VMB TE-034 v VMB TE-06 für DJ

  • Hallo,


    ich stehe als (mobiler) DJ vor einer größeren Investition.


    Ich möchte mir für größere Veranstaltungen Traversenlifte besorgen. Dafür habe ich mir die TE-034 und TE-06 ins Auge gefasst, welche beide vom Hersteller VMB angeboten werden.


    Hier ein paar Daten der beiden Lifte:


    VMB TE-06

    • BGV C1 Prüfzertifikat
    • max. Höhe: 5,0 m
    • max. Tragkraft: 125 kg
    • Sicherheit: Sicherungsbolzen
    • Arbeitsfläche: 2,0 x 2,0 m
    • Transporthöhe: 1,9 m
    • Winde: 450 kg
    • Aufnahme: 35 mm (passender Traversenadapter PSU-06: Art. 418914, nicht im Lieferumfang enthalten)
    • Gewicht: 32 kg
    • Farbe: Schwarz

    https://www.thomann.de/at/vmb_te06_b_towerlift_125kg.htm


    VMB TE-034

    • BGV C1 Prüfzertifikat
    • max. Höhe: 3,2 - 3,8 m
    • max. Tragkraft: 125 kg
    • Sicherheit: Sicherungsbolzen
    • Arbeitsfläche: 1,5 x 1,5 m
    • Transporthöhe: 1,26 m
    • Winde: 450 kg
    • Aufnahme: 35 mm (PSU-034/PSU-06 /PSA-01)
    • Gewicht: 21 kg
    • Farbe: Schwarz

    https://www.thomann.de/at/vmb_te034_b_towerlift_100_kg.htm


    Gehoben werden soll auf eine Höhe von 2,5-3 Metern, 6 Meter F33 von Global Truss. An diesen hängen meist 4-6 LED Scanner (inkl. Kabel, Halfcoupler ca. 4kg/Stück), 5 LED Bars oder Flat PAR's (3kg/Stück) und evt. ein Laser (4kg). Unter Umständen auch noch 2 MH's mit jeweils 10kg.


    Die Lasten sind also nicht wirklich Hoch (würde ich meinen). Grob gerechnet komme ich inkl. dem Gewicht der Truss selbst auf um die 70kg.


    Zu welchen der erwähnten Lifte würdet ihr mir raten? Gibt es Meinungen zu den Liften/Alternativen? Mir wären natürlich die VMB TE-034 lieber, weil extrem leicht und mit 1,26m sehr transportabel, aber wären die auch stabil genug? Bisher hatte ich immer Varytec Wind Up's im Einsatz, ansich okay, aber im möchte jetzt doch etwas mehr ausgeben.


    Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen :=)

  • guma

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Zu welchen der erwähnten Lifte würdet ihr mir raten?

    Die Unterschiede der beiden sind dir ja klar:

    Der kleinere, zusammenklappbare hat eine kleinere Standfläche (1,5 x 1,5)

    Der andere 2 x 2. Solltest du also Platz im Transporter, Anhänger haben, rate ich zu den mit größerer Standfläche. Ist einfach sicherer, anderes Kippmoment usw. Und du kannst im Bedarfsfall auch mal höher fahren. Obwohl das ganze dann bei diesen relativ Leichten Liften schon sehr wackelig wird.

    Die klappbaren sind ja auch ok, Belastbarkeit usw., aber die verleiten Ungemein dazu, auch kleinere Standflächen zu nutzen, also Füße nicht ganz ausgeklappt. Alles schon gesehen. (ja, ich weiß, dafür gibt es ja auch extra verschiedene Positionen. Gefährlich finde ich es trotzdem.)

    Und dann wird's gefährlich!

    MfG Heini


    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Work Lifte in div. Längen bzw. Belastungen. Vertrieb LMP. Dann würde ich, falls noch nicht vorhanden, zu einer Betriebshaftpflicht anraten

    Work Lifte wären mit Sicherheit auch interessant. Die meisten Ausführungen/Modelle die ich gefunden haben kosten jedoch schon einige Hundert Euros mehr. Nicht dass es das mir nicht wert wäre, aber bisher ging ich davon aus, dass es die VMB Lifte auch tun würden...

    Die Unterschiede der beiden sind dir ja klar:

    Der kleinere, zusammenklappbare hat eine kleinere Standfläche (1,5 x 1,5)

    Der andere 2 x 2. Solltest du also Platz im Transporter, Anhänger haben, rate ich zu den mit größerer Standfläche. Ist einfach sicherer, anderes Kippmoment usw. Und du kannst im Bedarfsfall auch mal höher fahren. Obwohl das ganze dann bei diesen relativ Leichten Liften schon sehr wackelig wird.

    Die klappbaren sind ja auch ok, Belastbarkeit usw., aber die verleiten Ungemein dazu, auch kleinere Standflächen zu nutzen, also Füße nicht ganz ausgeklappt. Alles schon gesehen. (ja, ich weiß, dafür gibt es ja auch extra verschiedene Positionen. Gefährlich finde ich es trotzdem.)

    Und dann wird's gefährlich!

    Für mich war auch die Standfläche sowie die eigentliche Größe die beiden entscheidend Eigenschaften. Mein Traversen bestehen aus 2m F33 Elementen, dementsprechend wäre die Größe der Lifte nicht das entscheidende Kriterium, wobei natürlich 1,26 und 10 kg weniger, sehr verlockend sind.

    Kann man pauschal überhaupt pauschal beantworten wie groß der "Unterschied" zwischen 1,5x1,5 und 2x2 ist?

    Die Ausleger werden natürlich IMMER maximal ausgefahren, alles andere halte ich für absolut absurd. Zudem würde ich beim kleineren Lifte natürlich immer tendeziell etwas niedriger hochfahren als mit dem größeren.


    Ich möchte möglicherweise die Lifte auch mal in freien aufbauen, muss ich dann aufgrund der Windlast zwingend zum TE-06 greifen?

    Es steht natürlich nie jemand drunter und der Bereich wird sowieso abgesperrt.

  • Lifte sind nichts für draußen. Vergiss das lieber.

    -.- Dachte ich mir insgeheim schon...


    Mal von den Traversenliften abgesehen. Was für möglichkeiten eines kleines Trusssystems hätte ich überhaupt, welches sich aus Outdoor verwenden lassen würde?

    Angenommen ich würde mir ein Traversenviereck aus F33 zusammenbauen und auf 2,5m Höhe mit Truss bauen, wär dass dann etwas was man Outdoor verwenden könnte?

  • Gegen Truss Viereck im Außenbereich spricht grundsätzlich nichts. Da muss dann aber auch mit Ballastierung an den Senkrechten gearbeitet werden usw. Und damit habe ich keine Erfahrung bzw weiß ich nicht wie da der aktuelle stand der Sicherheitsvorschriften ist.

    MfG Heini


    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Auch im Innenbereich muss die Standsicherheit gewährleistet sein!



    Generell kannst du davon ausgehen, das alles was mit Traverse zusammenhängt minimum von einer Fachkraft ausgeführt bzw. angeleitet werden muss. Ab einer gewissen Größenordnung bzw. Gefährdung von einem Meister ====> siehe DGUV 215-310


    Gerade wegen der Unwissenheit bezüglich der Auswahl geeigneter Arbeits- und Hubmittel ist mein Rat:

    bleib beim Lichtstativ OHNE aufgelegte Traverse und überlass den Rest den Profis

  • Gegen Truss Viereck im Außenbereich spricht grundsätzlich nichts. Da muss dann aber auch mit Ballastierung an den Senkrechten gearbeitet werden usw. Und damit habe ich keine Erfahrung bzw weiß ich nicht wie da der aktuelle stand der Sicherheitsvorschriften ist.

    Wenn dann würde der Aufbau natürlich mit dementensprechenden 80cmx80cm/36kg schweren Bodenplatten gesichert werden.

    Ich bin mir der Gefahren bewusst und genau deswegen wird der Bereich um die Stative abgesperrt, der einzige der sich da aufhält bin ich selbst.


    Einen VMB TE-06 legt es ja auch bei einer Last von 30kg nicht einfach mal so hin, denke ich mal.

    Ich werde hier aber nicht diskutieren, da ich mir darüber bewusst bin, dass ich absolut keine ahnung habe. Deswegen werde ich den Kauf der Lifte nochmal überdenken und werde das so stehen lassen.


    Könntest du mir eine einschlägige Lektüre bezüglich Rigging empfehlen?


    Danke in jedem Fall schon einmal an jeden für den Input :)

  • Könntest du mir eine einschlägige Lektüre bezüglich Rigging empfehlen?

    DGUV 215-313 "Lasten über Personen"

    DGUV V17 "Unfallverhütungsvorschrift Veranstaltungs- und Produktionsstätten für szenische Darstellung"



    und allem voran die Aus- und Fortbildung zur Fachkraft und Meister für Veranstaltungstechnik


    Rechtlich gesehn, darf dich kein Kunde für diese Art der Dienstleistung beauftragen und du darfst sie aus versicherungstechnischen Gründen nicht anbieten. Stichwort ist hier "Auswahlverantwortung"


    Das ist ähnlich wie bei der Elektroinstallation, das darf auch nur ein (Meister-)Fachbetrieb.


    Wenn du Veranstaltungtechnik anbieten möchtest dann mach es anständig, lern den Beruf. Es gibt nicht ohne Grund seid mittlerweile 22 Jahren diese Ausbildung.

  • Hallo


    Schau Dir doch mal den TE 46B von VMB an. Kompakt, leicht zu transportieren und relativ hohe Ladelast.

    Allerdings - wie seine Kollegen auch - nicht im Aussenbereich ohne entsprechende Absicherung verwendbar. Eine betriebliche HP- Versicherung ist Vorraussetzung für die Ausführung der Tätigkeit.

  • Eine betriebliche HP- Versicherung ist Vorraussetzung für die Ausführung der Tätigkeit.

    Das ist nur die Hälfte des Kuchens: der Versicherer setzt, um im Schadensfall zu regulieren, die nötigen Qualifikationen und Gefährdungsbeurteilungen (inkl. Nachweis der daraus abgeleiteten Schutzmaßnahmen) entsprechend der gültigen Gesetze, Verordnungen, Vorschriften etc etc etc vorraus.

  • Hallo


    Schau Dir doch mal den TE 46B von VMB an. Kompakt, leicht zu transportieren und relativ hohe Ladelast.

    Allerdings - wie seine Kollegen auch - nicht im Aussenbereich ohne entsprechende Absicherung verwendbar. Eine betriebliche HP- Versicherung ist Vorraussetzung für die Ausführung der Tätigkeit.

    Wäre möglicherweise auch eine Option, aber da würde ich wahrscheinlich den VMB TE-06 vorziehen, besonders aufgrund der Standfläche.

    Die Belastbarkeit ist mir zudem gar nicht so wichtig, wie gesagt, meine LED-Effekte wiegen einfach nix und das wird sich in absehbarer Zeit auch nicht verändern.

    Alles schön und gut, aber so eine Ausbildung macht man natürlich nicht mal so nebenbei, aber ich werde mich im jeden Fall mit den genannten Vorschriften befassen.


    Und immer dran denken, die Traverse schön Erden und entsprechend den Potentialausgleichsleiter zu messen. Immerhin handelt es sich bei deinem Vorhaben um die Errichtung einer temporären Niederspannungsanlage.

    Da Frage ich mich eigentlich ob ich überhaupt eine z.b. T-Bar mit Lifteffekten an einem Windup in die Höhe bringen darf. Auch hier wären ja rein theoretisch die Umstände gegeben, dass man den Potentialausgleich durchführen muss?

    Ich habe auch bereits einige Veranstaltungen erlebt wo (vermeintliche) Profis scheinbar (mir wäre zumindest nichts aufgefallen) nicht geerdet haben. Das soll jetzt nichts heißen, nur man hinterfragt in der Folge halt wie wichtig es tatsächlich ist. Die Erdung erfolgt ja meist mit dem Half Coupler mit Grün/Gelben Kabel der an den jeweiligen Stromkreis (PE-Anschluss) angeschlossen wird.


    Aber mit den ganzen Vorschriften hier, Vorgaben da, hat sich das sowieso erstmal erledigt.

  • Eine T-Bar ist ein Gerät und wird Geräteintern über die Zuleitung geerdet, natürlich im Rahmen der nötigen Schutzklasse. Kann also bei doppelter isolierung auch weg fallen... Dann ist nichts geeerdet...


    Eine Traverse ist Bauteil deines temporär selbst gebauten / errichtetem fliegendem Bau und somit Prüfpflichtig da im Rahmen der Gefährdungsanalyse aufgescheurte Kabel die Traverse unter Strom setzen können und diese dann in der Lage sein muss, den Fehlerstrom abzuleiten.