat keinen Spannungsteiler.

    Die Z-Dioden begrenzen die Spannungen im Schaltmoment der Phantompower auf 5V. Und wie soll die Spannung auf 0V wenn im Kopfhöhrerausgang auch ein Kondensator ist?


    Du kannst die Schaltung gerne simulieren, wenn deine Vorstellungskraft nicht reicht dir die Funktion vorzustellen.

    Ist ja nett und lobenswert, dass du dem TO helfen willst, aber diese Schaltung ist und bleibt ungeeignet...

    Wo ist dein Schaltungsvorschlag?

  • Ich würde hier nix basteln.


    Wenn du die Phantomspeisung nicht einzeln schalten kannst, nimm den Klinken-Line-In.


    Wenn auch das nicht geht, nimm ne DI. Muss ja weder teuer noch groß sein.


    Wenn all das nicht hilft, koppel das Signal über einen einzelnen Keramik-C ein. Je nach Pult-Impedanz und gewünschter unterer Grenzfrequenz zwischen 100nF und 1µF.


    Alles andere muss nicht bebastelt werden. Kopfhörer zu laut? Dreh in Leiser. Knackst beim anschalten? So what? Angst vor unbekannten Störungen? Leb damit - oder nimm die DI.